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Hilfe! ... brauche bitte eure Hilfe Hallo, ich bin neu hier und würde um eure Hilfe bitten! Ich habe seit etwa 2 Monaten ein Kaninchen aus dem Tierheim (Herr Wunibald) Er hat in seinem Leben schon einiges mit gemacht, da er offensichtlich vom Vorbesitzer im Park ausgesetzt wurde, Herr Wunibald wurde zumindest im Park gefunden. Ich habe auch eine Häsin, namens Schicki. Mein voriger Rammler ist leider verstorben, sodass wir uns entschlossen, einen neuen Sozialpartner für Schicki einziehen zu lassen. Ich sah Herr Wunibald und es war Liebe auf den ersten Blick, ein rotes, freches Widderchen zog bei uns ein. Am Anfang war noch alles in bester Ordnung und dann kam alles Schlag auf Schlag: Herr Wunibald war noch nicht kastriert, also ließen wir ihn kastrieren, bevor wir ihn mit Schicki zusammen ließen. Nach der Kastration alles bestens geklappt, entschlossen wir die Beiden mal anzunähern, jedoch nur durch das Gitter, da die 6 Wochen Kastrationzeit noch nicht vorüber waren. Wir haben im Garten ein großes Freigehege für die Ninchen, indem Schicki ganzjährig lebt. Nach dem ersten Treffen der Beiden änderte sich alles schlagartig. Tag 1: Kurze Zusammenführung bei uns im Haus (durch ein Gitter) Tag 2: Herr Wunibald hüpft komisch (denkt man sich nicht viel dabei, er ist ja ein Kaninchen) Tag 3: Kopfschief > PANIK! Ab zum Tierarzt Diagnose: E.C. Therapie: Panacur (bekommt er täglich heute noch), Vit. B12 und Antibiotika (für 10 Tage). Kein Heu, kein Stress und viel Flüssigkeit (Karottensaft täglich frisch gepresst) Nach ca. 10 Tagen deutliche Besserung, fast nichts mehr zu sehen. JUHU! Er hat es geschafft. Wo es ihm besser ging, erste Annäherung zum Freigehege (Schicki wurde weg gesperrt, damit nicht zuviel Stress auf Herrn Wunibald lastet) 2 Tage später > Kopf wieder schief, Rückfall, das war Vorgestern. Panacur bekommt er sowieso, Vit.B-Komplex gestern in der Apotheke gekauft und verabreicht. Im Moment ist er in Käfighaltung, wo er sich am wohlsten fühlt, der Käfig steht aber für ca. 4 Stunden am Tag offen, d.h. er hat die Wahl, ob er den Käfig verlassen möchte oder nicht. Ich konnte beobachten, das jede Veränderung Stress verursacht und Herr Wunibald enorm darauf reagiert. Seine besten Freunde sind im Moment meine Hunde, das soll aber so nicht sein. Ich habe ein Freigehege mit einer Häsin im Garten (die er nicht kennt bzw. nur kurz kennen gelernt hat) und kann bzw. traue ich mich nicht ihn dazugeben, wegen Stress. Ich bin echt ratlos, da ich ihm ein artgerechtes, schönes Leben ermöglichen möchte, nur stehe ich komplett an. Einschläfern ist für mich keine Option, da ich dieses Kaninchen liebe und ich ihn nicht aufgeben möchte. Er frißt, er trinkt, ist frech wie immer, aber es bricht mir das Herz ihn so zu sehen. Vielleicht hat Jemand ein Idee, denn ich mache nichts anderes mehr, außer Gedanken, wie ich das handeln kann. Ich wäre für jeden Tipp sehr dankbar! Liebe Grüße, Barbara & Herr Wunibald |
Zitat:
Das ist nicht ganz so glücklich gelaufen. Auch wenn es ihm augenscheinlich nach 10 Tagen besser geht dürft ihr die beiden nicht zusammen tun. Jede Form von Stress kann es wieder verschlimmern, so wie ihr es ja auch hattet. Stress ist Gift bei Ec. Ihr müsst die Therapie bis zum Ende durchziehen und ihm in der Zeit so viel Ruhe geben wie es nur geht. Das er sich momentan gut mit deinen Hunden versteht ist momentan kein Problem. Das wird sich ja ändern sobald er alles überstanden hat und wieder gesund ist. Kippt er beim hoppeln um? Es kann auch durchaus sein das er auf Helligkeit reagiert. Es gibt viele Kaninchen die es bei Ec gerne dunkel haben. Ich weiß ja nicht ob euch da bei eurem kleinen schon was aufgefallen ist. Sollte nach der Medikamentengabe alles wieder in Ordnung sein würde ich ihn ein paar Tage Panacur weiter geben damit er bei der nächsten Vergesellschaftung nicht wieder einen Ausbruch bekommt. Ich mache das beispielsweise auch, wenn Sissi einen Termin beim Tierarzt hat oder eine Vergesellschaftung (ihr Partner lebt leider auch nicht mehr) gebe ich ihr vorsorglich ein paar Tage zuvor Panacur. Vitamin B Komplex könnt ihr auch gerne so lange wie das Panacur geben :) Schau doch mal hier vorbei, da gibt es noch viele nützliche Tipps :seeya: https://www.kaninchenforum.de/kaninchen-faq/24132-e-cuniculi-es-lohnt-sich-zu-k%E4mpfen.html https://www.kaninchenwiese.de/gesundheit/infektionskrankheiten/e-cuniculi/ |
