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Terry 02.01.2020 23:25

Zitat:

Zitat von Aen (Beitrag 1182261)
Dass ein nicht frei verkäufliches Schmerzmittel wie Metacam für ein Kaninchen nur im beratenden Kontakt mit einem Tierarzt, der das Kaninchen untersucht hat, Sinn ergibt, ist für mich selbsterklärend.

Ist es (aus Erfahrung) leider nicht.

Ich kenne genügend Fälle, wo Halter noch einen „Rest“ Metacam hatten und dieses einem kranken Tier gegeben haben nach dem Motto „bei dem anderen hat der Tierarzt ja auch gesagt dass ich es geben soll“.

Oder, wie in vielen Foren, wie hier auch immer wieder, der Tipp Novalgin (das man als Halter mal selber verschrieben bekommen hat) in der Dosierung xxx zu verabreichen.


Mein Post zielte einzig und allein darauf ab, dass „vorhandene“ Schmerzmittel einzig und allein als Überbrückung bis zur kurzfristigen Vorstellung und Diagnose eines Tierarztes gegeben werden sollten, nicht mehr und nicht weniger.

Und mit kurzfristig meine ich höchstens wenige Stunden (außer dem Tier geht es dann wirklich sehr viel besser und es frisst wieder vollständig und ist auch ansonsten wieder unauffällig) um ein Leiden durch Schmerzen zu verringern.



Edit
@dangerschaft, Du warst schneller!

r1se 03.01.2020 23:05

Hallo,

da habt Ihr natürlich recht mit den Schmerzmitteln, diese dürfen natürlich nicht aus jucks und tollerei gegeben werden. Ich würde mich nicht trauen Ihm ein Medikament zu geben, wo ich nicht weiß das es in der Situation passt, bzw. wer ist schon selbst Tierarzt oder kennt sich gut damit aus.

Ich bin bei mir selbst schon immer recht vorsichtig mit Medikamenten und bei meinen Tieren natürlich gleich doppelt so arg, denn die armen können ja leider nicht reden.

Ich denke einfach unser Tierartz gibt diese Schmerzmittel auch erst heraus, wenn es nicht mehr wirklich anders geht. ( Bitte nicht falsch verstehen // Warum nicht erst ohne probieren / bzw. alternativ. )

Wir haben jetzt auch nur eine Flasche bekommen wo die Dosis für ca. 4-Tage enthalten ist, diese sollen wir Ihm auch komplett geben, da dieses Mittel auch Entzünungshemmend wirkt.


Zum Abschluss nochmal.

Wir werden die nächsten Tage eine Kostprobe abgeben und zu klären ob er dort noch größere Probleme hat.

Auf jeden Fall ist er wieder fit und frisst schon wieder so viel wie vorher : ).


Vielen Dank euch noch einmal.

Grüße

r1se

Rakete 04.01.2020 00:03

Bei Magen- Darmgeschichten ist der Zeitfaktor extrem wichtig. Je schneller man reagiert, desto weniger gefährlich. Hat ein Kaninchen Bauchweh oder eine beginnende Aufgasung, dann kann Öl, Metacam und was gegen die Aufgasung den Vorfall innert 3 h (bis max. 4 h) beenden und das Kaninchen wird wieder fressen.

90% aller Vorfälle lassen sich im Anfangsstadium so von alleine beheben. Tritt nach 4 h keine Besserung ein, dann ist es immer ein Notfall, der umgehend dem TA vorgestellt wurde.

Verpasst man das Anfangsstadium und hat das Gefühl, man schaue später nach dem Kranken, dann die ist es schon zu spät...
z.B.: Frisst ein Kaninchen morgens nicht, macht aber noch einen relativ fitten Eindruck, kann es abends bereits apathisch sein.
Ein stark apathisches Kaninchen wird dann auch kein TA der Welt mehr retten können. Ein paar Stunden können bereits den Unterschied machen.

Daher ist es auch immer wichtig zu schauen, ob alle Kaninchen fressen oder nicht. Ich hatte auch schon Fälle, wo das Kaninchen zum Fressen lief und ich nicht richtig hin geschaut habe. Das Kaninchen schnupperte aber lediglich daran und lief dann davon, weil ihm bereits schon etwas Bauchweh plagte.

Heutzutage therapiere ich lieber einmal zu viel, wenn ich mir nicht sicher bin, ob ein Tier was hat oder nicht. Im Anfangsstadium ist es auch nicht immer zu erkennen und nicht jedes Kaninchen reagiert gleich mit Symptomen auf Bauchweh. Oft hilft auch der Leckerli- Test um zu schauen, ob noch was gefressen wird.

So zum Beispiel: eine meiner Häsin liegt in Ruhestellung immer nur in der Hennenposition, die liegt NIE ausgestreckt auf dem Boden. Eine liegende Position ist aber bei ALLEN anderen Kaninchen eine völlig entspannte Lage. Nicht bei ihr! Macht sie das, dann ist sie ernsthaft krank, respektive hat Bauchweh.

Übrigens: die meisten Schmerzmittel wirken Entzündungshemmend, das ist auch in der Humanmedizin nicht anders. Und meine alte Schnupferin kriegt öfters mal über mehrere Wochen auch Metacam vom TA verordnet, damit man den Infekt besser in den Griff kriegt.


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