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Eitrige Ohrenentzündung Wir sind mit unserem Latein am Ende und hoffen hier von euch noch den ein oder anderen Tipp zu bekommen. Zur Sache: Unser Joey wird seid vier Wochen aufgrund einer schweren Ohrenentzündung behandelt. Aber von Anfang an. Als wir Joey fütterten, sah ich, dass aus einem seiner Schlappohren Eiter lief. Umgehend fuhren wir mit ihm zu Rolands Tierärztin. Diese untersuchte ihn und gab uns Antibiotische Ohrentropfen mit. Ich war sehr unzufrieden mit der Tierärztin, weil ich es unnötig fand Tropfen in ein völlig vereitertes Ohr zu geben ohne diese vorher zu säubern oder gar hineinzuschauen um eine evtl.Verletzung zu sehen. Laut Aussage der TÄ bräuchte er kein Antibiotikum und auch kein Schmerzmittel. Das Ganze hat natürlich nix gebracht und ich wurde von Tag zu Tag nervöser. Dann habe ich bei einer anderen TÄ einen Termin gemacht, um meine Bedenken zu äußern und eine zweite, so hofften wir, kompetentere Meinung zu Joey's Zustand zu bekommen. Dort wurde er super behandelt. Das Ohr wurde gespült und gründlich untersucht, ebenso sein Allgemeinzustand überprüft. Wir bekamen für ihn Antibiotika und sollten ihm unbedingt Schmerzmittel geben. Zusätzlich bekam er Augentropfen zur Eingabe ins Ohr. Sein Allgemeinzustand hat sich seitdem deutlich verbessert. Er frisst super und ist deutlich agiler geworden. Wir kennen Joey nur als apartisches Tier, jetzt im Nachhinein denken wir, er hatte diese Erkrankung schon länger als gedacht. Nun behandeln wir ihn schon seid drei Wochen auf diese Weise. Die TÄ sprach anfangs davon, dass das ganze eine komplizierte und hartnäckige Sache sei, die mindestens vier Wochen behandelt werden müsse. Ich habe derweilen viel nachgelesen und mich auch mit Gerti beraten. Leider weiß ich nun, dass diese fiese Sache nie mehr weggehen wird. Heute hatten wir ein beratendes Gespräch mit der TÄ über die weitere Vorgehensweise. Joey bekommt nun weitere zwei Wochen Antibiotika, Tropfen und Schmerzmittel. Zusätzlich wird das Ohr täglich gespült und gesäubert. Wenn in zwei Wochen eine weitere Verbesserung vorliegt, machen wir so weiter. Wenn nicht, versuchen wir ein neues Antibiotika. Fakt ist jedoch, dass das ganze nie weggehen wird und wir eine Einschläferung nur herauszögern... Nun zu meiner Frage: Hatte von euch schon mal jemand so etwas und kann uns noch ein paar Impulse geben? Und bitte, ich weiß, dass Widder Qualzuchten sind und prädestiniert für solche Ohrengeschichten. Diese Erkenntnis hilft Joey aber nicht weiter und muss hier nicht diskutiert werden. Auch wenn ihr da Recht habt. |
Mit Ohrenentzündungen habe ich zum Glück selber keine Erfahrungen gemacht. Nur einen Tipp hätte ich: Seid ihr im KS Form angemeldet? Vielleicht magst du dir diesen Threat durchlesen: https://www.kaninchenschutzforum.de/showthread.php?t=144058 und direkt mit Jacky schreiben. Sie behandelt da auch schon eine ganze Weile. Ich wünsche euch noch eine lange gute Zeit mit Joey. |
Penny hatte vor ein paar Jahren auch eine eitrige Ohrenentzündung. Mit Schmerzmittel, AB und einer Salbe die wir ins Ohr gaben haben wir ein paar Wochen behandelt. Mir wurde damals auch gesagt, dass das nie ganz weggehen wird und immer mal wieder schlimmer werden kann. Seitdem haben wir aber nie wieder Probleme mit dem Ohr gehabt. Es hat sich auch bisher nie mehr Eiter gebildet oder ausgebreitet was uns eigentlich prognostiziert wurde! |
