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Wieso sterben alle so früh? :( auf Kaninchen Forum

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Benutzerbild von Diamond_89
Kaninchen
 
Registriert seit: 07.07.2010
Beiträge: 987
Diamond_89 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.02.2015, 10:54

Wieso sterben alle so früh? :(


Hallo,

leider musste ich gestern eines meiner Kaninchen tot im Stall vorfinden.
Mein armer kleiner Kalle war erst 5 und ich hatte ihn bereits als Baby adoptiert.

Nun in meiner Trauer stelle ich mir ein paar Fragen....

Bei mir ist noch kein Kaninchen älter als 6 geworden. Ich dachte immer dass das an den Überzüchtungen liegt, aber so langsam finde ich es komisch.

So habe ich zb gerade einen 8 jährigen bock aufgenommen der sein ganzes Leben allein in einem total kleinen Stall verbracht hat.

Und Kalle der immer freunde und viel Platz hatte muss so früh gehen

Ebenfalls liegen die Kaninchen wenn ich die finde immer irgendwo mitten im Gehege. Nicht in der Hütte oder so. Und ich hab auch noch kein Kaninchen im Kampf um eine Krankheit verloren. Alle wirkten bis zur letzten Minute fit bzw. ließen sich zumindest nix anmerken.

Kalles Freundin, mit der als Baby zu mir kam, starb zb bereits mit jungen 3 Jahren und das ohne ein Anzeichen.

Ist das normal? Oder bin ich zu unsensibel irgendwelche Anzeichen zu bemerken ?



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Benutzerbild von knuffelchen
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.10.2012
Beiträge: 3.566
knuffelchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.02.2015, 12:01

Ohje, ich drück dich mal ganz fest.
Bei mir ist auch noch kein Kaninchen älter als 5 Jahre geworden.
Schnuffi verschwand mit 3 Jahren im selbstgebuddelten Bau unter der Garage und war nie mehr gesehen.
Hanni bekam 2 Monate später E.C. und starb mit 3 Jahren und 3 Monaten daran.
Hernan starb mit 4 Jahren und 9 Monaten an "ich habe keine Ahnung".
Ich habe bei ihr bestimmt was übersehen weil ich damals so sehr mit Knuffelchen und seinem eitrigen Auge beschäftigt war.
Und Knuffelchen ist erst letzte Woche auch mit 4 Jahren und 9 Monaten an irgendwas mit der Verdauung (ohne harten Bauch) gestorben, obwohl ich mit ihm im 2 Tage-Rhythmus beim TA war.
Ich denke, das ist reiner Zufall vielleicht haben wir uns einfach die "falschen" Tiere ausgesucht.
Du bist bestimmt nicht zu unsensibel, um irgendwelche Anzeichen zu übersehen und du kannst ja auch nicht tage- und nächtelang im Stall sitzen und deine Kaninchen zu überwachen.
In Außenhaltung ist es einfach schwieriger, Anzeichen zu bemerken, da wir ja nicht so innig mit den Tieren zusammenleben.
Ich habe auch erst nach Knuffelchens Tod festgestellt, dass er wohl der einzige Trinker im Stall war. Ich dachte, der täglich halbleere Wassernapf sei normal für 4 Kaninchen aber offenbar war es Knuffelchen alleine, der alles trank.
Jetzt wird so gut wie gar kein Wasser getrunken.
Mach dir nicht so einen Kopf sondern denke daran, dass du deinen Kaninchen ein wunderbares Leben ermöglichst bzw. ermöglich hast!



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Benutzerbild von Diamond_89
Kaninchen
 
Registriert seit: 07.07.2010
Beiträge: 987
Diamond_89 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.02.2015, 12:22

Vielen Dank für die lieben Worte.

Einige deiner Kaninchen hatten vorher Krankheiten. Bei mir gar keins.

Eine Dame wurde bei mir mal wegen eines Gebärmuttertumors operiert. der Heilungsprozess verlief allerdings gut und sie starb auch erst 10 Monate später im alter von ca. 6 Jahren.

alle anderen waren zumindest nach außen kern gesund.
Einzig bei der Häsin die sehr früh gehen musste (mit 3 Jahren) vermute ich nun nachträglich, dass sie vll auch etwas an der Gebärmutter hatte. Denn sie war in den drei Jahren kein einziges mal scheinträchtig.

Auch meine jetzige Häsin die nun ca. 2 Jahre alt ist, war bisher noch nicht scheinträchtig. Sollte ich mir hier auch sorgen machen? Oder ist das noch zu jung?

