Hallo ihr Lieben, ich bin auf der Suche nach einer Lösung für meine kranken Schätzchen auf dieses Forum gestoßen und möchte nun direkt mal mein Problem in den Raum werfen.
Alles begann damit, dass ich meine Jüngste, Shiori, Ende März des öfteren beim ständigen Kratzen hinter den Ohren gesehen habe. Daraufhin hab ich sie natürlich untersucht, aber nichts auffälliges gefunden, selbiges am folgenden Tag. Als ich dies dann auch bei den anderen 3 beobachtet habe wurden die auch nochmal gründlich untersucht. Ich meinte, ich hätte da bei Shiori zumindest 2 kleine (wie Schuppen aussehende) weiße Tierchen entdeckt, die Laufen konnten (allerdings bin ich mir da inzwischen nicht mehr so sicher, näheres dazu später.
Alle vier Nins natürlich eingesackt und ab zum Tierarzt, keine sichtbaren Ektoparasiten im Fell vorhanden, d.h. Flöhe, Haarlinge etc. fallen Weg. Diagnose Milbenbefall und eine Spritze Ivomex für alle + Ektoderm-Spray zum einmassieren. Für ca 3 Tage war Ruhe, dann ging der Spaß von vorne los, so weit, dass sie ständig beim Aufstehen aus Sitzen oder Liegen den Rücken ganz komisch durchbogen (also ähnlich als würden sie sich strecken, aber auf eine nicht gesund aussehende Weise).
Dann 7 Tage später nochmal zum Tierarzt wegen zweiter Spritze Ivomex. Abends noch alles gut, alle ziemlich lebendig. Am nächsten Morgen kam mein "Großer" (Jamie, 17 Monate) nicht zum Fressen, was sehr ungewöhnlich ist, das die 4 mir zu den Fütterungszeiten immer aufgeregt entgegen hoppeln. Habe das ganze dann weiter beobachtet, abends selbiges Problem. Als Jamie dann am nächsten Tag immernoch nicht aß, bin ich mit ihm zum Tierarzt. Die Annahme war zuerst, dass er die Spritze wohl nicht ganz vertragen hätte, leichte Aufgasung im Bauch, da er ja nicht genug isst. Rudi Care akut, Bene-Bac und Critical Care zum päppeln, zudem bekam er noch eine Schmerzspritze wg dem Bauch. Von den empfohlenen 4EL bin ich froh wenn ich 1EL in in reinbekomme. Da sich an diesem Zustand aber auch weiterhin nichts besserte, nochmal zum Tierarzt, ausführliche Mundhöhlenuntersuchung, Bauchuntersuchung etc. alles okay. Dann Blutentnahme wg evtl. Entzündungen im Körper. Albumin, Globulin und Harnstoff erniedrigt, würde aber an der geringen Nahrungsaufnahme liegen. Nochmal Differenzialblutbild, da bekam ich dann einen Anruf, dass die Werte auf Endoparasiten (V.a. Kokzidien) hindeuten. Kotproben eingesammelt, wieder dort hingebracht, Befund: Kokzidien.
Nun seit letztem Mittwoch Baycox für alle gegen die Kokzidien, Schmerzmittel für Jamie gegen die Bauchschmerzen. Solange ich das Schmerzmittel gab besserte sich sein Essverhalten bedeutend, habe Dill und Petersilie zum Appetit anregen gefüttert, was er auch gut angenommen hat. Zuvor hat er jegliche Nahrung verweigert, von Obst, über Leckerlis und Trockenfutter alles ausgetestet - er fraß nichts, vom üblichen Gemüseteller ganz zu schweigen. Nun frisst er zumindest ein wenig, allerdings nur, wenn man es ihm direkt vor die Nase legt und auch dann viel zu wenig - Kohlrabiblätter, Möhrengrün, Löwenzahn und Kräuter sind das einzige was er anrührt, Heu sehe ich ihn nur selten einen Grashalm mümmeln.
Was die Ektoparasiten angeht war bis letzten Freitag alles okay, wo wir eigentlich nochmal ne Ivomex Spritze geben wollten, die dann aber wegließen, da ich sie bis dato nicht mehr habe kratzen sehen. Samstag dann der totale Einbruch, alle nur noch am kratzen und schütteln, selbst die 3 anderen verweigerten plötzlich das Essen. Glücklicherweise hat sich das am Abend dann gegeben, haben wieder gefressen und waren auch so ganz gut drauf (TA meinte heute das kann am Baycox gelegen haben). Nur Jamie leider nicht ...
Nun waren wir heute wieder beim TA, die Kokzidienbehandlung ist ja noch am Laufen, allerdings ist nicht ersichtlich, woher der Juckreiz kommt. Meine Große, Ally, hat im Nacken viele Haare gelassen, bei den Kleinen, Shiori und Chiko ist m.M.n. das Fell hinter den Ohren (da wird halt auch am meisten gekratzt) etwas weniger dicht geworden als zu Beginn, wo ich kaum was von der Haut sehen konnte. Bei Jamie sind solche Stellen überhaupt nicht erkennbar.
Die Ärztin hat heute nochmal Untersuchung von Ohren, Probe mit Tesafilm und dann Hautabschabung gemacht, alles unauffällig. Nun hat sie auch zugegeben, dass sie nicht mehr weiter wüsste, hat sich auch mit Kollegen beraten etc. Einzige Möglichkeit wäre noch ein Hautpilz, wo aber zuerst eine Kultur angelegt werden muss, die min. 3 Wochen lang wachsen muss. Die haben wir nun auch machen lassen, Jamie wird weiterhin zwangsernährt, wg. der geringen Nahrungsaufnahme haben sich auch Hefen im Darm vermehrt, die nun auch nochmal mit Nystatin behandelt werden, zudem nochmals Schmerzmittel und weiterhin zum Aufbau der Darmflora Herbi Colan und Bene-Bac.
So, wer bis hierhin alles gelesen hat, schonmal vielen Dank dafür!
Hat vielleicht jemand Ähnliches erlebt oder weiß einen Rat was man noch tun könnte? Ich hab nun in der Apotheke Schwefelblüten bestellt, das ist morgen da und würde das noch ausprobieren gegen die kleinen Quälgeister auf der Haut.
Dazu wäre noch zu sagen, dass ich bei keinem 0815-Tierarzt bin, sondern in der Tierklinik Neuwied, die auch viele Ärzte mit Kleintierspezialisierung haben und ich aufgrund viel gelesener Empfehlung ausgesucht habe. Die Aussage "Wenns auch kein Hautpilz ist, weiß ich nicht, was Ihre Kaninchen haben" lässt mich schon ziemlich verzweifeln. Vielleicht weiß ja irgendjemand hier noch Rat
Dann schonmal Danke fürs Lesen an alle. Wär echt super, wenn jemand noch einen Tip hat, der vielleicht helfen könnte, ich probier alles aus, Kosten sind mir egal ...