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Lupine 31.07.2013 21:11

Schade, das hätte die Cumarin-Theorie stützen können. Da aber Wiesenbärenklau viel Cumarin enthält, muss es die Theorie nicht ausschließen.

Etwas anderes interessantes habe ich gerade wiederentdeckt, ich hätte bei der Bezeichnung Cumarin gleich an das Medikament Marcumar denken müssen. Einige Cumarin-Derivate besitzen eine blutverdünnende Wirkung, werden zur Schlaganfall- und Thromboseprophylaxe oder -behandlung verwendet.

Und ein Schlaganfall bzw. ein Gefäßverschluss im Gehirn kann je nach Gebiet in dem er auftritt auch solche Symptome verursachen wie sie Lilly gehabt hat. Und er ist - schnell behandelt - möglicherweise in seiner Auswirkung reversibel.

Dazu passt auch, dass nicht alle (scheinbaren?) E.C.-Patienten Bärenklau bevorzugen.

Jinro - falls du mitliest: weißt du von einer Studie die das Thema Blutgerinnungsstörungen beim Kaninchen anschneidet?

Feli 31.07.2013 21:13

:eek:hasis2011, irgendwie ist die Geschichte von Lilly an mir vorbei gegangen:o, die arme kleine Maus.

Ich kann hier nur zustimmen, einem EC Kaninchen MUSS jeder Gang zum TA erspart bleiben, lieber das Geld ausgeben und den TA kommen lassen, denn nur so vermeidet man Stress.

Was Bärenklau betrifft, so muss ich sagen, ich hab auch schon von solchen Fällen gehört, die damit sehr gute Erfolge erzielt haben.

EC ist schlimm, keine Frage, aber man darf trotz allem nicht vergessen welche Nebenwirkungen die Medis haben. Mein Pferd wurde durch den Einsatz der Medis nach seinen Schädigungen des Nervensystems komplett blind.

Ich denke, gerade bei EC darf man sich NICHT NUR auf die Schulmedizin verlassen, denn auch das Tierheilverfahren MUSS meines erachtens nach eine große Rolle spielen, denn mit Medis kann man oft mehr zerstören als man gut macht und das gerade bei Kaninchen. Hintergrund hierfür ist einfach, dass es in der Vet.-Medizin so gut wie keine Medikamente speziell abgestimmt für Kaninchen gibt, man nimmt die für Hunde und Katzen und stellt die Dosierung niedriger, dies ist einfach eine Notlösung um überhaupt eine medizinische Versorgung von Kaninchen sicher zu stellen.

Und was den Titer betrifft, auf den kann man sich leider nicht immer verlassen, denn es gibt auch Fälle, wo der Titer erhöht war und es keinen Ausbruch gab. Zu viele Faktoren spielen hier eine Rolle, so das man sich auch nicht auf Titer-Werte verlassen kann;)

hasis2011 31.07.2013 21:21

Feli, ich hab die Geschichte vorher noch nirgends geschrieben.;)

Wenn es ein Schlaganfall gewesen wäre, wäre dann eine Heilung ohne Medikamente möglich? Lilly zeigt keine Symptome mehr.

saloiv 31.07.2013 21:23

Bevor hier die Diskussion aus dem Ruder läuft noch mal dazwischen ein Hinweis...

Jeder darf seine eigene Meinung haben (und sie hier äußern), es muss nicht zwangsläufig zu einer einheitlichen Meinung gefunden werden (es wäre ja auch schrecklich, wenn alle Menschen das gleiche fühlen und denken).
Unterschiedliche Meinungen sind kein Grund dafür, sich anzugehen. Jeder hat die Möglichkeit selber darüber zu entscheiden, was er von welcher Meinung mitnimmt und was er nicht mitnimmt. ;)

Benny 31.07.2013 21:26

Zitat:

Zitat von saloiv (Beitrag 540758)
Bevor hier die Diskussion aus dem Ruder läuft noch mal dazwischen ein Hinweis...