Ich hatte bis auf die so früh verstorbene Häsin noch keine von klein auf. Somit weiß ich nicht genau wann das mit der Scheinträchtigkeit beginnt.
Alle anderen Häsinnen waren bereits älter als sie zu mir kamen und wurden zu den üblichen Zeiten scheinschwanger und das max 2mal im Jahr.



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Benutzerbild von knuffelchen
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.10.2012
Beiträge: 3.566
knuffelchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.02.2015, 12:32

Meine jetzigen Häsinnen waren auch noch nie scheinträchtig. Ich denke, das kommt daher, dass bei uns wirklich nicht gerammelt wird.
Es gibt zwar Jagereien aber Rammeln hat Schweini das letzte Mal während der VG gemacht - und das kam bei allen anderen nicht gut an!
Seither konnte ich das nicht mehr beobachten.
Wenn du dir um deine Häsin Sorgen machst, lass sie doch einfach mal vom TA untersuchen.



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Benutzerbild von Keks3006
Kaninchen
 
Registriert seit: 24.01.2012
Beiträge: 4.002
Keks3006 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.02.2015, 12:33

Das tut mir leid!

Das Durchschnittsalter von Kaninchen liegt nicht bei 10 oder 12, auch wenn viele glauben, Kaninchen wären erst dann alt. Das Durchschnittsalter liegt ungefähr bei 8. Wie alt ein Kaninchen wird, ist eine individuelle Geschichte... Manche altern schneller und sind schon mit 5 alt, andere sind mit 9 noch fit wie ein Turnschuh. Tierschutzkaninchen aus Inzucht haben vielleicht organische Probleme, die die Lebenserwartung senken, oder andere genetische Voraussetzungen sind von Nachteil. Man kann jetzt nur spekulieren, warum dein Kaninchen gestorben ist (es sei denn, du lässt es obduzieren - ob das sinnvoll wäre, bezweifle ich allerdings). Aber auch, wenn es erst 6 war, würde ich Altersgründe nicht komplett ausschließen. Wie viele Menschen bekommen schon relativ jung einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall? Es erreichen leider nicht alle Kaninchen das Durchschnittsalter, aber das muss sicher nicht zwingend an der Haltung liegen...

PS: Häsinnen können ab der Geschlechtsreife scheinträchtig werden, meine beiden haben schon mit unter einem Jahr damit angefangen (sind inzwischen kastriert).



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Benutzerbild von hasis2011
Kaninchen
 
Registriert seit: 14.02.2011
Beiträge: 30.760
hasis2011 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.02.2015, 14:48

Ich würde das Durchschnittsalter eher geringer einstufen, bei 6-7 Jahren. Ich habe dazu in einem anderen Forum mal einen Thread eröffnet weil meine Riesen auch immer sehr jung gestorben sind, und diese Antwort war doch sehr interessant:

"Bei Kaninchen und Meerschweinchen (und vielen anderen Nagetieren) ists damit allerdings noch lange nicht zuende, denn die kennen nen Sparmodus, in den sie fahren, wenn das Leben nicht mehr lebenswert ist ... es kommt nicht von ungefähr, daß die Kuntibunti-Küchentisch-Einzelmeerschweinchen in Hamsterknästen bemerkenswert oft über 10 Jahre alt werden, sie schalten einfach auf Sparmodus, bewegen sich nicht mehr, leben nicht mehr, sondern vegetieren vor sich hin und warten auf bessere Zeiten, die aber nie kommen werden ... klar, im Sparmodus können Tiere durchaus doppelt bis dreimal so lange überleben ...
Ganz extrem ist das bei den Hamstern zu beobachten, die normale Lebenserwartung eines Goldhamsters liegt bei 2 - 3 Jahren, wenn er allerdings möglichst oft und möglichst lang Winterschlaf hält, kann er durchaus 10 Jahre alt werden! Selbst beim jährlichen Winterschlaf im Winter kommen Goldhamster auf 4 - 6 Jahren ... sie haben halt nur nix von ihrem verlängerten Leben, da es genau die Zeit ist, die sie länger leben, die sie bei herabgesetzter Körpertemperatur und kaum Herzschlag vor sich hinpennen!

