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iamnadjaa 06.01.2020 00:50

vorderpfote gebrochen
 
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Hallo! Zuallererst - Entschuldigung falls ich hier irgendwas falsch gepostet habe. Ich habe mich gerade erst angemeldet und sehe noch nicht ganz durch :-)

Es geht um meinen ältesten Herren, 11 Jahre alt. Er hat sich vor 2 Tagen das Vorderbein gebrochen (unter dem Ellenbogen, kein Trümmerbruch. Foto habe ich angehangen) :( Er hat schon Arthrose und deshalb bereits Probleme sich geschmeidig zu bewegen, nun mit der gebrochenen Vorderpfote liegt er 99% des Tages nur in seiner Hütte und wenn er sich mal bewegt sieht es eher kläglich aus, natürlich vor allem steif durch die Gelenke die jetzt noch weniger bewegt werden. Viel Halt hat er mit der einen Pfote auch nicht :( Heute lag er ungünstig auf der Seite und kam nicht mehr alleine hoch.
Die Ärztin in der Tierklinik hatte selbstverständlich auf Grund des Alters von einer OP abgeraten und meinte ich solle probieren ob es unter geringer Bewegung von alleine heilt. Er hat auch keine Schiene oder Bandage bekommen, die Ärztin meinte es wäre zu viel Stress für ihn (?) Wobei ich dies eventuell doch noch nachträglich machen würde für mehr Schutz und damit er das Bein nicht immer so einrollen kann.

Ich bin dennoch hin und hergerissen ob ich meinen Schatz nicht erlösen sollte. Er hat Probleme sich zu bewegen und jede Bewegung tut mir beim zuschauen weh. Er bekommt Schmerzmittel (Metacam für Hunde 0,25ml am Tag (wobei ich ihm manchmal auch etwas mehr gebe)
Er frisst immer noch sehr gut und bis auf die steifen Gelenke war er davor auch gesund und relativ fit, eben seinem Alter entsprechend.
Was würdet ihr machen?
Danke schon mal für eure Antworten.

Aen 06.01.2020 01:11

Hallo iamnadjaa,

tut mir leid, dass Dein alter Herr so dranhängt mit seiner gebrochenen Pfote. :(



Zitat:

Zitat von iamnadjaa (Beitrag 1182602)

Ich bin dennoch hin und hergerissen ob ich meinen Schatz nicht erlösen sollte. Er hat Probleme sich zu bewegen und jede Bewegung tut mir beim zuschauen weh. Er bekommt Schmerzmittel (Metacam für Hunde 0,25ml am Tag (wobei ich ihm manchmal auch etwas mehr gebe)
Er frisst immer noch sehr gut und bis auf die steifen Gelenke war er davor auch gesund und relativ fit, eben seinem Alter entsprechend.
Was würdet ihr machen?
Danke schon mal für eure Antworten.

Ich kann gut verstehen, dass Dich diese Gedanken plagen. Dass Du ihn jetzt durchgehend mit einem Schmerzmittel versorgst, ist schonmal gut. Was sagte denn die Tierärztin zu diesem Punkt? Habt ihr darüber gesprochen? Was wären für sie sichere Zeichen, dass die Qual zu groß wird?

Puh, Dir hier aus der Ferne zu raten, ist kaum möglich. Letztlich würde ich meinen Bauch entscheiden lassen, wann es Zeit für einen letzten Freundschaftsdienst ist.

Ich wünsch Dir eine Entscheidung, die für Dich und den Kleinen stimmt.

Liebe Grüße,
Aen

iamnadjaa 06.01.2020 01:54

Zitat:

Zitat von Aen (Beitrag 1182603)
Hallo iamnadjaa,

tut mir leid, dass Dein alter Herr so dranhängt mit seiner gebrochenen Pfote. :(





Ich kann gut verstehen, dass Dich diese Gedanken plagen. Dass Du ihn jetzt durchgehend mit einem Schmerzmittel versorgst, ist schonmal gut. Was sagte denn die Tierärztin zu diesem Punkt? Habt ihr darüber gesprochen? Was wären für sie sichere Zeichen, dass die Qual zu groß wird?

Puh, Dir hier aus der Ferne zu raten, ist kaum möglich. Letztlich würde ich meinen Bauch entscheiden lassen, wann es Zeit für einen letzten Freundschaftsdienst ist.

