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Nach Kastration Hallo, ich kann mir die meisten Dinge eigentlich selbst beantworten und schreibe wohl nur, ums einfach mal irgendwo loszuwerden, das nur Vorab: Habe meinen Krümel gestern Mittag kastrieren lassen (Inhalationsnarkose). Gegen 13 Uhr habe ich ihn beim Tierarzt abgegeben, war noch dabei, als er das Sedativum vorab bekommen hat und dann haben die 14:30 angerufen, dass er wieder wach ist und ich ihn abholen kann. 15 Uhr waren wir beide wieder zu Hause. Da habe ich ihm erstmal noch ne lauwarme Wärmflasche angeboten, weil er und v.a. seine Ohren mir noch ziemlich kalt erschienen sind. Er ist dann auch zunehmend "aktiver" geworden, hat auch angefangen im Gehege seine Handtücher hin und her zu buddeln usw. Aber er will einfach nicht wirklich anfangen zu fressen. Also er frisst, aber nur wahnsinnig wenig und fast nur, wenn ichs ihm wirklich vor die Nase halte, im Futereimer raschel, damit er aufmerksam wird usw. Ansonsten gebe ich noch seit gestern 19 Uhr ca. alle 3 Stunden etwas Critical Care, damit seine Verdauung nicht ganz schlapp macht, aber er will und will einfach nicht wieder richtig selbstständig anfangen zu fressen. War auch heute nochmal beim TA und der hat ihm nochmal nen Antibiotikum und Schmerzmittel gegeben, die Wunde angeschaut und ihn abgehört. War alles soweit ok, wie er meinte. Die Wunde ist wohl ein wenig geschwollen, aber noch normal für den ersten Tag nach der OP, meinte er. Aber trotzdem hat er auch nochmal gesagt, dass er bis morgen wieder fressen sollte. Ich weiß ja auch, wie das mein Kaninchen so ist mit dem Verdauungstrakt usw. und ich mache mir unendlich große Sorgen. Das kann ja auch alles vom Stress kommen, wir haben zwar nur einen Weg von ca. 10 Minuten von der Wohnung bis zum Tierarzt rein, aber trotzdem ist ja sone OP, die Narkose und 2 Mal in 2 Tagen zum TA gehen Stress. Aber wenn er nicht frisst... ich bin so hin- und hergerissen, was ich jetzt machen soll. Mir wäre eventuell wohler, wenn ich ihn in die Tierklinik bringe, aber das wäre ja wieder Stress für ihn und mehr als Päppeln werden die ihn da wahrscheinlich auch nicht und das mache ich ja auch hier noch bis ca. 2 oder 3 Uhr nachts alle 3 Stunden. Nur will ich ihm ja auch so gut wie möglich helfen. Habe nur Angst, dass ich die falsche Entscheidung treffe. Wenn es morgen früh nicht besser ist, werde ich auf jeden Fall mit ihm in die Klinik, aber vllt lieber früher als später? Aber vllt frisst er ja auch bis morgen wieder, wenn er genug Ruhe bekommt. Ab und an nimmt er ja auch ein bisschen Salat, Möhrenkraut, Apfel, Trockenfutter oder Brot (ja, Brot ist nicht so toll, aber er mag es und momentan ists mir lieber, er frisst Brot als gar nichts). Gestern hat er halt 00:15 ca. wieder angefangen etwas zu essen und auch in der Nacht hat er anscheinend etwas Möhrenkraut gefuttert, aber es wird eben nicht besser heute :( Ich mache mir einfach so unendlich Sorgen. Und wollt blos fragen: Was denkt ihr denn? Sollte ich besser sofort in die Klinik oder morgen früh, wenns nicht besser wird? Und wie gesagt, Päppeln tu ich ihn hier mit Critical Care, ab und an frisst er ganz wenig und er ist auch nicht wahnsinnig apathisch. Natürlich ist er lange nicht so aktiv wie sonst, aber er macht auch mal Männchen und interessiert sich für seine Umwelt (das war früher bei seinem mitlerweile leider verstorbenem Partner nicht so als der Schmerzen hatte und krank war). Achja und Krümelchen