Kurzum, vergleicht irgendjemand seinen Deutschen Riesen in Gartenfreilaufhaltung und Gruppenhaltung mit dem Zwergkaninchen vom Nachbarn unterm Küchentisch im verdreckten Hamsterknast, dann hat er einfach das Problem, daß der deutsche Riese eh nur die Hälfte der Lebenserwartung des Zwerges hat, also statt 6 - 10 Jahre wird ein Riese nunmal aufgrund seiner Größe nur 3 - 5 Jahre alt, dann kommt der Sparmodus dazu, der das Leben nochmal enorm verlängert, der Einzelhasi Marke Zwergkanin wird also nun 9 - 15 Jahre alt, der Riese jedoch lebt richtig und kann deshalb sein Alter nicht verlängern. Jetzt lassen wir den Riesen auch noch in der Gruppe laufen, der soll ja kein Einzelhasi bleiben - und schon wird ihm ein Jahr seines Lebens aufgrund der streßbedingt ausgestoßenen Extrahormone geklaut! Kurzum, der deutsche Riese in Freilaufgartenhaltung mit Artgenossen kann nur 2 - 4 Jahre alt werden, während das Zwergkanin immerhin 9 - 15 Jahre vor sich hinvegetieren darf!
Kommen beim Zwergkanin auch noch Hungerzeiten dazu, weil mal wieder vergessen wird, Kuntibunti reinzuschmeißen, bekommt das Zwergkanin sogar noch mehr Vegetationszeit hinzu und schafft, solange Magen und Darm mitmachen, tatsächlich die 10 Jahre locker geknackt - und damit sind wir bei dem Phänomeen, daß wir gerade unter den vernachlässigten Einzelkanin welche haben, die nur 2 - 3 Jahre alt werden (Die Schäden am Verdauungstrakt werden einfach zu groß), aber eben auch einen sehr großen Anteil, der weit über 10 Jahre, manchmal sogar 18 Jahre, alt wird und ansonsten kaum Kaninchen dazwischen ... etwas, was man in Gartenfreihaltung vermutlich nicht erleben wird ... 10 Jahre bei kleinen und Zwergkaninchen ist für die genetischen Methusalem möglich, aber eben keine 18 Jahre ... dafür hat man eben ein gutes Mittelfeld beim Alter, für kleine und Zwerge liegt das irgendwo zwischen sechs und 10 Jahren, für die Riesen irgendwo zwischen drei und fünf Jahren ..."

Grob zusammengefasst, je artgerechter ein Kaninchen lebt, egal ob Zwerg oder Riese, umso kürzer wird seine Lebenserwartung sein. Der Sparmodus fällt weg, durch den Stress (auch positiver Stress ist Stress) der Gruppenhaltung, viel Bewegung, Umwelteinflüsse, altern die Tiere einfach schneller.
Aber ich sag immer: Lieber ein kürzeres, dafür schönes Leben als ein langes, aber trauriges Leben.



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Geändert von hasis2011 (11.02.2015 um 14:52 Uhr).

Benutzerbild von Luke
Kaninchen
 
Registriert seit: 12.04.2013
Beiträge: 10.200
Luke befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.02.2015, 15:16

Hallo !!

@Hasis 2011 : Deinen Beitrag fand ich sehr interessant Mir war nicht bekannt , dass Riesen so eine kurze Lebenserwartung haben. Ich hätte eher gedacht , dass Kaninchen die artgerecht gehalten werden länger leben, weil sie ja glücklicher sind . Ist doch schon schön, was man hier alles erfährt !!! Danke Für die ausführliche Info !!

Also meine 2 Alten(beide 10 J verstorben ) haben keine besondere Pflege erhalten. Sie wurden artgerecht gehalten, allerdings nur mit Grünzeug gefüttert . Die Wiese sammle ich erst seit letztem Jahr verstärkt . Die Alten haben eh nichts Neues vertragen und bekamen immer schnell Matschkacke und ich habe es bei Ihnen nicht besser gewusst . Aber sie haben kein Trockenfutter erhalten. Ich hatte sie von Baby an die 10 J . Sie waren kaum krank . Mal mit dem Bauch Kurzprobleme oder Zahnspitzen kürzen. Echt pflegeleichte Kaninchen . Mit meinen zwei 6 jährigen, die ich seit 2013 habe war ich schon öfter beim TA als mit den Alten in den 10 Jahren zuvor. Ich denke es liegt wirklich am Kaninchen . Auch nicht jeder Mensch wird sehr alt . Das ist zwar traurig für den Halter , wenn ein Tier so früh gehen muss, aber leider ist es manchmal nicht zu ändern . Leider !! Z.B. meine Lucy ist nun 6 J und ich finde sie wirkt schon älter . Sie schläft sehr viel und ist auch längst nicht so mobil , wie mein Männlein . Ich nehme an, weil sie früher ein Zuchttier war . Sie ist einfach ausgelaugt . Ich denke, dass ihre Lebenserwartung deutlich unter der meines Männleins sein wird . Man wird es irgendwann wissen . Mach Dir nicht so Gedanken, dass Du Schuld am frühen Tod Deiner Tiere hast . Im Grunde ist es ja jedem zu wünschen, dass er sich nicht an seinem bevorstehendem Ableben noch quälen muss. Ich denke, man muss das Schicksal leider so annehmen !!
LG