Daher halte ich mich diesmal extra zurück mit dem was ich eigentlich schreiben möchte.;)

saloiv 31.07.2013 21:30

Es kann ruhig jeder schreiben, was er dazu sagen möchte, sofern es sachlich ist und die anderen Teilnehmer des Themas nicht angreift oder jemand versucht, den anderen die eigene Meinung über zu stulpen.

Feli 31.07.2013 21:32

Man kann auch einen Schlaganfall hervorragend mit dem Tierheilverfahren bewältigen, ohne auch nur ein Medikament aus der Vet.-Med. eingesetzt zu haben.

Bei Samy war es so, dass die Medis seine Lähmungserscheinungen nicht gebessert haben. Erst der Einsatz durch meine THP brachte den erwünschten Erfolg.

Was mir übrigens aufgefallen ist, du schreibst, dass Lilly nach dem EC Anfall nicht mehr geschnarcht hat, hat Sie denn anderweitig noch Laute von sich geben können? Ich frage nur, denn Samy konnte z. B. nicht mehr wiehern!

hasis2011 31.07.2013 21:36

Zitat:

Zitat von Feli (Beitrag 540765)
Was mir übrigens aufgefallen ist, du schreibst, dass Lilly nach dem EC Anfall nicht mehr geschnarcht hat, hat Sie denn anderweitig noch Laute von sich geben können? Ich frage nur, denn Samy konnte z. B. nicht mehr wiehern!

Nein, sie hat vor dem EC-Anfall geschnarcht, während EC nicht und als sie wieder gesund war, hat sie wieder damit angefangen. Mit dem schiefen Kopf ging das wohl nicht. Andere Laute macht sie nicht, aber sie ist ansonsten wieder völlig normal.;)

Feli 31.07.2013 21:44

Klar, schiefer Kopf, da fällt dann das schnarchen schwer:rolleyes:

Ich für meinen Teil muss jetzt einfach "allgemein" dazu sagen, dass ich persönlich bzgl. meiner eigenen Kaninchen etwas Abstand nehme von jeglichen Medis sondern wähle die Variante meiner THP.

Pinkie 31.07.2013 21:56

Zitat:

Zitat von hasis2011 (Beitrag 540766)
Nein, sie hat vor dem EC-Anfall geschnarcht, während EC nicht und als sie wieder gesund war, hat sie wieder damit angefangen. Mit dem schiefen Kopf ging das wohl nicht. Andere Laute macht sie nicht, aber sie ist ansonsten wieder völlig normal.;)


Das war bei meiner Häsin auch so. Sie hat erst wieder angefangen zu schnarchen als es ihr wieder richtig gut ging.

Schön das alles gut ausgegangen ist!

Feli 31.07.2013 21:57

Pinkie, hatte Sie denn auch einen schiefen Kopf?

Lupine 31.07.2013 22:23

Zitat:

Zitat von hasis2011 (Beitrag 540757)
Feli, ich hab die Geschichte vorher noch nirgends geschrieben.;)

Wenn es ein Schlaganfall gewesen wäre, wäre dann eine Heilung ohne Medikamente möglich? Lilly zeigt keine Symptome mehr.

Du vergisst den Bärenklau! Falls er tatsächlich ausreichend Cumarin-Derivat enthält das auch noch eine blutverdünnende Wirkung hat, wäre ER das Medikament gewesen. Ich weiß allerdings bislang nicht ob das Cumarin im Bärenklau diese Wirkung hat.

Falls ja, dann wäre eine vollständige Heilung möglich.

Selbst wenn Schäden geblieben wären, könnten die nach einiger Zeit kompensiert werden. Meine Großmutter war Schlaganfallpatientin, und die Ärzte sagten uns damals sie würde immer auf den Rollstuhl angewiesen sein, die Schäden seien zu schlimm. Nun, sie hatten nicht mit meiner Omi gerechnet, die einen sehr starken Willen besaß. Sie ging sowohl zu meiner Hochzeit als auch zur Taufe ihrer Urenkelin auf ihren eigenen zwei Beinen. Mit Rollator zwar, aber gegen jegliche Prognose der Ärzte ca. 10 Jahre zuvor.


