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hasis2011 03.09.2011 23:03

AW: Kaninchen zeigt Lähmungerscheinungen an den Hinterläufen
 
Ich habe im Degupediaforum ein paar interessante Antworten bezüglich meiner Häsin bekommen. Es kann daran liegen das früher Futter gefüttert wurde, das viel Vitamin D3 enthält, zB. Pellets, Trockenfutter, viel Heu usw. Dies führt zu einer Calcinose.
Fällt bei meiner Häsin ja weg, da ich sie schon als Baby bekommen habe. Er ist ja noch nicht lange bei dir, weisst du wie er früher gefüttert wurde?

Helfen würde in diesem Fall Schachtelhalm und Brennesseln.

Lg. Alex

Streicher 03.09.2011 23:18

AW: Kaninchen zeigt Lähmungerscheinungen an den Hinterläufen
 
Ich habe ihn bekommen, da war er acht Wochen (wenn die Angaben stimmten). Leider aus dem Zooladen, also die ersten Wochen seines Lebens bekam er bestimmt nur Trofu.
Dann bei mir nur Grün und Gemüse, da ich meine Häsinin schon vor dem Kastraten hatte und auch als Anfänger recht schnell von Trofu (Heupellets) auf Frifu umgestellt habe, mir war das gekaufte Futter einfach zu teuer. :p
Heu haben meine nie viel gefressen, fällt auch weg.

Schachtelhalm meinst du Acker-Schachtelhalm?
Brennessel fressen meiner erst nach dem Frost.

hasis2011 03.09.2011 23:27

AW: Kaninchen zeigt Lähmungerscheinungen an den Hinterläufen
 
Hmm, dann bist du in der selben Situation wie ich. Ich grüble auch warum meine Häsin dieses Problem hat...
Aber die Fütterung ist ja schon optimal. Das einzige was ich mache ist, das ich bei der gepflückten Wiese den Grasanteil erhöhe.
Ob´s hilft...?

Ja, ich meine Ackerschachtelhalm. Und die Brennesseln kann man auch getrocknet geben, hat angeblich keine negative Auswirkung auf die Calcinose.

Lg. Alex

Streicher 03.09.2011 23:32

AW: Kaninchen zeigt Lähmungerscheinungen an den Hinterläufen
 
Zitat:

Zitat von hasis2011 (Beitrag 221632)
Hmm, dann bist du in der selben Situation wie ich. Ich grüble auch warum meine Häsin dieses Problem hat...
Aber die Fütterung ist ja schon optimal. Das einzige was ich mache ist, das ich bei der gepflückten Wiese den Grasanteil erhöhe.
Ob´s hilft...?

Lg. Alex

Tja manches bleibt wohl ungeklärt. Mehr Gras kann ich auch mal ausprobieren. Wobei ich den Grasanteil zwangsweise gegen Ende des Jahres erhöhe, die Kräuter gehen zur Neige. Löwenzahn wirkt Harntreibend, bringt das was? Eine Zeit lang wurde der bei mir verschmäht im Moment kann ich gar nicht genug davon ran schaffen. Ebenso Giersch.

hasis2011 03.09.2011 23:41

AW: Kaninchen zeigt Lähmungerscheinungen an den Hinterläufen
 
Löwenzahn wird bei mir auch grade sehr gerne gefressen. Schaden wird er sicher nicht. Ich füttere so wie immer, da ich nachwievor der Meinung bin, das es nicht an der Fütterung liegt.
Den Kräuteranteil habe ich aber bewusst reduziert, da Kaninchen eigentlich eher Grasfresser und nicht Kräuterfresser sind. Vielleicht sind es einfach nur zu viele Kräuter...
Die Hälfte der gesammelten Wiese ist Gras.

Lg. Alex

Lupine 04.09.2011 19:07

AW: Kaninchen zeigt Lähmungerscheinungen an den Hinterläufen
 
Habt ihr beiden eure Fütterung auf Oxalsäure überprüft?

Die Ad-Libitum-Fraktion hier vergisst nämlich ganz gerne mal zu erwähnen dass auch Grünpflanzen massive Gefahren bergen können, und mit der Selektion ist das so eine Sache... es selektieren eben doch nicht alle Kaninchen wirklich erfolgreich, denn sie merken in solchen Fällen oft nicht sofort dass ihnen ein Futtermittel nicht bekommt. Wenn dann noch die Veranlagung dazukommt, wird das zum Problem.

