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Wie weiter nach der Tumordiagnose - dringend Guten Abend liebe Tierfreunde, heute haben wir von der Tierärztin die Schockdiagnose bekommen. Bei uns leben zwei neunjährige Löwenköpfe. Das Weibchen hat seit ca. Wochen weicheren Stuhl und seit ein paar Tagen Schnupfen. Bei der Untersuchung hat die Ärztin eine Verdickung im Leib ertastet. Ausweislich des Röntgen- und Ultraschallbefunds handelt es sich um ein Tumor, ausgehend vom Uterus. Die Lunge ist offenbar noch nicht betroffen, eine der beiden Nieren ist verdickt. Ansonsten erfreut sich Wolke einer guten Vitalität, sie isst, bewegt und putzt sich. Wir stehen vor der Entscheidung, sie operieren zu lassen oder palliativ mit Schmerzmittel zu behandeln (vorsorglich, für den Fall, dass sie Schmerzen hat) aber gegen den Krebs nichts zu unternehmen. Es ist die Frage, ob das Risiko einer OP (wegen des Alters von 9 Jahren) im angemessenen Verhältnis zur Heilungschance steht. Habt Ihr mit so etwas Erfahrungen? Vielen Dank, beste Grüße Björn |
Da habt ihr ja eine Schockdiagnose erhalten. Wie ist denn die Prognose der TÄ? Kann man den Tumor gut entfernen? Ich hatte einen kastraten der hat mit 9-10 einen Tumor am Kiefer entwickelt. Den konnte die TÄ ganz leicht entfernen (wir haben erst durch Einschicken erfahren dass es knochenkrebszellen waren. Die TÄ hatte damit gar nicht gerechnet). Das war natürlich erstmal ein Schock. Er selbst war aber total fit. Ich habe mich dann eingelesen und mich bei Heel beraten lassen. Von heel hatten wir bereits die SUC-Therpie für die Nieren gemacht was bei ihm gut gewirkt hat. Nach der Diagnose Krebs hat er dann auch noch was gegen den Krebs bekommen. Ob das nun gewirkt hat oder nicht, kann ich natürlich nicht zu 100% sagen (ist ja pflanzlich) aber es ging ihm seht gut damit. Mit ca. 11 hat er dann wieder einen Tumor entwickelt, am Hinterlauf. Eine ganze Zeit ging es so, dann er so groß, dass wir handeln mussten... einschläfern oder operieren. Da er immer noch super fit und agil war, habe ich mich für die OP entschieden. Er hat die große OP mit 11,5 jahren super weggesteckt :thumbsup: Leider kam während der OP raus dass der Tumor nicht mehr entfernt werden konnte ohne das Bein zu amputieren. Ich musste also auch das während der OP entscheiden. Echt schwierige Sache. Ich habe mich für die Amputation entschieden und er hat sich sogar mit 3 Beinchen noch gut wieder berappelt. Ich habe die OP jedenfalls nie bereut. Er ist 12,5 geworden bis Die Zeit kam als ich mir sicher war, dass er gehen wollte. Letztlich könnt ihr es nur selbst entscheiden. Ich persönlich würde mich vermutlich wieder für eine OP entscheiden wenn das kaninchen noch fit ist und Lebensfreude hat. Aber die Alternative ist sicher auch total in Ordnung und eine verständliche Entscheidung. Es würde sich ganz sicher nicht jeder, wie ich für eine OP bei einem so alten Kaninchen entscheiden. Alles Gute für euch :seeya: Übrigens: ich musste auch schon ein Weibchen mit 10,5 notopieren lassen und sie hat die OP gut überstanden. Aber das Narkoserisiko besteht natürlich immer. Ich würde auf jeden Fall zu einem kaninchenkundigen TA (zusatzquali kleine Heimtiere) gehen, falls ihr den nicht schon habt, damit die passende Narkose genommen wird. |
Hallo Daniela, vielen Dank für deinen Beitrag, der uns Mut macht. Die TÄ hat heute keine Aussage dazu gemacht, wie gut man den Tumor entfernen könne. Jedenfalls schien auf Ultraschall und Röntgen die Lunge noch frei. Wolke ist wirklich vital, sie pflegt sich ist agil, flitzt nach wie vor durch die Wohnung. Gleichwohl merkt man, dass sie etwas beeinträchtigt und etwas dünnhäutiger ist. Das mit der Narkose ist ein wichtiger Punkt. Ich werde prüfen, wie es um die Qualifikation der TÄ steht und welcher Personalansatz für die OP vorgesehen ist. Es ist halt wirklich ein Dilemma, das Risiko des Sterbens bei der OP und Komplikationen auf der einen, 2 oder 3 Jahre auf der anderen Seite. Aber es wird letztlich eine Bauchentscheidung werden, die immer mehr in Richtung OP tendiert. Uns geht es nur ums Tierwohl, weder Behandlungskosten noch Lebensleiden verlängern und jeden Preis aus egoistischen Gründen werden eine Rolle spielen. Noch mal vielen Dank! Viele Grüße Björn |