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Viele Grüße von mir



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anxiousgirl-91 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.02.2015, 15:17

Oh interessant hasis. Wusste ich gar nicht. Finde aber am schlimmsten ist, wenn Tiere qualvoll an Krankheiten sterben. Da hast du ja echt Glück, dass deine gesund waren und einfach eingeschlafen ist. Das ist sogar ein Wunder bei Menschen und wünscht sich glaube echt jeder




Benutzerbild von Diamond_89
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Diamond_89 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.02.2015, 15:38

@ Hasis2011: das ist wirklich eine interessante Betrachtungsweise...
ich wäre nun davon ausgegangen, dass Kaninchen in artgerechter Haltung länger leben. Denn man hört ja immer wieder von Kaninchen die sich "zu Tode" getrauert haben. zb wenn ein Partnertier verstorben ist oder so.

Nun ja wenigstens beruhigt es mich ein wenig, dass wenn man ab 6 Jahren bereits von einem alten Kaninchen ausgeht, nur 1 bei mir jung gestorben ist.

Nur leider kann auch das einem die Trauer erst mal nicht nehmen

Habt ihr auch noch eine Antwort darauf wieso die Kaninchen immer mit im Stall tot liegen? Wieso gehen sie nicht in eine geschützte Ecke oder Ihre Hütte? Ebenfalls sehen sie immer aus als wären sie mitten im rennen umgefallen.



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Geändert von Diamond_89 (11.02.2015 um 15:41 Uhr).

Benutzerbild von knuffelchen
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knuffelchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.02.2015, 15:54

Das war bei meinen beiden,die im Stall gestorben sind ganz genau so.
Obwohl Hernan an ihrem letzten Tag im Häuschen lag, war sie tot mitten im Stall und Knuffelchen lag neben dem Trinknapf.
Vermutlich ist da ein Instinkt, der Kaninchen zum sterben aus dem Bau rausgehen lässt, sonst könnten ja die anderen nicht mehr in den Bau rein.



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Geschrieben am 11.02.2015, 16:56

@Luke wie die haben nur Grünzeug bekommen? Meinst du nur Gemüse und keine Wiese, Heu und TroFu? Was meinst du denn mit keiner Pflege?




Gesperrt
 
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Hasengaby befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.02.2015, 02:08

Meine erste Häsin Amanda wurde nur ein halbes Jahr alt, Socke mußte ich im Alter von 5 1/2 Jahren wegen eines Kieferabszesses gehen lassen, Susi lebt nur vier Jahre, sie war lungenkrank. Justin hatte oft Magenüberladungen, weswegen ich ihn im Alter von vier Jahren einschläfern lassen mußte. Erst dann wurden meine Tiere wirklich älter. Tony wurde 8 3/4 und seine Britty lebt mit 11 Jahren nun mit einem jungen Hüpfer namens Whisper zusammen.

Wie Dir die anderen schon geschrieben haben, können Tiere durch die Fortschritte in der Veterinärmedizin tatsächlich älter werden als noch vor 10, 20 Jahren. Trotzdem heißt es nicht, dass jedes Tier auch wirklich alt wird. Einer der Hauptfaktoren ist, dass Kaninchen ihre Krankheiten oft verstecken, weil sie in der freien Natur von den anderen in der Gruppe ausgestoßen werden, um die ganze Gruppe nicht zu gefährden.

Ich würde mir da nicht so viele Gedanken machen, es ist zwar sehr traurig, aber manche Kaninchen sterben, obwohl sie recht jung sind. Wichtig ist nur zu beachten, ob sie Auffälligkeiten zeigen, der Kot nicht matschig ist oder das Tier Durchfall hat, ob Verhaltensauffälligkeiten bei der Nahrungsaufnahme bestehen. Man kann nur die Tiere mehrfach am Tag gut beobachten, ausschließen kann man leider nicht alles.

