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kajo2010 27.01.2017 10:55

Ab wann ist es Quälerei??
 
Hallo liebe Leute,


Ich bin am Rand meiner Verzweiflung. Meine süße joys 13 jahre hat einen sehr dolle schnupfen darauf hin habe ich sie rein geholt und mit ihr zum TA haben einige Medis bekommen ich denke sie Päppelt sich auch wieder auf .
Ihr Sohn flecki 10 jahre habe ich direkt mit genommen weil er in den letzten 3 Tage schlecht gegessen hat .....Sie haben ihn geröngt weil er in seinen Bewegung gen auch eingeschränkt war jetzt haben se atrose festgestellt und im Oberkörper Bereich wahrscheinlich krebs !
Der kleine kommt nicht mehr richtig auf die Beine oder aus dem Käfig rein oder raus sehr schwierig , wenn er liegt kommt er nicht mehr alleine hoch deswegen sitzt er auch nur ....fressen tut er noch ein wenig füttere ihn auch zu laut ärztin sollte ich das machen . Meine Frage ist ab wann ist es Quälerei er tut mir so leid weil er in allem eingeschränkt ist heute um 19 uhr habe ich nochmal ein Termin beim TA . 😣

Anjanka 27.01.2017 11:28

Hallo Kajo,

das ist keine schöne oder einfache Situation.
Wenn ich solche Entscheidungen treffen musste, habe ich vor allem auf den Tierarzt gehört, und auch darauf, was mein Gewissen und das Tier selbst mir "sagt". Man will ja alles versuchen, um den Kleinen so gut es geht zu helfen, aber bei Krebs und in diesem Alter wird es schon sehr schwer. Und dann kommt auch noch Arthrose hinzu.
Wäre es nur die Arthrose, könnte man da sicher noch behandeln. Habe das im Bekanntenkreis selbst erlebt, dass ein Kaninchen mit Medis gegen Arthrose noch eine ganze Weile sehr gut weiterleben konnte.
Aber Krebs ... da muss man ja eigentlich operieren, ansonsten kriegt man diesen Mist nicht in den Griff.

Frag' den Tierarzt, was er für machbar hält. Wenn er der Meinung ist, dass Flecki durch starke Schmerzmittel noch eine Weile zurechtkommen und (den Umständen entsprechend) gut leben kann, dann versuch' das. Wenn sich der Kleine allerdings sichtlich quält (das wirst du am besten einschätzen können), dann bringt es nichts, diese Qual noch unnötig in die Länge zu ziehen.

Ich mache das immer daran fest, wie das Tier allgemein wirkt, und wie gut es frisst.

Aber schwer ist die Entscheidung jedes Mal aufs Neue. Bei allen guten Vorsätzen, und über die Jahre gesammelten Erfahrungen ... irgendwie fühlt es sich nie "leicht" an. Egal wie verzweifelt die Lage ist.

Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass du den für dich und den Kleinen richtigen Weg findest.

Alles Gute und ganz viel Kraft,
Anjanka

Polly8 27.01.2017 12:19

Zitat:

Zitat von kajo2010 (Beitrag 1006967)

Der kleine kommt nicht mehr richtig auf die Beine oder aus dem Käfig rein oder raus sehr schwierig , wenn er liegt kommt er nicht mehr alleine hoch deswegen sitzt er auch nur ....fressen tut er noch ein wenig füttere ihn auch zu laut ärztin sollte ich das machen . Meine Frage ist ab wann ist es Quälerei er tut mir so leid weil er in allem eingeschränkt ist heute um 19 uhr habe ich nochmal ein Termin beim TA . 😣

Unter diesen Bedingungen wäre für mich ehrlich gesagt diese Grenze schon erreicht.
Wenn ein Kaninchen sich kaum noch bewegen kann und kaum noch fressen hat es keine " Lebensqualität " mehr.
Und der Zustand ist ja in diesem Fall nicht vorübergehend.
Evtl könnte man mit Schmerzmitteln nochmal ein paar Wochen oder sogar Monate "rausholen"
Aber ist das erstrebenswert?
10 Jahre sind doch ein schönes Alter für ein Kaninchen.
Schön wenn er das glücklich, gesund und artgerecht verbringen durfte.
Ich würde ihn jetzt gehen lassen.
Ich wünsche dir viel Kraft

