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Mollemaus 27.05.2014 15:44

Lisa ganz plötzlich an Krebs erkrankt auf Pflegestelle-komisch
 
Hallo,

nachdem meine Lisa im Gehege ständig gemoppt wurde und auch blutig gebissen wurde habe ich mich entschlossen sie im März in eine Pflegestelle des Tierschutzvereins als Patenkaninchen zu geben. Gestern habe ich mal wieder nachgefragt, wann ich Lisa mal wieder besuchen könne. Als Antwort bekam ich, dass Lisa tot sei. Sie habe immer große Löcher im Garten gebuddelt und habe sich darin versteckt (komisch, bei mir hat sie nie groß gebuddelt). Jedenfalls sei sie am Samstag nicht aus dem Bau gekommen und hätte ausgebuddelt werden müssen. Dabei hat man bemerkt, dass sie in einem schlechten gesundheitlichen Zustand ist. Am Sonntag ist man mit Lisa zum Arzt gegangen. Dieser habe Lisa geröngt und festgestellt, dass sie einen Tumor hat. Ausserdem hat sie von März bis jetzt 350 g. abgenommen. Man hat sie sofort erlöst. Nun stellen sich mir momentan 1000 Fragen:

1. Warum habe ich das erst am Montag erfahren, dass Lisa eingeschläfert wurde. Hätte ich es erfahren, wenn ich nicht mal wieder um einen Besuchstermin angefragt hätte.

2. Hat man nicht bemerkt, dass sie trotz fressen und trinken abnimmt?

3. Ich weiß nicht was für einen Krebs sie hatte, aber muss man sofort einschläfern? Kann man es nicht mit einer Operation probieren.

Ich habe ein Bauchgefühl, dass an dieser Sache etwas nicht stimmt. Spinne ich oder bin ich zu durcheinander um die Sache nüchtern zu betrachten? Wie ist eure Meinung. Kann ich etwas unternehmen?

LG
Mollemaus

Roady 27.05.2014 15:55

Kann sein, dass sie den Krebs schon hatte als sie bei dir war.
Vielleicht ist sie deswegen in der Gruppe gemobbt worden. Kaninchen spüren so etwas.
Ich finde es richtig, ein Kaninchen zu erlösen, wenn es so schlimm Krebs hat.
Mein Beileid :(

SilversWacht 27.05.2014 15:59

Hallo Mollemaus,

es wäre sicher für dich viel besser gewesen, wenn die Pflegestelle es dir direkt gesagt hätte, oder dich zur Untersuchung mit ienbezogen hätte.
Nun weiß ich nicht, wie vertraglich da was festgehalten wurde.

Wie lange wurde denn deine Lisa schon gemobbt? Von Anfang an? Oder fing es erst die letzten Monate/Wochen an?

Es ist manchmal unglaublich, aber Tiere erspüren Krankheiten schon lange bevor wir sie erkennen. Und viele meiden dann auch die kranken Tiere. Es kann gut sein, dass sie wegen dem Tumor gemieden und gemobbt wurde.

Sunny und Jumbo lebten knapp 5 Jahre zusammen und haben immer geknuddelt miteinander. Kurz bevor Jumbo starb, hat Sunny ihn aufs tödlichste gemieden und ihn sogar angefaucht und dabei geklopft, wenn Jumbo zu ihm kommen wollte... Gut ne Woche später, war mir dann auch bekannt, warum.

Ansonsten würde ich einfach nochmal mit der Pflegestelle sprechen!
An und für sich gibt es keinen Grund, wieso sie dir Informationen vorenthalten sollten...

Lupine 27.05.2014 16:19

Das mit der fehlenden Information ist natürlich mies gelaufen. So etwas sollte nicht vorkommen - aber Menschen machen Fehler, sonst wären sie keine Menschen.

Eine schleichende Abnahme fällt bei normaler Nahrungsaufnahme oft erst sehr spät auf, wenn man nicht jedes Kaninchen brav jede Woche auf die Waage befördert. Hand aufs Herz - gehörst du zu denen, die ihre Langohren regelmäßig einmal wöchentlich einkassieren und wiegen? Das tun die wenigsten.

Krebs - das ist eine harte Diagnose. Ja, man kann eine OP versuchen. Sinn macht sie aber nur dann, wenn der Krebs im Frühstadium entdeckt wird und noch nicht gestreut hat. Meist entdeckt man ihn aber erst durch solche Symptome wie Futterverweigerung. Wie bei meiner Wuschel. Ich habe mit einer Notkastration versucht sie retten zu lassen, letztlich erfolglos. Ich weiß nicht ob ich es noch einmal machen würde, in diesem Zustand. Die letzten Tage waren für sie alles andere als schön.

Ich weiß dass du trauerst und all die vielen Fragen dir zusätzlich zu schaffen machen. Aber ich glaube nicht dass sie vorschnell eingschläfert wurde, sondern dass das richtig so war um ihr Leid zu ersparen. Sie hatte sich bereits zurückgezogen, es ging ihr also sehr schlecht.

Mollemaus 27.05.2014 17:20

Ich hätte nie gedacht, dass man so um ein Tier trauern kann, wie ich es heute tue. Ständig frage ich mich, ob ich die Krankheit vielleicht früher bemerkt hätte, oder ob ich früher bemerkt hätte, dass sie an Gewicht verliert. Aber ganz ehrlich, ich wiege meine Tiere natürlich nicht jede Woche. Das ganze tut mir halt nur tierisch leid. Sie war ein so schönes Tier und total lieb. Immer kam sie im Gehege zu mir und lies sich eine Ewigkeit an den Ohren kraulen. Dabei hat sie immer mit den Zähnen gemahlen. Man merkte wie es ihr gefällt. Sie war erst vier Jahre alt.
In meiner Signatur könnt ihr sie sehen. Da liegt sie mit ihrem Freund Bart im Gras.

LG
Mollemaus

gerti 27.05.2014 17:36

Ich könnte mir vorstellen, dass die von der Pflegestelle ziemlichen Stress hatte als das mit Lisa passierte und es so akut war, dass sie sich einfach schnell entscheiden musste.
Diese Woche hat erst jemand hier im Forum ein Kaninchen so blitzschnell verloren, weil es einen bösen Tumor am Mageneingang hatte, da konnte der TA auch nur noch schnell einschläfern.
Du kannst ja nachfragen, ob Du denn das Rö-bild sehen dürftest, weil es Dich doch sehr mitnimmt und einfach interessiert, wie das Ganze ausgesehen hat.
Es ist wirklich sehr traurig, aber leider gehen viele Dinge bei Kaninchen unbemerkt und schnell!


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