Ich hatte auch schon, dass ein Tier innerhalb von einer halben Stunde richtig krank wurde und Schmerzen hatte. Da es zum Glück am Nachmittag war, konnte ich zum TA fahren, ohne in eine Klinik zu müssen. Meine Britty hatte eine Magenaufgasung.

Letztendlich kann man nur für ausreichenden Auslauf, eine getreidefreie Ernährung und artgerechte Haltung mit mind. einem Partnertier sorgen.




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anxiousgirl-91 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.02.2015, 07:46

Hallo Hasengaby, woran merkt man denn, ob ein Tier Schmerzen hat oder so eine Magenaufgasung? Nur an der Futterverweigerung? Hoffentlich merke ich Krankheiten früg genug. Meine fressen immer und ih dachte, da sie nicht mal ein Jahr sind, betrifft mich das Thema Krankheiten noch nicht. aber scheint ja nichts mit dem Alter zu tun zu haben. Aber habe schon Angst, dass ich Krankheitszeichen nicht erkenne




Benutzerbild von Diamond_89
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Diamond_89 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.02.2015, 09:59

Mich würde auch interessieren wie eine Aufgasung und auch eine Magenüberladung zustande kommt?
Und wie merke ich wenn meine Kaninchen das haben.

Ich habe das hier schon öfter gelesen, aber weiß nicht wie es zustande kommt.

Eine Aufgasung kann ich mir nur mit Kohl erklären. Allerdings hatten das hier auch schon Kaninchen von erfahrenen Haltern. Und da nehme ich ja mal nicht an, dass diese Kaninchen keinen Kohl gewöhnt sind. Bzw. würde dieser Halter ja wissen das man es langsam anfüttern muss.



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knuffelchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.02.2015, 14:53

Ich hatte schon eine Magenüberladung mit Aufgasung wegen Haarballen.
In der Fellwechselzeit solltest du den Stall nach Köttelketten absuchen. Falls es welche gibt stelle fest welches Kaninchen haart und bürste es täglich, am besten mit einer Zupfbürste. Die Haare, die du so entfernst können schon nicht von den anderen verschluckt werden.
Ansonsten kannst du im Fellwechsel Sonnenblumenkerne füttern, die auch mit etwas Sonnenblumenöl beträufeln. Das hilft beim Durchflutschen durch den Magen.
Ein Alarmzeichen ist, wenn ein Kaninchen nicht mehr zum Futter gerannt kommt obwohl es das sonst immer macht. Da ist dann wirklich Alarmstufe rot!



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Benutzerbild von Keks3006
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Keks3006 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.02.2015, 16:03

Zitat:
Zitat von Diamond_89 Beitrag anzeigen
Mich würde auch interessieren wie eine Aufgasung und auch eine Magenüberladung zustande kommt?
Es ist dabei nicht entscheidend, dass blähendes oder vergorenes Futter gefüttert wird, sondern vor allem, dass der Nahrungsbrei nicht weiterwandert wie er sollte. Dadurch kann es zu Fehlgärungen kommen und das Kaninchen aufgasen. Dass der Nahrungsbrei ins Stocken gerät, kann passieren, wenn wie schon gesagt das Kaninchen verstopft, weil es viel Fell aufnimmt oder einen Fremdkörper verschluckt hat. Aber auch, dass das Kaninchen aufgrund von Zahnweh oder anderweitigen Schmerzen nicht richtig frisst, kann z.B. eine Aufgasung auslösen, ebenso Parasitenbefall, eine Fehlbesiedelung der Darmflora oder ein grundlegendes Problem mit dem Darm (wie ein Megacolon oder andere Veränderungen des Darms).

Den Kaninchen merkt man dabei sehr schnell an, dass es ihnen nicht gut geht (liegen nur, fressen nicht, knirschen evtl. mit den Zähnen usw.).



