Meine Molly macht mir seit heute Sorgen...
Sie war schon in den letzten Tagen zurückhaltender als sonst (sie war ja auch die Einzige, die sich am Sonntag nicht in den neuen Wiesenauslauf getraut hat). Ich habe sie daher gut im Auge behalten. Dachte mir, sie ist vielleicht etwas gestresst, da die kleinste Veränderung die scheue Dame schon aus der Bahn wirft...
Sie hat sich aber bewegt wie immer, hat den Kontakt zu ihren Artgenossen gesucht und hat gefressen und getrunken wie sonst auch.
Heute morgen ist sie dann bei der Fütterung erst verspätet erschienen, aber auch da hat sie gefressen. Nur eher etwas lustloser als sonst. Aber auch dabei habe ich mir noch nicht allzu große Sorgen gemacht.
Bei der Nachmittagsfütterung ist mir dann aufgefallen, dass sie einen nassen Hintern hat. Ich dachte erst, sie saß vielleicht zu lange im Regen, aber als ich sie dann hoch genommen habe, hat sie unkontrolliert Urin verloren.
Ich habe sie dann gleich geschnappt, in die Transportbox gesetzt und bin Richtung Tierarzt gefahren.
Dort wurde ein Ultraschall gemacht. Blasensteine konnte der Tierarzt ausschließen, aber Molly hat eine Blasenentzündung. Sie hat auch auf dem Behandlungstisch Urin verloren. Der TA hat dann mit irgendeinem ph-Streifen getestet, ob sich Blut darin findet. Geringe Mengen konnte er wohl feststellen.
Er hat ihr dann ein Antibiotika gespritzt und mir Tabletten (Marbocyl 5mg) mitgegeben, von denen ich ihr jeden Tag eine halbe in Wasser aufgelöst einflößen soll. Außerdem soll ich eine Wärmequelle anbieten und sie erstmal über Nacht von der Gruppe getrennt halten, um sie besser beobachten zu können (Freßverhalten, Köttel usw...).
In zwei Tagen will er sie nochmal sehen.
Nun meine Frage an euch: Kann ich denn sonst noch irgendetwas machen? Bestimmtes Futter anbieten?
Und ist eine Trennung von der Gruppe nicht eher schädlich? Andererseits merke ich, dass sie die Ruhe jetzt auch braucht....
Bin froh, über jeden Tipp! Hatte noch nie ein Kaninchen mit Blasenentzündung.