Zitat:

Zitat von Feli (Beitrag 540765)
Man kann auch einen Schlaganfall hervorragend mit dem Tierheilverfahren bewältigen, ohne auch nur ein Medikament aus der Vet.-Med. eingesetzt zu haben.

Wie würde diese Therapie aussehen, Feli? Ich gehe davon aus dass die schulmedizinische Variante der in der Humanmedizin ähneln würde, also lediglich eine Akutbehandlung mit entsprechenden Blutverdünnern stattfinden könnte. Würde der THP diesen Teilbereich ersetzen, oder darauf verzichten? Die Nachbehandlung eines Schlaganfalls kann ohnehin nur durch physikalische Therapien, Bewegungsschulungen etc. erfolgen um die entstandenen Schäden abzumildern.

Feli 31.07.2013 22:37

Im Bezug auf meine THP arbeitet diese mit Akupunktur und Globuli.

Wie genau Sie die Gabe der Globuli und dessen Wirkung bei Schlaganfällen einsetzt und welchen Weg Sie hier hat, kann ich Dir auf Anhieb nicht sagen, dazu müsste ich Sie im Detail mal fragen um Dir eine 100%ige Antwort zu geben, wie genau Sie behandelt.

Pinkie 31.07.2013 22:46

Zitat:

Zitat von Feli (Beitrag 540790)
Pinkie, hatte Sie denn auch einen schiefen Kopf?


Oh ja, ihr Kopf war super schief. Das rechte Schlappohr stand noch länger senkrecht nach oben.
Ich glaube das die Akupunktur einiges dazu beigetragen hat, das der Kopf überhaupt wieder gerade war danach.

suntrek 31.07.2013 23:01

Zitat:

Zitat von hasis2011 (Beitrag 540704)
In anderen Foren (ich hab meinen Erfahrungsbericht überall verbreitet:D) wurden ähnliche Erfahrungen geschrieben, einige Halter "behandelten" ihre EC-Tiere auch mit Bärenklau, mit Erfolg. Maßgeblich für die Genesung ist für mich auch absolute Ruhe und kein Stress, was leider viele Kaninchen bei EC nicht bekommen, eher im Gegenteil.:rolleyes:

Einer dieser Tiere ist mein Max Mutzke. Unser Tierarzt hat nicht gleich auf Ec behandelt sondern Ohren usw. alles überprüft. Nur Ohren und anderes war in Ordnung. Blutabnehmen für z.B. den Titertest wollten wir ihn allerdings nicht auch noch an tun. Ihm hat es so schon vollkommen gereicht.
Was ich bemerkt habe und in 2 Foren schon geschrieben habe zud iesem Thema. Das wenn Max paar Wochen kein Bärenklau bekommen aht geht es ihm deutlich schlechter als wenn er de täglich bekommt. Was mir ja nicht immer möglich ist, weil es hier Idioten gibt die meinen der Wiesen.Bärenklau wäre Riesen-Bärenklau und den somit klein machen.

Jinro 31.07.2013 23:02

Zitat:

Zitat von Lupine (Beitrag 540754)
Jinro - falls du mitliest: weißt du von einer Studie die das Thema Blutgerinnungsstörungen beim Kaninchen anschneidet?

Das Blut von Kaninchen beruht auf Eisen, entsprechend hat ein Kaninchen neben Hämoglobin natürlich auch Thrombozyten, entsprechend können sich Thrombenmassen bilden und damit natürlich auch Thrombosen oder Venenverschlüsse und damit ein Schlaganfall. Ursachen sind wie beim Mensch: vielfältig. Entzündungen, Blutstau in immobilen Extremitäten etc.

Und natürlich sieht das auch ähnlich aus. Ob Nervenzellen jetzt durch einen Parasiten außer Gefecht gesetzt wurden, oder durch einen Durchblutungsmangel - die Auswirkungen des Funktionsausfall hängt primär vom betroffenen Bereich ab, nicht vom Grund des Ausfalls.

