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Zu viel Baytril, sehr schlimm??? Hallo! Mein Nini wurde letzte Woche kastriert und musste auch zur Kontrolle zum TA- es war alles okay. So 2-3 Tage später kam mir sein Urin bzw. was in der Hasentoilette war komisch vor (bräunlicher dünner Schleim). Sollte dann lieber zum TA gehen, wo ich gestern war. Nini bekam eine Spritze und ich sollte ihn ab heute für 3 Tage 0,5 Baytril 2,5% mit einer kleinen Spritze ins Mäulchen geben. Natürlich hat er sich gewehrt...aber irgendwie war ich so doof (ich ärgere mich sehr...), dass ich ihm die ganze Dosis eingeführt hab. Ca. 3ml waren insgesamt in der Spritze, 1,5ml sollten ja verteilt werden auf 3 Tage bis Donnerstag- und einiges klebte dann noch am Mäulchen. Also die ganzen 3ml hat er nich gekriegt.... Aber ich Dumme habe alles verbraucht.... Ist es sehr schlimm, dass Nini zuviel davon bekommen hat???? Danke sehr!!! |
AW: Zu viel Baytril, sehr schlimm??? Ich würde sicherheitshalber sofort den TA anrufen! |
AW: Zu viel Baytril, sehr schlimm??? Bist du sicher dass du die 2,5%ige Lösung zur oralen Gabe bekommen hast? Ist die verdünnt worden? Oral sollte die 2,5%ige Lösung nur stark verdünnt verabreicht werden, es handelt sich eigentlich um eine Injektionslösung! Das hier verwendete Lösungsmittel ist anders als bei der 5%igen Lösung nämlich ätzend und kann die Schleimhäute verätzen! Das gilt natürlich dann besonders bei einer massiven Überdosierung! Bitte wende dich SOFORT an einen kaninchenerfahrenen Tierarzt und lass dein Nin untersuchen! |
AW: Zu viel Baytril, sehr schlimm??? Ja ins Mäulchen- die TA hat mir alles aufgeschrieben. Ich frage da sofort nach!!! |
AW: Zu viel Baytril, sehr schlimm??? wenn Nini nich alles gekriegt hat, dann soll es lt. TA nich schlimm sein. Soll mir heute noch was von dem Mittel abholen. |
AW: Zu viel Baytril, sehr schlimm??? Bitte, wenn es die 2,5%ige Lösung unverdünnt war, dann lass Nini untersuchen - und zwar von einem ANDEREN Tierarzt! Die 2,5%ige Lösung ist bekannt dafür, dass es bei Kaninchen schon bei unverdünnter Gabe der normalen Dosis Verätzungen an der Maul- und der Darmschleimhaut gab! Gegebenenfalls musst du ihm Schmerzmittel verabreichen wenn er das fressen einstellt! Hast du denn etwas zum Schutz der Darmflora bekommen? |
AW: Zu viel Baytril, sehr schlimm??? Hallo Mellie, damit so etwas nicht nochmal passiert, lass dir vom Tierarzt immer noch eine zweite Plastikspritze geben, in die du nur die Menge füllst, die du geben sollst. Ich mache das immer so, man hat schnell mal zu fest gedrückt und alles ist im Kaninchen. Außerdem brauchst du noch etwas für die Darmflora "Benebac" zum Beispiel. Ach ja, und hör auf das, was Lupine sagt. LG, sarah |
AW: Zu viel Baytril, sehr schlimm??? Mhh, man sollte doch ein Antibiotikum mind. 7 tage geben, oder? Jedenfalls war es bei mir immer so, wenn die kleinen Batril bekamen... Liebe Grüße, Kinta |
AW: Zu viel Baytril, sehr schlimm??? Das kommt auf das Einsatzgebiet an, Kinta. Grundsätzlich werden Antibiotika immer so lange verabreicht bis die Beschwerden mehrere Tage komplett verschwunden sind, um eine mögliche Resistenzbildung zu vermeiden. 3 Tage scheint mir knapp bemessen, da Beschwerden vorhanden waren, normalerweise wird AB so kurz nur gegeben wenn es nach der OP quasi als "Vorsorge" verabreicht wird um eine bakterielle Wundinfektion von vorneherein zu verhindern. |
AW: Zu viel Baytril, sehr schlimm??? Achso, danke :)... ich würde aber auch lieber einen anderen TA aufsuchen... |
