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AW: Zahnprobleme? Ich bin sicher, dass die Reste auch noch gefressen werden - wenn er alle Blätter durch hat!:D |
AW: Zahnprobleme? Heute müssen wir mit Remi wieder zum Zähnekürzen, sind schon wieder relativ lang. Woran liegt das eigentlich das sich bei manchen Kaninchen die Zähne abreiben (Die andern beiden haben immer kurze Zähnchen) und bei anderen nicht? An einer Zahnfehlstellung? Gibt es noch etwas womit ich den Zahnabrieb fördern kann, ich habe momentan frische Äste und Weidenröhren die fleissig benagt werden. |
AW: Zahnprobleme? Ja, das liegt an einer Fehlstellung. Um sich richtig abzunutzen, müssen die Zähne perfekt aufeinanderstehen, und wenn das nicht der Fall ist kommt es eben zu diesen Problemen. Äste und Weidenröhren sind prima, die sollten sie immer angeboten bekommen. Und du solltest darauf achten möglichst viel energiearmes Futter anzubieten. Auch die Frontzähne werden durch die Kaubewegungen noch ein wenig mit abgenutzt, wenn die Backenzähne die eigentliche "Arbeit" erledigen. Frische Gräser sind hier besonders sinnvoll, ergänzt werden sie mit Kräutern und anderen blättrigen Pflanzen. Nach Gewöhnung dürfen sie sogar in so großer Menge gegeben werden dass sie einen Großteil des Heus ersetzen. Man kann aber leider auch über die ausgefeilteste Fütterung die Probleme nicht komplett beheben. So lange "nur" die Frontzähne betroffen sind, ist wenigstens zum Kürzen keine Narkose notwendig, wie bei meinem Backenzahnpatienten. Sind die Intervalle der Kürzungen unzumutbar kurz und belasten das Nin extrem, kann man eventuell darüber nachdenken die Zähne zu ziehen. Allerdings muss man sich darüber im Klaren sein dass man dem Nin dann das Futter entsprechend aufbereiten muss, es kann nicht mehr nagen. Deshalb sollte eine solche Entscheidung nur dann getroffen werden, wenn das Nin wirklich unzumutbar belastet ist, abnimmt oder zunehmend dauerhaft panisch wird. Für den TA-Besuch kann ich dir wärmstens ans Herz legen, ihm ein paar Rescue-Tropfen in die Öhrchen zu reiben. Falls du sie nicht kennst: man bekommt sie in der Apotheke, es ist die "Bachblüten-Rescue-Mischung". Man kann sie übers Futter geben, oder in die Innenseiten der Löffel sanft einmassieren. Pro Löffel 2 Tropfen einmassieren, oder bis zu 3 x täglich 3 Tropfen über Trinkwasser (kein Metall-Napf oder Flasche mit Metall-Trinkröhrchen, das verträgt sich nicht!) oder Leckerchen verabreichen. Die Rescue-Mischung hilft ihm, den Stress besser zu verarbeiten. |
AW: Zahnprobleme? Danke für deine Antwort =) Die Rescue-Tropfen habe ich sogar zu Hause, die werde ich ihm gleich geben, beim letzten Kürzen war er schon sehr panisch. Als ich ihn aufgenommen habe war er schon sehr dünn deswegen habe ich ihm immer Sämereien zugefüttert damit er bisschen zunimmt, die habe ich allerdings schon abgesetzt. Er bekommt jetzt nurnoch abundzu eine Erbenflocke als Leckerchen, kann ich die Rescuetropfen da drauf tun? Ist so eine Zahnfehlstellung angeboren oder kann sie auch nachträglich entstehen? Denn soweit ich weis war die Vorbesitzerin nie mit ihm zum Zähnekürzen (er ist jetzt über ein Jahr alt) sie war sogar noch erstaunt das er so dünn geworden ist obwohl sie ihm genug gefüttert hat (TroFu natürlich =( ) Ich war dann das erste mal mit ihm zum kürzen und heute wird das zweite mal. Frischfutter bekommt er schon als Hauptfutter, im moment natürlich vorwiegen Wiese (was ich halt grade so finde) Heu ist auch immer da, wird aber kaum gefressen. Der zeitliche Abstand denke ich ist ok, das letze mal war vor ca 5 Wochen. |
