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Namii 09.04.2016 09:13

geschwollenes Zahnfleisch am unterer Schneidezahn
 
Hallo Zusammen!

Leider habe ich eben bei gizmo entdeckt, dass sein Zahnfleisch vor dem unteren schneidezahn geschwollen und rot ist. Natürlich am wochendende.. :rolleyes:

Ich habe bis jetzt zum Glück keine Erfahrungen mit Abszessen. Handelt es sich bei sowas immer um einen Abszess? Würdet ihr damit am Wochenende zur tierklinik fahren oder wäre es ok bis montag abend zu warten?
Leider weiß man ja nicht was für ein Arzt Wochenenddienst hat und ob der sich ausreichend mit kaninchen auskennt :willy_nilly: würde gizmo (11 J.) gern jeden unnötigen Besuch ersparen da er seit seinem klinikaufenthalt im letzten Jahr super aufgeregt ist in der transportbox.

Im Moment frisst er noch normal und alles was ich ihm anbiete: Gemüse, wiese, heu, auch äste, sämereien und cunis... benimmt sich auch sonst normal.. wäre es da zu verantworten bis montag zu warten (außer natürlich es verschlechtert sich)?
Möchte natürlich auch nichts verschleppen und verschlimmern und ihn auch nicht leiden lassen.. würde mich aber ärgern wenn die in der Klinik ihm ab Wochenende gar nicht ausreichend helfen können.

Vielleicht hat ja jemand Erfahrung mit zahngeschichten?

Schaue es mir gleich nochmal genau an. Evtl bekomme ich ein Foto hin.

Edit: hier noch die Fotos.. es ist schon nen dickerer gnubbel. Mit geschlossenem Mund kann man erahnen, dass er da ist... sieht aus als würde er den mund nicht mehr ganz schließen. Und ein bisschen sabber hat er direkt unter dem mund im fell.

http://i63.tinypic.com/2ywygyc.jpg
http://i67.tinypic.com/2199s2d.jpg
http://i68.tinypic.com/2q8q6f6.jpg

Namii 09.04.2016 12:01

Also ich hab jetzt vorsichtshalber mit der Klinik gesprochen und die Tierärztin hat gemeint, solange er frisst und sich normal benimmt wäre es vertretbar erst nach dem Wochenende zum TA zu gehen. Leider hat der zahlreichen Spezialist erst am Dienstag 15 uhr einen Termin. Den habe ich mir jetzt aber schon mal blocken lassen. Aber vielleicht finde ich Montag ja noch eine alternative.

An die zahnspezialisten unter euch.. Findet ihr es auch vertretbar erst in die normale Sprechstunde zu gehen solange es nicht schlechter wird?

Ich lenke mich jetzt erst einmal beim pferd ab :willy_nilly: :blush5:

crazy curry 09.04.2016 12:46

Ist das auf dem ersten Bild die Zunge oder das geschwollene? Wenn es so geschwollen ist, würde ich bei meinen Tieren nicht bis Montag warten.
Sollte es ein Abszess sein, muss dieser eröffnet, gereinigt und das Tier mit Antibiotika versorgt werden. Mir wäre das zu lange.

Namii 09.04.2016 18:19

Ja das ist der gnubbel...
er ist weiterhin munter und futtert ganz normal. Aber spätestens morgen werde ich wohl fahren.. lässt mir ja doch keine Ruhe
So einen Abszess würde ein tierarzt sofort öffnen? Wahrscheinlich erst röntgen? Nicht das der ganze Zahn raus muss? Oder probiert man es immer erst einmal mit öffnen und spülen?

crazy curry 09.04.2016 18:53

Ich kenne es so, erst Röntgen um zu sehen wo es herkommt und dann eröffnen oder ggf. Zahn entfernen. Je nach Ursache.

Namii 09.04.2016 19:01

Oh mit Handy ist das Posten komplizierter...

Hmm und zum röntgen wird er auch schon in Narkose gelegt oder? Würde derzahm dann auch gleich gezogen? Ich ruf einfach nochmal in der Klinik an und frag wann ich vorbeikommen kann.

