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JayJay 21.10.2014 16:31

Ganz ehrlich gesagt ist es schon wahrscheinlich, dass Apple den Erreger ebenfalls in sich trägt - auf der anderen Seite sollen eh so 70-80 % der Heim-Kaninchen den Erreger in sich tragen, viele auch unbemerkt und auch ohne dass es jemals ausbricht.

Meine beiden Jungs zeigen überhaupt keine Anzeichen,
es bleibt natürlich ein Restrisiko, aber das hast du ja eigentlich immer.
Die Titter Bestimmung ist auch nicht immer so aussagekräftig.

Frehna 22.10.2014 13:30

Hallo Ihr Lieben, ich möchte mich hier auch kurz einschalten. Ich musste vergangene Woche meinen heißgeliebten Mümmelmann gehen lassen, dieser war auch an EC erkrankt (keine Panik - die Erkrankung hat er nach 4 Wochen Panacur dermaßen gut weggesteckt, ohne Folgeschäden!!). Jetzt brauch ich noch Zeit und will mir Luft lassen um zu trauern und mich mit dem Gedanken anzufreunden, mir vielleicht wieder neue Freunde zu holen.
Jetzt stellt sich mir die Frage, die Käfige, das Futter, die Näpfe usw. Sollte man diese aufgrund des EC Erregers nun lieber entsorgen oder ist eine derartige Übertragung für mögliche Nachfolger auszuschließen ? Ich würde die Käfige ggf. dem Tierheim spenden. Stellt das ein Risiko dar ? Ich würde Sie abkochen und desinfizieren, aber allein die Gitterstäbe, die werde ich nie richtig sauber bekommen. Lieber alles entsorgen ?

Luriana 22.10.2014 16:46

Also ich kann mir nicht vorstellen, dass ein großes Risiko für die Nachfolger vorhanden ist. Vor allem wenn du alles abkochst, sollte da nicht viel vom Erreger übrig bleiben. Dieser wird ja nur über Urin und Kot oder Kontakt mit den Schleimhäuten übertragen und da ist die Wahrscheinlichkeit doch sehr gering.
Falls du wirklich alles spenden möchtest, würde ich im Tierheim bescheid geben, dass dort ein erkranktes Tier drinnen gehalten wurde. Im Tierheim gibt es ja auch immer wieder Krankheitsfälle, vielleicht kann dein Käfig dafür weiterverwendet werden.
Woran ist dein Mümmelmann denn gestorben? :-(

Debby5 22.10.2014 17:36

Hallo :)
Und ersteinmal mein herzliches Beildeid. E.c. ist wirklich eine sehr fiese und langwierige Erkrankung. Meinen Freddy musste ich damales fast eine Woche lang zwangsfüttern. Ich würde dir raten sein Gehege vom Platz her ein bisschen einzuschränken, meistens sind e.c. Patienten ziemlich orientierungslos und zu viel Patz ist in solchen Fällen nicht gut. Dunkle auch so um die 2/3 des Geheges mit Handtüchern und Decken ab, da e.c. Patientn meist lichtempfindlich sind. Am besten schneidest du auch das Stroh klein oder verwendest gleich eine andere Unterlage, denn durch den verdrehten Kopf ist es wichtig, dass das Kaninchen besoders weich liegt. Der Durchfall ist normal, meinte meine Tierärztin damals, so lange der nicht wahnsinnig flüssig ist. Das kommt alles von der Behandlung. Wenn du zwansfüttern solltest sorge bitte trotzdem immer dafür, dass Heu vorhanden ist. Besonders aufpassen würde ich beim Wassernapf, nicht das dein Kleiner da mal reinfällt und nicht wieder rauskommt (ähnlich war es bei Freddy). Vermeide auf jeden Fall jegliche Art von Stress, also bringe ihn an einen Ort, wo er kein Durchgang ist etc. Wenn du nicht zwangsfütterst, empfielt es sich, das Gemüse zu reiben und mit löslichen Haferflocken (gibt es in jedem Supermarkt) sowie etwas Wasser zu vermischen. Wenn du sie jetzt einmal getrennt hast, dann lass sie auch getrennt, aber eigentlich wäre ein Partner wirklich wichtig, denn der Kann das Kaninchen putzen (was es ja nicht mehr kann) und das kranke Tier kann berühigt schlafen, weil das andere aufpasst. Gib bitte nicht auf! Ich bin mir sicher, dass du das schaffen kannst.

