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Hayana 17.03.2019 11:09

Kaninchenweibchen Kastration?
 
Hallo :)
meine Kaninchendame ist schon seit ich sie habe (November 2018) hitzig, sie wird im April ein Jahr alt und ich denke nicht das das alles nur von der Pubertät kommt. Ständig berammelt sie meinen Kastraten (jeden Tag seit November!), spritzt mit Urin und hat auch ansonsten ein sehr auffälliges Verhalten. Gestern ist mir aufgefallen, das ihr Hinterteil leicht verklebt ist! Jetzt mache ich mir natürlich wahnsinnige Sorgen, da ich schon andere Weibchen wegen Gebärmuttererkrankungen verloren habe...
Am Montag will ich gleich einen Termin beim Tierarzt machen, evtl für einen Ultraschall der Gebärmutter. Weiß jemand was das ca. kosten würde?
eigentlich habe ich vor sie kastrieren zu lassen,aber ich weiß nicht so recht, da sie ja im April erst ein jahr alt wird :/ Ist sie damit zu jung für eine Kastration? Ich habe schon oft gelesen, das eine Kastration bei Kaninchenweibchen relativ gefährlich sein kann. Mein Tierarzt meinte er hat schon mehrere Weibchen kastriert und bisher ist noch keins bei der OP gestorben, aber er hat auch gesagt das die OP schwierig ist. Es würde 122 Euro kosten, findet ihr den Preis angemessen?

Kaninchenherz28 17.03.2019 11:22

Hallo,

ich an deiner Stelle würde tatsächlich abwarten, bis die Pubertät im April /Mai vorbei ist. Das Verhalten, was du beschreibst, passt in meinen Augen sehr gut zur Pubertät. Bis nach der Pubertät würde ich aber auf jeden Fall warten, denn ich kann mir vorstellen, dass es eib relativ großer "Hormonsturz" ist, wenn du sie jetzt kastrieren lässt. Danach hängt es vom Verhalten der Kaninchen, aber auch stark von den eigenen Ansichten ab, ob man sie kastrieren lässt.

gerti 17.03.2019 12:41

Der Preis ist auf alle Fälle sehr günstig. Ich habe alle meine Kaninchenmädels inzwischen (bis auf ein Dauerpflegi) kastrieren lassen und nach Abrechnung der Gebührenordnung mit Injektions und Inhalationsnarkose für jede Einzelne von 200-250 Euro gezahlt und für den Aufwand der bei der Operation nötig ist auch völlig gerechtfertigt.


Ich würde mit einer Kastra nicht zu lange warten, da bei nahezu allen meinen Kaninchenmädels leichte bis massive Veränderungen der Gebärmutter und Eierstöcke vorhanden waren.


Wichtig ist allerdings, dass du sie hinterher auch ordentlich betreuen kannst, wenn es nötig ist. (Schmerzmittel geben, anfüttern, Fieber messen und evtl. Wärme anbieten)

Hayana 18.03.2019 09:11

erstmal danke für eure antworten :)
gerti, was würde denn alles auf mich zukommen nach der op :/ ?

crazy curry 18.03.2019 13:30

Du solltest die Häsin erst dann wieder abholen, wenn sie richtig wach ist. Viele Ta geben schlafende Tiere ab und diese können ihre Körpertemperatur nicht richtig halten. Am besten morgens OP und am späten Nachmittag abholen.

Wenn ihr Partner sie nicht bedrängt sondern lieb im Umgang ist, was die meisten sind, bitte nicht trennen.

Besonders wichtig ist eine Schmerzmittel Kombi aus Novalgin und Metacam1,5 mg /ml, alle 4-6 Std, Metacam alle 12 Std. kaninchen verstoffwechseln schneller und die meisten TA sind da knausrig mit. Nur mit Schmerzen frisst ein Tier nicht und das sollte ein Kaninchen schnell wieder.

Am besten stark riechende Kräuter wie Dill, Basilikum und Petersilie besorgen. Dazu Möhrengrün und Kohlrabiblätter. Da gehen sie meist zuerst dran.
Entweder immer wieder vor der Nase wedeln, bis sie zubeißen oder zu einem Brei mixen und per 1ml Spritze, ohne Nadel, einflößen.
Wenn du Cuni Complete von Versele Laga hast, kannst du auch diese mit Fenchel Tee zu einem dickeren Brei anrühren.

