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Hilfe bei Vergesellschaftung Hallo ihr Lieben, ich habe lange nicht mehr hier geschrieben, heute brauche ich aber mal wieder eure Hilfe. Bei einem von meinen Pärchen ist leider vor kurzem das Männchen verstorben. Wir haben inzwischen ein neues Männchen gefunden und seit gestern läuft die VG. Leider ist der neue Kastrat sehr ängstlich und hat unserem unerwartet aggressiven Weibchen überhaupt nichts entgegen zu setzen. Er war anfangs neugierig, hat sie beschnuppert. Sie ist sofort auf ihn los und.hat ihn durchs Gehege gejagt bis er sich in einer Ecke verkrochen hat und aus dieser Ecke darf er sich bis heute nicht weg bewegen. Sobald er irgendwo anders im Gehege sitzt rennt sie richtig böse auf ihn zu, grunzt und jagt ihn ein paar Runden bis er sich wieder in die Ecke drückt . Freiwillig Will er da inzwischen auch gar nicht mehr raus. Sie geht manchmal zu ihm, schnuppert an ihm und setzt sich daneben und frisst von dem Futter das ich für ihn hingelegt habe. Manchmal setzt sie sich auch einfach nur so neben ihn und macht gar nichts. Er sitzt dann weiter in der Ecke und bewegt sich nicht. Wenn ich ihn versuche woanders hinzusetzen, was er auch nicht will, wird er sofort wieder in dieses Eck gejagt. Interesse scheint sie an ihm ja irgendwie schon zu haben. Er hat ein paar kleine Bisswunden aber nichts schlimmes bisher. Bei ihr habe ich den Eindruck, sie ist sehr hormongesteuert. Sie buddelt im Klo, verbuddelt die Teppiche, wirft die kloschale und die Näpfe durch die Gegend. Bei ihrem bisherigen Partner hatte sie auch manchmal solche anwandlungen, aber da hätte sie sich nie getraut den ernsthaft anzugehen, denn er hat sich so etwas nicht gefallen lassen. Dadurch lebten die beiden wirklich sehr harmonisch miteinander. Sie saßen immer zusammen und es gab glaube ich gar keinen richtigen Chef bei den beiden,sie waren sich in der Hinsicht glaube ich einfach ebenbürtig und fanden das auch beide in Ordnung so. Ich frage mich nun ob das so noch ganz normales VG Verhalten ist und man die beiden einfach gehen lassen sollte. Also das Eck in dem er sitzt zu machen bringt nichts, dann sitzt er sich in ein anderes Eck und verschanzt sich da. Da ich ihr Verhalten schon als sehr Hormon gesteuert wahrnehme frage ich mich, ob eine Kastration der Häsin da etwas bringen könnte. Eigentlich stand eine Kastration von ihr sowieso im Raum, nur durch den Tod des Partners und die Suche nach einem neuen ist das jetzt irgendwie wieder in Vergessenheit geraten. Ich habe mich schon gefragt ob ich sie noch mal trennen, das Weibchen kastrieren und danach wieder zusammensetzen soll. Oder erst einmal noch ein paar Tage durchhalten. Dass sie sich neben ihm setzt würde ich jetzt als gutes Zeichen werden da sie ja offenbar doch Interesse an ihm hat irgendwie. Aber sie jagt ihn halt auch immer wieder sehr aggressiv durchs Gehege. Über Tipps und Ratschläge würde ich mich sehr freuen, ich habe zwar schon einige VGs gemacht, aber ein so ängstliches Männchen hatte ich bisher noch nie. Er wehrt sich leider überhaupt gar nicht gegen sie. Vielen Dank und liebe Grüße |
Ach so , noch ein paar Infos . Sie ist ein Kleinwidder , er ein zwergwidder. Beide sind geschätzt ungefähr vier Jahre alt. In seine Ecke frisst er sehr gut und viel, also das zumindest klappt bisher noch sehr gut. |
Ist das neutrales Gebiet oder ihr ehemaliges Gehege? Wie groß? für mich hört es sich normal an und ich würde das erstmal weiter nur beobachten und auf Verletzungen kontrollieren. Vielleicht setzt Du Dich mal mit Leckerchen dazu und fütterst beide aus der Hand? |