Zur Erklärung: man hat herausgefunden dass in vielen Fällen bei der Blasengries, -schlamm bzw. -steinbildung das Material aus Kalziumoxalat besteht. Es bildet sich aus Kalzium (was eigentlich ganz gut wasserlöslich ist und einfach ausgeschwemmt werden kann durch Wasseraufnahme) und der Oxalsäure die einige Pflanzen in erheblicher Menge als Fraßschutz bilden. Kalziumoxalat ist fast überhaupt nicht wasserlöslich und kann deshalb zu den vorgenannten Problemen führen.

Für Wiesenpflanzen ist es leider sehr schwierig eine Liste mit dem Oxalsäuregehalt zu finden. Bei den Gemüsen zählen zu den problematischen Sorten zum Beispiel Spinat und Chicoree sowie Rote Beete. Bei den Wiesenpflanzen weiß ich zum Beispiel dass Sauerklee große Mengen an Oxalsäure bildet, aber auch Huflattich und Ampfer-Arten können bedenklich sein. Knöterichgewächse ebenfalls - und bei den Gemüsen hatte ich den ziemlich problematischen Mangold noch vergessen, und unter den Kräutern noch die Petersilie zwar nicht in der "Liga" von Spinat und Mangold spielt, aber doch einen noch ins Augenmerk zu fassenden Anteil enthalten kann.

Tinachen 04.09.2011 19:48

AW: Kaninchen zeigt Lähmungerscheinungen an den Hinterläufen
 
Das ist ganz interessant falls man darauf verzichten möchte:

Zu den größten Oxalsäureproduzenten der Natur zählen folgende Pflanzenarten:
Alle Ampfer, vor allem der Krause Ampfer, der Gartenampfer und der Sauerampfer. Sauerampfer enthält zwischen 830 und 1770 mg Oxalsäure pro 100g Pflanzenanteil und gehört damit zu den absoluten Spitzenreitern.
Rhabarber (Stiele): Sie bestehen zu 0,3 bis 0,7% aus Oxalaten.
Sauerklee(Oxalis acetosella). Hier weisen schon der deutsche und der lateinische Name auf die Säuren hin. Der normale Klee, Familie Fabaceae, enthält kaum Oxalsäure, jedenfalls nicht mehr als andere Wiesenpflanzen und nur als Oxalat.

Bei den normalen Wiesenpflanzen sehe ich trotz keiner genauen Studien kein zu großes Problem. Zu viele Faktoren beeinflussen den Oxalsäuregehalt der Pflanzen. Vor der Blüte, nach der Blüte, Standort, usw., usw. deshalb sind genaue Meßwerte schwierig. Das wäre eine Wissenschaft für sich und für den Einzelnen aus genannten Gründen nicht umsetzbar. Mal ganz abgesehen davon, dass ja die wenigsten von uns ein Chemielabor zu Hause haben.
Ich denke besonders die Vielzahl der Pflanzeninhaltsstoffe in ihrer Gesamtheit ist wichtig für die Gesunderhaltung unserer Tiere. Zumal sich die Inhaltsstoffe oft genug ergänzen oder ausgleichen. Bei Oxalsäure wären die "Gegenspieler" zum besseren Abbau Calzium und Vitamin C, was ja auch wieder in den einzelnen Pflanzen vorkommt. Ich denke also, dass hauptsächlich (heimische)Vielfalt im Futterangebot wichtig ist.

Lupine 04.09.2011 20:01

AW: Kaninchen zeigt Lähmungerscheinungen an den Hinterläufen
 
Kleine Korrektur, Tinachen:

Vitamin C ist kein Gegenspieler zum Abbau von Oxalsäure, im Gegenteil. Im menschlichen Organismus zum Beispiel wird ein deutlicher Überschuss an Vitamin C sogar zu Oxalsäure abgebaut.

Und den Gegenspieler Kalzium will man ja gerade nicht als solchen haben - dann hat man ja das Kalziumoxalat - den Gries oder die Steine also.