Temperatur sollte gemessen werden und eine Wärmequelle, wie ein Snuggle Safe oder eine Wärmflasche mit Handtuchbezug, angeboten werden. Die Häsin muss aber selber aussuchen können ob sie die Wärme will oder nicht.

Es muss auch nichts geändert werden im Gehege. Meine hatten Holzpellets und Stroh im Klo das würde von den Häsinnen zur Seite geschoben und sie haben sich auf die Pellets gelegt.
Meine hatten auch keinen Body, sie haben die Wunde in Ruhe gelassen. Meist stört so was mehr, als das Pflaster selber.
Ich würde es beobachten und ggf einen anziehen.
Nach 3- 4 Tagen sind sie meist wieder Top fit.

gerti 18.03.2019 13:39

Zitat:

Zitat von Hayana (Beitrag 1141330)
erstmal danke für eure antworten :)
gerti, was würde denn alles auf mich zukommen nach der op :/ ?


Ich kann da nur aus meiner Erfahrung berichten, weil ich da wirklich ein "Korinthenkacker" bin um nichts zu riskieren (hab schon zu viel gesehn). Andere sehen das alles viel entspannter.....


Ich messe nach einer OP wie auch Mädelskastra anfangs engmaschiger die Körpertemperatur bis sie zuverlässig auf Normaltemperatur bleibt. Fällt die Temperatur unter 38 gibt es bei mir eine Wärmelampe. Normalerweise hat sich die Körpertemperatur bis zum nächsten Morgen wieder normalisiert.
Meine Kastramädels bekommen außerdem anfangs stündlich ein paar ml sehr flüssigen Päppelbrei eingeflößt. Nachts pausiere ich, wenn sie keine Untertemperatur unter 38 haben.
Ich messe dann mindestens einmal tägllich die Körpertemperatur weiter, da auch am 3.Tag bei einer meiner Mädel die Temperatur einfach absackte.
3 Tage lang kommen meine Kaninchen nach einer Kastra zur Zwangsruhe in den Käfig, aber wenn möglich mit Lieblingskaninchen dazu...aber nur wenn er nicht stresst.
Nach 3 Tagen kommen meine Kastramädels auf etwas mehr Platz 3-4m², nach 10 Tagen dürfen sie wieder ganz normal zu ihrer Gruppe.

Meine bekommen auch alle bis zum Fädenziehen einen Body verpasst, damit sie nicht drankommen.
Schmerzmittel brauchen sie auch mindestens für die ersten Tag. Bestenfalls Metacam und Novalgin, damit sie da ordentlich versorgt sind und nicht deshalb zum Fressen aufhören.
Für alle Fälle solltest du so etwas wie z.B. Sab-Tropfen zu Hause haben, denn wenn Kaninchen zu wenig fressen, neigen sie zur Aufgasung. Evtl. benötigt ein Kaninchen auch etwas gegen Übelkeit, wenn es im Laufe des nächsten Tages noch nicht selbst fressen wollen.
Ich hoffe alle das war jetzt etwas informativ für dich :o

Tinkerbellmarie 19.03.2019 16:28

Hallo Hayana
Ich bin absoluter Kastrationsbefürworter, da sich leider immer wieder zeigt, daß oft schon Veränderungen bis hin zu Krebs da sind, wenn man dem Kaninchen etwas anmerkt. Oft ist es dann auch schon zu spät; das habe ich leider selbst schon bei meiner Nicky erleben müssen.



Sehr gute und ausführliche Informationen zur Kastration und Nachsorge hast du ja schon bekommen.


Ich habe noch einen sehr interessanten Artikel für dich (und natürlich auch alle anderen):
Die Kastration des weiblichen Kaninchens: Meist dringend nötig!

http://www.tierarzt-rueckert.de/blog/details.php?Kunde=1489&Modul=3&ID=20100


Falls du dich entschließt, es mit einem Body zu versuchen, schau doch mal hier:


Bunnywear

https://www.buntebunnybodys.de/


Der Vorteil hierbei ist, daß die Bodies speziell auf Kaninchen ausgerichtet sind und angefertigt werden. Dadurch passen sie sehr gut.