wird 6 am Ende des Jahres. Und er wird so spät kastriert, weil es vorher nicht nötig war, als sein Partner noch gelebt hat. Die hatten sich auch so verstanden, aber der ist jetzt schon mehrere Monate tot und ich will es mir nicht mehr mitansehen, dass Krümel allein ist. Also habe ich mich für die Kastration entschlossen, damit ein neuer Partner herkann (weil ich ja nicht davon ausgehen kann, dass es nochmal unkastriert so gut klappt). Tja und sonst war er auch nie krank, ist putzmunter und ein wirklich gesundes Kaninchen. |
AW: Nach Kastration Hast du ihm Dill angeboten? Der kann den Appetit mit etwas Glück gut anregen. Auch Basilikum ist dafür geeignet. Mein Leo hat - ebenfalls nach Inhalationsnarkose - nach der Kastra fast sofort wieder wie normal gefressen. Allerdings hatte ich vor einiger Zeit nach einer Backenzahnkorrektur mit ihm massive Probleme, kein Appetit, Verstopfung... Des Rätsels Lösung war ein Hefenbefall. Ob das evtl. auch bei deinem Nin in Frage kommt, könnte eine Kotprobe klären. Stress wäre jedenfalls ein Faktor, der solch einen Hefenbefall begünstigen könnte. Allerdings tritt ein Hefenbefall eher bei Nins mit Zahnproblemen auf wo die Darmflora oft schon vorgeschädigt ist, oder bei Kaninchen die getreidehaltiges Trockenfutter bekommen. |
AW: Nach Kastration Hm... Zahnprobleme hat er nicht und beim Trofu achte ich auch immer drauf, dass kein Getreide drin ist. Und vorher war wirklich alles ok mit dem Fressen usw. Hm... mit basilikum und Dill ist allerdings ne Idee, nur muss er das ja dann auch erstmal nehmen :/ Aber ich werd einfach mal schnell los und welches holen, vllt hilft es ja. |
AW: Nach Kastration Hallo Ecci, ich würde ihm auch verschiedene Kräuter anbieten. Wieviel ml Critical Care gibst Du ihm denn? Wenn er davon satt wird, warum soll er dann selbst fressen? Eigentlich ist es nach einer OP normal, dass wenig bis gar nicht gefressen wird. Ich würde mir da noch keine Sorgen machen. Du kannst ihm ja mal einen Heutee anbieten (Heu in einen Behälter, kochendes Wasser drüber, abkühlen lassen, lauwarm bis kalt anbieten). Der ist auch gut für die Darmflora und wird eigentlich auch gerne getrunken. lg marinahexe |
AW: Nach Kastration Ich gebe ihm ca. 50 ml am Tag, für seine 2kg Körpergewicht sind ja 100ml empfohlen. Und es ist stärker verdünnt, als auf der Packung steht. Meint ihr, das ist schon zu viel, damit er von selbst wieder frisst? Seine Verdauung muss ja aber in Gang bleiben und hinten kommt nur auch kleiner, trockener Hungerkot raus, nachdem er gestern Nacht / heute Früh zwei große weiche "Fladen" abgesetzt hat. Naja das beruhigt mich jetzt ein wenig. Trotzdem sollte er ja von allein so schnell wie möglich wieder normal fressen :/ |
AW: Nach Kastration Ja, das ist zuviel. Meine TÄ hatte mir empfohlen alle 3 Std. 5ml zu geben und nachts nichts. Allerdings war das Critical care bei uns nicht so beliebt, ich habe Babynahrung, Möhrenbrei ab 4. Monat gegeben mit etwas Critical Care. Versuch es doch mal mit Haferflocken, wenn Du die da hast. Leg im mal 1 TL auf ein Tellerchen. Meine sind da ganz heiß drauf und das gibt auch Kraft. Critacal Care ist eher "lebenserhaltend". |
