Hallo liebe Ninchenfreunde
ich lese schon eine ganze Weile hier im Forum mit und habe mich heute registriert, da ich gerade etwas ratlos bin:
(Sorry, es folgt ein eeewig langer Text)
Zunächst ein paar allg. Infos: ich habe zwei Zwergkaninchen, Nicky und Sammy. sie sind Geschwister, beide männlich und kastriert, werden im Mai 3 Jahre alt und wohnen in meinem Zimmer (also ausschließlich Innenhaltung, habe die beiden seit sie etwa 8 Wochen alt sind)
Die ganze Zeit waren beide Kerngesund, bis vorletzten Montag die Problemchen anfingen: Nicky hat nicht mehr geköttelt, war appetitlos und ziemlich ruhig. Beim Tierarzt wurde eine Aufgasung festgestellt, er hat Schmerzmittel und sab simplex bekommen und ich sollte eine Sammelkotprobe abgeben und ihn mit Critical Care päppeln. Das ging ungefähr 1 Woche so, in der Zeit war ich 5x beim Tierarzt, teilweise auch mit beiden Ninchen, da ich mir echt sorgen gemacht habe
Seit letztem Montag geht es den beiden besser, aber gestern Abend hatten beide (v.a. Nicky) plötzlich extrem laute Bauchgeräusche (gluckern, blubbern) und auch zu wenig geköttelt und keinen Appetit mehr. Daraufhin haben beide von mir (zusätzlich zum normalen Futter) Sab simplex, Leinöl, Fencheltee und Bauchmassagen bekommen, bis sie heute im Laufe des Tages wieder normal geköttelt haben...das Problem mit der Appetitlosigkeit besteht aber immer noch
Eben habe ich mit der Tierklinik telefoniert, wegen der abgegebenen Kotprobe. Ergebnis: keine Parasiten, keine Einzeller, aber viel zu viele Hefepilze!
Die Ärztin meinte, solange es den beiden nicht schlechter geht, möchte sie keine Medikamente geben, da diese möglicherweise die "gesunden" Darmbakterien auch schädigen und somit zu einer Verschlechterung führen können. Ich soll es erstmal mit einer Ernährungsumstellung versuchen.
Normalerweise bekommen meine Ninchen Heu, Stroh (eigentlich als Überstreu, fressen sie aber gerne) Gemüse, Obst, Zweige und im Sommer alles mögliche, was im Garten wächst. Trockenfutter (beides Getreidefrei, einmal eine Gräsermischung und eins mit Pellets und Trockengemüse) eigentlich nur als Leckerli oder wenn ich mal länger als einen Tag weg bin und nicht ständig frischen Nachschub liefern kann.
Nun sollen sie ja möglichst wenig Zucker und Stärke bekommen, also
Karotten (bis auf das Kraut), Äpfel und Bananen fallen weg (haben sie sehr gerne gefressen)
Fenchel und Gurke nehmen sie leider gar nicht, knabbern höchstens mal ein winziges bisschen daran. Paprika mögen sie zur zeit auch nicht, normalerweise aber schon.
Kohl traue ich mich nicht zu füttern, da ja beide mit Blähungen zu kämpfen haben. Wie ist es da eigentlich mit Brokkoli? laut meiner ersten Tierärztin ist Brokkoli nur selten zu geben und nicht als "Dauernahrung" geeignet. Stimmt das?
frische Kräuter, namentlich Petersilie, Dill und Basilikum mögen sie sehr gerne und wird auch noch genommen, wenn nichts anderes mehr geht. Die soll ich laut der jetzigen Tierärztin aber stark reduzieren

Zitat: "weil es sonst Probleme mit dem Harn gibt". könnt ihr euch vorstellen, was sie damit gemeint hat?
Salat gehört zwar nicht zu ihren Lieblingsspeisen, wird aber dennoch gefressen und würde ich ihnen jetzt auch vermehrt geben.
aber was sonst noch? habt ihr eine Idee, was ich noch geben kann, und was gut vertragen wird, auch wenn sie es noch nicht kennen?
Zu Petersilienwurzel habe ich keine genauen Infos gefunden. Ist die geeignet bei Blähungen/ Hefen?
An Gräser und Kräuter aus dem Garten komme ich ja um diese Jahreszeit schlecht heran...
Würde mich wirklich über jeden Ratschlag freuen!
Wer sich bis hierhin durchgekämpft hat: vielen Dank fürs Lesen!