![]() |
Dauerhaft-Scheinschwanger, Tumor- Optionen? Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 1) Wir sind hier gerade etwas ratlos. Unsere Kaninchendame (5) war sehr lange alleine. Im April hatten wir genug und haben sie endlich mit einem kastrierten Rammler (6) vergesellschaftet und die beiden haben sich auf Anhieb verstanden. Die beiden sind ein Herz und eine Seele, vor zwei Monaten fiel uns jedoch zum ersten mal auf, dass sie Anzeichen einer Scheinschwangerschaft zeigte. Nach einer Woche verschwanden die Symptome, kamen dann aber relativ bald wieder, weswegen wir jetzt seit etwa fünf Wochen bei unserer Tierärztin in Behandlung sind. Wir geben ihr jetzt täglich etwas pflanziliches, dass auch anzuschlagen scheint, jedoch ist unsere Tierärztin heute bei einem Termin aufgefallen, dass eine der Zitzen sich anfühlt als hätte sich dort ein Tumor gebildet. Damit sind unsere Hoffungen es rein medikamentös in den Griff zu kriegen natürich hinfällig. Unsere Tierärztin ist sehr unsicher wegen der Operation. Laut ihr wäre das Narkoserisiko sehr hoch und bei einer Kastration würden wir auch Gefahr laufen, dass die Wunde nicht ordentlich verheilt. Sie ist generell der Meinung die Lebenserwartung liege bei den meisten Kaninchen viel eher bei 6-8 als bei 8-10 (oder sogar 12). Sie sagt aber auch, dass es keinen Sinn macht den Tumor zu enfernen, solange die Gebärmutter drinnen bleibt, schließlich wäre diese ja die Ursache für die Tumorbildung. Da das Signal für die Zellwucherung aber schon in ihrem System ist, kann es auch sein, dass auch ohne die Gebärmutter weiter Tumore wachsen. Sie hatte uns zuvor drei Optionen genannt: 1. Wir kriegen es Medikamentös hin 2. Wir müssen das Männchen wieder abgeben. 3. Kastration Durch den Tumor sind Option 1 und 2 jetzt ohnehin keine vollständigen Lösungen mehr. Ich mache mir aber Sorgen, dass die Operation zu invasiv ist. Sie ist nicht mehr die jüngste. Ich wüsste nicht wie ich damit umgehen würde, wenn sie uns auf dem OP Tisch wegstirbt und eigentlich noch eine Weile länger hätte leben können. Das selbe gilt in die andere Richtung. Was wenn wir sie jetzt durch die Operation quälen und dann stirbt sie trotzdem innerhalb kürzester Zeit durch neue Tumore? Aber nichts machen und warten bis sie uns wegstirbt ist ja auch keine Option. War jemand schon mal in einer ähnlichen Option? Was habt ihr gemacht. P.S.: Die Tierärztin würde die OP nicht durchführen, sondern die Kleintierklinik in Frankfurt. Unsere Tierärztin meinte selbst, dass wäre der sicherste Ort dafür. |
Ich kann deine Ängste verstehen, aber nicht zu handeln ist wie du schon sagst keine Lösung. Ihr würdet euch mehr Vorwürfe machen das sie so stirbt als wenn sie bei der Op stirbt. Meine Sissi ist etwas über 5 1/2 Jahre und ich habe sie vor knapp einem Jahr auch kastrieren lassen müssen. Es war eine Not Op und ich möchte diese Angst niemandem zumuten wenn sich die Gebärmutter mal ernsthaft entzündet oder ähnliches. Ich würde dir dazu raten die kleine operieren zu lassen. Klar ist die Gefahr größer als bei einem Männchen aber auch das ist machbar. Sissi wurde auch in einer Tierklinik operiert :) Wenn ich das richtig verstanden habe ist sie in kurzer Zeit oft scheinschwanger geworden bzw geblieben? Das spricht auch durchaus dafür das die Gebärmutter sich bereits verändert hat und die Zitze es deutlich zeigt. Bei Sissi ist die Wunde super verheilt, sie brauchte keinen Body und ich sollte sie auf Handtüchern halten (habe von anderen schon aus dem Forum mitbekommen das jeder Arzt das wohl anders handhabt) Die zweite Option die die Tierärztin genannt hat würde ich komplett streichen. Erstmal wurde eure kleine Maus wieder vereinsamen und es ist Stress für beide Tiere. Zudem haben sie sich so gut auf Anhieb verstanden, was man nicht kaputt machen sollte :) Würde mich freuen wenn du hier weiter berichtest wie es für euch weiter geht. Ich drücke dir und der kleinen die Daumen egal wie ihr euch entscheidet :seeya: |
So lange sie noch körperlich gut drauf ist, also frisst und böbbelt, würde ich schnellstmöglich kastrieren und den Tumor entfernen lassen. Vorher aber auf jeden Fall noch eine Sammel-KP untersuchen lassen, nicht dass durch den OP-Stress evtl. vorhandene Kokzidien dann explodieren. Und auf jeden Fall auch vor der OP ein RöBi der Lunge machen lassen, sollten dort Metastasen zu sehen sein würde ich nur noch palliativ behandeln und mir und ihr die OP ersparen. |
| Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 12:35 Uhr. |