AW: Zahnprobleme? Ja, für die Vorderzähne ist dieser Abstand so in Ordnung. Du kannst die Tropfen auf eine Erbsenflocke geben, ich weiß aber nicht ob die da einziehen oder einfach runterlaufen... musst du ausprobieren. Bei mir gibts in solchen Situationen immer was gaaaaaaaaaanz böses, nämlich ein kleines Stückchen Vitakuller, die saugen so prima. Die kriegen sie nur, wenn Medis anstehen, und da sie völlig verrückt drauf sind nehmen sie so einiges freiwillig mit, was ich ihnen sonst zwangsweise einhelfen müsste. Sie sind nur immer stinkig, weil sie nicht mal einen ganzen bekommen, ich glaube die finden mich geizig :D Die Veranlagung zu einer Zahnfehlstellung ist oft angeboren, ich würde sagen im deutlich überwiegenden Teil aller Fälle. Andere Fälle sind durch Unfälle verursacht, oder durch entzündliche Veränderungen im Kieferbereich. Begünstigt wird solch eine Veranlagung durch falsche Fütterung, und sie kann sich leider dadurch im Lauf der Zeit auch deutlich verstärken. In einigen gut verlaufenden Fällen kann man jedoch einen Teil der Fehlstellung durch konsequente Korrekturen und bestmögliche Fütterung sogar wieder beheben, Zähne sind etwas "mobiles", sie können ihre Stellung zueinander bei fortlaufend veränderten Druckverhältnissen teilweise verändern. Dass die Fehlstellung erst jetzt "akut" wird, liegt an der körperlichen Entwicklung - eben diese möglichen Veränderungen der Zahnstellung führen oft dazu, dass Zahnprobleme erst im Laufe eines Kaninchenlebens einen Krankheitswert entwickeln. Bei meinem Leo hat es über 3 Jahre gedauert bis er Probleme bekam, vorher konnte er die noch kompensieren. Zum Glück war er da schon bei mir, ich glaube die Vorbesitzer hätten das erst bemerkt wenn er verhungert gewesen wäre :( |
AW: Zahnprobleme? Danke für die ausführlichen Infos, jetzt fühle ich mich schon klüger was das betrifft :D Eine letzte Frage hab ich aber noch^^ Wie oft und wieviele Tropfen soll ich ihm dann über die Erbsenflocken verabreichen? Edit: Ach da stehts ja: Zitat:
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AW: Zahnprobleme? Kein Problem, ist mir erst gestern auch passiert dass ich was überlesen habe, obwohl es deutlich sichtbar da stand :o:D |
AW: Zahnprobleme? Bietest Du so viel Wiese an das immer etwas zur Verfügung steht ?? |
AW: Zahnprobleme? Zitat:
Wir kommen gerade vom TA, Sie hat mir erklärt das Remi einen Unterbiss hat, also das der Unterkiefer weiter vor steht als der Oberkiefer und von da kommen die Probleme. Leider nutzen sich auch die Backenzähne nur einseitig ab so das der eine schon länger ist wie der andere. Aber noch nicht zu lang. Das soll ich beobachten. In drei Wochen sollen wir das nächste mal kürzen kommen, falls er nicht voher zu sabbern anfängt was dann bedeuten soll, das der Backenzahn nun auch schon zu lang ist. Der arme Remi das wird ein wahnsinniger Stress für ihn, beim Transport zittert er immer so schrecklich und es dauert immer so lange bis er sich danach wieder beruhigt hat :( Ich mach mir dann immer riesen Sorgen das er nen Kollaps oder sowas kriegt. Die Rescue-Tropfen haben da leider auch nicht geholfen. Achso und was ich noch vergessen habe: Sie hat mir Fibreplex mitgegeben, das soll zur Ernährungsergänzung und Anregung der Darmfunktion sein, weil er immernoch zu dünn ist. Kennt das jemand? |
AW: Zahnprobleme? Zitat:
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AW: Zahnprobleme? Ich kenne Fibreplex, es wird eingesetzt wenn die Darmflora aus dem Gleichgewicht geraten ist. Bei Untergewicht ist jedoch die Frage ob es sinnvoll ist - das kommt auf die Ursache an. Ein Dickmacher ist es nicht, sondern es enthält unterstützende Stoffe für die Darmflora. Das mit dem Unterbiss ist natürlich Mist. Aber so lange die Abstände nicht allzu klein werden, kann man trotzdem ganz gut damit leben denke ich. Das Kauverhalten musst du beobachten, es kann mit etwas Glück sehr lange dauern bis sich der Backenzahn bemerkbar macht. Deine Fütterungsweise bremst hier die Problementstehung schon recht gut. |
