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knuffelchen 03.09.2014 16:55

VORSICHT mit der Diagnose "Tumor"! Die hatte Mäxli auch schon und es waren nur krumm gewachsenen Zahnwurzeln.
Es könnte ein Abszess sein, der sich an der wunde gebildet hat und der ist eigentlich behandelbar.
Frag mal die Moderatorin marinahexe nach einem guten Tierarzt in deiner Nähe.

Tinachen 03.09.2014 17:20

Zitat:

Zitat von brauni (Beitrag 670151)
Hallo,
ich war vor 3 wochen beim tierarzt. da hat er gesagt, dass die wunde an sich gut verheilt ist, aber sich an der stelle eine art tumor gebildet hat.
Ich werde es mit dem Brei nochmal versuchen und nochmal von tierarzt nachsehen lassen, wie es jetzt aussieht..

Bei meinem Oskar wurde auch ein Zahn mit Wurzel entfernt. Eigentlich ist es erst mal gut verheilt nach einer ganzen Weile bildete sich aber leider ein neuer Abszess. Die Stelle fühlte sich weich und verschiebbar an. Diesen haben wir aber erfolgreich bekämpft.
Inzwischen fühlt sich die Stelle wieder hart und verknöchert an und so ist es laut meiner Tierärztin auch richtig. Vielleicht solltest Du doch noch mal eine Röntgenaufnahme machen lassen. Nichts gegen Deinen Tierarzt aber ich denke nicht das man von außen einen Tumor erkennt.
Denk aber unbedingt auch an die Kotprobe!!

marinahexe 03.09.2014 23:54

"Eine Art Tumor" hört sich für mich ziemlich sicher nach Abszess an. Würde dringend den Kiefer röntgen lassen und auch den TA wechseln. Ein TA, der mir nicht klar sagen kann, was das ist und vor allem dass da Handlungsbedarf besteht, ist inakzeptabel.

Du kannst mir gerne per PN Deine PLZ + Wohnort schicken, dann schau ich morgen mal nach einem TA.

Rike86 04.09.2014 08:13

Hallo zusammen,
erst einmal Danke für eure Antworten und Tipps.
Mein kleiner Mann hat es leider nicht geschafft. Ich habe mich gestern schweren Herzens dazu entschlossen ihn zu erlösen. Seine tränenden/eiternden Augen wurden von einem deutlich sichtbaren Abszess am Kiefer verursacht. Um ihm jegliches weiteres Leid zu ersparen, habe ich mich entschieden ihn gehen zu lassen.
Er ist friedlich in meinem Arm eingeschlafen.
Warum der Abszess am Mittwoch Abend auf einmal da war und warum er dann am Dienstag morgen noch nicht erkannt wurde, weiß ich nicht. Fakt ist aber, dass man es leider eh nicht rückgängig machen kann. Nur rein aus Interesse: kann sich ein Abszess innerhalb von 36 Stunden so stark entwickeln? Oder hätte er eher erkannt werden können/müssen? Nur damit ich für die Zukunft weiß, ob ich mir vielleicht einen anderen Tierarzt suchen sollte.
Nun muss ich schauen wie es mit meiner Kaninchendame weitergehen wird.

Lupine 04.09.2014 08:31

Abszesse können sich tatsächlich sehr rasant entwickeln, Leos Kieferabszess hat sich innerhalb eines Tages damals von einem kaum spürbaren Huckel (spätnachmittags entdeckt, gleich TA-Termin für den nächsten Morgen gemacht) bis zu Kirschkerngröße entwickelt. Es gab übrigens an dieser Stelle kein Rezidiv, die Vereiterung die ihn später mit ca. 8 Jahren das Leben kostete lag ganz weit hinten im Kiefer, während dieser Abszess am Unterkiefer recht weit vorn lokalisiert war. Leo hatte danach noch über 2 Jahre, in denen er abszessfrei war.

Da aber bereits das tränende Auge auf die Abszessproblematik hätte einen Hinweis geben können, bin ich unsicher ob der TA nicht etwas zu oberflächlich war und vielleicht schneller hätte weiter untersuchen müssen.

Es tut mir sehr leid für dich dass er zu schwach war für eine Abszessspaltung. Bestand keine Aussicht ihn zu stabilisieren?

