Hallo
Ich bin Vroni, seit gestern hier angemeldet und hoffe, dass ich hier Hilfe und Ratschläge zu meinem Problem bekomme!
Ich halte 2 Zwergkaninchen und 1 Widderkaninchen in kompletter Außenhaltung und es geht um meine 7 jährige Zwergendame Susi. Seit kurzer Zeit verweigert sie ihr geliebtes Gemüse und Obst und frisst mir nur noch die Portionen Gras und Kräuter, was an sich ja eigentlich gar nicht schlimm ist, da man ja im Sommer komplett auf Gras (+ Heu) umsteigen könnte, aber ich verfüttere meinen trotzdem immer noch beides. Susi war bis jetzt immer vollkommen damit einverstanden und hat beides in null Komma nichts aufgefressen. Doch auf einmal scheint es ihr nicht mehr zu schmecken. Mein Tierarzt meinte, dass sie vielleicht einfach lieber Gras fressen möchte und von Gemüse erstmal die Schnauze voll hat, da man an ihr nichts kränkliches hatte feststellen können. Sie war munter (Ist im Garten rum gehüpft und hat jedes Grashälmchen beim vorbeihüpfen mitgenommen), ihre Köttel waren nicht zu dunkel und hatten normale Größe und sie fraß ja immer noch, nur ist das für sie ziemlich untypisch, dass sie z.B. ihren geliebten Apfel, den es zwischendurch gibt, dem Gras nicht vorzieht und ihn kaum anrührt. Laut Tierarzt waren auch ihre Schneidezähne und die vorderen Backenzähne, soviel wie man mit dem Otoskop eben sehen kann, komplett in Ordnung. Als sie gestern morgen jedoch ihr Gemüse nur noch beschnupperte, einen Löwenzahn kaum vom Boden mit ihrem Mäulchen aufheben konnte und ihn am Ende an der Wurzel als es härter wurde fallen ließ geschweige das Heu aus ihrer Heuraufe zupfen konnte, war mir klar: Es mussten einfach die Zähne sein!
Susi ab in die Transportbox, neben zu mit dem Tierarzt telefoniert und ihm die Symptome geschildert und ab ging die wilde fahrt. Beim Tierarzt angekommen wurde sie dann erstmal ins schöne Traumland geschickt, damit man ihre Backenzähnchen gründlichst untersuchen konnte. Es waren tatsächlich kleine Zacken daran, die ihr in die Zunge gebohrt hatten, zwar nicht sonderlich schlimm, aber es reichte schon aus um ihr Schmerzen zuzufügen. Der Tierarzt hatte ihr noch zusätzlich Schmerzmittel gegeben und ich durfte sie Nachmittags wieder mitnehmen. Daheim angekommen warf sie sich gleich auf das Gras, ein Stück Apfel und Fenchel und ich war erleichtert. Doch meine Zweifel und die Sorgen ließen nicht lange auf sich warten und kehrten heute morgen wieder zurück, als ich gespannt vor ihrem Stall stand und sie mit Adleraugen beobachtete, ob sie nun wie gewohnt ihr Gemüse wieder fressen würde. Sie zeigte zwar schon Interesse daran, fraß aber nur wenig und sehr langsam, obwohl ich alles sehr klein geschnitten hatte und nach kurzer Zeit wannte sie sich dann ganz davon ab. Kein schönes Bild, wenn daneben Benchy, mein anderes Zwergkaninchen, seine Portion in Null Komma Eins Sekunden verputzt hat und Remy, mein Schlappöhrchen, sowieso in aller Höchstgeschwindigkeit alles in sich hinein sog, da er Gemüse abgöttisch liebt und sich erst danach dem Gras zuwendet.
Ich hätte heulen können! Was war nur los mit meinem einst so verfressenen Mädchen! Als ich ihr dann ihre Ration Gras gab, fing sie zwar sofort an zu fressen, aber glücklich war ich trotzdem nicht.

Jetzt habe ich gelesen, dass die Kaninchen nach so einer Zahnkorrektur nachfolgende Schmerzen haben können, da manchmal die Backenschleimhaut verletzt oder auch der Kiefer bei der Behandlung überdehnt wird. Und sie hat ja gestern, als das Schmerzmittel vermutlich noch gewirkt hat, ihre Portion ganz normal gefressen.
Hat den da jemand schon Erfahrung damit gemacht oder einen anderen Vorschlag warum sie ihr Gemüse nicht mehr fressen möchte? Ich mach mir wirklich Sorgen um mein Näschen und wünsche mir nichts sehnlicheres, als das sie wieder ihr Gemüse in Höchstgeschwindigkeit verputzt. Ich wäre um jede Antwort dankbar!
Mit ganz lieben Grüße an all die Hoppler und dazugehörigen Besitzer da Draußen!
Eure Vroni