Die Entscheidung für Dich ist jetzt eh hart, denn ein bösartiger GB-Tumor streut am schnellsten in die Lunge, auch wenn jetzt noch nichts zu sehen ist. Eine Kastra ist ein schwerwiegender Eingriff, es ist zu befürchten, dass sie „erstmal“ nach der OP leidet und wenn das überstanden ist, sich doch Metastasen bemerkbar machen, die dann doch eine Erlösung notwendig erscheinen lassen. Aber, das muss nicht eintreffen, evtl. hat sie nach der Kastra noch eine super schöne „Restzeit“ ohne Einschränkungen. Es ist (besonders im dem Alter) eine verdammt schwere Entscheidung, ich selber hab in solchen Fällen auch schon „gefühlt“ falsch, aber auch richtig entschieden, also aus der Sicht des Tieres. |
Hallo, so eine Diagnose ist natürlich immer ein Schock. Und das die Frage der Sinnhaftigkeit einer OP bei einem älteren Tier aufkommt, verstehe ich. Ich habe mal einem etwa eineinhalbjährigen Hamster einen Tumor operativ entfernen lassen. Da Hamster durchschnittlich zwei Jahre alt werden, war er auch schon ein Opa. Er hat die OP gut weg gesteckt, ist aber leider etwa 2 Monate danach eingeschläfert worden, weil der Tumor sich wieder neu gebildet hatte und ich eine zweite OP nicht mehr als sinnvoll ansah. Ich will nicht verheimlichen, dass die Kosten damals enorm hoch waren. Ich war damals im ersten Moment gegen die OP, aber dann habe ich mir gedacht, wenn er ein Hund wäre, würde ich nicht zögern. Also warum bei einem Hamster? Wenn ich ihn nicht operieren lasse, stirbt er in ein paar Wochen auf jeden Fall, aber wenn ich ihn operieren lasse, stirbt er vielleicht oder er wird wieder gesund. Dann habe ich dem Eingriff zugestimmt, denn er hatte meiner Meinung nach eine Chance verdient. Und nach der OP ist er nochmal richtig aufgeblüht. Ich würde behaupten, dass diese zwei Monate die glücklichsten seines Lebens waren. Ich wünsche euch viel Kraft bei der Entscheidung. Solange ihr eure Entscheidung für das Wohl von Wolke trefft, ist sie richtig, egal wie sie ausfallen sollte.:thumbsup: |
Wir werden zunächst das maximale Maß an Informationen einholen, um auf einer fundierten Grundlage entscheiden zu können. Wichtig sind vor allem die tatsächliche Ausprägung, und der Vergleich der Zukunftsprognosen einmal mit und einmal ohne OP. Dazu werden wir in jedem Fall auch eine Zweitmeinung einholen. Relevant ist auch, dass TÄ Narkose und Überwachung der Vitalfunktionen wohl in unterschiedlicher Ausprägung vornehmen, was sich in unterschiedlichen Narkoserisiken widerspiegeln dürfte. Uns wurde gesagt, das Risiko bei Kaninchen liege bei 50:50, was mir persönlich als sehr hoch erscheint. Auch zu dieser Frage ist die Zweitmeinung wichtig. Letztlich ist jedes Tier ist ein Individuum, erst recht ein so hoch entwickeltes Säugetier. Deshalb werden wir auch eine individuelle Entscheidung treffen, die neben dem vergleichsweise hohem Lebensalter auch ihrem bisher guten Vitalzustand, Ihrem Bewegungsdrang, dem Appetit und ihrer Lebensfreude Rücksicht tragen wird. Viele Grüße B. |
Das erscheint mir auch sehr hoch :confused: Also ich hatte bis jetzt 6 OPS bei Kaninchen und alle Kaninchen sind aus der Narkose wieder aufgewacht. Tatsächlich habe ich einen, der nurnoch im notfall in Narkose gelegt wird, da er schlecht aus der Narkose aufgewacht ist und man da jetzt vorsichtig ist. Hier gibt es sicher leute die schon viel, viel mehr Kastrationen und OPs mit Kaninchen hinter sich haben. Wegen einem geeigneten Tierarzt könntet ihr Marinahexe hier im Forum anschreiben, sie für eine Liste mit kaninchenkundigen Tierärtzen nach PLZ. Vielleicht kann sie euch wen empfehlen. :seeya: |
