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Zahnkaninchen - Ich brauche euren RatLiebe Forumsgemeinde, Ich verfolge verschiedene Beiträge hier bereits als Gast und habe nun aus aktuellem Anlass beschlossen, mir hier ein Konto zu machen, da ich viel von euren Ratschlägen halte und selbst im Stich gelassen worden bin. Zu den Eckdaten: Ich komme aus Salzburg (Österreich) und habe zwei Zwergkaninchen - Bonnie und Clyde - beide ca. 5 Jahre alt, kastriert. Außenhaltung: Unter Tags haben sie den ganzen Tag Auslauf im Garten, über Nacht kommen sie in ein ca. 5 qm abgesichertes Gehege. Fütterung: Küchenkräuter, Wiese, Karotten, Apfel, Brokkoli...as eben gerade Saison hat. Der Grund weshalb ich mich an euch Wende, ist mein Kastrat Clyde: Seit wir ihn haben, hat er Probleme mit den Backenzähnen. In Salzburg gibt es sogut wie keine Tierärzte, die sich richtig mit Kaninchen auskennen. Wir fanden aber eine, die ihm regelmäßig die Spitzen entfernte. Sie fand heraus, dass Clyde eine angeborene Zahnfehlstellung hat. Am meisten Probleme machte ihm dabei stets der rechte erste Backenzahn im Oberkiefer, der zunächst locker war und sich schnell wieder gefestigt hatte. Im Röntgen fanden wir, dass alle Zähne strukturell verändert sind und diese würden früher oder später auch im Wurzelbereich Probleme machen. Nach 4 Jahren war es soweit: Das Entfernen der Zahnspitzen reichte nicht mehr aus. Zudem fraß er immer selektiver und ließ das Futter aus dem Maul fallen. An Heufütterung war bei seinem Gebiss nicht einmal zu denken! Man merkte, dass er große Schmerzen im Kiefer hat. Erschwerend kam hinzu, dass er einen Darmverschluss, aufgrund einer Verstopfung bekam. In diesem lebensgefährlichem Stadium wurde er mit Cortison behandelt. Er schaffte es. Sobald das Cortison abgesetzt war, bekam er wieder große Probleme mit Kauen. Es kam außerdem Schnupfen dazu und ein tränendes rechtes Auge. Unsere Tierärztin war also mit ihrem Latein am Ende. Zumal sie sich nicht über eine Narkose bei Kaninchen traute und auch viele Gerätschaften nicht im Haus hatte, wurden wir nach Wien verwiesen. Also fuhren wir nach Wien zu den in Österreich einzigen Zahnspezialisten. Diese machten auch lediglich ein normales Kieferröntgen, meinten, dass sie schon schlimmere Gebisse gesehen haben und schliffen seine Zähne in Narkose auf eine Ebene. Die Theorie war, dass durch das ungleichlange Wachstum zuviel Druck auf einen Zahn kommt, der darauf auf seinen Tränennasenkanal drückte. Im Röntgen konnte keine Entzündung, Abszess, o.ä. festgestellt werden. So weit so gut, wir fuhren also wieder zurück. Es wurde aber nur kurzweilig besser. Nach ein paar Tagen konnte er sich wieder nur noch von Brei und eingeweichten Cunis ernähren. Ich schrieb den Tierärzten in Wien, die meinten "Ach das Gebiss muss sich erst richtig einschleifen". Es wurde bagatellisiert. Ich beschloss mich also zumindest für eine Blutuntersuchung, die ich in Salzburg bei anderen Tierärzten durchführen ließ: Durch da Cortison hatte er zu wenig Leukocyten im Blut, sein Immunsystem war stark angegriffen. Er bekam wieder starken Schnupfen und zusätzlich eine leichte Lungenentzündung. Es wurde erneut ein Röntgen gemacht. Die Tierärzte konnten keinen richtigen Entzündungsherd im Kiefer entdecken. Er bekam ein Antibiotikum, das auch sofort anschlug. Sie verwiesen mich wegen des Gebisses nach München zu Frau Dr. B. Ich schreib ihr eine E-Mail und erfuhr, dass sie auf der Klinik derzeit keine Kaninchen nehmen. Die Station wurde verlegt und auf der neuen Station würde sie nicht arbeiten. Sie interpretierte das angefügte Röntgenbild und meinte eine Entzündung am rechten Auge und eine mögliche Mittelohrentzündung zu erkennen. Weiters würde der ersten Backenzahn oben gegen die Nase drücken, allerdings wäre das bei dem normalen Röntgen schwer zu erkennen. Man sollte Aufnahmen in 4 Ebenen und intraoral Aufnahmen anfertigen. Das haben die Spezialisten in Wien allerdings nicht getan. Also was tun? In Salzburg macht das niemand. In München gilt Frau Dr. B. als Spezialistin, allerdings macht sie es nicht mehr...ich habe das Gefühl, dass ich langsam aufgeben muss, da ihm offensichtlich niemand helfen kann. Selbst auf Anfrage in Ulm wurde ich an Frau Dr. B. verwiesen. An alle Zahnnin-Besitzer da draußen: Was sagt ihr zu den Röntgenbildern. Ist es wirklich eher hoffnungslos? Was meint ihr? :-( Ich bin wirklich schon am verzweifeln! Es geht ihm sonst ja super: Organe in Ordnung, Lebensfreude, etc... Zur Erklärung: Das erste Bild wurde vor etwa 2 Monaten gemacht (unter Cortison). Das zweite Bild diesen Dienstag (ohne Cortison). Liebe Grüße! Linda
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| Stichworte |
| röntgenbilder, zahnkaninchen |
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