 | Zwergkaninchen | | Registriert seit: 14.04.2010
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Geschrieben am
30.11.2011, 20:19
| | | | Felix-Dem Tod noch mal von der Schüppe gesprungen Das letzte Wochenende war ein echtes Horrorwochenende: Donnerstagabend: Felix kam nicht wie gewohnt angehoppelt, als es Futter gab
Freitag morgen: Er saß nur noch geduckt in einer Ecke, also ab zum Tierarzt. Die Tierärztin stellte fest, dass er ziemlich aufgegast war. Ansonsten konnte man nichts weiter feststellen. Also bekam er Buscopan gespritzt, Bird Bene Bac und Sab simplex und sollte am nächsten Tag noch mal vorgestellt werden.
Samstag: Dem Kaninchen ging es schlechter, der Bauch war noch dicker und noch immer fraß er nichts. Es wurde ein Röntgenbild gemacht, auf dem man einen aufgegasten Darm sehen konnte und in der Mitte zwischen den Darmschlingen eine festere Masse. Was genau das war konnte man nicht sagen, weil ja drumherum der Darm so voll Luft war, dass das Bild nicht so aussagekräftig war.
Laut TA könne das aber durchaus ein Tumor sein und dann gäbe es leider keine Chance für das Kaninchen. In dieser Größe wäre eine OP nicht besonders erfolgversprechend und ich hätte ihn alleine wegen den schlechten Erfahrungen mit der Op meiner Häsin Callie (darüber gibt es einen eigenen Thread) nicht operieren lassen wollen.
Ich hätte das Kaninchen dort zur Überwachung lassen können, aber das wollte ich Felix nicht auch noch zumuten. Zumal in der Praxis ja auch nicht permanent jemand nach ihm geschaut hätte.
Daher habe ich dann einen Kurs im Spritzen von Buscopan bekommen, sollte alle bisherigen Medikamente weitergeben und auch mit Critical Care zwangsfüttern.
Außerdem war sie so nett und hat mir ihre private Handynummer gegeben, auf der ich sie jederzeit hätte erreichen können.
Samstag abend ging es Felix dann richtig schlecht und ich spielte mit dem Gedanken, ihn erlösen zu lassen. Der arme Kerl saß laut Zähneknirschend in der Ecke, aus seinem Darm kam ein Patex-ähnlicher, klebender Schleim und zwischendurch gingen kleine Zuckungen durch den kleinen Körper. Also sind wir abends noch mal in die Praxis gefahren. Die TÄ fand ein Einschläfern dennoch (zum Glück) zu früh und gab uns noch Metacam zur Schmerzlinderung mit.
Von Samstag bis Montag morgen habe ich ihm alle 3 Stunden die ganzen verschiedenen Dinge eingeflößt, hab ihm das Bäuchlein massiert und ansonsten nur mitleidend beobachten können. Das tat mir so weh, den erst 2Jährigen Kerl so leiden zu sehen.
Montag morgen ging es ihm dann schon wieder etwas besser. Er hat immerhin mal einen klitzekleinen Bissen eines Salatblattes genommen und nicht mehr geknirscht. Außerdem konnte er auch wieder richtig hoppeln. Als es vorher ihm so schlecht ging, war es mehr ein kriechen als ein hoppeln und die Hinterläufe standen öfters mal zur Seite raus. Jetzt aber waren die Hinterläufe wieder da, wo sie hingehörten und er hoppelte auch mal eine Runde durch sein Gehege.
Allerdings war ihm jetzt sein Geschlechtsteil enorm angeschwollen und er verlor ständig Urin.
Die TÄ hatte schon Sorge, dass er eine untypische Form der Myxomatose haben könnte. Allerdings konnte ich mir das nicht so vorstellen, weil seine Augen und sein Kopf völlig normal waren.
Am Dienstag morgen dann die Überraschung: als ich seinen Kumpel Otello gefüttert habe, kam er angeflitzt und machte sich gleich über dessen Futter her. Die Geschlechtsteile sind wieder abgeschwollen und es findet sich kein frischer Urin mehr in seinem Fell.
Ich würde sagen, er ist über den Berg. Er frisst, trinkt, hoppelt herum.
Auch wenn das hier jetzt keine Frage ist, so war es mir ein Bedürfnis, die Freude darüber Kaninchenfreunden mitzuteilen.
Weil......Freunde und Bekannte halten mich eher für völlig durchgeknallt, dass ich so viel Geld und Mühe in ein Kaninchen stecke, welches ja so wenig materiellen Wert hat.
Also, ich hoffe, ihr freut euch hier mit mir 
Geändert von Pegasus (30.11.2011 um 20:27 Uhr).
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