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-v- 29.11.2016 00:02

Weibchen kastrieren???
 
Hallo :seeya:

Ich überlege meine Leia zu kastrieren. Sie ist ca. 3 Jahre alt und ich habe sie seit August. Von den Vorbesitzer weiß ich, dass sie öfter scheinschwanger war.
Sie ist ständig nur am umbuddeln und baut an einem Nest. Den Kastra zickt sie an und er ist sichtlich gestresst. Zu mir ist sie natürlich auch zickig. Wenn der Kastra sie berührt fängt sie (fast schon panisch) an zu quicken (wie ein Meerschweinchen). Vergesellschaftung verlief normal. Keiner hatte irgendwelche bisswunden o.a..
Manchmal markiert sie überall alles mit ihrem Urin.
Im Moment sind beide offensichtlich gestresst.
Ich kann gar nicht sagen wie oft oder in welches Zeitraum sie sich so verhält. Eigentlich ist es schon ein Dauerzustand. Der mal besser und mal schlechter ist.

Ich habe schon Bachblüten globulis ins Trinken getan. Helfen nur mäßig.

Möchte das Tier nicht einfach grundlos operieren. Da es auch so eine schwere op.
Ich hatte lange kein Weibchen mehr. Vielleicht übertreibe ihr und es ist ein normales Verhalten :confused:

Liebe Grüße

gerti 29.11.2016 08:14

Nur Bachblütenglobulis ins Trinken geben bringt nichts. Um ein Kaninchen homöopatisch sinnvoll zu behandeln gehört eine ausführliche Anamnese dazu und eine gezielte Behandlung die auf das Wesen und die Symptome des Kaninchens genau angepasst sind. Das ist sehr kompliziert und nur mit Hilfe eines ausgebildeten Tierhomöpaten möglich.
Ich persönlich würde zu einer Kastra raten. Je älter ein Kanichenmädchen ist, umso wahrscheinlicher sind Gebärmutterveränderungen. Hat sie jetzt schon ständig anzeichen "hormongesteuert" zu sein würde ich sie auch mal dringend abtasten lassen. Wartet man zu lange, steigert das Narkoserisiko und das OP-Risiko immer mehr. Aber zu dem Thema Kaninchenmädelkastra pro und contra findest du hier im Forum einiges.

crazy curry 29.11.2016 08:19

Kaninchenerfahrene Ta raten zur Weiberkastra bis 3 Jahren , da es dananch häufig zu Veränderungen kommt, die entarten .
Generell ist die jederzeit möglich.

Es ist zwar ein großer Eingriff, den aber ein gesundes Kaninchen besser wegsteckt, als dann eine evtl. Not OP.
Meine Weibchen waren nach 3Tagen wieder völlig fit.

Terry 29.11.2016 09:12

Ich bin kein großer Freund von rein prophylaktischen Kastras, allerdings auch kein Gegner.

Ich habe es bei meinen Tieren immer vom Verhalten (und den regelmäßigen TA-Checks) abhängig gemacht, ich hatte Tiere die nicht kastriert wurden und keine Probleme bekamen, andere wurden mit einem Jahr schon kastriert.

In Deinem Fall würde ich aufgrund des gesamten Verhaltens zur Kastra raten.

Kathy566 29.11.2016 12:00

Ich bin mir auch nicht so sicher, auf welcher Seite ich stehe. Aber mittlerweile durch viel lesen und meine erfahrenen TÄ doch eher Pro-Prophylaktische-Kastra :blush5:

Elaine habe ich mit etwa 1 Jahr kastrieren lassen und habe es nie bereut. Sie hatte sehr viel Stress über Wochen und hat auch ihr schönes Gruppenleben riskiert, weil sie die Jungs immer sehr genervt und Ewigkeiten berammelt hat. Das ging wirklich über Wochen.

-v- 29.11.2016 22:51

Dankeschön für eure Antworten und Meinungen.
Ich habe schon viel gelesen, jedoch bin ich mir unsicher, weil sie sich "nur" so verhält und noch keine körperlichen Probleme hat.

crazy curry 30.11.2016 07:49

Wenn sie erst Probleme bekommt kann es schon zu spät sein, denn Kaninchen sind Meister im Krankheiten verstecken. In der Natur wäre zeigen von Krankheit ein Grund von der Gruppe verstoßen zu werden um keine Fressfeinde, .

Kathy566 30.11.2016 08:58

Bei echten körperlichen Problemen ist es wirklich schon zu spät. Das würde sich meistens in schlimmen Koliken äußern oder sowas in der Art und dann ist die Gebärmutter schon so verändert, dass es zu Not-Kastras kommen kann. So lange würde ich auch nicht warten. Klare hormonelle Störungen sind schon ein Indiz und da würde ich dann immer kastrieren.
Ansonsten neige ich, wie gesagt, auch dazu Weibchen generell kastrieren zu lassen. Die erfahrenen TÄ, die wir GsD an unserer Seite haben, sind auch totale Fürsprecher prophylaktischer Kastras und die haben mir genug aus ihrem Alltag berichtet, weshalb ich auch eher in diese Richtung gehe. Daher sehe ich eine Kastra erst recht als sinnvoll an, wenn schon hormonelle Probleme sehr regelmäßig auftreten, wie häufige Scheinträchtigkeiten zum Beispiel. Es reicht für mich auch aus, wenn das Weibchen durch Hormone derart gestresst werden, wie zb Elaine, die nicht mehr still sitzen und dauernd rammeln müssen. Auch wenn das nicht die klassische Scheinträchtigkeit ist. Dadurch hervorgerufene Gruppenprobleme ist für mich ebenfalls ein Grund.


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