Viele Grüße

Hayana 19.03.2019 18:05

gerti: Vieeeelen Dank für die vielen Infos :) Das hilft mir echt sehr weiter! :wink:

Tinkerbellmarie: Danke für die Links :) Ich werde gleich mal reinschauen

gerti 19.03.2019 20:44

Zitat:

Zitat von Tinkerbellmarie (Beitrag 1141488)

Falls du dich entschließt, es mit einem Body zu versuchen, schau doch mal hier:


Bunnywear

https://www.buntebunnybodys.de/


Der Vorteil hierbei ist, daß die Bodies speziell auf Kaninchen ausgerichtet sind und angefertigt werden. Dadurch passen sie sehr gut.


Viele Grüße


....direkt auf die persönlichen Kaninchenmaße gibts auch Bodys hier :p
https://www.gertis-rasenmaeherbande.de/shop-kaninchenbody/

Tinkerbellmarie 20.03.2019 00:49

Hallo Gerti
Vielen Dank für den link, das kannte ich noch nicht.


Viele Grüße

Jule1211 20.03.2019 21:21

Hallo Hayana und der Rest :)

Vor 3 Wochen wurde auch meine Kaninchendame „notkastriert“, sie litt an einer vereiterten Gebärmutterentzündung. Ich habe es ihr Gott sei Dank angemerkt, sie verhielt sich sehr merkwürdig. Es fing am Valentinestag (14.02) an, sie war sehr apathisch und wie abwesend, wollte nichts fressen.. garnichts. Ich hatte mir so starke Gedanken gemacht das ich dachte das wärs nun mi tihr. Ich fuhr dann nachts um 24 Uhr zu einem Bereitschaftstierafzt und der konnte nichts feststellen (alle Vitalwerte seien soweit gut). Ihr wurde dann ein schmerzmittel gegeben und etwas, was den Appetit steigern sollte. Nach etwa 12 Stunden (am Morgen) fing sie plötzlich wieder an zu fressen und alles war wieder super. Dann 2 Wochen später, (26.02) fing sie plötzlich an wie verrückt zu klopfen. Ich dachte zuerst das sie sich evtl. erschrocken hat weil das Fenster offen steht und ich an einer Hauptstraße wohne, oder sie meine neuen Gardinen unheimlich findet. Das hielt etwa 10-15min an und dann fuhr ich wieder sofort zum Tierarzt. Beim abtasten zuckte sie sehr zusammen da sie Schmerzen hatte... Es wurde ein Blutbild gemacht um zu sehen ob sie überhaupt OP-fähig sei, da man auf dem Ultraschall konnte man die Diagnose dann bestätigen. Sie musste in der Tierklinik bleiben und bekam Antibiotika und Schmerzmittel per Tropf, am nächsten Tag wurde sie dann operiert. Alles verlief Gott sei Dank gut und meiner kleinen Herzensdame geht es wieder blendend.

Sie zog sich nach etwa einer Woche fast alle Fäden raus, worauf wir dann selbst einen Body bastelten (aus einem Babybody größe 48). Außer Schmerhmittel, Antibiotika und eine riesen Portion Liebe brauchste sie nichts nach der Op. Ich habe den Laminatboden mit ein Paar Bademänteln und Handtüchern bedeckt, sodass sie nicht auskühlen konnte.

Meine Cookie ist übrigens 5-6 Jahre alt :)

Gargamed 29.03.2019 19:32

Ach herrje Gerti............das ist ja aufwendiger wie bei Hund und Katze..........aber wahrscheinlich muß ich da jetzt doch auch durch. Meine Häsin macht meinem Gargamed noch die Wirbelsäule kaputt, klammert sich fest wie eine Zecke und rammelt dermaßen auf ihm rum und läßt sich von ihm durch´s ganze Gehege tragen/ziehen........., seit die Sonne scheint ist sie überhaupt nicht mehr zu bremsen. Solangsam bekomme ich echte Bedenken. :cool: .....und sie wird- hoffe ich- anschließend auch bedeutend weniger Streß haben.


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 19:38 Uhr.



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