Vielen Dank für die Antwort!! Er bekommt Panacur schon seit 4 Wochen durchgehend und jetzt, trotz der Medis, der Rückfall. Die ersten Symptome haben wir nach der ersten 10-minütigen Beschnüfflung der beiden Ninchen bemerkt. Bis dahin war nichts zu erkennen. Seitdem haben wir die Beiden nicht mehr aneinander treffen lassen. Ich bin ein wenig verzweifelt, da ich nicht weiss, ob wir jemals Herrn Wunibald ins Freigehege zu "seiner" Dame geben können, da ich keine Idee habe, wie ich das managen soll, ohne das er wieder einen Rückfall bekommt. Der letzte Rückfall kam, als wir ihn nur ins Freigehege gelassen haben, aber da war sie nicht dabei. Offensichtlich doch zuviel Stress für ihn. Er hängt auch am Käfiggitter und beknabbert es, weil er hinaus möchte. ... und fressen tut er wie ein Löwe. Beim Hoppeln im normalen Tempo kippt er nicht, wird er jedoch schneller, wirft es ihn auf die Seite und er bekommt Panik (... und ich gleich mit dazu ;-)) Auf Kaninchenwiese habe ich mich schon durch geackert, eine tolle Seite, die mir einige Antworten auf meine Fragen geben konnte, aber der Rückfall bereitet mir wieder Kopfschmerzen. Diese Krankheit hätte mir gestohlen bleiben können!! Liebe Grüße, Barbara & Herr Wunibald |
Wie sah die Therapie denn genau aus? 4 Wochen Panacur, 10 Tage AB und sonst noch irgendwas? Manchmal dauert es auch länger als 4 Wochen gehen. Ich denke das es nicht so schlau war ihn nach 10 Tagen dazu zu setzen obwohl es besser aussah. Er braucht definitiv Ruhe. Auch einige Zeit nach der Behandlung. Wie gesagt würde ich Panacur auch länger, auch wenn der Ausbruch vorbei ist um einen erneuten Ausbruch zu verhindern. Wurden seine Ohren kontrolliert das er keine Ohrenentzündung hat? Eventuell hast du die Möglichkeit Wiesenbärenklau zu pflücken und zu füttern. Das zeigt sich gut bei Ec. Wenn er raus will dann lass ihn doch. Hast du eventuell Stellgitter die du drum stellen kannst? Dann kannst du das Gitter vom Käfig abnehmen damit er sich daran nicht verletzen kann. Wie sieht denn das Gehege draußen aus? |
Zitat:
Das Alter weiß man ja bei einem Fundtier auch nicht. Abschätzen kann das vermutlich auch der TA schlecht. Es gibt ja auch noch die schleichenden, langsamen EC - Verläufe, die sich dann erst im hohen Alter bemerkbar machen. Auch da kann es natürlich bei Stress zu einem akuten Ausbruch führen. Eine Kollegin (auch mit jahrelanger Kaninchenerfahrung, aber schlechter TÄ) hat auch mal gemeint, dass Kaninchen hätte wohl von einem Sturz seitdem jahrelang etwas Hoppelschwierigkeiten und Altersarthrose. Als ich das Kaninchen dann übernahm und zu MEINER TÄ schleppte, stellte die dann einen sehr weit fortgeschrittenen EC mit kompletter Blindheit fest und leider hatte es dann durch die VG ein schnelles Ende. Das Ganze war also ein jahrelanger Prozess und weil es derart schleichend war, vielleicht auch nicht auf Anhieb so leicht feststellbar. Meine TÄ hat übrigens gemeint, dass die chronisch langsamen Verläufen sehr schlecht auf Panacur ansprechen. Ich weiß aber nicht genau, ob dies nur auf die fortgeschrittenen Fälle zutrifft... Vielleicht müsste man auch daran denken, dass Panacur mehr oder weniger als Dauergabe zu geben, mit etwas Erholungssabständen dazwischen. Damit (hoffentlich) eben keine Rückfälle entstehen. Bei Panacur ist das auf alle Fälle möglich. |
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