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Blähungen, wie Ursache finden? auf Kaninchen Forum

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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 23.07.2019
Beiträge: 70
Jusi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.01.2020, 15:46

Blähungen, wie Ursache finden?


Hallo,


ich wollte schon gar nicht mehr herkommen, weil eines meiner Kaninchen, die wir im Sommer aus dem TH geholt haben, an einem Darmverschluss innerhalb weniger Stunden trotz sofortigem TA-Besuch gestorben ist und ich danach - im Grunde bis heute - wie erstarrt bin und hier nicht mehr lesen konnte. Beim Gedanken an sie und an ihren Tod kommen mir immer noch häufig die Tränen, aber wir mussten ja für das Männchen einen neuen Partner holen.


Und um dieses Weibchen geht es nun: Sie ist ca. 1,5 Jahre alt und war eine Woche im TH; mehr ist nicht bekannt. Wir haben sie nun seit gut 2 Monaten. Die Vergesellschaftung dauerte drei Wochen; seitdem sind die beiden sehr eng miteinander. Und zunächst ging es ihr gut; die TÄ meinte, sie sei gesund.


Vor einigen Wochen fing ihr Bauch an zu gluckern, sie war dabei aber fit wie ein Turnschuh und ist rumgerannt und gehüpft und hat voll Appetit gefuttert. Das Gluckern verstärkte sich, und sie wurde ruhiger, sodass wir zum TA gegangen sind: massiver Hefenbefall. Behandlung für zwei Wochen mit Nystatin (das mit dem Zucker); Ernährungsumstellung (vorher zu viel Obst, Möhre, Haferflocken) allein auf Blätter und Kräuter und Heu.



Zunächst ging es ihr noch schlechter, und der Bauch gluckerte massiv; sie lag viel herum und aß nicht so gut. Wir waren ständig beim TA, sie hat zunächst MCP bekommen, zusätzlich Novalgin und Sab und Rodicare akut. Nach ein paar Tagen ging es langsam immer besser, bis sie schon wieder die Alte war.



Wiederum ein paar Tage später fing der Bauch wieder an zu gluckern. Mittlerweile gluckert er wieder täglich, aber nur nachmittags. Vormittags, abends und nachts ist Ruhe und sie ist fit. Nachmittags jedoch, wenn sie so daliegt, hört man es gluckern, und sie wirkt dabei auf mich "zu ruhig", fast schläfrig.



Kotprobe beim TA war abgesehen von den Hefen i.O. Kot wurde bakteriologisch untersucht: o.B. Zähne sind ok (TÄ ist Zahnspezialistin), wurden aber nicht geröntgt; Bauch wurde geröntgt, abgesehen davon, dass sie zu dick ist und bei uns ständig zunimmt (aktuell: 2,9kg, trotz Ernährungsumstellung) wurden nur "kleine Gasbläschen" gefunden; Herzultraschall wurde gemacht, weil beim Röntgen das Herz groß erschien: Ergebnis: in Ordnung; EC negativ; Blutbild vollkommen in Ordnung; Urin ebenfalls. Sie ist körperlich komplett untersucht, und die TÄ meinte: "Wir wissen eigentlich nur, was sie alles nicht hat". Sie meinte, das Gewicht könnte auf den Darm drücken, aber das kann ich mir im Zusammenhang mit den Hefen irgendwie nicht erklären.



Seit zwei Tagen bekommt sie (Nystatin war da gerade beendet) proprebac, und gestern schien es ihr fast gut zu gehen, und man hat es nur gluckern hören, wenn man darauf geachtet hat, und es gluckerte auch nur wenig. Heute wieder mehr.


Und das, obwohl ich die Kohlrabiblätter schon weggelassen habe (seit gestern).



Mir fällt außer "Ernährung" nichts als Ursache für die Blähungen ein. Oder halt, dass die Darmflora durch das Nystatin gestört wurde, aber da müsste das proprebac ja helfen?


Im Moment isst sie (in absteigender Reihenfolge): Petersilie, Heu, Dill, Fenchel, Löwenzahn, Stangensellerie, Möhrenkraut, Basilikum. Alles vom Türken und nicht von uns "abgewaschen". Chicoree mögen sie nicht, Radicchio ebenfalls nicht.



Wenn ich noch mehr weglasse, um Unverträglichkeiten zu testen, bleibt kaum noch was übrig, und was Neues mag ich nicht anfangen.



Als Medizin bekommt sie 2x täglich Novalgin und sab (das manchmal auch 3x), rodicare akut und eben proprebac.



Morgen gebe ich noch mal eine Kotprobe über 3 Tage ab, falls was übersehen wurde. Der Kot sieht normal aus; wenn es doll gluckert, hat sie viel streng riechenden Blinddarmkot; das aber seit zwei Tagen nicht mehr.



Könnt ihr mir sagen, wie ihr vorgehen würdet? Ich bin schon am Überlegen, sämtliche Tierärzte der Stadt zu konsultieren, aber wir sind schon beim Spezialisten, und es wurde ja alles Mögliche gemacht. Herzultraschall soll noch mal kontrolliert werden, und Bauchultraschall soll auch noch gemacht werden, wenn das Proprebac nicht hilft.


Fällt euch medizinisch noch was ein? Und was würdet ihr mit der Ernährung machen?


Ich hab auch schon Salatgurke und Blattsalat gestrichen, weil ich dachte, es bekommt ihr nicht. Aber letztlich ist es immer nur ein Verdacht.



Hinzu kommt, dass sie sehr ängstlich ist, zwar total verschmust, aber wenn sie sieht, dass die Spritzen kommen, bekommt sie Panik und ist danach erst mal für eine Stunde ängstlich zurückgezogen - was für ihre Gesundheit auch nicht gerade förderlich sein dürfte.


Sorry für den langen Text.



 



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