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Benutzerbild von Luke
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Luke befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.02.2015, 16:51

@anxiousgirl 91 : War ein bischen blöd geschrieben von mir , sorry !! Ich meinte damit , dass ich sie ganz normal gehalten habe. Sie hatten ihren Auslauf , bekamen am Tag zwei gr. Gemüseteller mit allem drauf . Wiese habe ich derzeit noch nicht gesammelt , da ich mich erst seit letztem Jahr näher damit beschäftige , welche Pflanzen gefressen werden dürfen. Meine 2 Alten waren sowieso eigen. Was neu war , haben sie nicht angerührt . Leider haben sie im Alter auch nicht mehr alles vertragen . Also meine Tiere bekommen von mir die Pflege , die sie jeden Tag und individuell brauchen . Sie haben 24 h Auslauf , bekommen im Winter alles Mögliche an Gemüse (auch mal ein Stück Apfel ) Im Frühjahr gehe ich wieder Wiese , Kräuter und Äste sammeln . Das Grünzeug bekommen sie 2 mal am Tag einen großen Teller und stets Heu und Wasser frisch dazu . Individuell bedeutet :Bei Krankheit geht´s sofort zum Tierarzt /Klinik und wenn sie sich eingekotet haben , werden sie sofort abgewaschen .Kam halt mal vor , dass sie Verdauungsbeschwerden hatten, wenn sie etwas Neues gefressen hatten. Nichts dramatisches !!! Ich denke das ist keine besondere Pflege , die ich meinen Tieren zukommen lasse , sondern eine normale Pflege !!! Deshalb habe ich oben im Beitrag geschrieben , dass sie keine besondere Pflege erhalten haben . Meine Alten haben die Pflege erhalten, die sie brauchten um gesund zu bleiben .
LG



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Luke befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.02.2015, 16:54

@Knuffelchen : Was ist bitte eine Zupfbürste und wo bekommt man so eine zu kaufen ?
Meine Lucy hat ja auch immer mit Köttelketten zu tun
LG



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Diamond_89 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.02.2015, 17:03

Korrigiert mich wenn ich irre:

Bei diesen Bürsten ist jede "Zacke" (kein plan wie das heißt halt das was dann kämmt) am ende nochmal abgeschrägt.

also wenn du sie so hinlegst das alle Zacken nach oben zeigen, dann würden bei so einer bürste nur 2/3 senkrecht nach oben zeigen und der Rest schräg nach zb rechts. je nachdem wie rum sie vor dir liegt.

oh man schwierig zu erklären ich hoffe du kannst folgen

Ich habe meine bei Zooplus bestellt.
Diese war in einem Set mit einer schere zum Krallenschneiden und auch noch anderem kram glaube ich Aber der rest war mist. hab ich nie gebraucht. Nur die Bürste hab ich noch.



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Hasengaby befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.02.2015, 18:43

Alles, was nicht normal aussieht, könnte eine Krankheit bedeuten. Ich versuche, hier mal einige Symptome näher zu beschreiben:

- Leckerliverweigerung
- Futter wird nicht angerührt
- sabbern
- tränendes oder zusammengekniffenes Auge
- hervortretendes Auge
- Kopf hochhalten
- verkrampfte Haltung
- Apathie
- weißer Fleck im Auge
- entzündetes Auge
- nasses Mäulchen oder Nase
- rollen
- Lähmungserscheinungen
- humpeln
- wäßriger Durchfall
- verklebtert Po
- übermäßiges Trinken
- Madenbefall.

Ich habe bestimmt einiges vergessen. Um es ganz simpel auszudrücken, alles, was nicht normal ist, jede Auffälligkeit sollte gut beobachtet werden. Der beste Anhaltspunkt ist die Verweigerung eines Leckerchen, auf den sie sonst total abfahren.

Laßt Euch bitte nicht verunsichern, Ihr werdet es sehen.

Gerade Magenaufgasungen oder -aufladungen sind mitunter lebensgefährlich und können innerhalb von einigen Stunden zum Tod führen. Dabei kommt es darauf an, wie schwer die Erkrankung ist. Macht Euch keine Gedanken, man kann nicht ständig bei den Tieren sein, alles sofort sehen. Ich mache täglich Pökerkontrolle, doch wenn jemand Durchfall hat, riecht man es schon, auch im Außengehege.

Man sollte seine Tiere auch während Urlaub usw. von jemanden betreuen lassen, der entweder Ahnung von Kaninchen hat oder ihn über Auffälligkeiten aufklären.

Ich hoffe, dass mein Beitrag jetzt nicht für noch mehr Verwirrung sorgt. Wenn Ihr noch Fragen an mich habt, immer her damit.

Und wie ich schon erwähnte, verstecken manche Tiere ihre Krankheiten. Bei meinem Tony hatte ich damals nicht gemerkt, dass er zwei Kieferabszesse hatte, das kam bei einer Routineuntersuchung beim TA heraus. Er hatte ganz normal gefuttert und sein Verhalten war unauffällig.



 
 
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