Ich wünsch Dir eine Entscheidung, die für Dich und den Kleinen stimmt.

Liebe Grüße,
Aen

Erstmal vielen Dank für deine Antwort! Da in der Klinik gerade Notdienst und damit alles ziemlich überfüllt war, hatte ich die Tierärztin nicht auf die von dir genannten Punkte angesprochen.. Werde ich aber definitiv noch mal mit meiner Haustierärztin besprechen wenn ich zum Verband anlegen hinfahre. Wie gesagt er frisst ja noch ausgiebig, nur die Bewegung ist eben sehr stark eingeschränkt und er hat deutlich Probleme damit dadurch dass seine Gelenke durch das viele Liegen Arthrosebedingt sehr steif sind. Wenn ich wüsste, dass er in 4 Wochen wieder etwas hoppeln kann würde ich mich definitiv besser dabei fühlen. Aber so habe ich Angst dass er unnötig leidet..

marinahexe 06.01.2020 02:00

Ach man. Armer, kleiner Pechvogel. Ich würde es mit einem stabilisierendem Verband versuchen, damit der Knochen richtig zusammen wachsen kann. Schmerzmittel natürlich weiterhin, evtl. 2x täglich, da Kaninchen schneller verstoffwechseln. Und dann beobachten, wie es sich entwickelt. Im Zweifelsfall würde ich ihn auf die Reise schicken.


Alles, alles Gute!

crazy curry 06.01.2020 07:23

Von dem Metacam für Hunde kannst du 0,2ml pro kg Körpergewicht geben und das 2 mal täglich. Kaninchen bauen das schneller ab als Hunde oder Katzen.

Ansonsten gut beobachten und ihn, wenn du das Gefühl hast, er will nicht mehr, auf d3m letzten Weg begleiten.

Kaninchenherz28 06.01.2020 11:15

Das tut mir sehr leid mit deinem Kaninchen :(

Vor einem dreiviertel Jahr hat meine Stella sich auch die Vorderpfote gebrochen, allerdings den Mittelfußknochen. Unser Programm war:

Stützverband an der Vorderpfote (drinnen war eine Schiene aus Gipsgitter, außenrum Leukoplast, dazwischen Polstermaterial. Den Verband mussten wir innen mit doppelseitigem Klrbeband befestigen, nachdem sie ihn sich trotz Body dreimal in zwei Tagen abgeschüttelt hatte - da ist die Anatomie leider ziemlich doof)
- über den Verband einen selbstgenähten "Pullover", der nur einen Ärmel hat
- Einschränkung der Gegegegröße
- viele weiche Unterlagen im Gehege, damit sie sih nicht wund liegen kann
- keine Dinge, wo sie draufspringen kann (der einzige Unterschlupf war dann ein schräg aufgespanntes Tuch)
Nach etwa vier Wochen konnte der Verband runter, danach hat sie noch ca. zwei Wochen die Pfote teilweise geschont, danach war sie wieder ganz die alte und hat sich ihren Chefposten zurückerobert ;)

Bei dir ist es durch Arthrose und Alter natürlich noch etwas anderes. Wenn dein Kaninchen gut mit Schmerzmitteln versorgt ist (meine Tierärztin meinte nur, nicht zu viel geben, weil sie sonst die Pfote nicht schonen - weiß nicht, ob ich das nicht bei einem alten Tier anders machen würde) und wenn er gut frisst, denke ich, dass er trotzdem noch Lebensqualität haben kann. Kuscheln mit Artgenossen macht vielleicht mehr Lebensqualität aus als Springen und Toben, zumindest für manche Ninchen. Entscheiden musst es aber natürlich du.

Alles Gute!

iamnadjaa 07.01.2020 22:20

Danke für all eure lieben Antworten. Es hat mir wirklich geholfen und Mut gemacht.
Leider musste ich meinen Süßen heute erlösen. Die Knochen haben sich verschoben so dass sie nie wieder zusammengewachsen wären :( Ich wollte ihn nicht länger leiden lassen, er muss große Schmerzen gehabt haben :(

Jean-Claude Van Hase 07.01.2020 22:23

verdammt das tut mir sehr leid zu lesen.

11 Jahre sind ein langes Kaninchen Leben, und das hast du ihm ermöglicht.

Kaninchenherz28 07.01.2020 22:48

Mein Beileid :(


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