| Heute Ninchen geröngt - doch keine Arthrose – aber wie kann DAS jetzt sein? Ich stehe vor einem Rätsel…
In einigen Threads habe ich schon von Romeo berichtet. Ganz kurz hier nochmal: Romeo ist 10+, genaues Alter unbekannt. Vor über einem Jahr fielen mir Gangunsicherheiten auf. Es sah aus, als ob er mit der Nachhand nach rechts wegknickte. Anfang dieses Jahres hatte Romeo große Mühe beim Aufstehen, aber wenn er dann in Bewegung war, war alles okay. Dann war es so, dass er, wenn er schnell rannte, ihn seine Hinterhand überholte und er dann hinfiel. Ab April diesen Jahres konnte er nicht mehr aufstehen, selbständig sitzen und laufen ging nur, wenn ich ihn am Becken festhielt. Der Zustand hat sich vor einigen Wochen so verbessert, dass er von alleine sitzen kann und auch einige Meter ohne Hilfe „hoppelt“. Zwei TAs sagten damals unabhängig voneinander, es wäre eine degenerative Wirbelsäulenveränderung, die langsam aufwärts steigt und irgendwann zu Lähmungen und Inkontinenz führt. Da wurde aber nie ein Röntgenbild gemacht.
Gestern war ich mit ihm beim TA, da er ein heißes Ohr hatte und seit einigen Tagen etwas schwerer atmete und ich war der Meinung, er hat eine verstopfte Nase. Klang so, als ob da Schnupfen drin wäre. Beim TA wurde dann eine kleine Entzündung im Ohr festgestellt und die Lunge abgehört. Der TA meinte, es hört sich an, als ob Wasser drin wäre. Er gab ihm eine Kortisonspritze und ich sollte heute wieder hin. Da ich mir gestern den Kopf zerbrochen habe, wie Wasser in die Lunge kommt, habe ich heute beschlossen, Romeo soll geröntgt werden. Ich wollte Sicherheit haben, ob da was am Herzen oder Lunge ist und was seine Wirbelsäule wirklich sagt.
Heute dann beim TA wurde abgehört und der Arzt fragte, was ich für Untergrund im Käfig habe. Ich sagte, es ist normale Erde, da Romeo in der Außenhaltung ist. Einzig was ich verändert habe ist, dass ich statt Hanfstreu Sägespäne in der Pipi-Ecke habe und Rindenmulch als Schlafunterlage in der Erdhöhle. Für ihn sah es nämlich so aus, da der Zustand von gestern zu heute so rapide verbessert war, dass er allergisch auf diese Veränderung reagiert hat. Ich solle Sägespäne und Rindenmulch weglassen und dafür Torf zum Beispiel nehmen. Kaninchen können wohl angeblich auf bestimmte Holzarten allergisch reagieren.
Dann wurde Romeo auf meinen Wunsch hin geröntgt. Ich hatte mit vielem in meiner Angst um ihn gerechnet, z. B. altersbedingt ein vergrößertes Herz, Lungentumor und was nicht alles. Aber was ich dann auf dem Bild sah, hat mir fast die Beine weggezogen. Herz komplett unauffällig, Lunge in Ordnung, Leber altersbedingte normale Vergrößerung, aber: Seine Wirbelsäule zeigte im vorderen Bereich einen Bruch!!! Sogar das Brustbein war angebrochen und ein Stück zeigte nach oben. Angeblich steckt es aber in keinem Organ drin. Ich war schockiert, da mir ein möglicher Bruch nie aufgefallen ist… Und jetzt kommt das was mich vor ein Rätsel stellt.
TA meinte, der Bruch kann erst entstanden sein, als das Kaninchen nicht mehr laufen konnte. Es müsste aber etwas auf ihn draufgefallen sein. Ich meinte dann, es kam alles schleichend und ich könne mir da keinen Reim drauf machen. Es ist nichts gewesen. Nichts ist auf ihn draufgefallen, niemand hat ihn getreten. Denn wenn die Lähmung schlagartig mit dem Bruch passiert wäre, dann hätte doch in seiner Nähe was sein müssen, was auf ihn draufgefallen wäre. Ich fragte, ob seine Partnerin beim Drauflegen oder Draufhüpfen sowas verursachen kann. Nein, so einfach passiert so ein Bruch nicht, war die Antwort… Da müsse schon mehr Gewalt hinter sein.
Ich versuche gerade meine Gedanken zu sortieren. Vorhin habe ich mit meiner Mum lange telefoniert und ihr davon berichtet. Sie vermutet, der Bruch ist alt und könnte vielleicht schon passiert sein, als wir ihn noch nicht hatten. Romeo kommt ja aus dem Tierheim und wurde vorher in einer Garage im Käfig gehalten und durch den Tierschutz beschlagnahmt. Wäre sowas denkbar? Ein alter Bruch (der über 8,5 Jahre alt ist, so lange haben wir Romeo schon), der bisher keine Schwierigkeiten gemacht hat und es vielleicht altersbedingt an dieser Stelle z. B. einen Bandscheibenvorfall gab? Denn warum gab es seit über einem Jahr diese Nachhandschwäche und er konnte noch laufen?
Am liebsten würde ich das Röntgenbild einem Heimtierspezialisten zeigen, weil mich das jetzt total schlimm beschäftigt. Allerdings ist es Digital und ich weiß von einer Bekannten, die wollte das Röntgenbild ihres Hundes haben, dass dieser TA ein riesen Geschrei mitten im Wartezimmer gemacht haben soll, ob sie an der Kompetenz zweifle usw. Ob das stimmt, weiß ich nicht. Aber wie bekommt man ein digitales Röntgenbild mit? Ausdrucken lassen? Da sieht man aber nicht immer alles 100%ig drauf. Oder die Bilder als jpeg schicken lassen? Ich möchte ja nicht den TA als solchen wechseln, aber mich macht das alles verrückt, da ich von einem Bruch ja nie was bemerkt habe. Selbst wenn er durch eine Katze angegriffen worden und sie die Ursache wäre, dann hätte das Tier ja nicht gelähmt im verschlossenen Außengehege gelegen sondern irgendwo im Freilauf auf dem Grundstück.
Ich drehe mich gerade sowas von im Kreise…. Hat jemand eine Idee, was es sein könnte? Wäre es denkbar, dass das ein alter Bruch ist, der jetzt Schwierigkeiten gemacht hat? Was mir auch ganz, ganz große Sorgen macht: Der TA meinte, er kann nicht sagen, wie stabil der Bruch an der WS ist. Eine falsche Bewegung und das Tier ist gelähmt. Ich fragte, ob so ein Bruch sich nicht von selber stabilisiert durch Knorpelwachstum. Ist doch eigentlich eine normale Reaktion bei WS-Verletzungen. Es bildet sich dann vermehrt eine Knorpelschicht, die dann das Gelenk an der Stelle versteift. Daraufhin sagte der TA, dass das bei so einem alten Tier eher nicht mehr der Fall ist.
Wie gehe ich jetzt mit Romeo am besten um? Mal blöd gesagt, mit „Wattehandschuhen“ anfassen? Ich habe richtig Schiss, ihn irgendwie zu bewegen. Nicht, dass dann die WS bricht und er gelähmt ist. Meine Mum sagte, ich solle mir keine Gedanken machen und weiterhin alles so machen wie bisher. Was passiert, passiert. Und vorher wusste ich ja nichts von dem Bruch und es ist ja auch nichts passiert. Wahrscheinlich hat sie Recht. Ach menno, ich bin fix und fertig… |