Nimmt man Hasis Beobachtung jetzt mal rein objektiv: Dann wurde eine Futterauswahl beobachtet. Mehr nicht. Es könnte ja auch sein, dass Lily Bärenklau gefressen hat, weil der in ihrem Zustand besonders praktisch zu essen war. Voluminös, gut strukturiert, leicht zu "packen", rein damit.

Bei einer Diagnose könnte man am Model der Krankheit versuchen eine Wechselwirkung mit den Inhaltsstoffen des Futters herzustellen. Mangels gesicherter Diagnose bleibt das Spekulation.

Gleiches gilt auch für den Cumarin-Ansatz gegen Schlaganfall. Es reicht nicht, dass in Bärenklau Furocumarine enthalten sind. Man muss auch die Kinetik des Wirkstoffs beachten, also wie der Stoffwechsel auf die Einbringung reagiert, welche Produkte aus dem Stoffwechsel entstehen und wie die Verteilungswege des Körpers sind. iGinge Cumarin 1:1 ins Kaninchenblut über, wäre Bärenklau hochgiftig. 221mg/kg Körpergewicht töten ein Kaninchen (LD50).

Zitat:

Zitat von Benny (Beitrag 540702)
Wer heilt hat Recht. Egal was es letztendlich für eine Krankheit war.

Ist doch nonsense und zeitgleich ein Totschlagargument. Wenn man an einem Nutzen dieser Diskussion interessiert ist, dann muss man sich auf solche Strukturdiskussionen einlassen. Sonst lässt sich die Beobachtung nicht reproduzieren und bleibt ein Einzelfall.

hasis2011 31.07.2013 23:07

Ich bin schon an Meinungen und Diskussionen zu diesem Thema interessiert, habe ich ja auch im ersten Post geschrieben, wie ihr zu dem Thema steht. Und um nochmal klarzustellen, das sind rein meine Erfahrungen und Beobachtungen und keine Behandlungstipps, ich würde aber immer wieder diesen Weg wählen.;)

Jinro 31.07.2013 23:20

Zitat:

Zitat von hasis2011 (Beitrag 540883)
Ich bin schon an Meinungen und Diskussionen zu diesem Thema interessiert, habe ich ja auch im ersten Post geschrieben, wie ihr zu dem Thema steht. Und um nochmal klarzustellen, das sind rein meine Erfahrungen und Beobachtungen und keine Behandlungstipps, ich würde aber immer wieder diesen Weg wählen.;)

Hab dich ja auch nicht zitiert.;)

Ich finde deine Beobachtung interessant. Pflanzen oder Erden (bei Affen), die antibiotisch, antifungizid oder antiparasitär wirken werden von erkrankten Tieren eigentlich nie ausschließlich gefressen. Der Nutzen liegt ja gerade in dem aktiven Wirkstoff, den das Tier sonst zu seinem Schaden überdosieren könnte. Würde man Kühe zB. zu cumarinlastig füttern, können sie innerlich verbluten.

Daher bin ich etwas zwiegespalten, ob das nun wegen der Wirkung gefressen wurde, oder vielleicht doch weil es einfach gut rein ging.

hasis2011 31.07.2013 23:23

Zitat:

Zitat von Jinro (Beitrag 540898)
Daher bin ich etwas zwiegespalten, ob das nun wegen der Wirkung gefressen wurde, oder vielleicht doch weil es einfach gut rein ging.

Wäre ein Argument, aber ich hab den Bärenklau in den Wiesenhaufen gemischt und sie hat ihn sich gezielt rausgesucht, was in ihrem Zustand etwas aufwändig war, da wären die anderen Pflanzen schneller drin gewesen.;)

Jinro 31.07.2013 23:30

Das sind eben die kleinen Details, die eine Beobachtung wertvoll machen. Wie stark war die Beeinträchtigung, die Bewegungsfähigkeit, die Kieferkoordination, etc. Daraus kann man schon viel ableiten, wenn man es dokumentiert.


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 19:24 Uhr.



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