marinahexe 27.01.2017 12:22

Bei welchem TA seid ihr in Behandlung? Ich würde ihn aktuell nicht einschläfern lassen, sondern erst die Verdachtsdiagnose Krebs untermauern lassen. Gegen Arthrose gibt es Medikamente zur Unterstützung. Zuallererst ein Schmerzmittel. Dann würde ich mich mit der Firma Heel in Verbindung setzen. Dort wirst Du von kompetenten Mitarbeitern beraten, welche homöopathischen Mittel Du geben kannst. Für den Ausstieg aus dem Käfig (warum?) kannst Du eine Weidenbrücke in den Ausgang legen oder das ganze Teil entfernen und statt dessen ein ebenerdiges Gehege aufbauen, ein flaches Klo oder etwas aus der Plastik aussägen, damit er rein kommt.

Evtl. solltest Du nach Duisburg zu Dr. Lazarz fahren. Er ist Kaninchenspezialist.

kajo2010 27.01.2017 12:38

Das sehe ich auch so ich denke es wird nicht besser eher schlechter .....Wir waren gestern beim TA und heute wieder aber ich denke auch das es für ihn nicht mehr lebenswert ist ....Er steht heute den ganzen tag unter voller Beobachtung von mir und Ich merke mehr und mehr wie schwierig alles wird er hat auch schon einen rechtsschlag denke leichten Schlaganfall!
Ich denke ich werde heute nicht wieder mit ihm heim kommen er soll nicht weiter leiden ! Hoffe das die Ärztin das genauso sieht wenn sie eine gute ärztin ist wird sie das genauso sehen.
Wir sind im gelsenkirchen in Behandlung Praxis smart Vet .
Er bekommt Schmerzmittel alle 4 std aber der Zustand ist trotzdem nicht anders er kommt nirgendwo mehr hoch läuft auch nicht weil er zur Seite kippt, das was er gerne Frist möchte er nicht mehr wäre es die Arthrose allein denke ich wäre es noch gegangen aber der Zustand verschlechtert sich sehr schnell seit gestern , wir werden auch gleich zum TA gehen nicht mehr warten bis zum Termin um 19 uhr , es tut mir in der seele weh .

kajo2010 27.01.2017 12:42

Der kleine Mann wird 11 dieses Jahr und ich scheue keine Ausgaben dafür liebe ich sie zu sehr aber möchte nicht das er sich weiter quält für 2-3 tage wegen meines puren Egoismus! Mal sehen was die Ärztin gleich sagt !

marinahexe 27.01.2017 12:44

Hast Du auch mal an EC gedacht? Du kennst die Krankheit? Kannst Du mal ein Foto von ihm hochladen?

http://www.kaninchenwiese.de/gesundheit/infektionskrankheiten/e-cuniculi/

Tuna 27.01.2017 13:21

Ich würde an deiner Stelle wirklich eine zweite Diagnose einholen, bevor ich einen endgültigen Schritt mache.
Wie Marinahexe schrieb.
Wenn du eine Empfehlung für einen anderen TA innerhalb von GE brauchst, kannst du mich gerne fragen. Ich habe mit meinem TA bei meinem Arthrosekaninchen gute Erfahrungen gemacht. Der hatte ähnliche Probleme und konnte dank der richtigen Behandlung noch einige schöne Zeit mit seinem Kaninchenkumpel leben und sich auch deutlich besser bewegen.

kajo2010 27.01.2017 13:25

Er wurde auf Parasiten getestet und es hat sich nicht bestätigt gott sei dank !

Terry 27.01.2017 13:29

EC hat nichts mit "Parasiten" zu tun.

kajo2010 27.01.2017 13:38

Bei welchem tierarzt seit ihr denn so ? Erfahrungen in Gelsenkirchen gemacht?

Skippy170609 27.01.2017 13:40

Nach den zusätzlichen Infos "Rechtsschlag" und "zur Seite kippen" denke ich auch eher an EC und da wäre eine schnelle Behandlung mit AB, Panacur und Vit.B wichtig. Bitte sprech deine TÄ darauf an. Wenn es wirklich "nur" das ist, hat er gute Chancen sich wieder zu erholen. Da würde ich nicht vorschnell einschläfern.

Tuna 27.01.2017 13:57

Zitat:

Zitat von kajo2010 (Beitrag 1006997)
Bei welchem tierarzt seit ihr denn so ? Erfahrungen in Gelsenkirchen gemacht?