Recht hast du was die Standortbedingungen betrifft, es ist also tatsächlich nicht so einfach die Oxalsäurelieferanten auszumachen. Auf die Pflanzen, die jedoch für das Vorkommen hoher Gehalte bekannt sind, sollte man unbedingt verzichten und die Vielfalt so eingrenzen, dass man möglichst nur Pflanzen füttert die eben nicht für die Möglichkeit hoher Oxalsäuregehalte bekannt sind.

Nun ist es meines Wissens so, dass vor allem Pflanzen auf "reichen" Böden mehr Oxalsäure produzieren als welche auf Sandböden. Da würde die Herkunft der Kaninchen damit übereinstimmen dass sie teils recht empfindlich auf dieses Problem reagieren - sie stammen ja von eher sandigen, kargen Böden, von der iberischen Halbinsel. Ich halte es also für falsch, die Vielfalt ungeprüft in den Vordergrund zu stellen, und Recherchen für wichtig.

Die Kalzium-Zufuhr darf man nämlich nicht völlig drosseln, das würde an anderer Stelle schwer schaden. Kalzium ist schließlich ein wichtiger Baustein für den Organismus, und existenziell notwendig, so dass es sich von selbst verbietet einen ausgesprochenen, schweren Mangel dauerhaft zu verursachen.

Streicher 04.09.2011 20:19

AW: Kaninchen zeigt Lähmungerscheinungen an den Hinterläufen
 
Jepp, die Sache mit der Oxalsäure ist mir bekannt. Und meine selektieren defininiv. Die von dir aufgezählten Gemüsesorten werden von meinen nicht angerührt. Außer Petersilie und im Winter hin und wieder rote Beete und Chicoree. Wobei sich die Beliebtheit beider stark in Grenzen hält.

Bei den Wildpflanzen sind mir die stark Oxalsäurehaltigen auch bekannt. Allerdings gibt es diese bei mir außer den Hainampfer nicht.
Buche hat ebenfalls einen recht hohen Oxalsäuregehalt, diese fressen meine auch nicht.
Somit würde ich mal behaupten, dass meine beiden doch sehr gut filtern, in welchen Mengen sie welche Futtersorte fressen können. Bei Paul weiß ich es noch nicht, der ist erst seit kurzer Zeit bei mir.

Tinachen 04.09.2011 20:52

AW: Kaninchen zeigt Lähmungerscheinungen an den Hinterläufen
 
Lupine guck mal deshalb bin ich auf das Calzium gekommen:

Anfänglich nimmt der Organismus körpereigenes Calcium zur Neutralisation der Oxalsäure. Dabei entsteht Calciumoxalat. Wird regelmäßig eine hohe Menge von dieser Säure aufgenommen, steht dem Organismus nicht mehr ausreichend Calcium zur Neutralisation zur Verfügung. In der Folge wird das überschüssige Oxalat als kleiner Kristall in den Nieren abgelagert.

Wichtig finde ich trotzdem nochmal ganz deutlich zu sagen, dass es ein Fehler wäre nur bestimmte Inhaltsstoffe zu "verteufeln". Natürlich muß man im Fall von Kaninchen Hidalgo sicher nicht zusätzlich gezielt Futter mit erhöhtem Oxalsäuregehalt geben, das ist klar. Trotzdem, und nur darum ging es mir, ganz allgemein sind alle Pflanzeninhaltsstoffe immer im Verhältniss zueinander zu sehen. Es gibt kein gut oder böse. Darum bin ich nach wie vor der Meinung, dass ein wichtiges Fütterungsprinzip die Vielfalt darstellt. Besonders um alle Pflanzeninhaltsstoffe vorsorglich gegen Krankheiten einsetzen zu können. Oder habe ich da jetzt einen Denkfehler? LG Tina

hasis2011 04.09.2011 21:05

AW: Kaninchen zeigt Lähmungerscheinungen an den Hinterläufen
 
@Tinachen: Ich sehe das genauso.

Da ich sehr viele verschiedene Pflanzen füttere und die Nins somit viel Auswahl haben, mache ich mir keine Gedanken um deren Inhaltstoffe.
Ich bin auch der Meinung, das sich die Inhaltstoffe und deren Wirkung somit ausgleichen.

