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Kokzidiol über Trinkwasser Hallo zusammen! Ich möchte Kokzidiol über den Trinknapf verabreichen, finde aber nichts zur Dosierung. Ich möchte das vorbeugend machen, nachdem vor einiger Zeit mit baycox behandelt worden ist. Vielleicht kann mir jemand helfen. |
Ich kenne die Dosierung nicht, möchte Dir aber davon abraten. Lass lieber eine Sammelkotprobe von 3 Tagen beim TA untersuchen, damit belastest Du das Immunsystem der Tiere nicht. |
Man behandelt nicht vorbeugend auf Kokzidien, entweder sind welche da und man behandelt oder es sind keine da und man behandelt nicht. Man dosiert Mediakmente immer pro kg Körpergewicht und somit niemals über das Trinkwasser da Du gar nicht weißt welches Tier wie viel trinkt. |
Hey.Wir haben kürzlich unsere Bande damit behandelt.(unser Scheidungskaninchen hat kokzidien mitgebracht)2 von 3Kaninchen haben es freiwillig genommen, weil es ganz süß schmeckt.Die Dosierung war 1ml auf 1kg Körpergewicht. |
Hi, würd ich auch bleiben lassen, in der freien Natur bekommen sie das Mittel ja auch nicht. Wer weiß was für Nebenwirkungen das mit sich bringt. Entweder sind Krankheiten da oder nicht. lG |
So eine Kotprobe geht ja fix. |
Der Wirkstoff von Kokzidiol ist Sulfadimethoxin, es ist auch in dem Kokzidienmedikament Retardon enthalten das ich damals bei Wuschels Befall bekam für sie. Sulfadimethoxin ist ein Antibiotikum! Es sollte deshalb keinesfalls vorbeugend eingesetzt werden, sondern immer nur therapierend bei Befall, sonst riskiert man unnötig eine Resistenzbildung. Mit Antibiotika sollte man grundsätzlich sehr vorsichtig umgehen. Sie unterscheiden nicht zwischen guten und schädliche Bakterien, man macht unter Umständen mehr kaputt als man nützt. Übers Trinkwasser sollten Antibiotika grundsätzlich NIEMALS verabreicht werden, da man nicht kontrollieren kann welches Tier welche Dosierung bekommen hat. In Großbeständen wird solch eine Verabreichungsform gewählt weil niemand 10.000 Stück Geflügel jeden Tag ihre Dosis AB verabreichen kann. Damit riskiert man, dass einige erkrankte Tiere nicht genug AB abbekommen, und hat sehr schnell dann einen resistenten Keim. In Kleinbeständen ist eine Verabreichung übers Trinkwasser grundsätzlich immer abzulehnen, denn es ist machbar jedes Tier individuell zu versorgen. So stellt man sicher dass auch jedes Tier ausreichend und ausreichend lange behandelt wird. Soweit ich jetzt nachgesehen habe, ist Kokzidiol ohnehin verschreibungspflichtig. Ein verantwortungsbewusster Tierarzt wird aber ein Antibiotikum nicht ohne vorherige Diagnose verschreiben. Tut er es doch, sollte man einmal kritisch hinschauen, ob er auch an anderer Stelle die gebotene Sorgfalt vermissen lässt. |
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