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LillyWilly 10.04.2014 17:10

Versicherung für meine Kaninchen? Irgendwer Erfahrungen?
 
Hallo, habe letztens gelesen, dass jetzt schon viele Versicherungen für Kaninchen anbieten. Also sozusagen eine Krankenversicherung für die süßen. Hat irgendwer vielleicht bereits Erfahrung damit? Oder sogar schon eine abgeschlossen und könnte eine empfehlen? LG

Lupine 10.04.2014 19:41

Ich halte wenig von diesen Versicherungen. Die Liste der Ausschlusskriterien dürfte recht hoch sein, und nach einem Leistungsfall darf der Versicherer auch normalerweise kündigen. Außerdem sind die Versicherungen Wirtschaftsunternehmen, die entsprechend Gewinn abwerfen sollen. Du zahlst also mit den Beiträgen nicht nur deine Risikoabsicherung, sondern auch deren Kosten und deren Gewinn.

Ich halte es für weit sinnvoller, ein Sparkonto anzulegen auf das jeden Monat ein festgelegter Betrag, z. B. mittels Dauerauftrag, eingezahlt wird. Bei 2 Kaninchen und 10 Euro pro Monat und Tier stehen bereits nach einem Jahr 240 Euro für schwere Notfälle zur Verfügung.

Und 10 Euro pro Tier und Monat musst du auch für eine Krankenversicherung rechnen, wenn sie nicht nur reine Operationskosten abdecken soll. Impfungen, und auch kostenintensive Diagnostik wie MRT oder CT sind in solchen Versicherungen aber immer noch nicht enthalten, dafür muss man noch tiefer in die Tasche greifen. Außerdem sind oft die Leistungen pro Jahr von vorneherein begrenzt, und meist auch mit Selbstbeteiligungen kombiniert.

Jackrabbit 10.04.2014 19:50

Ich hatte mit einer geliebäugelt, aber das wären 30 euro pro nase im Monat gewesen. Bei mittlerweile 4 Kaninchen wären das 120 Euro im Monat.

Das hätte alle Behandlungen auch homöopathisches abgedeckt.

Pro Einlösung ( also quasi Abrechnung) sind es 40 Euro Selbstbeteiligung die ich zu tragen hätte.


Hab dann beschlossen, mir auch ein Sparbuch anzulegen.
Allerdings ist meins ein auto-und hasisparbuch. Bia jetzt hab ich das geld nur fürs Auto gebraucht :D

♥Cookie♥ 10.04.2014 21:27

Von Versicherungen für Kaninchen halte ich auch nicht viel. Ich seh das wie die anderen,
lege dir im Monat einfach eine bestimmte Summe pro Kaninchen zurück.:)

Kaninchen_400 10.04.2014 21:34

Ich halte auch nicht gerade viel von solchen "Versicherungen".
Wie Cookie schon sagte leg dir etwa 200-250€ für eventuelle TA-Kosten raus ;)

LG

Goldaländer 11.04.2014 00:15

Das geisterte schon durch verschiedene Foren.
Einmal habe ich mir die Mühe gemacht, die Vertragbedingungen zu studieren und zu schauen, was es mich wohl Kosten würde. Habe aber schnell davon Abstand genommen, weil viel ausgeschlossen (Beispiel Zahnbehandlungen) wird und die Kosten pro Einreichung waren auch happig, so dass es sich nur lohnt, wenn man das höchstens einmal im Jahr macht.
Letztlich war das ganze Modell leider nichts für mich, teils zu vage (Die Frage der Todkrankenbehandlung war nicht so eindeutig), teils zu umständlich (Größere, sprich teurere Sachen, müssen vorher angemeldet werden, wenn es nicht gerade Notfälle sind. Außerdem müssten alle Tier gechippt werden und die Versicherung wirkt erst einige Zeit nach Abschluss der Versicherung.)

Tja, extra zurücklegen für meine Nins tue ich nicht, das muss halt vom allgemein Ersparten bezahlt werden. 10 Euro pro Nin und Monat sind da bei mir aber eher zu knapp gerechnet. Eine normale OP kommt schnell auf 200 Euro oder mehr, wenn man viele Nins hat, so wie ich, gibt es da unter Umständen mehrmals im Jahr. Ich rechne immer mit vierstelligen Jahresbeträgen, denoch würde sich so eine Versicherung für mich nur bedingt rentieren.

Keks3006 11.04.2014 00:18

Absolut nicht zu empfehlen. Chronisch kranke Kaninchen, bei denen sich das lohnen würde, werden z.B. von vornherein nicht versichert (Zahnkaninchen, z.B.). Bei bezahlbaren Versicherungen fallen so viele Leistungen raus, dass man letztlich nichts davon hat. Aber Versicherungen sind ja auch keine Wohltäter für arme Kaninchenbesitzer ;)

10 Euro im Monat kommt mir auch recht wenig vor. Bzw. sollte das Polster von 240€ möglichst schon von Anfang an da sein, denn zu Beginn des Sparens kann ja auch schon was kommen. Größere Eingriffe gehen so schnell ins Geld, dass danach das Ersparte auch schon wieder futsch ist. Ich hatte dieses Jahr schon Tierarztkosten von gut 500€ und war dabei noch nicht mal impfen.

Ich habe eine Notfallkasse für Zeiten, in denen ich absolut pleite bin. Solange es irgendwie geht, zahle ich alle Tierarztkosten so, um die Notfallrücklagen zu schonen.

Lupine 11.04.2014 07:49

Das soll auch eine absolute Notfallkasse sein, was ich vorgeschlagen habe. Laufende Kosten gehen aus dem normalen Budget. Ich habe nur vergessen es hier zu erwähnen, normalerweise schreibe ich das dazu.

Es gibt Halter, die sich eben nur zusätzlich zu dem Laufenden 20 oder 30 Euro im Monat beiseite packen können. Das ist aber auf jeden Fall besser als da zu stehen und im Notfall gar nichts an Rücklagen zu haben, und ich denke auch lohnender als eine Versicherung, die dann noch dieses und jenes ausschließt. Denn über die Verwendung der Notfallrücklage muss man nicht noch mit einem Versicherer streiten.

Wer natürlich mehr beiseite legen kann, der sollte das auch tun. Vor allem aber darf man nicht in die Gefahr geraten auf dieses Geld zurückzugreifen wenn man anderweitig finanziellen Bedarf hat, z. B. weil ein Haushaltsgerät defekt ist. Dieses Geld sollte wirklich unangetastet bleiben.


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