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sophiaaa 09.11.2015 19:59

Probleme mit den Hinterbeinen
 
Hallo Zusammen,
ich komme gerade mit meiner Häsin vom Tierarzt, der meiner Meinung nach leider nicht wirkllich Ahnung von Kaninchen hat, aber meine Mutter weigert sich zu einem anderen zu fahren (der nächste kaninchenerfahrene ist ca. eine halbe Stunde entfernt).

Jedenfalls ist mir vor ein paar Wochen schonmal aufgefallen, dass Luna etwas seltsam und wackelig läuft und ab und zu, beim raushüpfen über die Kante vom Stall stolpert, aber das war dann auch wieder besser. Doch jetzt hat das vor 1-2 Wochen wieder angefangen und sich seitdem immer weiter verschlimmert. Mitlerweile bewegt sie sich kaum noch und hüpft auch nicht mehr auf ihr Häusschen usw. Und wenn sie doch mal irgendwo drüberhüpfen muss oder aus dem Stall springt bleibt sie meistens mit den Hinterbeinen hängen. Also die Hinterbeine wirken insgesamt etwas steif.
Wenn ich sie im Garten laufen lasse hoppelt sie langsam und etwas wackelig aus dem Gehege und die Beine knicken manchmal so nach hinten ab, aber wenn sie dann ein bisschen gehoppelt ist wird es besser und dann hüpft sie auch mal ganz normal, aber sobald sie wieder eine Weile rumsaß fängt es wieder an.
Außerdem kann sie sich hinten auch nicht mehr richtig putzen und ihr Po ist immer etwas verklebt. Auch Männchen macht sie nicht mehr.
Ich habe deswegen an Arthrose gedacht und auch, dass es sich durch Bewegung bessert würde dazu passen oder?

Der Tierarzt hat jetzt Arthrose oder ähnliches, durch Abtasten (!) ausgeschlossen, aber eigentlich ist dazu doch ein Röntgenbild nötig oder? Aber auch neurotische Ursachen hat er ausgeschlossen, da die Reflexe funktionieren und sie nicht gelähmt ist.
Er hat nur gesagt, dass die Hinterbeine sehr schlecht bemuskelt sind und mir Metacam mitgegeben, das soll ich ihr jetzt eine Woche lang geben und gucken ob es besser wird (was dann aber doch auch für Arthrose o.ä. sprechen würde?).

Jetzt wollte ich euch fragen was ihr davon haltet? und was ich jetzt weiter machen soll? Ich werde ihr das Metacam jetzt erstmal geben und dann meine Mutter dann versuchen zu überzeugen, dass wir noch zu einem anderen Tierarzt fahren.
Und wenn sie Arthrose hätte, kann man dann etwas dagegen machen bzw. etwas tun, dass es sich nicht verschlimmert ? Oder was könnte sie sonst noch haben?

hasis2011 09.11.2015 20:07

Wie alt ist sie denn?

Die Symptome können durchaus von Arthrosen kommen, meine Kaninchen verhielten sind auch so oder ähnlich, die Arthrose hatten. Kann aber natürlich viele andere Ursachen haben. Aber für eine genaue Diagnose sollte ein Röntgenbild gemacht werden.

sophiaaa 09.11.2015 20:16

Sie ist ungefähr 5.

marinahexe 09.11.2015 22:24

Zitat:

Der Tierarzt hat jetzt Arthrose oder ähnliches, durch Abtasten (!) ausgeschlossen,

:rofl:

Es kann sowohl Arthrose, Spondylose oder was ganz anderes sein. Anhören tut es sich nach Arthrose, evtl. Spondylose (degenerative Veränderungen an den Wirbelkörpern). Beides kann man auf einem Röntgenbild sehen.