Lg. Alex

Lupine 05.09.2011 10:03

AW: Kaninchen zeigt Lähmungerscheinungen an den Hinterläufen
 
Ich glaube nicht dass ihr da uneingeschränkt Recht habt. Aber das muss natürlich jeder selber entscheiden - ich finde die Einstellung von Streicher richtig, sich ausgiebig mit dem Thema auseinanderzusetzen und, wenn man tatsächlich alles anbietet, auf jeden Fall zu kontrollieren welches Nin welche Pflanzen zu sich nimmt, um gegebenenfalls die problematischen Pflanzen auszusortieren und nicht mehr anzubieten.

Nicht jedes Nin verträgt jede Pflanze, aber viele fressen sie trotzdem. Sicher, die Menge macht das Gift. Aber ob jedes Nin nun wirklich seine individuelle Grenze kennt? Immerhin haben wir es nicht mehr mit Wildkaninchen zu tun. Es gibt sehr krasse Beispiele, wo das Selektionsverhalten nicht funktioniert. So gibt es Nins, die trotz abwechslungsreichster Fütterung den Napf mit dem Hunde- bzw. Katzenfutter plündern, mit entsprechenden gesundheitlichen Folgen. Soviel zur Selektion - wir haben über viele Generationen "ver"züchtete Haustiere hier, die nur noch über einen Teil ihrer Wildinstinkte verfügen. Übrigens hat sich auch längst der Organismus der Versorgung durch den Menschen angepasst, so ist lt. Heinz Sielmann der Darm eines Hauskaninchens deutlich kürzer als der eines Wildkaninchens, und z. B. auch das Herz kleiner und weniger leistungsfähig. Typische Domestikationserscheinungen, wie man sie bei allen Tierarten finden wird die über viele Generationen hinweg unter menschlicher Obhut gelebt haben.

Einfach alles anzubieten mit dem Gedanken: ich selbst muss mir die Mühe nicht machen wenn ich nur genug Abwechslung biete, meine Nins machen das schon - das käme für mich nicht in Frage. Ich halte es da wie Streicher, und schaue mir schon sehr genau an wer was frisst - und wer was vielleicht in der Folge nicht mehr angeboten bekommen sollte.

Lupine 05.09.2011 10:09

AW: Kaninchen zeigt Lähmungerscheinungen an den Hinterläufen
 
Kleiner Nachtrag noch zur Oxalsäure, Tinachen:

Dein Beitrag zeigt gerade, warum man auch kleine Mengen Oxalsäure meiden sollte, insbesondere bei gefährdeten Nins. Man muss ja die Kalziumzufuhr drosseln. Bei wenig freiem Kalzium im Körper wird die Oxalsäure zum Kalzium-Räuber und fördert nunmehr noch gezielt den Abbau von Kalzium aus Knochen und Zellen! Mit teils wirklich verheerenden Folgen (Neigung zu Knochenbrüchen zum Beispiel). Sind die Nieren sehr leistungsfähig, kann man die Oxalsäure durch entsprechendes Kalziumangebot "ruhigstellen", so dass sie den Organismus nicht schädigt durch die Entkalkung. Die Kristalle werden dann einfach über die Nieren ausgespült. Aber das funktioniert eben nur bei einer ganz gesunden und leistungsfähigen Niere, nicht bei einer die nicht mehr ihre volle Leistungsfähigkeit hat.

Übrigens ist diese Problematik für Wildkaninchen eher untergeordnet, denn sie haben aufgrund der Fressfeinde eine durchschnittlich sehr viel kürzere Lebenserwartung als unsere Hauskaninchen. Denen kann es relativ egal sein ob sie mit 5 oder 6 Jahren Blasengries haben, denn meist werden sie vorher von einem Feind erwischt oder sterben an irgendwas anderem. Möglicherweise hat diese eher untergeordnete Rolle einen Einfluss auf das Selektionsverhalten - niemand hat das jemals wissenschaftlich überprüft.

