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amyfunkyfresh 20.05.2013 14:09

Mein Kaninchen hat sich verändert
 
Hallo Kaninchenfreunde,

ich habe seit ca 6 Jahren mein Kaninchen Amy. Bis vor einem halben Jahr war sie lieb, stubenrein und besonders verschmust, ich konnte sie den ganzen Tag frei in der Wohnung laufen lassen. Amy ist ein Einzeltier, da sie sich nicht mit anderen Kaninchen versteht. Als Bezugsperson hat sie mich und sie schien auch immer damit glücklich zu sein.
Leider hat sie sich im Verhalten stark verändert. Sie macht in die Wohnung und Terrorisiert mich quasi, indem sie mir gezielt und immer wieder Beine und Arme aufkratzt und mich zwickt.
Das macht sie aber nur bei mir, bei Gästen nicht. Sie ist vom Verhalten sehr hibbelig und aufgekratzt. Sie reißt sich büschelweise das Fell aus. Amy ist mit nichts zufrieden. Egal ob ich mit ihr spiele, sie fütter oder streichel. Sie will nur kratzen.
Ich weiß nicht warum sie sich so verändert hat. Es ist zu Hause alles gleich geblieben.
Wer kann mir helfen???

lieben Gruß

Ela und Amy

Streicher 20.05.2013 14:45

Tiere die ein ausgeprägtes Sozialverhalten haben und von Natur aus in großen Sozialverbänden leben, entwickeln Verhaltensstörungen, wenn man gegen ihr natürliches Verhalten handelt und sie alleine hält.

Bei manchen Kaninchen geschieht das nach einem Jahr, bei anderen nach vielen.
Ein Kaninchen braucht mindestens einen Artgenossen um sein normales Sozialverhalten ausleben zu können. Wird ihm dies genommen entwickelt es Verhaltensstörungen die sich zum Einen in Aggression äußern oder aber in Apathie.

Kaninchen die nicht vergesellschaftbar sind, gibt es nicht. Meistens sind es Fehler des Halters durch Unwissenheit und falschen Informationen. Natürlich ist das eine Tier einfacher zu vergesellschaften und das anderer schwieriger aber kein Kaninchen ist alleine glücklich. Das von uns Menschen so toll empfundene zutrauliche Verhalten, es läuft einem nach, lässt sich anfassen, benimmt sich fast wie ein Kind ist eine Verhaltensstörung durch Einzelhaltung.

Mit sechs Jahren ist dein Tier noch recht jung. Zunächst sollte abgeklärt werden, ob das aggressive Verhalten durch organische Beschwerden verursacht wird. Bei Kaninchen ist die Gebärmutter für manch ein Problem verantwortlich.
Ist dies geschehen sollte unbedingt ein Partnertier her und eine richtige Vergesellschaftung gemacht werden. Die meisten Kaninchen legen aggressive Verhaltensweisen ab, wenn zuvor stattgefundene Haltungsfehler beseitigt werden.

linchen89 20.05.2013 15:08

Diesem schönen Beitrag kann man nichts mehr hinzufügen :))

april 20.05.2013 15:25

Wie alt ist Amy? Könnte sie scheinschwanger sein? Denk mal über eine Vergesellschaftung mit einem Kastraten nach.

Lupine 20.05.2013 19:14

Streicher hat es auf den Punkt gebracht.

Dass es Amy nicht gut geht, merkst du sehr deutlich - sonst hättest du nicht unsere Hilfe gesucht.

Wir würden dir gern weiter helfen, damit Amy wieder ein fröhliches und zufriedenes Langohr werden kann! Hilfst DU uns dabei?

Der von Streicher angesprochene Tierarztbesuch ist der erste Schritt, es muss abgeklärt werden ob mit Amys Gebärmutter und Eierstöcken alles in Ordnung ist. Leider kommen Veränderungen dieser Organe bei Häsinnen häufiger vor, und es ist sehr wichtig sie rechtzeitig zu erkennen. Diesen Tierarztbesuch solltest du in den nächsten Tagen auf jeden Fall machen!

Und dann würde ich dich bitten, uns einmal näher zu beschreiben, wie Amy bei dir lebt. Bewegungsmöglichkeiten, Gehegegröße, Einrichtung und auch die Fütterung können - richtig gemacht - sehr zum Wohlbefinden beitragen, also sollte man dort nachsehen ob es etwas zu verbessern gibt.

Der nächste Schritt wäre dann die Suche nach einem geeigneten Partner für sie.

Hasenmama2012 20.05.2013 19:27

Hey,
kann mich meinen Vorredner nur anschließen.

Nachdem alles beim Tierarzt abgeklärt ist, würde ich deiner Süßen ganz dringend einen Partner zur Seite stellen. Vergesellschaftungen scheinen für den Menschen immer schlimmer, als sie für die Tiere im Endeffekt sind.
Lies dich am besten mal hier im Forum durch besondern was VG angeht, da erfährst du eine Menge und glaub mir, du wirst schnell feststellen wie deine Süße sich zum Positiven verändert wenn sie einen Partner hat.
Du tust ihr damit nur Gutes und sie wird es dir danken, glaub mir.
Stell dir nur mal vor, du würdest allein sein, du könntest mit niemandem kuscheln oder reden. Sicher liebst du dein Tier und gibst ihm viel Aufmerksamkeit, aber liegst du nachts mit im Gehege? Leckst und putzt du dein Kaninchen? Kannst du dich auf "hasisch" und mit Gerüchen mit ihm verständigen? :p Wohl kaum.

Ganz liebe Grüße und bitte stell deiner Süßen einen "Gesprächspartner" zur Verfügung, das ist echt wichtig für ihr Wohlbefinden.


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