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Luke 17.09.2013 20:30

Erste Impfung und Rammler Kastration
 
Hallo !!

Meine Tochter bekommt am Samstag 2 Kaninchenbabys . Das eine ist 8 Wochen alt, das andere erst 6 Wochen . Beides Rammler , also kein Nachwuchs in Sicht :) Kann mir jemand sagen, wann die ersten Impfungen gemacht werden und wann eine Kastration der beiden Rammler am Besten ist. Da es ja 2 Rammler sind , brauchen wir ja keine Frühkastration machen zu lassen. Danke für eure Antworten. Mein Bommelchen ist ja schon alt und ich kann mich nicht mehr erinnern , was wann gemacht wird.
LG

Valentina 17.09.2013 20:57

Hallo

Ich würde euch empfehlen beide rammler noch gute 3-4 wochen bei der mutter zu lassen.
Dann können sie dort auch bereits geimpft und kastriert werden.

Auch wenn es keine Frühkastration sein muss würde ich euch dazu raten. denn zwei potente rammler können sich binnen kurzer Zeit zu Tode bekämpfen.

Luke 17.09.2013 21:11

Hallo Valentina !
Ich habe die Züchterin heute nochmal angeschrieben, ob es nicht besser für den kleineren wäre , bis zum Abgabedatum Ende Sept. zu warten. Ich habe ihr gesagt, dass wir nicht drängen würden und wenn die kleinen Racker erst später abgeholt werden können, ist es O.K. Ich weis ja nicht, wie lange eine Häsin ihren Nachwuchs säugt? Sie meinte nur, der Milchfluss wäre bei der Häsin nach der 4. Woche rapide zurück gegangen und mit 6 Wochen bekommen die Kleinen nur Futter. Sie möchte die Kleinen am Samstag abgeben und sieht keine Probleme. Ich hatte Angst , dass das Immunsystem oder der Verdauungstrakt evtl. Schaden nimmt . Meine Tochter ist sehr Kaninchenerfahren und würde die Tiere auch länger dort lassen, wenn es nötig ist. Sie selbst hatte sogar vorgeschlagen , beide zusammen zum Abgabetermin des kleineren Kaninchens abzuholen, damit keiner alleine sitzt. Wird bei einer Frühkastration der Bauch eröffnet und in welcher Woche ist das sinnvoll? Werden bei der Spätkastration nicht nur die Hodensäckchen entfernt? Das ist doch schonender für das Kaninchen, weil der Eingriff viel kleiner wäre,oder?

Luke 17.09.2013 21:21

Sie meinte der kleine Kerl macht sich gut, frisst ordentlich und wäre total fit. Bei dem hätte sie überhaupt keine Bedenken ihn jetzt abzugeben. Ich pers. denke da anders drüber.
LG

Valentina 17.09.2013 22:26

Schade dass es Babys vom Züchter sein sollen... während der tierschutz eine kaninchenschwämme nach der anderen bewältigen muss... :(

auch wenn die Babys nicht mehr gesäugt werden brauchen sie die mutter und den familiären sozialverbund.
daher wäre eine Abgabe ab der 10. Woche das Minimum.

auch sollte der Züchter wenigstens die erstimpfung übernehmen.

für welche Kastration ihr euch entscheidet bleibt euch überlassen. ich möchte nur noch mal erwähnen dass ihr es besser nicht auf die kämpfe drauf ankommen lassen solltet.
das kann auch die gesamte Harmonie der beiden dauerhaft zerstören.

zumal diese Geschlechter-Kombination heikel werden kann. Auch wenn es bereits positive Erfahrungen damit gibt.

ConnyHu 19.09.2013 15:06

Sieh mal hier http://www.diebrain.de/k-nachwuchs.html unter Entwicklung der Jungen ist es finde ich ganz gut erklärt, dass mit der Abgabe.

Ich würde es auch nicht auf Kämpfe ankommen lassen, da dies echt böse enden kann.
Sind es Zwergkaninchen? dann sind sie bereits mit 3 Monaten geschlechtsreif und werden dann auch zu kämpfen beginnen. Ich würde also schon eine Frühkastration (ca. 12 Wochen) machen lassen.

Benny 19.09.2013 18:00

Da du gleich 2 Kaninchen aufnimmst, ist es keinerlei Problem, diese in dem jungen Alter ab 6 Wochen aufzunehmen. Ich persönlich konnte dadurch noch nie Nachteile erkennen und ich habe alle meine bisherigen Kaninchen (außer die beiden Riesen) mit 6 Wochen geholt.

Mal etwas zum Absetzalter, denn irgendwie hat sich da irgendjemand was einfallen lassen mit den 10 Wochen und JEDER verbreitet das einfach weiter, ohne wirklich Ahnung davon zu haben.