Erfahrungen hab ich da auch keine. Ich hab aber öfter schon gelesen, dass Penicillin gegen hartnäckigen Eiter hilft. Alles Gute! PS: Ich würde im KSF selbst einen Beitrag posten. |
Was für eine Otitis ist es denn? Ich weiß, dass die TiHo z.B. Ops durchführt, je nachdem, was für eine Otitis es ist. Wurde ein Abstrich genommen, um zu schauen, welches AB wirksam ist? Ansonsten das Immunsystem anregen, (Ingwer, Meerrettich, Schwarzkümmel). |
Vielleicht hat es hier noch was hilfreiches drin? https://www.kaninchenwiese.de/gesundheit/infektionskrankheiten/ohrenentzuendung/ |
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Danke! Zitat:
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Das ist schon mal prima. Was meinst du mit "was für eine Otitis"? Er hat Eiter im Ohr, wahrscheinlich schon viel länger, als er bei mir ist, also über ein Jahr. Ein Röntgenbild, oder CT kann zur Zeit nicht gemacht werden, weil sein Zustand für eine Narkose zu kritisch ist. Von einer OP wird uns deshalb und auch wegen der geringen Aussicht auf Erfolg abgeraten. Die OP birgt, außer der Narkose, zu viele Risiken, laut TÄ. Ein Abstrich konnte nicht entnommen werden, weil wir keine Stelle im Ohr haben, die nicht mit Eiter verunreinigt ist. Mh...ob ich nochmal den TA wechseln sollte? Zitat:
Im Netz habe ich so ziemlich alles gelesen, was es zu lesen gab. Das was ich dort gelesen habe ist eigentlich sein Todesurteil. |
Penicillin kann nur gespritzt werden, es darf keinesfalls, auch nicht in geringsten Mengen, in den Verdauungstrakt gelangen. Wie die Chancen für ihn sind, hängt davon ab welche Teile des Ohres betroffen sind, deshalb hat honeymouse gefragt was für eine Otitis es ist. Es kann das Außenohr (Otitis externa), das Mittelohr (Otitis media) oder das Innenohr (Otitis interna oder Labyrinthitis) oder mehrere Ohrteile betroffen sein. Davon hängt ab, wie behandelt wird. Eine Innenohrentzündung mit Ohrentropfen behandeln zu wollen, wäre nicht gerade zielführend. Aber da du keine Gleichgewichtsprobleme oder Kopfschiefhaltung beschreibst, glaube ich eher nicht an eine Innenohrbeteiligung. Wurde nicht versucht, aus dem Eiter die Bakterien zu bestimmen? |
Mittels eines Wach-CT könnte man schauen, ob es eine Otitis externa (Außenohrentzündung), media (Mittelohrentzündung) oder interna (Innenohrentzündung) ist. Davon hängt u.U. auch die Behandlung ab (bei eine Otitis media wäre z.B eine Bullaosteotomie möglich, bei einer externa aber nicht). Aber ein Abstrich sollte doch eigentlich vom Eiter genommen werden, damit ein AB gegeben werden kann, welches auch wirkt (Kaninchenwiese: "Für diesen Abstrich wird mit einer Kopfkanüle Eiter aus dem Ohr gespült und eingeschickt.")? :confused: Edit: Mensch, ich bin ja heut echt langsam :Yawn::rofl: |
Uns wurde gesagt, dass ein CT nur in Narkose durchgeführt werden kann. Anhand der Dauer der Erkrankung und der sichtbaren Schwere, geht die TÄ aber von einer Mittelohrentzündung aus. Okay, Eiter könnte man natürlich untersuchen lassen. |
Einige bieten auch Wach-CTs bei Kaninchen an. Die TiHo auf jeden Fall, ich glaub eine TK im Ruhrpott auch, weiß aber grad nicht welche. |
