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unsere 2 Farbenzwerge plötzlich tot Hallo liebe Forianer, Ich bin neu hier, daher kann es sein, dass ich nicht alles richtig mache oder es einen ähnlichen Beitrag schon mal gab, sorry also, wenn ich mit meiner Frage etwas wiederhole: Wir hatten bis gestern 2 Zwergkaninchen (Farbenzwerge), 2,5 Jahre alt. Eine Häsin (Möhrchen) und ein kastrierter Rammler (Knödel). Sie lebten in "Freilandhaltung", hatten einen Stall und ein eingezäuntes Gelände (ca. 30 m2). Sie wurden mit Heu und hauptsächlich Grünfutter von der Wiese gefüttert, aber abends gab es auch noch eine kleine Hand voll Pellets. Ab und zu ein paar Karotten, ein bisschen Apfel, im Winter auch mal Karottengrün vom Supermarkt. Seit 2 Jahren waren sie fast immer in dem Gehege, aber seit diesem Frühjahr haben wir sie ganz raus gelassen in den eingezäunten Garten (300 m2). Das haben sie geliebt, sind nie abgehauen und deshalb lebten sie die letzten Monate tagsüber mehr oder frei im Garten, abends wurden sie als Schutz vor Marder und co immer eingesperrt. Am Mittwochmorgen lag dann die Häsin schwer atmend im Stall. Wir sofort in die Tierklinik, wo sie geröngt wurde. War nichts Ungewöhnliches zu erkennen, kein Bruch, kein Gas im Bauchraum, kein Fremdkörper. Sie war sehr stark unterkühlt und musste eingeschläfert werden. Die TA sagte, nicht Ungewöhnliches erkennbar, aber es käme bei Zwergkaninchen immer mal spontan vor, dass eines an Organversagen stirbt. Der Rammler wirkte nun die folgenden Tage natürlich etwas verstört und meine Kinder haben versucht, ihn zu trösten, hat zwar wenig gefressen, aber noch am Sonntagmorgen habe ich ihm frischen Löwenzahn gegeben, und das hat er gefressen (etwas davon). Am Sonntag Abend haben wir ihn dann tot im Garten gefunden, an seinem Lieblingsplatz (ein Blumenbeet im Schatten, wo der Boden immer etwas feucht und dadurch kühl war). Geimpft waren sie gegen Chinaseuche, und Myxomatose, so sagte die Tierärztin, hatte die Häsin garantiert nicht. Durchfall haben wir auch keinen bemerkt. Da einzige, was ich mir vorstellen kann ist, dass sie sich vielleicht vergiftet haben (weil der Rammler auch 4 Tage nach der Häsin starb)? Wenn ja, womit? Zur Zeit haben wir auch noch 2 Kaninchen einer Freundin meiner Tochter in Urlaubspflege. Die haben das gleiche Grünfutter von der Wiese bekommen wie unsere, und denen geht es blendend! Die Urlaubspflegekaninchen lassen wir aber nicht draussen herumlaufen, da sie sich nicht auskennen und sich mit unseren Kaninchen auch nicht gut verstanden.... Somit könnte es also sein, dass unsere draußen was giftiges gefressen haben? Sie waren seit 2 Jahren in diesem eingezäuntenGehege, wo eine Kirschlorbeere steht. Die soll zwar nicht gut sein, wenn sie gefressen wird, aber da sind unsere nie drangegangen die letzten 2 Jahre.... Im Garten, in dem sie regelmässig erst seit dem Frühjahr sind, wächst ein Holunder, wo die Beeren jetzt reif sind und am Boden liegen. Ansonsten eine Lebensbaumhecke und große Hotensien, Rhododendron, Himbeersträucher, ein paar Erdbeerpflanzen und Pfefferminze. Ist da irgendwas dabei, dass giftig ist, aber die Kaninchen trotzdem fressen und nicht "instinktiv" wissen, dass es giftig ist? Wenn wir noch einmal neue Kaninchen bekommen sollten, wüssten wir eben gerne, ob da was giftiges im Garten ist, was sie nicht fressen sollten? Oder kann es sein, dass die Häsin tatsächlich durch ein Organversagen/unbekannte Ursache verstorben ist und der Rammler dann vor Kummer gestorben ist? Vielen Dank für Eure Hilfe, Jens |
Zwei Tiere in so kurzer Zeit klingt für mich nach der mutierten Form der Chinaseuche, RHD 2. Da macht es auch nichts, dass sie gegen RHD geimpft sind, je nach Impfstoff versterben sie trotzdem an RHD 2. Viele Tierärzte wissen noch immer nicht, dass es eine mutierte Version gibt, gegen die die hier zugelassenen Impfstoffe nur zu einem gewissen Teil schützen. Inzwischen versuchen aber viele Tierärzte mit einer Sondergenehmigung an die ausländischen Stoffe zu kommen. Es tut mir sehr leid um die Beiden. |
Mein Beileid. :( Ich denke auch, dass sie an RHD 2 verstorben sind, Deine Beschreibung klingt leider sehr danach. |
Hallo, vielen Dank für Eure schnellen Antworten! Das wäre ja furchtbar! Die Häsin, die wir noch lebend zum TA bringen konnten, hatte starke Untertemp. (35°C). Das kann natürlich daran liegen, dass sie schon im Sterben lag. Bei beiden hat man keine Blutungen aus der Nase/dem Mund beobachten können. Wisst ihr, ob die Symptome Fieber und blutiger Nasenausfluss (ich hab nach Eurer Info kurz gegoogled, kenne mich aber wirklich nicht gut bei RHD/RHD2) immer auftreten, oder ob man das nur bei einigen Tieren beobachtet? Dann sollten wir vielleicht noch etwas warten, bis wir vielleicht neue Kaninchen kriegen (unsere Kinder sind todtraurig und wir dachten, dass sie vielleicht doch besser damit klar kommen, wenn sie wieder Kaninchen bekommen, und wir fanden sie so süss, dass wir auch schon gerne irgendwann wieder welche haben würden....)? Im großen Auslauf (ein Stück abgetrennter Garten mit Büschen, Bäumen etc) und im Garten liegen ja sicher noch Köddel rum, und da er so gross ist, können wir ja auch nicht flächendeckend desinfizieren..... Ich habe vorhin auch irgendwo gelesen, dass die Viren sehr widerstandsfähig sind..... Vielen Dank und viele Grüße, Jens |
Ja Untertemperatur ist ein Symptom, Blut bei RHD2 ist eher selten bis gar nicht zu finden. Ja, warten solltet ihr, und wenn dann nur gut durchgeimpfte Kaninchen aufnehmen (entweder mit Cunivak RHD Einzelimpfstoff grundimmunisiert, also im Abstand von 3 Wochen geimpft, oder mit einem der ausländischen Impfstoffen, sprich Cunipravak oder Filavac ) |
Vielen Dank für die tolle Info, das ist gut zu wissen! Viele Grüße, Jens |
Schau mal hier: https://kaninchenschutz.de/docs/info/RHD2.pdf |
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