AW: Zu viel Baytril, sehr schlimm??? Also ich würde auch lieber nochmal bei einem anderen Tierarzt vorbei schauen. Baytril ist eh ein umstrittenes Medikament, da sich mit der Zeit bei vielen Tieren Resistenzen angesammelt haben. Eine meiner Ratten ist zB mittlerweile komplett resistens gegen Baytril. Das hilft nix mehr. Ich würde allerdings auch mal bei einem anderen tierarzt nachfragen, ob du die 2,5%ige Lösung einfach so geben kannst O_O @ Kinta: Bei meinen Ratten müsste ich es sogar eigtl immer 10 Tage geben ;) Aber wenns nach 3 Tagen schon hilft mach ich das nicht komplett 10 Tage, denn genau SO entwickeln sich Resistenzen. Ein Mittel zum Schutz der Darmflora ist auch nicht jedes Mal bei AB-gabe notwendig. Bei einer solchen Lösung wie Baytril 2,5% sollte allerdings was gegeben werden. Wenn man nix hat hilft auf die Schnelle auchmal Activia joghurt, ist aber KEINE LÖSUNG AUF DAUER! LG Kaddi |
AW: Zu viel Baytril, sehr schlimm??? Ich kenn mich mit dem Mittel zwar nicht aus, aber da Lupine ja schon sagt dass es ätzend sein kann, würde auch ich sagen : Sofort zum TA und zwar zu einem erfahrenen Die Aussage : ,,wenn das Kaninchen nicht alles abbekommen hat, ist es nicht schlimm'' →Das ist relativ und woher weisst du ob es nicht alles bekommen hat? Bei Medikamenten wär ich sowieso immer vorsichtig.. Wenn du schon zuviel gegeben hast, dann geh doch bitte zum TA wenn es ätzt, ist damit absolut nicht zu Spassen!! Liebe Grüsse Fee |
AW: Zu viel Baytril, sehr schlimm??? Zitat:
Wiki: Die Therapie muss bei einem Ansprechen konsequent zu Ende geführt werden, da oft jedoch die klinische Besserung der Symptome schon schnell eintritt, verzichten Patienten darauf die Medikamente bis zum Ende einzunehmen. Dies betrifft insbesondere Antibiotika, die über ihre die Länge der Einnahmedauer wirken und beispielsweise wie Penicillin bei Scharlach für zehn Tage genommen werden müssen |
AW: Zu viel Baytril, sehr schlimm??? Zitat:
Aber bislang bekamen sie es nur bei den Bisswunden und das ist schon was her, finde Batril auch nicht so super, bekommen ja übrigens auch manche die Schweine und Rinder, die hier über die Kasse gehen..... Aus Angst vor Durchfall hab ich den kleinen noch gesunde Köttelchen zermahlen und mit Möhrenbrei vermengt, nicht grad lecker, aber meine hatten bislang noch nie Durchfall, auch wenn ich nicht weiß, obs wirklich daran lag. Liebe Grüße und gute Besserung! |
AW: Zu viel Baytril, sehr schlimm??? Zitat:
Und genau damit trägst du dann leider zur Entwicklung der Resistenzen sehr maßgeblich bei! ABs führen immer dann zur Resistenzbildung, wenn nicht komplett alle Krankheitserreger abgetötet sind. Dann bleiben einige übrig, die mit dem AB bereits in Kontakt gekommen sind und nun dagegen "Verteidigungsstrategien" entwickeln können - Resistenzen eben. Und wenn die sich dann vermehren, ist das AB leider wirkungslos geworden. Baytril hat - wie andere Standard-Antibiotika in der Tiermedizin - genau wegen solchen Tierhalter-Verhaltens so rapide an Wirksamkeit verloren! Irgendwann verliert jedes AB an Wirksamkeit, weil man irgenwann entweder auf mutierte Bakterien trifft denen es durch Zufall nichts anhaben kann, oder weil in mehreren Fällen zu früh abgesetzt wurde. Kommen solche Fälle aber sehr häufig vor, und eine Behandlung wird vom Halter (oder in der Humanmedizin vom Erkrankten) eigenmächtig und ohne ausreichenden Grund (bedrohliche Verdauungsprobleme z. B.) unterbrochen, ist ein AB oft schon binnen weniger Jahre "verbrannt"! Zitat:
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AW: Zu viel Baytril, sehr schlimm??? Huhu, Also ich hab das alles so wie ich es mache mit meiner Tierärztin abgesprochen. wenn nach 3 Tagen alle Symptome verschwinden, kriegen sie das Mittel nur 7 statt 10 Tage. Bei meiner Ratte liegt diese Resistenz darin, dass sie in ihrem 2 1/2 Jahren Leben mindestens mal 1 1/2 Jahre Baytril bekommen hat -.- Irgendwann ist es einfach zu viel. Also ich habe noch NIE irgendwelche Mittel mitbekommen und meine tiere haben wirklich schon richtig oft Antibiotikum bekommen. Grade weil zB meine Ratten aus dem Tierschutz stammen und gesundheitlich eh ständig was haben. HAt bisher aber alles dem Darm noch nicht geschadet. Da ne Freundin von mir Tierärztin ist und sich auf Kleintiere (Ratten, Kaninchen, allg. Nager,..) spezialisiert hat, spreche ich viel mit ihr ab, was meien Tierärztin hier vor Ort mir so alles gesagt hat. Da meine Freundin jedoch in Norddeutschland wohnt kann ich nich einfach mal schnell zu ihr gehen. Und auch sie sagt, dass man nicht jedes Mal ein Mittel dazu geben soll, alles unnatürliche was in das Tier reingestopft wird ist nicht gut und je weniger, desto besser. Kann nur sagen was mir bisher so beigebracht wurde^^ aber wir haben ja schon öfter festgestellt, dass versch. tierärzte versch. Meinungen haben. |
AW: Zu viel Baytril, sehr schlimm??? 7 Tage ist ja schon wieder was anderes, ich dachte du hättest nach drei tagen aufgehört oder so, so hörte sich das jedenfalls an. Was man halt nicht immer so annimmt. :) |
AW: Zu viel Baytril, sehr schlimm??? Es las sich so, als hättest du nach 3 Tagen bereits das AB abgesetzt. Der jetzt von dir geschilderte Fall ist natürlich ein anderer - allerdings hast du auch selbst erlebt, dass die 3 Tage weniger AB-Gabe durchaus eine Resistenzbildung fördern können. Übrigens, zum Verständnis: nicht das Tier wird immun oder resistent! Der Erreger wird es, unabhängig vom Tier. Und du vergisst beim Thema Darmschutz zudem etwas sehr wesentliches: Ratten haben aufgrund ihres anderen Verdauungssystems auch eine andere Darmflora als Kaninchen. Sie haben zum Beispiel nicht die doppelte Verdauung, und auf ihrem Speiseplan steht außerdem auch tierisches Eiweiß. Erfahrungen mit Antibiotikagaben bei Ratten kann man damit nicht im entferntesten einfach so auf Kaninchen übertragen. Und unnatürliches in ein Tier hineinstopfen muss ja gar nicht sein - es gibt wohl kaum einen natürlicheren Darmschutz für Kaninchen als den Kot von gesunden Kaninchen! Natürlicherweise versuchen sie ja meist sogar aus eigenem Antrieb bei Verdauungsproblemen ihren Artgenossen sogar den Blinddarmkot zu stehlen. Insofern hat deine Freundin dir nur die halbe Wahrheit gesagt, da es ja eine absolut natürliche Möglichkeit des Darmschutzes gibt. |
AW: Zu viel Baytril, sehr schlimm??? :D Ja hab meinen beitrag nochmal gelesen.. Hörte sich wirklcih an als würde ich nach 3 tagen aufhören. Sorry. Das tu ich natürlich NICHT. Und bei dem Darmschutz meinte ich solche medikamentenmittelchen, natürlicher Kot ist ja dann wieder was anderes. Mit der Verdauung von Kaninchen hab cih mich ehrlich gesagt noch nie beschäftigt, weil es bisher noch nicht nötig war. Weiß nur das, was man weiß, wenn man sich mit richtiger Ernährung beschäftigt. |
AW: Zu viel Baytril, sehr schlimm??? Tja - wenn es notwendig ist, könnte es sein dass du nicht die Zeit hast dich damit zu beschäftigen. Und es könnte auch sein dass man ein Warnzeichen übersieht. Grundlegende Kenntnisse über die spezielle Verdauung der Kaninchen sollte eigentlich jeder Halter haben. Wer darüber hinaus Interesse hat: in den letzten beiden Ausgaben der Rodentia war ein zweiteiliger großer Artikel dazu - die Ausgaben kann man auch beim Verlag nachbestellen. |
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