Frehna 22.10.2014 21:30

Hallo, Guten Abend. vielen Dank für die Antwort (wird man eigentlich irgendwie darauf aufmerksam gemacht , dass jmd antwortet?)

Also mein kleiner hat eine ewig lange Krankenakte. Ein wunder, dass ich ihn überhaupt 8,5 Jahre lang begleiten durfte.

Er hatte einen schlimmen Knuddel zwischen den Hinterläufen. Dieser wuchs plötzlich und sehr schnell, veränderte dann aber sein Stadium nicht mehr. Leider fällten hier 2 Tierärzte eine scheinlich falsche Diagnose und gingen von einem Tumor aus. Da er bei der Diagnose bereits etwas älter war und er sich in keiner Form gestört fühlte durch diesen Knuddel (weder Fressen, noch Wesen, noch Kot oder irgendwas) einigten wir uns auf stetige Beobachtung und ließen diesen erst mal in Ruhe.

Irgendwann ging es mit der Nase los. Er nieste und nieste und nieste bis er fast kotzen musste. Auch hier haben wir jegliche Tierärzte besucht und Einstreu, Stand und Futter gewechselt, bis wir das nach über 7 Monaten im Griff hatten.

Dann kamen die Augen, die sicherlich ein gutes halbes Jahr getränt haben. Auch hier haben wir alles möglich machbare versucht. Auch das haben wir in Griff bekommen.

Mittendrin hatte er immer mal wieder Durchfall. Ich habe es im Auge behalten, aber auch das hatten wir immer schnell wieder im Griff.

Letzen Winter ging es massiv los mit Durchfall, Bauchschmerzen und Futterverweigerung. Nach etlichem hin & her haben wir auch das wieder in den Griff bekommen

Jetzt sind wir dieses Jahr Juni / Juli umgezogen. Das war voraussichtlich zuviel für den kleinen und EC brach aus. 2 Wochen nach dem Umzug wanderten plötzlich seine Augen. Es sah aus, als würde er im Zug sitzen und aus dem Fenster schauen. Nachdem ich den halben Main Kinzig Kreis auf den Kopf gestellt hatte um endlichen Samstag Nachmittag Nottierarzt zu finden, ging der Hürdenlauf los.
Panacur, Antibiotika, Vitamin B usw usw.. Der Durchfall kam, das Augenwandern ging weg, die typische Kopfschiefhaltung nahm dafür den Platz ein.
Durch intensive Pflege, Ruhe und viel Liebe war das alles nach 2-3 Wochen gegessen. Der Kopf war gerade, der Hunger zurück und mein alter Mümmelmann wie Neu geboren. Es wollte mir niemand glauben.
Nach 4 Wochen haben wir Panacur abgesetzt und es war, als wäre nie was geschehen.

Der August, der September, der halbe Oktober vergingen und plötzlich kam der Durchfall wieder. So schnel wie er da war, hatten wir ihn wieder im Griff und war wieder weg. Aufgefallen war mir jedoch, dass er sehr ruhig geworden ist. Viel schlafen, viel schlummern, viel dösen.
Dann kam der Tag an dem ich Abends nach Hause kam...
Ich wusste sofort das sieht nicht gut aus. Er saß völlig verkrampft in der Ecke.
Futter und Petersilie nahm er noch, doch es ging stündlich bergab.