Meine Kaninchen sind nach OPs auch alle wieder aufgewacht. Nur einer ist am Tag danach gestorben. Aus heutiger Sicht sage ich, dass mir damals die Erfahrung fehlte. Mit meinem jetzigen Wissen hätte er es wohl geschafft. Wieviele Ops das waren, kann ich nicht mehr sagen, aber in 20 Jahren Kaninchenhaltung waren das viele. Am wichtigsten ist, dass ein Kaninchen satt in die OP geht und nach der OP gut warm gehalten wird und beizeiten wieder etwas frißt. Wenn es lange schlapp ist, sollte man nachhelfen und aus einer Spritze warmen Brei füttern (in heißem Wasser aufgeweiche Seniorkullern oder Pellets oder ähnliches). Wenn ein Kaninchen nach der OP selber futtern soll, mögen die meisten am liebsten frische Kräuter. Alles Gute für Wolke. P.S. Bei Kaninchen, die schlecht aus der Narkose kommen, kann eine Infusion helfen das Narkosemittel schneller auszuspülen. Bei älteren Weibchen, die kastriert werden, bitte ich immer direkt darum. Sicher ist sicher, auch wenn es wieder kostet. |
Ich kann nicht zählen wie viele OP‘s ich in den letzten Jahrzehnten mit Kaninchen schon hatte. Bis auf mein Herzensrammlerchen :( haben alle überlebt (einige sind allerdings aufgrund der Vorerkrankungen postoperativ verstorben), er hatte eine Sepsis und erlag bei der Einleitung der Narkose einem Herzstillstand. Aber ich hatte damals keine Wahl, das Risiko der Narkose auf mich zu nehmen oder ihn sterben (erlösen) zu lassen. Da er noch sehr jung war habe ich mich für die OP entschieden. :( |
Zitat:
Und es war die richtige Entscheidung. So hätte er wenigstens eine Chance gehabt. Ich hätt's genau so gemacht. |
Danke! Ja, ich hatte „eigentlich“ ja keine Wahl, aber der Kleine war mir innerhalb kürzester Zeit verdammt ans Herz gewachsen. :( |
Je älter das Kaninchen ist umso höher ist das Risiko einer so großen OP und eine Kastration bei einem Mädel ist sehr groß! Wenn die OP gut überstanden ist, muss eine intensive und gute Betreuung für die ersten Tage danach gewährleistet sein. Denn auch nach einer überstandenen OP sind die ersten Tage kritisch ob das Tier überlebt. Du musst die Körpertemperatur kontrollieren um bei Bedarf Wärme anzubieten, zufüttern wenn sie danach nicht selbst frisst, Schmerzmittel geben und ich würde wie auch bei jungen Kastramädels die ersten Tag Käfigruhe anordnen bestenfalls mit Body bis zum Fädenziehen. Ich würde mir ernsthaft überlegen sie noch pallativ zu begleiten. |
Kurzes Feedback zu unserer Häsin. Sie wurde am letzten Mittwoch operiert und es geht ihr, wie es scheint blendend, also besser als vor der OP. Sie hatte einen 200g Tumor, 8cm groß. Histologie steht aus aber gestreut hat er laut Sichtbefund nich nicht. Man fragt sich, wieso das jetzt erst aufgefallen ist, sie wurde regelmäßig untersucht. Wir haben jetzt zum Glück eine Tierklinik gefunden, die auf Heimtiere spezialisiert ist. Ich glaube, das ist elementar zum Wohle der Langohren. Ein Allrounder, dessen Schwerpunkt auf Hunde und Katzen liegt muss nicht wirklich kundig bei den Kaninchen sein. |
Das klingt doch super :thumbsup: Alles Gute für euch und hoffentlich viele gesunde Jahre :seeya: |
Ich drück die Daumen! Ja, ein kaninchenkundiger Tierarzt ist Gold wert. |
Da habt ich Ihr ja echt Glück gehabt :thumbsup: dass der Tumor bis jetzt noch keine Ableger hatte. Meine knapp 9 jährige starke Schnupferin hatte auch im letzten halben Jahr 2 große OP. Narkosedauer jeweils 2,5 h! (nur Inkektionsnarkose war möglich). Man ist echt verblüfft, dass sowas überlebt wird von einem angeschlagenem Tier... |
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