Streicher 05.09.2011 11:30

AW: Kaninchen zeigt Lähmungerscheinungen an den Hinterläufen
 
Ich stehe zwar auch auf dem Standpunkt die Menge macht es, ebenso die Abwechslung aber nebenbei die Inhaltsstoffe und die Zusammensetzung diverser Pflanzen zu kennen ist ja nicht verkehrt. :D
Ich bin zwar der Meinung, dass Tiere die nicht vermenschlicht werden sich durchaus auf ihre Instinkte verlassen doch muss ich das nicht noch austesten, in dem ich zum Beispiel rote Beete oder Zuckerrrübenblätter immer wieder anbiete, obwohl die Nins diese bereits verschmähten und ich weiß, dass die dort enthaltenen Stoffe in zu hoher Konzentration schädlich sind.
Zudem, wenn ich an ein, zwei Tagen Pflanzen mit hohem Calcium-, Oxalsäure- oder Gerbstoffegehalt gefüttert habe, gibt es die nächsten Tage wieder andere um das auszugleichen, zumal meine zwei Pflanzen/Bäume wie Luzerne, Ampfer oder Walnuss nach einer gewissen Menge von selber eine Zeit lang nicht mehr fressen.

Lupine 05.09.2011 11:49

AW: Kaninchen zeigt Lähmungerscheinungen an den Hinterläufen
 
Ich würde jedem dazu raten, es so zu machen Streicher - es ist sinnvoll, die Nins beim selektieren zu unterstützen, indem man selbst vorselektiert, und genau zu beobachten und eben auch die Inhaltsstoffe einschätzen zu können soweit z.B. Gesundheitsprobleme bekannt sind. Selektion - ja. Aber bitte mit einem wachsamen Auge durch den Halter.

Tinachen 05.09.2011 14:22

AW: Kaninchen zeigt Lähmungerscheinungen an den Hinterläufen
 
Zitat:

Zitat von Lupine (Beitrag 222293)
Ich würde jedem dazu raten, es so zu machen Streicher - es ist sinnvoll, die Nins beim selektieren zu unterstützen, indem man selbst vorselektiert, und genau zu beobachten und eben auch die Inhaltsstoffe einschätzen zu können soweit z.B. Gesundheitsprobleme bekannt sind. Selektion - ja. Aber bitte mit einem wachsamen Auge durch den Halter.

Ja aber das sollte ja eigentlich sowieso selbstverständlich sein;). Ich habe ja auch geschrieben, einem vorbelasteten Kaninchen, nicht extra Pfanzen mit in diesem Fall erhöhter Oxalsäure anzubieten. Das ist doch klar.
Es wird sicher Kaninchen geben, die warum auch immer, die Fähigkeit verloren haben zu selektieren. Bei einem gesunden Kaninchen würde ich allerdings meinen das diese Gefahr eher gering einzuschätzen ist. Ich habe da zu Meinen, allerdings wie Du sehr richtig schreibst, nach genauer Beobachtung, ein sehr gutes Gefühl. Es ist auf jeden Fall trotzdem sehr wichtig nicht alles wild drauf loszufüttern, was man so findet, da gebe ich Dir auch vollkommen Recht. Man sollte die Pflanzen kennen und im besten Fall um ihre Wirkung wissen.

Sehr gut ist, dass Du alles so detailiert beschreibst und man viel von Dir lernen kann. Danke dafür. Es ist immer gut mehrere Seiten zu kennen und dann mit Wissen und gesundem Menschenverstand zu entscheiden. LG Tina

Lupine 05.09.2011 16:49

AW: Kaninchen zeigt Lähmungerscheinungen an den Hinterläufen
 
Leider ist das überhaupt nicht selbstverständlich, Tinachen :(

Es wird viel zu wenig darauf hingewiesen, immer nur gesagt: die Nins können selektieren. Das verführt immer wieder Leute dazu, einfach massenhaft Grünzeug einzusammeln wo sie gerade gehen und stehen, und das ins Kaninchengehege zu schmeißen. Ad Libitum muss sehr gut erklärt werden, um keinen Schaden anzurichten. Denn es ist sehr einfach, Massen an Futter unreflektiert anzubieten in der scheinbaren Gewissheit dass die Nins schon selber wissen was ihnen gut tut - davon kann man aber leider eben nicht bei allen ausgehen. Kontrollierte Ad Libitum Fütterung dagegen ist zeitaufwändig und durchaus kompliziert, aber wenn man verantwortungsvoll damit umgeht, sehr zum Vorteil der Nins.

