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Einschläfern- wie findet man den "richtigen" Zeitpunkt Hallo ihr lieben, leider hat unser Widdermädchen Flocke als Spätfolge der Fliegenmaden im letzten Jahr eine beginnende Lähmung der hinterläufe. Noch zeigt sie keine Schmerzen, frisst normal und tobt viel rum. Aber die Lähmung schreitet jeden Monat weiter und inzwischen gibt es Tage, an welchen sie die hinterläufe oft nur noch nachzieht. Wie habt ihr den Moment gefunden um die Entscheidung zum Einschläfern zu treffen? Meine Tochter will natürlich gar nichts davon hören, aber ich bin da wohl realistischer. |
Ist Dein Tierarzt kaninchenerfahren? Also mit Zusatzbezeichnung "kleine Heimtiere"? Eine beginnende Lähmung kann vielerlei (behandelbare!) Ursachen haben, wie EC, Spondylose, Arthrose o.ä. Einen längst überstandener Madenbefall halte ich persönlich für weniger ausschlaggebend. Von daher wäre erstmal eine vernünftige Diagnostik wichtig um dem Grund der Lähmung auf die Spur zu kommen. Ich persönlich halte nichts davon ein Tier um alles in der Welt am "Leben" zu erhalten, aber ich lasse grundsätzlich kein Tier einschläfern ohne vernünftig gesicherte Diagnose. Und an der scheint es im Moment bei Deinem Tier scheinbar noch zu fehlen. |
Zitat:
Da die Bewegungseinschränkungen bereits vor mehreren Monaten begannen (ca. 5 Monate nach dem Madenbefall) hält er dies als wahrscheinlichste Ursache. Sie bekommt alle 4 Wochen Vitamine und Aufbaustoffe gespritzt (leider habe ich mir nicht gemerkt welche genau) und er hat meiner Tochter stärkende Übungen gezeigt. Der Rückstellreflex ist auch noch vorhanden. Beim Röntgen wurden keine Veränderungen an Wirbelsäule oder Knochen festgestellt. |
Hallo Kabelfresser, ich habe so etwas auch schon bei einem Widderweibchen erlebt. Die hatte keinen Madenbefall im Vorfeld, aber eine (bis dato unerkannte) Nierenproblematik. Als die Hinterbeine dann immer magerer wurden (und das ganze Tier) ging alles sehr schnell. Leider sind mir eventuelle Frühzeichnen (Nierenschaden) nicht aufgefallen, da meine Tiere draußen leben und dieses eher scheu war. Und ansonsten gut gefressen hat und munter war. Tja, also woran es (Abmagerung/Lähmung) am Ende lag, weiß man nicht. ABER wenn sie nicht mehr richtig auf den Hinterbeinen sitzen können, öffnet das Tür und Tor für einen Madenbefall (das Todesurteil für meine Widderdame damals), weil sie sich dann nicht mehr ordentlich säubern können. Meist gehen damit auch Verdauungsprobleme einher, so dass es öfter zu Durchfall kommt. Auch ein großer Risikofaktor (wegen der Fliegen). In Wohnungshaltung kann man das Tier vielleicht regelmäßig einsammeln und waschen etc. Draußen ist sowas leider ziemlich utopisch. Da sind die Fliegen so schnell dran, das glaubt man gar nicht. :( Von daher: Beobachte gut, wie sie sich verhält (btw.: wie alt ist sie?), ob sie noch Spaß am Leben hat, oder sich nur noch "durchschleppt". Wenn du sie draußen hältst, würde ich eher früher als später mit ihr den letzten Weg gehen. So ein Fliegenmadenbefall ist schrecklich! Aber ich weiß, man versucht alles, meist etwas zu lang. Und die Fliegen entscheiden es dann am Ende (hatte ich leider schon viel zu oft...). Eine Freundin hatte auch mal ein sehr altes Kaninchen, dessen Hinterläufe irgendwann nicht mehr wollten. Das lebte aber drinnen und hat so noch eine Weile geschafft. Schlussendlich ist es, Wochen, nachdem es die Hinterläufe gar nicht mehr bewegen konnte, am Alter gestorben. Da seine Mitkaninchen ihn noch betüddelt hatten, und der Kleine ansonsten nicht gelitten hat, war es in dem Fall durchaus machbar und in Ordnung für alle, den natürlichen Lauf abzuwarten (unter Medikation, versteht sich). Draußen wäre er nicht so weit (vor allem nicht so friedlich) gekommen. Na ja, ich wünsche dir und deiner Tochter alles Gute. Leicht wird das so oder so nicht. Tut mir wirklich Leid für euch. Liebe Grüße und viel Kraft, Anjanka |
Zitat:
Und genau da seid ihr dann falsch. Kleintiere = Hunde und Katzen Kleine Heimtiere = Kaninchen, Meerschweinchen, Vögel etc. Bei so einer schwerwiegenden Entscheidung würde ich mir auf jeden Fall eine zweite Meinung von einem Fachtierarzt für kleine Heimtiere einholen. Vielleicht ist auch einfach "nur" ein Nerv eingeklemmt. Das sieht man auf einem Röntgenbild nicht. Schick mir doch mal per PN Deine PLZ und Wohnort. Ich schau dann mal, wo ein kompetenter TA in der Nähe ist. |
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