Hab nur angst dass sie mich nur auf mo/di vertrösten und gizmo umsonst gefahren ist..mache mir schon Gedanken um sein altes Herzchen :) aber auch bei der Narkose :(

Namii 09.04.2016 22:48

Ich bin um 19:30 doch noch zum Arzt gefahren. Es war zum Glück 'nur' eine wilde zuwucherung am Zahnfleisch. Konnte relativ leicht entfernt werden. Habs zur Sicherheit einschicken lassen um zu wissen ob es gut- oder bösartig ist bzw. Was es allgemein ist.

Thema also erledigt, Portemonnaie um einiges leichter :willy_nilly:, Mutti deutlich beruhigter :thumbsup:

Ein schönes Wochenende noch! :)

marinahexe 10.04.2016 20:50

Dann drück ich mal die Daumen, dass es nichts bösartiges ist. Berichtest Du bitte weiter?

Namii 10.04.2016 21:17

Zitat:

Zitat von marinahexe (Beitrag 912471)
Dann drück ich mal die Daumen, dass es nichts bösartiges ist. Berichtest Du bitte weiter?


Klar, gerne! Freitag soll das Ergebnis da sein. Es muss auf jeden Fall "relativ" schnell gewachsen sein, weil wir Ende Dez/Anfang Januar noch bei, Tierarzt waren und die Zähne kontrolliert wurden. Da war noch nichts davon zu sehen.

Namii 16.04.2016 11:52

Hallo Zusammen! :seeya:
Ich habe morgen das Ergenis aus dem Labor erhalten und das "nur in Anführungszeichen" hat sich leider bestätigt...
Ich hatte es aufgrund des schnellen Wachstums schon fast geahnt: Es handelte sich dabei leider um eine bösartige Wucherung. :frown5:
Ich werde nächste Woche nochmal mit der Tierärtzin telefonieren, heute mir die ganzen Fragen am Telefon nicht eingefallen. :blush5:
Aber auf jeden Fall ist es leider auch noch eine der aggressivsten Krebsarten. Es war wohl eine Wucherung eines Knochentumors.. die TÄ geht davon aus, dass der Tumor aher auch im Kiefer sitzt. Operieren fällt damit wohl weg.

Hat jemand von euch schon Erfahrungen mit Krebs beim Kaninchen? Evtl. auch am Kiefer?
Würdet ihr euer Kaninchen jetz weiter auf den Kopf stellen lassen? Leider habe ich schon Erfahrungen mit einer der aggressivsten Arten Krebs beim Menschen gemacht.. der kam sehr schnell und hat auch extrem gestreut. Da konnte man auch nur noch lebensverlängernd behandeln.

Ich möchte ihn mit seinen 11 Jahren und in der verbleibenden Zeit eigentlich nicht mehr durch alle möglichen Behandlungen quälen. Aber würde es Sinn machen den Kiefer röntgen zu lassen? Könnte man den Tumor dann sehen? Hab irgendwie Angst, dass der Kiefer von Tumor brechen könnte? (Bei meinem Vater ist damals ein Wirbel gebrochen, daraufhin hat man den Krebs festgestellt)

Im Moment ist er noch fit und ich hoffe, er bleibt es auch noch möglichst lange. Ich würde mich evtl. von Heel beraten lassen, ob ich ihm was unterstützendes geben kann. Die SUC Therapie hat bei seiner Niere auch super angeschlagen. :thumbsup:

Schwarzkümmelöl werde ich auch noch besorgen. Einfach um sein Immunsystem allgemein zu stärken.

Vielleicht hat ja noch jemand von euch Fütterungsideen?

Minerva 16.04.2016 13:22

Och, Mensch... So traurige Nachrichten. :(

Ich habe keine Erfahrungen mit Krebs bei Kaninchen. Ich wünsche dir ganz viel Kraft und dass dein Gizmo noch eine schöne Zeit bei dir hat. Alles, alles Gute!

Zum Füttern: Ich würde ihm jetzt alles geben, was er gerne mag. Und wenn er Dickmacher mag, dann soll er auch die kriegen. Ansonsten eben viel Frischfutter und das, was gewohnt ist.

Olga 16.04.2016 14:44

Das sind wirklich sehr traurige Nachrichten.:sad:

Ich habe 3 Kaninchen an Krebs verloren.
Bei Polja habe ich dann mit der Firma Heel Kontakt aufgenommen und die vorgeschlagene Homöopathische Therapie mit ihr gemacht.

Außerdem habe ich sie sehr gehaltvoll gefüttert, da der Krebs sie sehr ausgeführt hat.

