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Kastration von Weibchen sinnvoll? Hallo zusammen, ich brauche mal eure Meinung bezüglich meiner Kaninchendame. Ich war letztens zur Impfung beim Tierarzt und er riet mir, sie kastrieren zu lassen, da es bei Weibchen häufig zu schwerwiegenden Problemen mit der Gebärmutter kommen könnte. Ich stehe der Sache allerdings sehr skeptisch gegenüber, da es ja eigentlich auch nicht nötig ist, weil ihr Partner kastriert ist und ich so einen Eingriff nicht grundlos durchführen lassen möchte. Was haltet ihr davon? LG |
Wie alt ist denn deine Kaninchendame? Hat sie außergewöhnlich oft Scheinschwangerschaften? Drangsaliert sie ihre Kaninchenmitbewohner? Eine Weibchenkastra ist eine große Bauch-OP mit all ihren Risiken. Ich habe erst letztens meine 5-jährige Dame kastrieren lassen müssen, weil sie schmerzhafte Veränderungen an der Gebärmutter hatte. Da ist das notwendig und man hat keine andere Wahl. Ich würde mal die Gebärmutter mit Ultraschall begutachten lassen und dann entscheiden, ob so ein schwerwiegender Eingriff nötig ist. Falls sie allerdings unter vermehrten Scheinschwangerschaften leidet, dann würde ich auch ohne sonstigen zwingenden Grund kastrieren lassen. |
Die Entscheidung Häsinnenkastra oder nicht kann man wohl mit der Entscheidung Trump oder Clinton vergleichen... Ich schließe mich knuffelchen an und würde dann kastrieren, wenn Veränderungen an der Gebärmutter vorhanden sind oder dann, wenn es deutliche Hinweise auf ein hormonelles Ungleichgewicht gibt. Es gibt allerdings inzwischen eine Menge Halter, die vorbeugend ihre Häsinnen kastrieren lassen. Das Risiko hängt nicht zuletzt auch davon ab, wie erfahren der Operateur ist und ob die Häsin irgendwelche Vorerkrankungen hat. Letztere sind manchmal allerdings schwer zu finden, deshalb ist das Risiko nicht wirklich gut abzuschätzen. Junge, gesunde Häsinnen stecken die OP bei einem erfahrenen Operateur im Allgemeinen gut weg, passieren kann aber natürlich immer etwas. |
Ich habe meinen Tierarzt diesbezüglich gefragt . Er selbst kann es nicht bestätigen , dass Häsinnen in höherem Alter eher zu Gebärmutterveränderungen neigen . Er sagt zwar , dass es heute empfohlen wird frühzeitig zu kastrieren, aber er selbst macht es nicht ohne Grund . Manche bekommen später halt Probleme mit der Gebärmutter und manche eben nicht . Menschen würde man auch nicht vorsorglich kastrieren. Wie Lupine schon geschrieben hat laufen die Meinungen da auseinander und so muss halt jeder selbst entscheiden , ob er vorzeitig kastrieren lässt . Meine Mayla hat bereits eine Bauch OP hinter sich und da würde ich nur im Krankheitsfall einer Kastration zustimmen . |
Meine beiden Damen sind kastriert - vom Charakter haben sie sich nicht verändert. Lilly war sehr platt danach, Pünktchen ist noch am selben Tag rumgehüpft. Bei meinen waren schon Veränderungen der Drüsen erkennbar, hätte man gewartet hätte man sie so oder so irgendwann operieren müssen. Dann lieber direkt bevor es ihnen schlechter geht. Allerdings hab ich beide Kastras bei einem TA gemacht der sich sehr gut damit auskennt und regelmäßig Weiber kastriert. |
Hallo, Vielen Dank für die zahlreichen Antworten. Ich neige auch eher dazu, Flocke nicht pro forma kastrieren zu lassen. Ich kann nicht sagen, wie alt sie ist, da sie ein Fundtier ist. Bisher konnte ich keine Scheinschwangerschaften bei ihr beobachten und zuckig ist sie auch überhaupt nicht. Mein Tierarzt empfiehlt es halt, aber eigentlich halte ich nichts davon, eine solch aufwendige Operation durchführen zu lassen, wenn es keine Anzeichen gibt, dass es erforderlich ist. Aber man wird natürlich unsicher, wenn ein Tierarzt dazu rät, daher wollte ich mich hier mal erkundigen. |
Ich hatte beim TA gearbeitet und kann schon bestätigen, dass viele Häsinnen im Laufe ihres Lebens, Gebärmutter, oder Gesäugetumore bekommen. Bis es die Besitzer merken ist es teilweise zu spät, da sie schon Lungenmetastasen haben. In meiner ehemaligen Arbeitstselle, hat man zur prophylaktischen Kastration bei Häsinnen geraten. Muss aber auch zugeben, das auch welche gestorben sind. Ich selber habe bis her, alle meine Häsinnen vorsorglich kastrieren lassen. Meine TÄ hat aber auch sehr viel Erfahrung und es ist noch nie eine Häsin, bei ihr gestorben. |
Zitat:
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Ich hab bislang drei Weinchen kastrieren lassen: Meine Loony war auch nur gelegentlich Scheinschwanger. Sonst keine Anzeichen. Bei der Voruntersuchung fürs impfen wurde dann ertastet, das die Gebärmutter vergrößert ist. Bei der Kastra kam dann raus, das sie hochgradig verändert war. Sie wurde eingeschickt und es kam raus, dass sie eine Vorstufe von Krebs hatte. Schneewittchen war in letzter Zeit oft hitzig und stänkerte gegen jeden. Das brachte Unruhe in die Gruppe. Der Tastbefund war auch auffällig. Bei der Kastra waren nur geringe Abweichungen zu finden. Maja war auch oft hitzig und dabei extrem aggressiv. Ihre GM war voller Zysten. Die wurde nach der Kastra etwas ruhiger. Meine anderen beiden Weiber werde ich wahrscheinlich auch kastrieren lassen, bei Ihnen ist zwar gar nichts auffällig, aber da meine drei Mädels die Kastra gut weggesteckt haben werde ich sie wohl vorsorglich kastrieren lassen. Ich hab einfach zu viel schlimmes gelesen. |
Ich habe auch meine Weiber kastrieren lassen, alle hatten selbst mit 13 Monaten schon Veränderungen an der Gebärmutter oder Eierstöcken, ohme Auffälligkeit. Sie haben es alle sehr gut überstanden, wurden aber auch von sehr erfahrenen Ta operiert. |
Ich war vor einer Zeit auch grundsätzlich gegen Gebärmutterentfernungen ohne Befund. Aber nachdem meine TÄ mir auch sehr viel in die Richtung beraten hat und ich dann bei 3 meiner Kaninchenmädels beim Kastrieren dabei war und auch den Vergleich gesehn hab wie unterschiedlich schwer unveränderte bzw. veränderte Gebärmütter zum Entfernen sind, bin ich auch eher dafür vor den Veränderungen zu operieren. Auch wenn es viele gibt die von möglichen Folgeerkrankungen abraten. Ich persönlich werde versuchen meine Mädels möglichst vor dem 4. Lebensjahr zu kastrieren, je früher umso besser. Außerdem nur vorher gut durchgeimpft, da es auch ein großer finanzieller Schaden ist, wenn sie danach an einer dämlichen Kanichenseuche sterben....hört sich vielleicht blöde an...aber bei mir kostet eine Häsinnenkastra knapp 200€, habe dafür aber eine sehr erfahrene TÄ und da ist das bei vielen Kaninchen auch wirklich Luxus.... Ich könnte es natürlich auch günstiger haben, aber dort ist keine Möglichkeit auf Inhalationsnarkose auszuweichen und bei machen OP´s bzw. Kaninchen ist das einfach spätestens während der OP nötig. |
Die Kastras hier kosteten auch knapp 190€ |
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Oje, oje, wenn ich das alles so lese, werde ich wohl nochmal gründlich darüber nachdenken, was ich mit meiner kleinen Maus mache. Da sie ein Fundtier ist, weiß ich leider auch überhaupt nicht, wie alt sie ist. der Tierarzt sagte, alles zwischen 1,5 Jahren und 6 Jahren ist möglich. Naja, wir werden sehen, jetzt müssen meine beiden erstmal die Vergesellschaftung zu Ende bringen, vorher unternehme ich in Richtung Kastration eh nichts. Vielen Dank auf jeden Fall für eure zahlreichen Antworten, ich werde mir auf jeden Fall nochmal Gedanken darüber machen und auch nochmal mit meinem Tierarzt sprechen. |
Mittlerweile bin ich auch für die vorsorgliche Kastra bei Häsinnen. 1. Ist es leider häufig schon zu spät, wenn das Kaninchen Veränderungen zeigt und 2. steckt eine gesunde, junge Häsin die OP viel besser weg als ein älteres, krankes Tier in einer Not-OP. |
Ich habe es ja leider bei unserer Lucy mitbekommen . Im Januar hatte sie eine Gebärmutterentzündung , die mit AB behandelt wurde und im April war sie voller Metastasen und offenem Brusttumor . Im Mai musste sie erlöst werden . Es war grausig . Sie hatte keine Chance mehr . Mayla werde ich trotzdem nicht vorsorgllich kastrieren lassen , weil sie bei dem letzten Baucheingriff fast gestorben wäre . Sollte jedoch was auftreten ( Ausfluss , Entzündungen , Blutungen von unten her ) würde ich sie sofort kastrieren lassen und nicht mehr nur abwarten , ob noch was nachkommt . |
Meine beiden Mädels sind auch kastriert. Katja war damals 4 Jahre sie hatte die OP leider nicht so gut weggesteckt sie hatte derbe Kreislaufprobleme gehabt. Trotz Kastra hat sie nun mit 9 Jahren einen Gesäuge Tumor, wahrscheinlich hängt es damit zusammen das sie erst mit 4 Jahren kastriert wurde. Wolke habe ich kastrieren lassen mit 9 Monaten sie war oft hitzig und sehr aggressiv gegenüber Katja , Spicke wurde massiv von ihr bedrängt. Bei Katja habe ich damals 120 Euro bezahlt bei Wolke waren es über 200 gewesen aber mit Wolke war ich auch bei einen anderen TA. |
Meine Abby habe ich mit 1,5 Jahren kastrieren lassen. Sie war Eddy gegenüber sehr agressiv, teilweise durfte er nicht einmal mehr das Gehege betreten. Danach hat sich das Verhalten sehr verbessert, das einzig negative war eine gewisse Gewichtszunahme . Bei der OP hat man ffestgestellt, dass die Gebärmutter mit Zysten übersät war. Für Lizzy habe ich jetzt einen Termin im Dezember gemacht. Nach langem überlegen möchte ich sie doch auch kastrieren lassen, weil sie wirklich über Wochen sehr hitzig ist und es damit auch ziemlich mit den anderen verscherzt. Kosten sind bei meinem TA 130€. |
Meine Nuk ist bei der Kastration verstorben. |
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