AW: Zahnprobleme? Gut dann werde ich meine Fütterung so weiter beibehalten. Nur wenn diese Fibreplex nicht zum zunehmen gedacht ist, soll ich ihm dann wieder Sämereien füttern? Denn du hattest ja geschrieben ich soll möglichst energie armes Futter geben. Allerdings soll er den Winter über auch draußen bleiben und ich weis nicht ob er nicht dann schon bisschen mehr auf den Rippen haben sollte? Dann ist dieses Fibreplex wohl nur zur Vorsorge gedacht, denn Darmprobleme oder Durchfall etc hatte er seit er bei mir ist noch nie. Meine TÄ meinte ja auch das es durch Zahnprobleme zu so etwas kommen könnte und das ich das gut im Auge behalten soll. |
AW: Zahnprobleme? Du kannst gerne einen Samen-Getreidemix zufüttern, so 1 TL/Tag/Nase ist ok, je nach Bedarf und Aktivität der Tier evtl. auch mehr oder weniger....mußt Du gucken. Was Du mit Fibreplex sollst ist mir allerdings ein Rätsel , das ist reine Zuckerpaste und ich würde es nicht geben. Wurde kürzlich eine Kotprobe gemacht ? Zahnkaninchen haben oft ein Hefenproblem. |
AW: Zahnprobleme? Nein Kotprobe habe ich noch keine machen lassen, sollte ich wohl mal tun. Allerdings hat er bisher auch keine Anzeichen dafür (hab das mal nachgelesen), er hat ja weder Durchfall noch weichen Kot und Blinddarmkot bleibt schon ab und zu liegen, aber ich denke wenn da einmal die Woche was liegt, bei drei Kaninchen, ist es im normalen Bereich oder? Und eine gewisse Anzahl soll ja auch bei einem gesunden Kaninchen vorhanden sein. Was für Getreide darf ich denn füttern? |
AW: Zahnprobleme? Am besten kannst du Getreidesorten geben die möglichst nahe an den Wildgetreiden sind. Ungeeignet sind Weizen und Roggen, besser vertragen wird meist z. B. Hafer. Bitte unterschätze Hefen nicht. Ich hatte das bei meinem Leo, er ist ja Backenzahnpatient. Die Hefen blieben lange unbemerkt, sehr lange. Plötzlich hörte er auf zu fressen und bekam Verstopfung - und weil die typischen Symptome wie Durchfall fehlten, kamen wir erst ziemlich spät auf Hefen. Die Kotprobe ergab einen recht massiven Befall, die Behandlung setzte ein - und binnen 3 Tagen war ein völlig futterverweigerndes und mit Verstopfung geplagtes Nin gesund und munter als wäre nie was gewesen. Und wir waren schon echt verzweifelt, weil wir die Ursache für die Futterverweigerung nicht fanden. Seitdem wird bei mir rein routinemäßig immer mal wieder eine Kotprobe von meinen Fellnasen beim TA abgeliefert zum durchchecken, sicher ist sicher. Wenn die Hefen sich dann wieder vermehren, merke ich das diesmal hoffentlich so rechtzeitig dass Leo nicht wieder drunter zu leiden hat. |
AW: Zahnprobleme? Nein ich unterschätze die Hefen natürlich nicht, ich werde auch demnächst eine Kotprobe abgeben (muss ja erst 3 Tage sammeln :D). Bisher macht er einen munteren Eindruck, er frisst gut, köttelt und hoppelt fleissig durch die Gegend. Er ist eben nur sehr dünn, aber ich denke das kriegen wir in den Griff =) Danke euch auf jeden Fall für eure Hilfe :D |
AW: Zahnprobleme? Für Hefen müsstest du nicht sammeln, da nimmt man möglichst frischen Kot. Aber es macht, wenn keine ganz akuten Probleme vorliegen, mehr Sinn gleich alles zusammen checken zu lassen. Ich glaube das ist dann auch günstiger. Und für Kokzidien ist die Sammelkotprobe wegen ihres Entwicklungszyklus notwendig um eine halbwegs verlässliche Aussage treffen zu können. |