Namii 16.04.2016 19:45

Zitat:

Zitat von Olga (Beitrag 914348)
Das sind wirklich sehr traurige Nachrichten.:sad:

Ich habe 3 Kaninchen an Krebs verloren.
Bei Polja habe ich dann mit der Firma Heel Kontakt aufgenommen und die vorgeschlagene Homöopathische Therapie mit ihr gemacht.

Außerdem habe ich sie sehr gehaltvoll gefüttert, da der Krebs sie sehr ausgeführt hat.

Oh, 3 Kaninchen schon. Das tut mir leid! :frown5: Hast du den Krebs mit Medikamenten behandelt oder eine Schmerztherapie gemacht?

Das mit der Firma Heel werde ich auf jeden Fall auch machen. Hattest du das Gefühl es hat ihr geholfen?
Gewichtsmäßig haben wir zum Glück noch kein Problem. Wir haben von 1,8 kg nach der Magenüberladung im Oktober wieder auf 2,45 kg zugenommen im Moment :blush5: aber ich werde weiter sein Gewicht kontrollieren.

Ich habe mir heute Ingwer besorgt und Schwarzkümmelöl von meinem Pferd abgezwackt :)

Hat jemand von euch schon Ingwer gefüttert? Ich fange mit ein paar Raspeln an, aber wieviel gibt man dann so ca. pro Kaninchen? Und ruhig jeden tag? Und das Schwarzkümmelöl.. auch ruhig jeden Tag?

Olga 16.04.2016 19:52

Zitat:

Zitat von Namii (Beitrag 914433)
Oh, 3 Kaninchen schon. Das tut mir leid! :frown5: Hast du den Krebs mit Medikamenten behandelt oder eine Schmerztherapie gemacht?

Das mit der Firma Heel werde ich auf jeden Fall auch machen. Hattest du das Gefühl es hat ihr geholfen?
Gewichtsmäßig haben wir zum Glück noch kein Problem. Wir haben von 1,8 kg nach der Magenüberladung im Oktober wieder auf 2,45 kg zugenommen im Moment :blush5: aber ich werde weiter sein Gewicht kontrollieren.

Ich habe mir heute Ingwer besorgt und Schwarzkümmelöl von meinem Pferd abgezwackt :)

Hat jemand von euch schon Ingwer gefüttert? Ich fange mit ein paar Raspeln an, aber wieviel gibt man dann so ca. pro Kaninchen? Und ruhig jeden tag? Und das Schwarzkümmelöl.. auch ruhig jeden Tag?

Den Krebs behandelt haben wir nicht.
Wir haben aber mit Schmerzmittel geholfen.
Das war mir ganz wichtig, das sie nicht leiden müssen.

Ich finde schon das die Heel-Therapie gut getan hat.
Zumindest Polja, ging es unter der Therapie besser.

Mein Flöckchen und Möhrchen hatten Cortison bekommen. Das half auch ganz gut, verschiedene Symptome zu lindern.

Ich drücke euch ganz doll die Daumen. Es wird eine schwere Zeit, für euch beide.
Bei mir war es aber auch immer eine sehr innige Zeit mit meinen Tieren.

Namii 16.04.2016 20:04

Zitat:

Zitat von Olga (Beitrag 914440)
Den Krebs behandelt haben wir nicht.
Wir haben aber mit Schmerzmittel geholfen.
Das war mir ganz wichtig, das sie nicht leiden müssen.

Ich finde schon das die Heel-Therapie gut getan hat.
Zumindest Polja, ging es unter der Therapie besser.

Mein Flöckchen und Möhrchen hatten Cortison bekommen. Das half auch ganz gut, verschiedene Symptome zu lindern.

Ich drücke euch ganz doll die Daumen. Es wird eine schwere Zeit, für euch beide.
Bei mir war es aber auch immer eine sehr innige Zeit mit meinen Tieren.

Vielen Dank!

