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Jean-Claude Van Hase 10.05.2020 12:15

Super :)

Clyde hatte damals auch seine ersten Bauchschmerzen mit ganz ähnlichen Symptomen. Das waren auch seine letzten und ich hab ihn extrem schnell verloren. Daher mein Rat mit dem Tierarzt.



Ob der mehr machen kann oder nicht hängt wohl vom Tierarzt ab. Blindes vertrauen in das Können habe ich mir abgewöhnt. Infusionen und Verdauungs ankurbelnde Mittel sind zb Sachen die gegeben werden können. Aber auch Temperatur im Auge behalten oder eben Röntgen um zu wissen wie überhaupt behandelt werden sollte. Im Notfall auch operieren, obwohl ich da noch keinen gehabt habe der dem positiv gegenüber steht.

Aen 10.05.2020 12:15

Zitat:

Zitat von Callie (Beitrag 1207833)

Und wieso hat eine Tierarztpraxis kein Röntgengerät? Was macht sie wenn ein Tier mit Knochenbruch kommt? Ein Tier das was verschluckt hat?

Ja, eine gute Frage.

marinahexe 10.05.2020 12:54

Vielleicht solltest Du Deine Erfahrungen mal an die Tierärztekammer schicken. Ich denke nämlich auch nicht, dass das Verhalten der Ärztin soooo korrekt war. Das ist nämlich unterlassene Hilfeleistung. Ich denke, das gilt auch für Tierärzte. Wenn das mehr Leute machen, ändert sich da vielleicht mal was.

Callie 10.05.2020 13:08

Jean Claude van Hase (toller Nickname übrigens!): oh, das tut mir sehr leid mit deinem Clyde. Dein Rat zum Tierarzt zu fahren ist richtig gewesen, wollte ich ja auch.

Das Problem hier ist dass man vor zwei Jahren den Tierarzt-Notdienst ausgeweitet hat. Vorher gab es einen Notdienst hier in der Stadt (ca. 77.000 Einwohner) und einen Notdienst für die Landkreise drumherum (viele kleine Dörfer, Kleinstädte). Dann eben die Entscheidung Stadt und Landkreis zusammen zu legen. Jetzt muss man je nachdem wer Notdienst hat 30 km und mehr fahren.



Blind vertrauen tue ich schon lange nicht mehr. Frage auch immer genau nach was gespritzt oder verabreicht wird. Habe eben in den Notdiensten viel erlebt, manchmal ging es meinen Kaninchen danach schlechter als vorher. Daher habe ich immer eine Grundausstattung an Medikamenten da (worüber sich die Tierärztin gewundert hat, wie ich denn an die Medikamente käme).

Ich bin gestern panisch geworden, sonst hätte ich es von vorne herein alleine probiert, kenne die Bauchschmerzen ja leider sehr gut. Die verluste von Krümel und Lady stecken mir echt noch in den Knochen, das war einfach so schrecklich.



Ich habe Fiete vorhin einige Sonnenblumenkerne gegeben, die liebt er. Und ich beobachte ihn natürlich weiterhin.



Sagt mal kann es sein dass Kaninchen nicht gerade die Lieblingstiere von Tierärzten sind? Oder bilde ich mir da was ein? Ich habe bisher erst 3 Praxen kennengelernt in denen man liebevoll und umsichtig mit den Kaninchen umging. Und mindestens ebenso viele in denen das nicht der Fall war.

Callie 10.05.2020 13:09

Marinahexe: die Überlegung hatte ich auch schon.

Aen 10.05.2020 13:29

Zitat:

Zitat von Callie (Beitrag 1207844)


Ich habe Fiete vorhin einige Sonnenblumenkerne gegeben, die liebt er. Und ich beobachte ihn natürlich weiterhin.

Das würde ich heute und morgen auch noch eher "eng".



Zitat:

Sagt mal kann es sein dass Kaninchen nicht gerade die Lieblingstiere von Tierärzten sind? Oder bilde ich mir da was ein? Ich habe bisher erst 3 Praxen kennengelernt in denen man liebevoll und umsichtig mit den Kaninchen umging. Und mindestens ebenso viele in denen das nicht der Fall war.
Hm, schwer zu sagen. Um die Kaninchen selbst geht es dabei vermutlich gar nicht. Eher um die Halter.

Einerseits werden Kaninchenhalter, die in Notfällen kommen, vermutlich zur eher unbequemen Sorte "Kunde" gehören, die Tierärzte zu sehen bekommen, weil's ja meist schnell um Leben und Tod geht und da nicht selten kleine Nervenwracks mit ihrem Kaninchen zu den seltsamsten Uhrzeiten in der Praxis aufschlagen. (Bei uns war das die ersten zwei, drei Male garantiert so. :blush5:) Kann ich mir durchaus anstrengend vorstellen.

Andererseits kommt bei einem Notfalleinsatz bei Kaninchen in relativ kurzer Zeit mit relativ überschaubarem Aufwand (also wenn man jetzt rein die praktische Tätigkeit und Ausführungen während des Bauch-Noteinsatzes betrachtet) schon 'ne imposante Rechnungsaufstellung zustande. Wir haben da für einen 40-minütigen Einsatz am Wochenende schon mal 230,-- Euro gezahlt. Das dürfte Tierärzten eigentlich nicht schlecht gefallen. ;-)

Lara004 10.05.2020 19:08

Ich glaube viele Tierärzte behandeln Kaninchen ungern, weil sie sich einfach schlecht auskennen. Das sind im Studium nicht wirklich intensiv behandelte Tiere, sodass man sich das meiste selbst aneignen muss in seiner Freizeit.
Aus meiner Sicht ist es oft schwierig Kaninchen wirklich so zu behandeln, wie es die Situation erfordert, weil viele eben nicht bereit sind die kosten dafür zu tragen. Gefühlt der zweite Satz, wenn wir die sinnvollste Behandlung empfehlen ist immer „was kostet das?“ und dann „ Waaaaaas, so teuer?“

Und schon fängt man an Abstriche in der Behandlung und Diagnostik zu machen, man verpasst vielleicht was, vielleicht überlebt das Tier genau deshalb nicht. Und dann muss man sich noch rechtfertigen, warum das Tier nicht überlebt hat - oder ich schwatze es den Leuten nach dem ersten „was,so teuer - Satz“ ab und versuche auf meine kosten das bestmögliche.

Auf jeden Fall gut, dass fiete es wieder besser geht und du selbst genau richtig gehandelt hast.


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