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Jule172 03.01.2012 13:29

Zahnspitzen
 
Hey ich bins schon wieder, ich hatte gestern bei Cookie festgestellt, dass der kleine Mann ganz nass unterm Mäulchen war. Also bin ich heute morgen direkt zum TA und dort wurde festgestellt, dass er Zahnspitzen an den Backenzähnen hat also jeweils eine links und eine rechts unten im Innenbereich.
Die wurde erst abgeknippst und dann abgefeilt, aber ohne Narkose und das klappte soweit ich das beurteilen kann sehr gut. Er hat auch Zuhause direkt wieder losgefuttert.
Nun habe ich hier schon ein paar Diskussionen gelesen, dass man das lieber mit Narkose machen sollte usw. ich werde die TÄ beim nächsten mal danach fragen.

Der Kleine ist ja erst so ca. 4 Monate alt und ich habe jetzt gelesen, dass es recht ungewöhnlich ist, dass so junge Nins schon Zahnspitzen etc. haben.
Ich soll ihn jetzt gut beobachten, damit wir herausfinden in welchen Abständen das ganze gemacht werden muss...
An meiner Fütterung sehe ich eigentlich keinen Änderungsbedarf, aber vielleicht fällt euch noch etwas auf was ich verändern kann.
Ich füttere keinerlei Trockenfutter, Pellets oder sonstwas...
Die Nins haben Heu zur freien Verfügung (und futtern dies auch gerne) und bekommen nur Frischfutter, d.h. alle möglichen Salate, verschiedene Kohlsorten, Gemüse, Kräuter... und ab und an auch Zweige zum nagen, die aber meist liegen bleiben....
Wiese sammeln klappt bei mir leider nicht so, da ich ja mitten in der Stadt wohne und am Straßenrand und in den Parks, halte ich das Sammeln für eine nicht so gute Idee.
Sollte ich noch irgendwas beachten, was ihr so aus Erfahrung wisst?
Ich habe etwas von röntgen gelesen, ist das notwendig? Oder eher nicht? Denn wir haben die Zahnspitzen ja anscheinend sehr früh entdeckt...

Valentina 03.01.2012 13:37

AW: Zahnspitzen
 
Hallo

Solange es nur Zahnspitzen sind, ist es noch nicht sooo dramatisch.. Allerdings sollten diese nicht geknipst werden. Sondern nur gefeilt bzw geschliffen.
Oft klappt das auch ohne Narkose. Das hängt von Kaninchen und TA ab.

Lupine 03.01.2012 15:03

AW: Zahnspitzen
 
Es ist halt immer so eine Sache - beides ist nicht ungefährlich.

Bei der Narkose sind die Risiken bekannt - Kreislaufprobleme etc.

Was aber viele nicht beachten ist die Tatsache, dass bei Kaninchen vor dem Kiefergelenk ein paar dicke Adern ziemlich ungünstig lang laufen. Macht das Kaninchen eine einzige ungeschickte Bewegung oder stößt der TA wegen eines eigenen Fehlers mit der Feile oder sonst einem Instrument an genau diese Stelle, kann das Kaninchen verbluten. Eine Blutung an diesen Stellen gestoppt zu bekommen ist ein Sechser im Lotto.

Deshalb kann man ganz grob sagen: Sind die Zahnspitzen eher im vorderen Maulbereich und sind sie nur wenig ausgeprägt, ist eine Korrektur ohne Narkose die bessere Wahl. Gleiches gilt für Korrekturen an den Vorderzähnen.

Sind die Spitzen aber deutlich ausgeprägt und/oder im hinteren Bereich, ist die Narkose (am besten Gasnarkose) vorzuziehen weil so das Risiko eines solchen Zwischenfalls mit massiver Blutung deutlich verringert wird.

Beobachte einmal das Kauverhalten deines Kaninchens. Bewegt es den Unterkiefer auch seitlich oder nur herauf und herunter bzw. vor und zurück?

Eine Röntgenaufnahme würde ich für sinnvoll halten, um besser abschätzen zu können ob "nur" eine Zahnfehlstellung vorliegt oder ob es eine besondere Ursache (Abszess an einer Zahnwurzel oder etwas ähnliches) gibt. Auch knöcherne Veränderungen der Kiefergelenke kann man teilweise auf einem Röntgenbild erkennen.


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