AW: Nach Kastration ah ok gut, das werde ich dann reduzieren. Dann bekommt er das heute jedenfalls nicht mehr. das letzte gabs vor ungefähr einer Stunde und dann hat er heute ungefähr 40ml (wie gesagt stärker verdünntes) Critical Care bekommen. Als ich eben in der Küche war und den Heutee angesetzt habe, hat er auch etwas gemümmelt. Vielleicht siehts ja morgen schonwieder besser aus. Hab da mit seinem Ex-Partner sozusagen nur so schlechte Erfahrungen, wenn der mal nicht gefressen hat, war der wirklich immer kurz vorm Sterben :( edit: ganz süß. Jetzt ist er eben sogar aus seiner Käfigunterschale gesprungen und Richtung Wohnzimmer gehoppst (er hat halt die Küche - kann an keine Kabel etc - immer zur freien Laufverfügung und wenn jemand da ist, ist die Tür halt offen und er kann überall laufen). Das ist ja schon ein Zeichen, dass es ihm nicht soooo schlecht geht, denk ich. |
AW: Nach Kastration Hallo Ecci 50ml...:eek: das ist viel zu viel! Päppel ihn bitte gar nicht mehr, das ist nicht gut! Er muss wieder alleine fressen, das wird er aber nicht, solange du ihm Päppelbrei gibst. Deinem Schreiben nach verhält er sich ganz normal nach einer Kastration, er hoppelt rum und frisst. Und glaub mir, er wird wieder normal fressen wenn du ganz mit dem Päppeln aufhörst!;) Du tust ihm damit nichts Gutes. Lg. Alex |
AW: Nach Kastration Charly hat damals auch kaum was gefressen. Hab mir auch voll die Sorgen gemacht. Aber so nach 2-3 Tagen ging es bergauf. Sind halt doch wie kleine Kinder, da leidet man auch mit. :D |
AW: Nach Kastration Mein Mutzi hat nach der Kastration 2-3 Tage auch nur dann gefressen, wenn ich es ihr direkt vor die Nase gelegt habe. Und dann auch nur mal ein Löwenzahnblatt oder einen Petersilienstängel, der Rest blieb liegen. Raus aus ihrer Höhle kam sie nur, wenn sie pinkeln musste. Aber ich versteh dich, ich hab da auch so Panik gehabt, dass was passiert! |
AW: Nach Kastration Also er frisst seit gestern Nacht wieder etwas besser. So ca. 50% von dem, was er sonst normal frisst, würde ich sagen. Dann hoffe ich einfach mal das Beste. Wenn es nicht wieder weniger wird (oder sonst irgendwas mit der Wunde ist o.ä.), werde ich ihn auch heute nicht wieder zum TA schleppen. Damit er einfach mal zur Ruhe kommen kann. Drückt uns die Daumen. Ich danke euch schonmal für eure Hilfe. Ich mach mir wie gesagt immer sofort Sorgen und es heißt ja auch immer überall, dass sie so schnell wie möglich wieder fressen müssen und ich denke, dass das mit dem Critical Care nicht falsch war. Wenn die Verdauung erstmal stillsteht, frisst er ja erst recht nichts mehr. Aber da er jetzt ja wieder mehr frisst, guck ichs mir erstmal so an, vllt wird es ja mehr. Basilikum hat er jetzt auch frisch noch da, da geht er aber nicht so wirklich ran. Nur immer wieder sein Möhrenkraut. Aber egal, das habe ich heute früh auch nochmal frisch eingekauft. |
AW: Nach Kastration Wollt nur Bescheid geben, dass es dem Kleinen wieder richtig gut geht :) er frisst wieder normal und hoppelt auch fröhlich durch die Gegend. Er hat wohl nur etwas länger gebraucht, um die Narkose und die OP ganz zu verdauen und wieder in seinen normalen Rhythmus zu kommen. Jetzt bin ich aber richtig froh und erleichtert. Dann kanns ja bald, wenn alles verheilt ist usw. mit nem neuen Partner losgehen. Da freue ich mich ja besonders drauf. Denn so allein, ists ja gar nicht schön gewesen. Gleich mal ne Frage am Rande: er soll mit einem anderen männlichen Kaninchen vergesellschaftet werden (der ist etwas älter und Frühkastrat namens Knopf). Knopfi ist en ganz ruhiger, der sich vorher auch mit jedem anderen Kaninchen (und auch andere Tieren) wirklich sofort vertragen hat. Krümel kann aber manchmal etwas ungestüm werden und wird am Anfang sicher starkes Dominanzverhalten zeigen, wird aber aus