Die Kleinen "brauchen ihre Mama" etwa bis zur vierten Woche, in der Natur gehen sie dann ab der fünften Woche ihre eigenen Wege. Das "Brauchen der Mama" oder "Entreißen von der Mama" ist menschliches Denken, das den Tieren eher schaden als nutzen kann. Bis zur dritten Woche ist das Immunsystem der Jungtiere durch Abwehrkörper geschützt, die sie durch die Milch der Mutter erhielten. Danach müssen sie ein eigenes aufbauen. In dieser Zeit sind sie vor allem durch Keime gefährdet, die z. B. auch durch den Kot der Mutter ausgeschieden werden. Weiterhin spielt auch hier leider eine weit verbreitete Mangelernährung eine Rolle, da vor einer proteinreichen Kost, die die Jungtiere eigentlich dringend bräuchten, geradezu gewarnt wird - mit den üblichen, falsch verstandenen Argumenten. Die proteinreiche Nahrung brauchen sie für das Immunsystem (Antikörper bestehen aus Proteinen), Nervensystem, Zellen, Muskeln etc., weiterhin Calcium, Vitamine usw. - das kann ihnen die Milch der Mutter ab der dritten Woche nicht mehr geben, da der Höhepunkt der Milchleistung dann überschritten ist.
Nicht zu unterschätzen ist auch die gesundheitliche Gefahr für das Muttertier (z. B. Gesäugeentzündung) - vom Stress einmal ganz abgesehen.
Die Sozialisierung findet in der Gruppe unter den Jungtieren und durch die Rammler statt. Die "Mamas" haben eigentlich schon wieder ganz andere Dinge im Kopf oder gar zu tun.
Üblicherweise erfolgt das Absetzen von Jungtieren zwischen der 6 - 8 Woche.


Ich würde beide kastrieren lassen, sobald es geht, am besten wäre eine Kastration bevor sie beginnen, sich zu bekämpfen, das "kann" ab ca. 12 Wochen der Fall sein, kann aber auch erst später sein.
Bei einer Frühkastration muss nicht der Bauchraum aufgeschnitten werden, da werden 2 Schnitte gemacht und zwar jeweils an der Stelle, an der normalerweise der Hoden (der dann ja noch nicht abgestiegen ist) ist. Das ist eine ziemliche "Sucherei", die Hoden dann im Kaninchen zu suchen, damit man sie entfernen kann und das macht nicht jeder Tierarzt, weil eine Kastration, wenn die Hoden bereits abgestiegen sind, wesentlich leichter durchzuführen geht.

Luke 19.09.2013 20:18

Danke für Eure Nachrichten!!!
@Benny : So hat die Züchterin es auch gesagt. Wenn die kleinen alleine bleiben und nicht in eine größere Gruppe intergriert werden sollen, dann ist die Abgabe kein Problem. Der kleinere frisst und gedeiht gut. Sie hat keine Bedenken sie abzugeben. Sie sagte nach der 4.ten Woche wäre der Milchfluss rapide zurück gegangen und die kleinen fressen festes Futter . Kannst Du mir gutes Jungtierfutter empfehlen , wo die kleinen optimal mit versorgt sind? Die Züchterin wollte aber auch Futter mitgeben, damit die kleinen Racker nach und nach umgestellt werden können.
LG an alle !!

hasis2011 19.09.2013 20:35

Das beste "Aufzuchtfutter" für die Kleinen ist frische Wiese, so bekommen sie alle wichtigen Nährstoffe und die Verdauung kann sich gesund entwickeln. Von handelsüblichem Fertigfutter solltest du die Finger lassen, das schadet ihnen nur.

Eine Futterumstellung brauchen sie in dem Alter noch nicht weil sich ihre Verdauung noch nicht an das Futter "gewöhnt" hat, je schneller sie davon wegkommen, umso besser, also lass es bei der Züchterin und beginne sofort mit Wiese. Zusätzlich biete ihnen feines Kräuterheu an, das mögen junge Kaninchen sehr gerne.:wink5:

Luke 19.09.2013 20:47

Danke für die Nachricht . Dann werden wir langsam Wiese anfüttern, damit sie vom Futter weg kommen. Meiner Tochter wurde erklärt, dass sie eiweißreiches Futter brauchen .
LG

hasis2011 19.09.2013 21:00

In Wiesenkräutern ist genug Eiweiß enthalten, es ist ja die natürlichste Nahrung, da fehlt es ihnen an nichts. Wichtiger als Eiweiß ist Kalzium, das brauchen sie für die Knochen und die Zähne, auch das ist in richtiger Dosierung in der Wiese.

Meine Riesen haben von Anfang an nur Grünfutter bekommen und sie sind stattliche Kaninchen geworden.:wink5:

Zum Winter hin, wenn die Wiese weniger wird, kannst du ihnen zum vorwiegend blättrigem Gemüse eine kleine Menge Strukturmüsli oder Haferflocken geben, aber wirklich nur eine kleine Menge.

Benny 20.09.2013 07:02

Zitat:

Zitat von hasis2011 (Beitrag 559508)
Zum Winter hin, wenn die Wiese weniger wird, kannst du ihnen zum vorwiegend blättrigem Gemüse eine kleine Menge Strukturmüsli oder Haferflocken geben, aber wirklich nur eine kleine Menge.

Ich persönlich würde mir das JR Farm grainless Herbs im Zoofachgeschäft (gibt es überall, wo es Produkte von JR Farm gibt) besorgen und zusätzlich füttern, vor allem deshalb, weil es jetzt dann mit der Wiese bald vorbei ist und die Kaninchen "vernünftiges" Futter zusätzlich zu Heu + Gemüse brauchen, um keine Mangelerscheinungen (vor allem im Wachstum) zu bekommen. Gemüse ist nur als Ersatzfrischfutter im Winter gedacht. Hauptnahrung ist von Frühjahr bis Spätherbst artenreiche Wiese (Gräser, Wiesenkräuter). Damit sind die Kaninchen (auch im Wachstum) bestens versorgt.
Du kannst auch den ganzen Winter über frische Zweige verfüttern, da wird dann die Rinde sehr gerne abgeknabbert.


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 14:15 Uhr.



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