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lovelove 02.02.2014 21:58

Sie wird alt und die Füße schwer.. Tipps?
 
Meine Kleine wurde im Dezember 9 Jahre alt und hatte es all die Jahre sehr gut bei uns, auch wenn sie leider alleine ist. Sie ist sehr fröhlich, springt immer viel rum und könnte ununterbrochen essen.
Sie hat seit 2 Jahren Hasenschnupfen und wie der Tierarzt uns gewarnt hat, werden wir ihn nicht los. Sie niest häufig und hat ab und zu "Schnupfen" an der Nase.
Meine erste Frage: Ist es gut oder schlecht, wenn ich den Schnupfen wegmache? Habe angst dass sie ersticken könnte, auch wenn ich weiß dass sie sich ja selber putzen kann:)
Im November hat sie ganz plötzlich ihre beiden Hinterpfoten nach hinten gestreckt, so ganz durchgedrückt, nicht zur Seite. Als ich gemerkt habe, dass sie wenn man sie berührt zittert, haben wir uns sehr große Sorgen gemacht. Sie hat auch nichts gegessen und sich überhaupt nicht bewegt. Es war schon 21 Uhr und meine Mutter hat unseren Tierarzt angerufen, er hat gesagt er könnte sie nicht zum Laufen bringen, nur einschläfern. Er würde aber auf den Morgen warten. Ich habe sie lange gestreichelt und vollgeheult und irgendwann ist sie in den Stall gehoppelt und hat sich in ihr Haus gelegt. Wir haben den Napf direkt daneben gestellt und sie schlafen lassen.
Am nächsten Morgen, als ich zu ihr bin, ist sie wie durch ein Wunder aus dem Stall gesprungen und der Napf war leer.
Das gleiche hat sich noch 2 mal abgespielt in den nächsten Wochen, seit dem nicht mehr. Ich merke aber, dass sie sich immer öfter sehr strecken muss um die Hinterpfoten zu bewegen. Ansonsten springt sie rum wie verrückt und isst immer. Habt ihr das auch mal erlebt?
Auf ec gibt es keinen anderen Verdacht, auch der Kopf ist nicht schräg.
Meine Mutter meint der Tierarzt könnte eh nichts tun, sie wird einfach alt. Und eine 4. Schnupfen behandlung(die letzte hat nichts verbessert) würde sie auch nicht machen.
Allgemein wirkt sie langsam "senil", findet ihr essen nicht so schnell, trinkt nicht aus einer Flasche, nur aus einem Napf usw.
Meine letzte Frage: Sie hat etwas "braune" Hinterpfoten, da sie leider manchmal etwas feuchtere Böbbel hat und sich natürlich rein setzt.
Wie putzt man das am besten? (Feuchtpapier hat nichts gebracht:D)
Würdet ihr nochmal zum Tierarzt fahren, auch wenn nichts mehr passiert? (Sie hat immer sehr angst auf der Fahrt und vor den Tieren dort)

Entschuldigt den langen Text, hoffe jemand liest ihn und hat mir ein paar Tipps? :)
Danke schonmal(:

Kadda 02.02.2014 22:38

Hallo! Schön dass du den Weg hierher gefunden hast! Also, was das mit den Hinterpfötchen ist, kann ich dir leider nicht sagen. Vielleicht tun ihr die Gelenke weh? Athrose oder so? Oder doch eine Nervensache, also dass es da eine leichte Lähmung gibt oder so? Ich würde an deiner Stelle sehr darauf achten, ob sie irgendwelche Schmerzen zeigt. Bei Kaninchen ist das ja immer schwer zu sehen, aber wenn sie mit den Zähnen knirscht oder ähnliches, dann hat sie wirklich starke Schmerzen und man sollte etwas unternehmen. Gegen den matschigen Kot hilft vielleicht eine ganz vorsichtige Futterumstellung, aber in dem Alter bloß nichts überstürzen! Falls du normales Misch-Trockenfutter fütterst, könntest du zB auf etwas "gesünderes" zum Beispiel grainless herbs (Fressnapf) oder Grünhopper (gibts im Internet) umsteigen. Außerdem natürlich so viele Kräuter wie möglich und Gemüse. Dann würde sich das Problem mit den dreckigen Pfötchen ja vielleicht erledigen. Kann sie die denn noch selber putzen?
Dass sie alleine leben muss, finde ich übrigens ziemlich schlimm. So ist ihr Lebensmut natürlich auch direkt minimiert und eine Chance auf Besserung natürlich geringer. Falls du das Gefühl hast, dass es ihr noch mal besser geht und sie vielleicht doch noch ein paar Monate leben kann, solltest du meiner Meinung nach darüber nachdenken, vielleicht ein anderes altes, krankes Tier dazu zu setzen, denn auch im Alter ist kein Kaninchen gerne alleine, und ein Artgenosse als Kaninchenkrankenschwester ist immer gut.