Ich persönlich hab einige TA durch in GE.
Auch Smart Vet übrigens.
Meine besten Erfahrungen habe ich persönlich bei Hannig & Bluszcz in GE-Erle gemacht. Dort wurde ich immer unterstützt und mit meinen Problemen für voll genommen, was man von vielen anderen TÄ leider nicht behaupten konnte. Das war übrigens bisher auch die einzige Praxis in GE, in der mir Wiesenfütterung nicht nur als möglich, sondern auch als wichtig empfohlen wurde.

kajo2010 27.01.2017 14:25

Werde das EC gleich als erstes ansprechen mal sehen was sie sagen ....Vielen dank für die Unterstützung

Luke 27.01.2017 15:18

Hallo !

Also wenn das Tier schon 10 Jahre alt ist und Krebs hat , würde ich ihn mit Schmerzmitteln schmerzfrei halten so lange es eben geht . Chemo und OP würde ich so einem alten Tier nicht mehr zumuten . Mach ihm die Zeit so schön wie möglich und wenn es gar nicht mehr geht würde ich ihn gehen lassen . Hol Dir bezüglich der Krebsdiagnose auf jeden Fall eine zweite Meinung ein .

Polly8 27.01.2017 16:53

Zitat:

Zitat von Terry (Beitrag 1006995)
EC hat nichts mit "Parasiten" zu tun.

Naja, es sind parasitisch lebende Einzeller.
Von daher ist es schon ok sie als Parasiten zu bezeichnen.

gerti 27.01.2017 17:15

Zitat:

Zitat von Polly8 (Beitrag 1007067)
Naja, es sind parasitisch lebende Einzeller.
Von daher ist es schon ok sie als Parasiten zu bezeichnen.

...aber keine Parasiten, die man durch eine Kotuntersuchung feststellen könnte :cool: und ich gehe mal davon aus, dass so eine gemacht wurde....

hasis2011 27.01.2017 17:28

Zitat:

Zitat von Luke (Beitrag 1007015)
Hallo !

Also wenn das Tier schon 10 Jahre alt ist und Krebs hat , würde ich ihn mit Schmerzmitteln schmerzfrei halten so lange es eben geht . Chemo und OP würde ich so einem alten Tier nicht mehr zumuten . Mach ihm die Zeit so schön wie möglich und wenn es gar nicht mehr geht würde ich ihn gehen lassen . Hol Dir bezüglich der Krebsdiagnose auf jeden Fall eine zweite Meinung ein .

Sehe ich auch so. Der kleine Mann ist 11 Jahre alt, da sollte er nicht auch noch zu Tode therapiert werden. In dem Alter kommt es durchaus vor das er schwach wird, zur Seite kippt, usw. Irgendwo muss man mal eine Grenze setzen...lass den armen Kerl in Ruhe seine letzte Zeit leben und wenns nicht mehr geht, in Frieden gehen.
Mit unzähligen TA-Besuchen tust du ihm keinen Gefallen...

Polly8 27.01.2017 17:58

Zitat:

Zitat von gerti (Beitrag 1007068)
...aber keine Parasiten, die man durch eine Kotuntersuchung feststellen könnte :cool: und ich gehe mal davon aus, dass so eine gemacht wurde....

Meine Antwort bezog sich auch nur auf die Aussage " EC hat nichts mit Parasiten zu tun"

marinahexe 27.01.2017 18:39

Zitat:

Zitat von Luke (Beitrag 1007015)
Hallo !

Also wenn das Tier schon 10 Jahre alt ist und Krebs hat , würde ich ihn mit Schmerzmitteln schmerzfrei halten so lange es eben geht . Chemo und OP würde ich so einem alten Tier nicht mehr zumuten . Mach ihm die Zeit so schön wie möglich und wenn es gar nicht mehr geht würde ich ihn gehen lassen . Hol Dir bezüglich der Krebsdiagnose auf jeden Fall eine zweite Meinung ein .



Birgit, es ist ja noch nicht mal sicher, ob es sich um Krebs handelt, lediglich ein Verdacht. Und daraufhin würde ich ein Tier nicht einschläfern lassen. Bei Spondylose kann er mit Schmerzmitteln und einer Heel-Therapie noch eine schöne Zeit haben. EC würde ich behandeln, allerdings bei einer sicheren Krebs-Diagnose auch nicht operieren lassen.


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