Erfahrung nicht direkt aggressiv (beißt i.d.R. nicht usw.), aber er rammelt halt. Ich frage mich jetzt: bei nem Weibchen zum Kastraten soll man ja ca. 6 Wochen warten, damit keine zeugungsfähigen Spermien mehr überlebt haben. Aber die Gefahr haben wir ja jetzt nicht. Dass die Wunde komplett ausheilen muss, ist klar. Aber wie lange wäre wohl eine angemessene Wartezeit für die Vergesellschaftung mit einem anderen Kastraten? Ich will natürlich, dass beide so schnell wie möglich wieder in einer (kleinen) Gruppe leben können (zu zweit halt), aber ich will das auch nicht zu früh machen und dann gehts schief. Was denkt ihr denn? |
AW: Nach Kastration Hallo Ecci, ich würde warten, bis die Fäden gezogen werden, so etwa in 10 Tagen. lg marinahexe |
AW: Nach Kastration Ich würde auch sagen, 10 - 12 Tage nach der OP wenn keine Komplikationen auftreten. Dann hat sich die OP-Wunde gut geschlossen und ist stabil um auch mal eine Rauferei auszuhalten. |
AW: Nach Kastration Ok gut, so in etwa dachte ich mir das auch. Fäden müssen allerdings nicht gezogen werden, da er selbstauflösende hat, aber das spielt ja auch nicht so die Rolle. Aber klar, die Wunde beobachte ich sowieso und verschiebe es zur Not lieber nochmal ein paar Tage oder so nach hinten :) Danke euch |
AW: Nach Kastration Komme grade mit Krümel vom TA, fand die Operationswunde nicht so schön und bin lieber mal hin. Er reagiert wohl allergisch auf den Faden, mit dem er genäht wurde (wie gesagt son selbstauflösender). Der TA meinte, dass er den auch nicht gezogen bekommt. Bisher ist mit Krümel auch alles ok, die allergische Reaktion zeigt sich nur äußerlich mit etwas Schorf. Sonst ist er fit, frisst, hoppelt rum etc. Habe auch noch was bekommen, das ich 2-3 Mal am Tag auf die Stellen machen und leicht einmassieren soll und er hat auch nochmal ein Antibiotikum gespritzt bekommen. Hat jemand von euch Erfahrungen mit soner Allergie auf den Faden, mit dem genäht wurde? Der TA meinte, dass er den auch nicht mehr gezogen bekommt und wir warten sollen, bis der Faden vom Körper abgestoßen wird. Aber irgendwie weiß ich nicht, ob das so toll ist. Er meinte, wenn es aufbricht und suppt, ist ne Nach-OP nötig, aber so weit solls doch gar nicht erst kommen. Muss ja auch nicht passieren, meinte er, aber kann im schlimmsten Fall :( Hab so Angst. Bin ja morgen mit Knopf bei nem andren TA, den werd ich einfach mal nach seiner Meinung fragen. Aber wie gesagt, vllt hat ja da jemand von euch schon Erfahrungen? |
AW: Nach Kastration Hat denn niemand Erfahrungen mit ner Allergie auf den Faden? Am besten mit positivem Ausgang :( |
AW: Nach Kastration Hallo Ecci, Erfahrungen damit habe ich nicht, habe hier im Forum sowas auch noch nicht gelesen. Das muss wohl äußerst selten sein. Ich würde mir da auch nicht so viele Gedanken machen. Beobachte das gut und wenn irgendwas sein sollte, fahr zum TA. Vielleicht meldet sich ja gleich noch jemand, der sich da auskennt. Es sind ja noch nicht alle on. lg marinahexe |
AW: Nach Kastration ja hab auch wie verrückt bei google gesucht, aber auch nicht wirklich was gefunden über sone Allergien auf die selbstauflösenden Fäden. Nur, dass es das bei Menschen auch gibt (aber scheinbar auch selten ist). Naja du hast ja Recht. Bin v.a. bei Krümel da immer so ungeduldig. |
AW: Nach Kastration Ich kann Dich schon verstehen. Mache mir auch gleich immer Sorgen!;) Halt das gut im Auge, und ansonsten ab zum TA. |
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