Aber mit der Schmerztherapie hast du erst begonnen als sie auch sichtbare symptome gehabt haben? oder ab diagnose? Hab auch soviel angst dass er nachher schmerzen hat und ich merke es nicht. Im moment ist er ja noch fit, flitzt rum, futtert gut.. also alles so wie vor der Diagnose. Hab aber trotzdem angst was zu übersehen :willy_nilly:

Leider hatte er ja auch letztes Jahr im frühjahr auch schlecht nierenwerte (vllt hängt das auch alles zusammen), die aber mit der SUC therapie und viel Flüssigkeit wieder in einen guten Normalbereich gebessert haben. Aber wenn er jetz dauerhaft t medis bekommt, weiß ich natürlich nicht

Zitat:

Zitat von Minerva (Beitrag 914332)
Zum Füttern: Ich würde ihm jetzt alles geben, was er gerne mag. Und wenn er Dickmacher mag, dann soll er auch die kriegen. Ansonsten eben viel Frischfutter und das, was gewohnt ist.

Das bedeutet wohl... noch öfter mit der Mutti studentenfutter auf dem sofa futtern?! :drool5: :smilewinkgrin:

Olga 16.04.2016 20:19

Polja hat vor der Diagnose schon Schmerzmittel bekommen.
Ihre Diagnose lautete erst Blasenstein. Erst Wochen später ist es ein Tumor geworden.
Das war ihr Thema.
http://www.kaninchenforum.de/kaninchenkrankheiten-gesundheit/34295-blasenstein-bei-polja.html

Du wirst es bestimmt merken, wenn er Schmerzen bekommt.
Du passt ja auch gut auf deine Mümmels auf und merkst Veränderungen.

Namii 16.04.2016 22:04

Danke, ich werde mich mal durch den thread lesen.

Werde ab jetz noch besser auf sie achten :thumbsup: fürchte fast zu sehr.. sehe sicher bald gespenster. :rolleyes:

Vielen Dank auf jeden fall!

marinahexe 16.04.2016 23:01

Das liest sich nicht schön. Ich würde vielleicht noch bei einem ausgewiesenen Zahnspezialisten ein Röntgenbild machen lassen. Die haben spezielle Röntgengeräte und können in mehreren Schichten röntgen. Damit können sie sicher feststellen, ob der Kiefer betroffen ist und brechen kann und ob er schon gestreut hat.

Je nachdem, wie das Röntgenbild aussieht, würde ich entscheiden, ob eine weitere Behandlung Sinn macht oder ob ihr euch nur noch eine schöne Zeit machen solltet. Sie hat ein stolzes Alter erreicht, unnötig "quälen" würde ich sie nicht. Alles Gute!

Namii 19.04.2016 21:57

Ich überlege die ganze Zeit, ob ich Gizmo untersuchen lassen soll.. aber egal wie man es dreht und wendet, eigentlich bringt es nichts. Sollte sein Tumor im Unterkiefer sitzen wäre er aufgrund der Position inoperabel und sollte es eine Metastase sein, dann würde es nichts mehr bringen den Haupttumor zu entfernen.

Es wäre also nur für mich und die Gewissheit, wo er sitzt und wie groß er ist... und ob ich das wissen will, weiß ich ehrlich gesagt gar nicht. Im Moment geht es dem Süßen noch so gut, dass ich gar nicht hören möchte wie weit fortgeschritten es schon ist :eek:

Ich möchte natürlich auch keine Option übersehen oder egoistisch sein, aber mir scheint eine Untersuchung unnötiger Stress für ihn zu sein.. wenn man ihm noch helfen könnte, würde ich natürlich alles erdenklich mögliche tun... aber wir müssen die Tatsache wohl akzeptieren.

Würdet ihr wissen wollen, wo sich der Tumor befindet und wie weit er fortgeschritten ist?

Olga 20.04.2016 06:45

Selbst wenn du es noch genauer untersuchen lassen würdest, du würdest nie eine ganz genaue Prognose bekommen.

Bei meinem Flöckchen kam ein katastrophales Röntgenergebnis zum Vorschein.
Man gab ihm 3 Wochen.
Mein Kämpfer hat noch ein halbes Jahr mit einer recht guten Lebensqualität gelebt!

crazy curry 20.04.2016 07:07

Ich würde es bei diesem Tumor nicht wissen wollen. Jeder Stress löste eine neue Schwemme von Tumorzellen aus, lieber eine schöne Zeit machen und diese genießen.

Bei Max wusste ich nicht was er hat, war ein Zufallsbefund beim Zähnemachen.Er reagierte in Narkose auf die Manipulation, ein Röbild und Zellausstrich wurden gemacht und es war ein bösartiger Knochentumor der schon den ganzen Unterkiefer aufgeweicht hat und vorm Bruch stand. Er hat aber gefuttert wie immer, war absolut unauffällig.