AW: Zahnprobleme? Heute waren wir mit Remi wieder zum Zähne kürzen. Es gibt eine Gute und eine schlechte Nachricht. Die Gute: Der kleine Kerl hat endlich zugenommen *freu* 200g in den letzen drei Wochen =) Die Schlechte: Die Abstände zum Kürzen verkürzen sich immer mehr. Diesmal waren wir nach 3 Wochen ja wieder zum nachkürzen und die Zähne waren schon wieder sehr arg lang. Nun wurde mir vorgeschlagen ihm die Schneidezähne ziehen zu lassen weil er immer so panisch ist wenn wir zum TA fahren, falls der Abstand noch kürzer wird. Hat da jemand Erfahrung mit? Was kann er denn dann überhaupt noch fressen? Seine Trockenkräuter uns Sämereien kann ich ja schlecht reiben oder sowas... Ich bin eigentlich dagegen, ich habe Angst ihm damit ein Stück Lebensqualtität zu nehmen allerdings tut er mir auch immer so furchtbar leid wenn er so zitternd in der Transportbox liegt und wir müssen ja nun schon fast alle 2 Wochen hin... Am Mittwoch werde ich nochmal mit meiner TÄ telefonieren und das mit ihr besprechen... ich hoffe bis dahin bin ich mir ein bisschen klarer darüber was am besten für ihn wäre... vllt könnt ihr mir ja helfen? LG Bibi |
AW: Zahnprobleme? Meinem Kaninchen Leo wurden vor ca. 2 Monaten alle Vorderen Zähne herausoperiert. Und ich muss sagen, das es die richtige Entscheidung war. Seine Vorderzähne sind auch in so einem Tempo gewachsen, so das sie nach einer Woche schon wieder deutlich aus dem Mund herausragten. Natürlich hat man mehr Arbeit, wenn man ein Kaninchen ohne Vorderzähne hat. Aber solange die Backenzähne noch vorhanden sind, klappt das eigentlich ziemlich gut. Ich muss nun jeden Abend sein Essen raspeln und in kleine Stücke schneiden. Manchmal schon ziemlich nervig, das muss ich zugeben. Aber ich mache es trotzdem gerne. Ich muss auch aufpassen, das er genug Futter abbekommt. Die drei anderen Kaninchen lieben das geraspelte und stürzen sich erst darauf und essen dann erst das Futter, was eigentlich für sie gedacht ist. Deshalb setze ich Leo nun immer ein wenig abseits von den anderen, so das er seine Portion alleine genießen darf, während die anderen mit ihrem Futter beschäftigt sind. Auch wird Leo immer etwas dünner sein als die anderen. Ich mische oft Haferflocken unter seine Portion. Heu fressen klappt wunderbar. Er macht das echt ganz klasse, das hätte ich selber nicht gedacht. Blöd ist allerdings, das er so Sachen wie Futterbälle usw nicht nutzen kann. Früher habe ich oft Futter in Bälle getan oder in Klopapierrollen, aber er schafft es nicht, dass Grünzeugs da herauszuziehen. |
AW: Zahnprobleme? @ xxJana1991 Danke für deine Antwort =) Das ist gut mal so einen Erfahrungsbericht zu hören, das essen raspeln und schneiden wäre nicht Problem, das mit dem abseits füttern allerdings schon... Happy und Toshi die andern beiden Nins, sind sehr verfressen und da müsste ich dann immer komplett dabei bleiben um sicher zu sein das Remi genug bekommt. Vorallem ist er auch der Rangniedrigste und von daher wird ihm sowieso viel essen geklaut. Die lassen sich auch nicht so leicht ablenken. Zudem fressen sie schneller, und klauen Remi, der länger dafür braucht dann immer seins auch noch... Könnte er dann eigentlich noch Sämereien oder Trockenkräuter fressen? Ich habe gestern mit meiner TÄ telefoniert und die Entscheidung nocheinmal verschoben. Ich bin mir einfach so unsicher. Meine TÄ meinte, sie würde erstmal nur die oberen Zähne ziehen, damit er damit noch "greifen" kann, dann müsste ich aber trotzdem weiterhin alle drei Wochen (falls sich die Abstände nicht weiter verkürzen) zum kürzen, von daher hätte das ja eigentlich wenig Sinn, Alle zu ziehen wäre ein sehr großer Eingriff meinte sie. Dann wären dann ja trotzdem noch die Backenzähne, sie sich ja auch einseitig abnutzen und immer im Auge behalten werden müssen. Also das kürzen fahren würde dadurch nicht aufhören... Sie meinte allerdings auch das er sich irgendwann an die Transporte gewöhnen würde, stimmt das? Ach ich bin so unentschlossen was das beste für ihn ist =( |
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