Beim Doc war er kaum noch ansprechbar. Er reagierte nicht mehr, nur noch auf Berührung. Er hatte nur 32 Grad Körpertemperatur. Sein gesamter Kreislauf auf Kipp. Wir röntgten ihn, um herauszufinden was Sache ist, zudem er bereits massive Herz Rhythmus Störungen hatte. Hier zeigte sich, dass der vermeindliche Tumor ein Bauchdeckendurchbruch war, der Darm hatte sich dermaßen verschlungen und hatte sich selbst abgeklemmt. Ein Teil war bereits funktionsunfähig. Zudem wies Herz bereits einen großen Schatten auf und die Nieren hatten offenbar ebenfalls bereits versagt.

Ich habe ihn in meinen Armen einschlafen lassen. Es bricht mir das Herz.

(Entschuldigt, das ist jetzt wesentlich länger geworden als gedacht!)

Ich drücke Dir und Deinem Ninchen alle Daumen. Diese nervenaufreibende Erkrankung ist wohl leider ein reines Glücksspiel. Gib ihm soviel Liebe und Geduld wie Du kannst. Es kann, wie an unserem Beispiel, auch so schnell vorbei sein, wie es gekommen ist. Wenn Dein Ninchen auch ohne Kranken- Vorgeschichte und vielleicht auch noch ein wenig jünger ist und Du die Behandlung konsequent durchziehst, stehen die Sterne gut. Alles Liebe für Euch !

Katharina P. 23.10.2014 07:33

Mein Beileid für deinen Verlust



Zitat:

Zitat von Frehna (Beitrag 683391)
Jetzt stellt sich mir die Frage, die Käfige, das Futter, die Näpfe usw. Sollte man diese aufgrund des EC Erregers nun lieber entsorgen oder ist eine derartige Übertragung für mögliche Nachfolger auszuschließen ? Ich würde die Käfige ggf. dem Tierheim spenden. Stellt das ein Risiko dar ? Ich würde Sie abkochen und desinfizieren, aber allein die Gitterstäbe, die werde ich nie richtig sauber bekommen. Lieber alles entsorgen ?

Käfige? lieber entsorgen. Die kleinen Knäste taugen alle nichts
und e.C Tiere sollte man NIE in einem Käfig halten, da sie sich beim rollen mit den Pfoten in den Gitterstäben verhäddern können und sich die Pfoten brechen. Die Verletzungsgefahr ist viel zu hoch

Luriana 05.11.2014 19:37

Update:
Mörre macht unheimliche Fortschritte. Er sitzt immer öfter und länger und macht insgesamt einen viel besseren Eindruck. Ich bin echt froh, da ich jetzt weiß, wie langanhaltend E.C. wirklich sein kann und wie viel Arbeit das macht. Der kleine Mann wird hoffentlich bald wieder laufen können... Ich lasse schon immer das Fenster in seinem Zimmer offen, damit er sich an die Kälte gewöhnt, damit er bald wieder ohne Probleme nach draußen kann. Hoffe, dass ich meine 3 Schätze bald wieder zusammen durch die Gegend hoppeln sehe.
Danke nochmal an alle, die mich hier unterstützt haben!

maximus 05.11.2014 21:02

Meine Ninchen und ich drücken euch die Daumen. Ich kann auch nur sagen"Halte durch"
auch wenn es lange dauert. Bei uns hat der EC Schub auch lange gedauert aber es ist alles wieder prima geworden. Flöckchen, der Partner des EC Ninchens hat sich im übringen nicht angesteckt. Bei uns hatte diese schreckliche Krankheit also einen guten Ausgang:thumbsup:
Euch viel Glück:o

Frehna 05.11.2014 21:54

Auch ich drücke weiterhin fleißig alle Daumen ! Es kann auch ganz schnell einfach wieder alles vorbei sein. Fortschritte sind gut. Habt noch ein wenig Geduld ! Schenke ihm viel Liebe, auch für ihn ist es bestimmt nicht einfach und alles sicherlich sehr sehr ungewohnt. Die Daumen bleiben gedrückt ! Alles Gute für Euch !

PS : Am Samstag schaue ich mal im Tierheim vorbei. ""NUR GUCKEN". Mal schauen was mein Bauchgefühl so sagt wenn ich die süßen Mümmelnasen vor mir sehe.


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