Ich hatte die Option noch 2 Wochen mit Morphium oder gleich erlösen. Ich habe ihn erlösen lassen, denn bei Dauerfressern mache ich bei Kiefertumoren keine Experimente .

PhoebeBine 20.04.2016 10:45

So jetzt habe ich das Gizmo Tumor Thema auch gefunden und durchgelesen :sad:
In diesem Fall würde ich an deiner Stelle nicht wissen wollen, wie groß bzw. fortgeschritten das Ganze schon ist. Vielleicht bekommst du dann auch noch so eine Zeitangabe wie Olga bei Polja und dann wärst du wahrscheinlich erst Recht am Boden zerstört.
So kannst du die restliche Zeit, egal wie lange es sein mag einfach noch in Ruhe mit ihn genießen und ihn verwöhnen.

Namii 20.04.2016 10:53

Lieben Dank für eure Antworten!

Ich bin natürlich hin und her gerissen und habe immer Angst, dass es evtl. doch hätte entfernt werden können, wenn ich es nur untersuchen lassen würde, aber mein Bauchgefühl sagt mir auch, ich sollte ihn dem Stress der Untersuchungen nicht mehr aussetzen, sondern ihm einfach noch ein schönes Leben machen.

Die Medis von Heel sind auf jeden Fall bestellt und mit der Tierärtzin von Heel habe ich auch schon gesprochen. Die Sachen bekommt er ab jetzt noch dazu und ich hoffe, dass er damit noch eine ganze Zeit gut leben kann.

@Olga: Genau vor so einem katastrophalen Ergebnis habe ich auch Angst.. wie schön, dass er noch so lange gekämpft hat :thumbsup: ging es dann zum Schluss ziemlich schnell bergab oder war es eher ein schleichender Porzess?

Julie_ 20.04.2016 11:27

Fachlich möchte ich jetzt nicht allzu viel dazu sagen, dazu habe ich zu wenig Angaben. Was ich jetzt aber gelesen habe ist es ein Knochenkrebs?
Im Prinzip ist die Prognose dann leider ohnehin sehr schlecht, wenn es ein Osteosarkom ist, dann ist es leider auch relativ egal ob der Tumor am Zahnfleisch eine Metastase oder der Primärtumor war. Ist es der Primärtumor müsste der Unterkiefer amputiert werden, ist es eine Metastase müsste der arme Kerl nach dem Primärtumor untersucht und dann der Knochen in dem der Primärtumor, am ehesten inklusive einem Bein amputiert werden, meistens sitzen die Dinger bei Gelenken.
Osteosarkome (so es eines ist und das ist nunmal die häufigste Art Knochentumor) streuen allerdings wahnsinnig schnell und zwar in so ziemlich alle Organe. Ist das am Zahnfleisch eine Metastase gewesen (ist aber eine eher untypische stelle), dann sind mit grosser Wahrscheinlichkeit noch mehr Metastasen vorhanden, mindestens Mikrometastasen die man auf einem Röntgenbild ohnehin nicht sehen würde, dafür musste man ein CT machen.

Sollte es kein Osteosarkom sein, würde die Sache etwas anders aussehen.

Ich stand vor einigen Wochen vor einem ähnlichen Dilemma bei einer meiner Rennmäuse.
Herr Rennmaus hatte einen Tumor an der Duftdrüse am Bauch. Eigentlich kann man solche Tumore recht gut chirurgisch entfernen und sie streuen auch meistens nicht. Herr Rennmaus war zu dem Zeitpunkt aber bereits 5,5 Jahre alt - normale Lebenserwartung: 3-4 Jahre.
Ich habe wirklich lange mit mir gehadert, ob ich ihm eine Operation zumuten soll, er war eigentlich noch recht fit und hätte eine Inhalationsnarkose vermutlich noch überlebt. Im Endeffekt habe ich mich aber nur für eine Schmerztherapie entschieden und gegen eine Operation bei der ungewiss ist, ob er sich in dem Alter noch wirklich davon erholt, die Wundheilung ist bei alten Tieren einfach nicht mehr so wie bei jungen.
Es hätte sein können, dass er nach der Heilungsphase in der er sicher Schmerzen gehabt hätte und nicht mehr sein normales Leben leben hätte können, noch ein paar schöne Wochen gehabt hätte. Es hätte aber genauso gut sein können, dass er sich nicht mehr erholt und seine letzten Tage oder Wochen qualvoll waren.
In meinem Fall konnte er noch einige Wochen mit Tumor sehr gut und schmerzfrei leben, bis ich ihn einschläfern musste.