Ich selber füttere halb-rationiert. Es gibt Futtersorten die ich grundsätzlich rationiert anbiete, wegen Leos Gesundheitsproblemen (Neigung zu Hefen - deshalb werden Stärke und Zucker recht streng rationiert), denn ich habe beobachtet dass er bezüglich dieser Problematik überhaupt nicht selektiert. Andere (vorwiegend bestimmte Blattgemüsesorten sowie Gräser und Wiesenkräuter) biete ich ad libitum an, Heu natürlich auch - hier kann ich beobachten dass mal das eine und mal das andere gefressen wird, so eine natürliche Abwechslung in der Futteraufnahme stattfindet, und das unterstütze ich gerne, auch wenn es Mühe macht.

Tinachen 05.09.2011 16:59

AW: Kaninchen zeigt Lähmungerscheinungen an den Hinterläufen
 
@ Nochmal sorry, Streicher, ist ja eigentlich Dein Thread.
@Lupine, wahrscheinlich hast Du Recht damit, dass man nicht automatisch von sich auf Andere schliessen darf und immer wieder erklären sollte.
Jetzt würde es mich generell interessieren was Du fütterst und wie Du zum Thema: "Ich füttere alles am liebsten so exotisch als Möglich" stehst. Ich habe selbst so meine Schwierigkeiten mit ich muß unbedingt Kiwi, Erdbeere usw. füttern. LG Tina

hasis2011 05.09.2011 16:59

AW: Kaninchen zeigt Lähmungerscheinungen an den Hinterläufen
 
Zitat:

Zitat von Lupine (Beitrag 222250)
Einfach alles anzubieten mit dem Gedanken: ich selbst muss mir die Mühe nicht machen wenn ich nur genug Abwechslung biete, meine Nins machen das schon - das käme für mich nicht in Frage. Ich halte es da wie Streicher, und schaue mir schon sehr genau an wer was frisst - und wer was vielleicht in der Folge nicht mehr angeboten bekommen sollte.

Ich glaube da hast du mich falsch verstanden (falls du mit dem Absatz mich ansprichst).
Ich füttere auch so ähnlich wie Streicher. Ich pflücke auch nicht irgendwas, schmeisse es rein und lass die Nins machen.
Ich füttere sehr viele verschiedene Pflanzen, achte dabei aber dennoch auf eine "Gute Zusammensetzung"! Und ich sitze jeden Tag, meist bei der Abendfütterung, bei meinen Nins und beobachte jeden Einzeln, ob es frisst, was und wieviel es frisst.

Wenn ich merke das ein Nin gewisse Pflanzen bevorzugt, informiere ich mich darüber, warum das so sein könnte und was die Pflanzen eventuell für "Wirkstoffe" haben. Das interessiert mich und ich lese sehr viel darüber.
So "bedenkliche" Pflanzen wie zB. Ampfer&Co, gebe ich von Haus aus sehr wenig in einer grossen Mischung. Unabhängig davon, ob jetzt Nierenprobleme oder sonstwas vorliegen.

Und ja: Meine Kaninchen selektieren sehr gut!;)

Lg. Alex

hasis2011 05.09.2011 17:04

AW: Kaninchen zeigt Lähmungerscheinungen an den Hinterläufen
 
Zitat:

Zitat von Tinachen (Beitrag 222475)
@ Nochmal sorry, Streicher, ist ja eigentlich Dein Thread.
@Lupine, wahrscheinlich hast Du Recht damit, dass man nicht automatisch von sich auf Andere schliessen darf und immer wieder erklären sollte.
Jetzt würde es mich generell interessieren was Du fütterst und wie Du zum Thema: "Ich füttere alles am liebsten so exotisch als Möglich" stehst. Ich habe selbst so meine Schwierigkeiten mit ich muß unbedingt Kiwi, Erdbeere usw. füttern. LG Tina

Davon halte ich gar nichts. Ich füttere keinerlei exotischen Pflanzen oder Früchte. (Wobei die Erdbeere ja nicht exotisch ist.;))
Wozu auch? Ich finde, es gibt genug "einheimische" Futtermittel.

Lg. Alex


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