Die Tierklinik in Duisburg am Kaiserberg bietet Wach-CTs an. Haben aber lange Wartezeiten. Da kann Dir Natie mehr zu sagen. Sonst einfach mal die TÄe in der Umgebung abtelefonieren und nachfragen. |
Na ja, von Duisburg wohnen wir ja 280 km entfernt. Aber ich telefoniere hier mal rum. |
Ich kenn noch TK Ettlingen, Frau Ott in Hanau und Stuttgart, die auch Wach CTs anbieten. (Falls mein Kopf da grad nix durcheinander bringt) |
Das wichtigste in diesem Fall ist ein Antibiogramm, damit der Erreger gezielt behandelt werden kann. Wurde der Kopf denn schon mal geröntgt? |
Nein Terry, wie bereits erwähnt wurde weder geröntgt noch ein CT gemacht, da das, laut meiner TÄ, nur unter Narkose geht. Da bin ich aber hier ja gerade eines besseren belehrt worden. Na ja, was genau würde mir ein solches Untersuchungsergebnis bringen... Egal was dabei herauskommt, die Behandlung würde sich nicht ändern. Wenn der Knochen bereits angefressen ist vom Eiter, dann können wir nichts dagegen tun. Es gibt lediglich zwei Behandlungsmethoden. Die die wir fahren, oder eine OP. Die OP kommt nicht in Frage, also bleibt nicht viel an Möglichkeiten. Das Antibiogramm sehe ich dagegen als notwendig an. Darauf werde ich meine TÄ ansprechen, denn nur dann hat das AB (das auf den Erreger abgestimmte) eine Chance zu wirken. Okay, so wie Lupine und auch honeymouse schreiben ist es wichtig zu wissen wo genau die Entzündung liegt... Aber warum? Letztendlich ist die Behandlung bei den unterschiedlichen Bereichen adäquat zu der jetzigen. Es gibt da ja leider nicht viele Möglichkeiten. Edit: Eine umfassende Untersuchung macht ja nur Sinn, wenn es dann entsprechende Behandlungsmöglichkeiten gibt. Da es diese aber nicht gibt, nützt mir auch eine exakte Diagnose nichts. Außer in Bezug auf die richtige AB Wahl. |
Ich lasse mal einen Daumendrücker für Joey hier und hoffe ihm kann geholfen werden !! |
Es ist einerseits für die Prognose wichtig zu wissen was betroffen ist, andererseits ist es beispielsweise wichtig zu wissen ob das Trommelfell intakt ist. Bei intaktem Trommelfell und reiner Gehörgangsentzündung könnte man beispielsweise initial für 1 Tag mit einer medikamentengetränkten Tamponade arbeiten bevor man mit Tropfen weiter macht (bei meiner Tochter wurde eine Otitis externe so behandelt). Ist das Mittelohr in einem Ausmaß mit betroffen dass das Trommelfell sich wölbt, würde man eher darauf verzichten aus Bedenken, das Trommelfell unnötig zu belasten. Deshalb fände ich es schon sinnvoll zu sehen, welche Strukturen tatsächlich betroffen sind. Auch, um abzuklären ob eventuell doch eine Labyrinthitis vorliegt, die die Prognose leider deutlich verschlechtern würde. Ein Antibiogramm ist aber jetzt vorrangig, da gebe ich dir Recht. Da ich vermute dass aufgrund des Allgemeinzustandes ohnehin schwere Geschütze aufgefahren werden müssen, geht ein schneller gezielter Behandlungsversuch der Diagnose durchaus vor, vor allem wenn ein entsprechender Termin nicht ausreichend zeitnah zu bekommen ist. |
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Ich kenne genügend Fälle wo eine solche OP (nach vernünftiger Diagnostik) dauerhaften Erfolg gebracht hat. Zur Zeit (!!) klingt das was Du schreibst absolut noch lange nicht in Richtung Einschläfern. |
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