Eine volle Diagnostik mit Röntgen würde in deinem Fall zwar wahrscheinlich Gewissheit bringen, was und wo der Primärtumor ist und wenn er im Kiefer sitzt, ob der Kiefer schon so weit betroffen ist, dass er in nächster Zeit brechen kann und du damit vermehrt darauf achten kannst, ob das passiert.
Aber auch dann ist es eben sehr schwierig zu entscheiden, ob man chirurgisch noch etwas machen sollte. :o

Namii 20.04.2016 11:51

Es sollen Knochentumorzellen sein, genau. Die Tierärtzin meine auch, dass es eine völlig untypische Stelle dafür ist und hat sogar im Labor nochmal angerufen, ob da auch wirklich keine Probe vertauscht wurde.

Hast du die Schmerztherapie gemacht, weil du bereits gemerkt hast, dass er Schmerzen hat? Oder ohne Symptome damit angefangen?

Im Moment ist er ja noch fit und frisst gut, hält sein Gewicht und ich habe nicht das Gefühl, dass er Schmerzen hat und die TÄ ist auch nicht auf die Schmerztherapie eingegangen. Ich habe aber natürlich sorgen, dass er trotzdem Schmerzen haben könnte und sie noch gut versteckt.
Gleichzeitig weiß ich natürlich nicht, wie lange er eine dauerhafte Schmerzmedikantengabe mitmacht, wo er ja schon eine angeschlagene Niere hat. Daher möchte ich auch nicht auf gut Glück zu früh damit anfangen und nachher macht seine Niere schlapp..

So schwierig alles :(

Julie_ 20.04.2016 12:06

Ja, ich hab eher auf Verdacht damit begonnen.
Ich hab ja auch noch seine beiden Brüder und neben den beiden wirkte er etwas magerer und buckliger, wirklich nur minimal aber doch.
Ausserdem war für mich klar, dass ich einschläfere wenn er entweder deutlicher abbaut oder wenn der Tumor platzt oder er ihn sich aufbeisst. Und genau dieses Aufbeissen wollte ich mit den Schmerzmitteln ebenfalls verhindern, dass er drangeht wenns zu weh tut.

Im Endeffekt hat er sich leider trotzdem aufgebissen :o

Namii 20.04.2016 12:20

Hat denn jemand Erfahrungen damit wie sehr Schmerzmittel auf die Niere schlagen? Wahrscheinlich würde Metacam dafür eingesetzt oder?

crazy curry 20.04.2016 16:59

Das mit den Nieren ist in dem Fall völlig egal, sorry wenn ich es so sage, hauptsache er hat keine Schmerzen. Metacam wäre bei Knochensachen angebracht, oder noch was stärkeres bei Bedarf.

Namii 20.04.2016 20:48

Ja, grundsätzlich ist mir das schon klar :) Mir geht es auch nur um die momentane Zeit in der er sich noch so völlig normal benimmt.. wie vor 1-2 Jahren auch. Wenn es nicht so sichtbar groß geworden wäre, wäre mir einfach nichts aufgefallen.

Ich möchte natürlich nicht, dass er leidet.. aber ich fände es auch furchtbar, wenn er aus welchen Gründen auch immer noch ein Jahr fit bleiben würde aber seine nieren in 2 monaten aufgeben, weil ich ihm schmerzmittel gegeben habe, obwohl sie vielleicht noch nicht nötig waren.

Ich weiß nicht, ob das jemand nachvollziehen kann?

Die TÄ meinte ja sie würde ihm nichts geben.. allerdings ist es auch nicht unsere normale TÄ. Die ist Montag aus dem Urlaub zurück, hatte heute schon angerufen. Ich werde ihre Meinung dazu auch noch einholen. Grundsätzlich bin ich auch vorsichtig und würde ihm lieber was geben.. aber dafür wüsste ich gern wielange eine kaputte niere wohl schmerzmittel aushält im längstmöglich fall (ich weiß dass kann mir wohl niemand vorhersagen :frown5:)


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 03:17 Uhr.



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