Und um das gleich schonmal vorweg zu nehmen: Das ist kein Grund, das Kaninchen einzuschläfern (weiß ja nicht, was dem Doktor noch so alles einfällt:D). Du kannst ihr Ingwer anbieten (eine Wurzel, bekommt man in der Gemüseabteilung), außerdem gibt es homöopathische Mittel, die ganz gut helfen sollen.

hasis2011 09.11.2015 22:38

Die Superdoc´s mit den Wunderhänden...:rolleyes:

Erstmal sollte die Ursache abgeklärt werden. Du kannst ihr Traumeel und Zeel von der Firma Heel geben, das hilft sehr gut. Bekommst du in der Apotheke.

sophiaaa 09.11.2015 23:44

Danke für eure Antworten :)
Durch das Metacam geht es ihr jetzt schonmal viel besser, sie putzt sich die ganze Zeit überall und kam gerade, als ich Futter gebracht habe gleich angerannt :)
Ingwer habe ich ihr auch schon gegeben.
Und nächste Woche gehen wir wahrscheinlich zu der anderen (kaninchenerfahrenen) Tierärztin und lassen sie auch röntgen. Ich konnte meine Mutter jetzt überzeugen, weil sie jetzt endlich sieht, dass Luna Schmerzen hat (da es durch das Schmerzmittel ja schon besser ist).

Hase2 09.11.2015 23:54

Hallo Sophiaaa,
ich selbst hatte keine Arthrosefälle bisher, aber EC fälle, die sehr ähnlich von der Symptomatik sind. Ich liebe Tierärzte mit Röntgenblick 'ironie-on"

Wenn Metacam hilft, würde ich auch eher auf was anderes Tippen als EC, weil EC eher schmerzfrei ist. Aber es schadet ja nicht, es im Hinterkopf zu behalten.

Stephanie P. 11.11.2015 00:59

Ich hatte und habe das gleiche Problem bei meinem Fluse (8,5 Jahre alt). Er ist sehr wackelig gelaufen, beim Springen aus der Kloschale ist er mit dem Hinterlauf hängengeblieben und beim Kratzen mit dem Hinterlauf ist er umgefallen!

Das Röntgenbild hat deutlich gezeigt, dass beide Hüftgelenke wie abgeschmirgelt, also verschlissen, sind. Er hat auch ca. 7-8 Tage lang Metacam bekommen, das hat ihm gut geholfen. Metacam sollte allerdings nicht dauerhaft gegeben werden, da es (ich glaube) die Nieren beeinträchtigt.
Ich habe jetzt 2 zusätzliche Weidenbrücken um das Gehege behindertengerecht zu gestalten.
Wenn es morgens Futter gibt, springen die beiden anderen mit einem großen Hops in die Käfigschale, Fluse nimmt den "Umweg" über die Weidenbrücke. Beim Kratzen lehnt er sich gegen den Schrank. Na ja, man muss sich nur zu helfen wissen.
Traumeel und Zeel bekommt er auch: jeweils eine halbe Tablette kleingemörsert mit etwas geriebenem Apfel vermischt: Fluse mag das gerne und die beiden anderen lassen ihm auch seinen "Extranapf" (den Mörser).
Geblieben sind leider die Schwierigkeiten bei der Fellpflege, er hat immer wieder mal Köttel und Schmier vom Blinddarmkot am Hintern. Das heisst: täglich den Po kontrollieren, einen feuchten Waschlappen griffbereit!
Sonst ist er glücklicherweise fit, er versucht halt alles, kann nur nicht mehr so.
Aber wir lassen uns nicht unterkriegen! Laut meiner TÄ hat er trotzdem gute Chancen 10-11 Jahre alt zu werden. Wenn ich dafür hier die "Altenpflegerin" mache, ist es das allemal wert!

Stephanie

sophiaaa 11.11.2015 21:06

Vielen Dank für die ausführliche Antwort :)
Durch das Metacam geht es ihr momentan soweit gut und sie läuft auch wieder (fast) normal, heute ist sie ganz fröhlich durch den Garten gehopst :) (beim Popo Putzen muss ich ihr auch noch ab und zu helfen). Aber natürlich ist das keine dauerhafte Lösung, wir werden nächste Woche voraussichtlich zu einem anderen TA gehen, um erstmal die wirkliche Ursache herauszufinden. Traumeel haben wir sogar zu Hause, das werde ich dann auch mal probieren.
Am Wochenende habe ich Zeit, dann kann ich das Gehege auch etwas behindertengerechter machen :)


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