lovelove 02.02.2014 23:00

Vielen Dank fürs Antworten! Meiner Meinung nach wirkt sie fit und nicht so, als hätte sie Schmerzen, werde demnächst mal ne Weile zu ihr sitzen und schauen ob sie mit den Zähnen knirscht. Danke für den Tipp, dann schaue ich mal mit nach dem Futter:) Gemüse und Petersilie bekommt sie regelmäßig und putzen tut sie sich auch, vorallem so süß mit den Vorderpfoten im Gesicht:) aber den Dreck hat sie vorallem an den Hinterpfoten..
Das mit dem alleine sein ist doof, weiß ich, allerdings war sie das schon immer.
Wir haben sie als sie ca. 6 Monate alt war bekommen. Sie wurde leider früh von ihrer "Familie" getrennt und von Bekannten dann aufgenommen, diese hatten schon einen Hasen und die beiden haben sich überhaupt nicht verstanden, weshalb sie meine Kleine auch wieder hergeben mussten. Wir haben mal zum Test ein Kaninchen der Nachbarin neben ihr Gehege und auch diese haben sich überhaupt nicht verstanden. Deshalb wollten wir es nie riskieren ein zweites Kaninchen zu kaufen, dass dann womöglich auch alleine sein müsste..

marinahexe 02.02.2014 23:00

Du solltest über 3 Tage Köttel sammeln und vom Tierarzt auf Kokzidien, Hefen und Würmer untersuchen lassen, um den Grund für den matschigen Kot zu finden. Hat sie Zahnprobleme? Was genau fütterst Du? Auch hier können die Gründe liegen.

Und noch ein Tipp: Such einen anderen Tierarzt! Einer, bei dem die Behandlung aus "Einschläfern" besteht, taugt nichts (jedenfalls nicht für Kaninchen)! Such einen Tierarzt, der sich im Bereich "Kleine Heimtiere" weitergebildet hat. Das steht meist irgendwo auf der Homepage.

lovelove 02.02.2014 23:06

Vielen Dank, werde ich versuchen. Sie hat immer Heu und Stroh, und bekommt so Trockenfutter, mit allem möglichen drinnen, also Körner, Leckerlies, Mais.. Es ist ein neues und bisher hatten wir glaube ich kein oder weniger Mais, hab schon überlegt ob es daran liegt.. Ansonsten bekommt sie regelmäßig Karotten, Salat, Gurke, Petersilie.
Ihre Zähne waren bisher immer sehr gut, hat der Tierarzt gesagt. So gerne wie sie isst, wird sie da auch keine Schmerzen haben.
Bei ihm ist es bestimmt nicht gleich Einschläfern! Er ist sehr sehr gut zu den Tieren und ich meine, er würde als letztes ans Einschläfern denken. Ich denke er wollte damit nur sagen, dass er nichts tun kann, wenn sie ihre Beine nicht nutzen kann. Man kann da ja nur hoffen, dass sich das ändert über die Nacht..

marinahexe 02.02.2014 23:29

Zitat:

dass er nichts tun kann, wenn sie ihre Beine nicht nutzen kann. Man kann da ja nur hoffen, dass sich das ändert über die Nacht..

Es kann z.B. eine Nervensache sein. Da kann man Vitamin B spritzen, damit sich die Nerven regenerieren. Man kann es zumindest versuchen.;)

Ich würde den Salat und die Gurke mal 4 Wochen weglassen. Stattdessen kannst Du Fenchel füttern und Petersilienwurzel. Salat und Gurken werden nicht von allen Kaninchen vertragen und sind oft gespritzt.

lovelove 03.02.2014 14:30

Das stimmt, an sowas habe ich nicht gedacht..
Bei Gurken hab ich ehrlich gesagt auch nicht an das Spritzen gedacht.. Salat wollten wir sowieso weniger geben, dann werden wir die Gurke auch weglassen und schauen ob das hilft:)
Vielen Dank euch:)


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