 | Kaninchen | | Registriert seit: 24.01.2012
Beiträge: 4.002
| |
|
Geschrieben am
07.11.2013, 00:46
| | | | Es geht nicht darum, dass ein Schnupfenkeim resistent wird, sondern darum, dass kurze AB-Gaben grundsätzlich resistente Bakterien fördern.
Beispiel: Es geistern harmlose Bakterien im Kaninchen herum, von denen eins zufällig gegen das AB resistent ist. Durch die Gabe werden alle anderen abgetötet und nur dieses eine lebt weiter und vermehrt sich. Wenn diese Bakterien dann mal zum Problem werden, ist das AB also nicht mehr wirksam.
Zu kurze Gaben von einem AB führen dazu, dass auch beinahe resistente Bakterien die kurze Behandlungsdauer überleben und sich weitervermehren (und u.U. zu resistenten weiterentwickeln) können und eine spätere Behandlung so erschweren. Zumindest das kann man verhindern, indem man ein AB lange genug gibt, um die beinahe resistenten Bakterien abzutöten und das Risiko einer späteren Resistenz zu verringern.
Daher sollten Antibiotika grundsätzlich möglichst selten eingesetzt und nie zu kurz verabreicht werden, das gilt für Tiere wie Menschen. Aus dem Grund sind auch Antibiotika in Hähnchenfleisch etc. so ein großes Problem - weil sie Reistenzen fördern.
__________________
Geändert von Keks3006 (07.11.2013 um 00:48 Uhr).
|