Rike86 04.09.2014 08:43

Die Augen haben erst am Dienstag Abend angefangen zu tränen. Als wir morgens beim
Tierarzt waren, war davon noch nichts zu sehen.
Ob es eine Chance gegeben hätte ihn zu stabilisieren weiß ich nicht. Ich habe mir den Vorschlag der Tierärztin gar nicht mehr richtig angehört. Man hätte es auf jeden Fall versuchen können, aber ich wollte ihm das Leid ersparen. Er hat schon so viel mitgemacht in letzter Zeit (Zähne, E.C., Schnupfen, ein geplatztes Trommelfell, Kokzidien...) und das war für mich der richtige Punkt ihn nun zu erlösen.
Ob es objektiv gesehen wirklich die richtige Entscheidung war weiß ich nicht. Für mich persönlich aber war es auf jeden Fall richtig. Ich habe keine Lebensfreude mehr in ihm gesehen, seine Augen haben nicht mehr geglänzt.
Die Tierärztin hat mir aber auch zur Erlösung geraten.

Lupine 04.09.2014 09:05

Ich habe seine Vorgeschichte nicht verfolgt, aber das was du jetzt aufzählst lässt in seiner Gesamtheit bei mir die Frage aufkommen wie lange die letzte Röntgenaufnahme des Kiefers denn her war, und ob man darauf ein retrogrades Wurzelwachstum erkennen konnte. Davon würde ich abhängig machen, ob der TA genau genug untersucht hat, oder ob er nachlässig war.

Rike86 04.09.2014 09:18

Die letzte Röntgenaufnahme ist 1,5 Wochen her und darauf war das retrograde Wurzelwachstum zu sehen (laut Tierarzt).

Lupine 04.09.2014 09:28

Wurde bereits längere Zeit vor dieser Röntgenaufnahme knapp vor der OP eine Röntgenaufnahme des Kiefers gefertigt auf der das retrograde Wurzelwachstum zu sehen war, und wurde daraufhin nichts unternommen (zumindest Kontrollen angeordnet)? Dann würde ich mich zumindest vorsorglich nach einem zweiten kaninchenerfahrenen TA in erreichbarer Nähe umschauen. Das ist ein Grenzfall, der schwer zu beurteilen ist. Hätte die TA die Abszessgefahr sehen müssen? Gab es ausreichend Vorsorge in Form von Antibiose nach der OP? Möglicherweise hätte es anders laufen können, jedoch kann man das in einem solchen Fall nicht vorher sagen. Ich habe jetzt nochmal nachgelesen wie schwerwiegend die OP war, der einzige Punkt wo ich ein bisschen aufgemerkt habe war dass die TA meinte, die Wunde verheile gut. Aber das ist aus der Ferne nicht zu beurteilen ob da was übersehen wurde, was man hätte sehen können.

Rike86 04.09.2014 09:38

Ich denke auch dass es schwer zu beurteilen ist.
Baileys macht es leider nicht wieder lebendig.
Was kompliziertere Sachen mit den Zähne angeht, werde ich in Zukunft nur zum Spezialisten gehen.

Achja, es wurde eine Aufnahme vor etwa 1,5 Jahren gemacht und die nächste war dann in der letzten Woche.

Lupine 04.09.2014 09:51

Mir persönlich wäre dieser Abstand angesichts der Symptomatik zu groß gewesen, aber ich weiß nicht wie klar die Symptome tatsächlich waren. Wie gesagt - es ist ein Grenzfall. Ein grobes Verschulden würde ich jedenfalls nicht sehen.

Tinachen 04.09.2014 10:31

Mein Beileid Rike.

mausefusses 04.09.2014 14:22

Herzliches Beileid!

Zitat:

Nur rein aus Interesse: kann sich ein Abszess innerhalb von 36 Stunden so stark entwickeln?
Ja, das können sie.

Zitat:

Was kompliziertere Sachen mit den Zähne angeht, werde ich in Zukunft nur zum Spezialisten gehen.
....der kann dann auch Prognosen abwägen. Ob man einem 6-jährigem Tier mit der Extraktion von 6 Backenzähnen einen wirklichen gefallen tut ist fraglich.

Rike86 04.09.2014 16:37

Danke für eure Anteilnahme.
Jetzt muss ich sehen wie es mit meiner Dame weitergeht. Ich tue mich sehr schwer damit Baileys einfach so zu ersetzen, aber die Kleine soll nicht alleine bleiben müssen. Habe bereits umliegende Tierheime angeschrieben, bisher war leider nichts passendes dabei.

marinahexe 04.09.2014 16:49

Auch mein herzliches Beileid!

brauni 04.09.2014 16:50

Hallo,
für einen guten Tierarzt Tipp wäre ich sehr dankbar!
Ich wohne in 04177 Leipzig.

derchris2013 06.09.2014 03:06

Zitat:

Zitat von brauni (Beitrag 670401)
Hallo,
für einen guten Tierarzt Tipp wäre ich sehr dankbar!
Ich wohne in 04177 Leipzig.

Hallo Brauni,

wenn du mobile bist probiere mal den hier in Halle

http://www.webadresse.de/tierarzt-halle-schaetzke

Karte stimmt auch.

Gruß

chris


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