Vielen Dank für deine Antwort. Ja sie werden im Bad vergesellschaftet, das sind so 5-6qm schätze ich. Das mit den leckerchen werde ich auf jeden Fall mal ausprobieren. Sie haben Teppiche, zwei Kartons und eine kloschale drin stehen. Also eigentlich alles so wie es sein soll bei einer Vergesellschaftung denke ich. |
Wenn sie dann in ihr eigentliches Gehege ziehen, würde ich ihm 1-2 Std. Vorlauf gönnen, damit er das Gehege erkunden kann. |
Das kommt schon mal vor, dass Kastraten es einfach aussitzen (machen Männer auch mal gerne:rofl:) Es liest sich für mich gut und solange ernsthaften Verletzungen gefunden werden, er gut frisst und keinen verstörten Eindruck macht, würde ich es so laufen lassen und, wenn ins eigentliche Gehege umgesiedelt wird, ihm auf jeden Fall einige Zeit Vorlauf geben Ich habe bei Neuzugängen, die vergesellschaftet werden sollten im Gehege, dem i. d. R. Kastraten, immer ein paar Stunden Zeit gegeben sich mit der Umgebung und den Möglichkeiten anzufreunden |
Anscheinend sind Weibchen bei Vergesellschaftungen gerne mal so? Da bin ich ja froh dass ihr das positiv seht. Ich hatte schon Angst, ich habe ihr vielleicht ein zu ängstliches Männchen ausgesucht. Bei der vorigen Vergesellschaftung mit ihrem verstorbenen Partner sind richtig die Fetzen geflogen, ich musste die sogar zwischendrin unterbrechen weil sie das Fressen eingestellt hat und er genäht werden musste... Das war eine lange und schwierige Vergesellschaftung aber am Ende waren sie ein echtes dreamteam. Also habe ich mich diesmal entschieden nach einem nicht so dominanten Männchen zu suchen in der Hoffnung, dass die Vergesellschaftung da einfacher wird. Ja das mit dem nicht so dominanten Männchen hat ja geklappt, nur eben mit einer neuen Schwierigkeit, dass er nur im Eck sitzt und sich scheuchen lässt. Andere Kaninchen kennt er aber Punkt er wurde mit einer ganzen Gruppe Kaninchen im tierschutz abgegeben und hat auf der Pflegestelle bisher auch mit einem Weibchen aus dieser Gruppe zusammen gelebt. |
Ein bisschen aufgetaut ist der kleine Mann zumindest inzwischen. Er rennt nicht mehr panisch weg wenn sie kommt sondern bleibt sitzen und wenn sie zu ihm kommt um mit bei ihm am Futter zu fressen frisst er sogar weiter. Manchmal jagt sie ihn noch ein paar Runden durchs Bad, aber ich habe den Eindruck auch das nicht mehr so aggressiv wie am Anfang.. Leider darf der kleine nach wie vor aber nicht aus seiner Ecke raus. Er traut sich inzwischen schon manchmal ein Stück durchs Zimmer zu hoppeln, sobald sie das mitbekommt rennt sie aber los und jagt ihn wieder zurück in die Ecke. Was meint ihr? Erstmal alles so lassen oder habt ihr irgendwelche Ideen was man da noch verändern könnte? Kleine Fortschritte kann man ja zum Glück schon feststellen, aber dass er nur an dieser einen Stelle sitzen darf ist natürlich doof. Er frisst weiterhin sehr gut und liegt auch ganz entspannt in seiner Ecke, also lange nicht mehr so ängstlich wie gestern noch. |
Ich würde es so weiterlaufen lassen und (solange keine blutigen Verletzungen) nur beobachten. Die beiden müssen das jetzt klären Aber, es liest sich sehr gut und ich würde meinen, in ein paar Tagen, evtl mit Glück bald, wird sich da weiter was ändern und sie kuscheln dann irgendwann zusammen:blush5: Zeit ist immer ein wichtiger Faktor, den sollte man den Tieren geben |
Nein Verletzungen hat er keine. Ein paar oberflächliche Bisse vom allerersten Tag, aber ich glaube seit gestern sind keine mehr dazu gekommen. Wahrscheinlich bin ich einfach zu ungeduldig. Aber du hast ja recht. Sie brauchen natürlich einfach Zeit. |
Auf so wenig Platz ist der Stresspegel automatisch höher; bei grösseren Flächen ist es in der Regel etwas entspannter. Ich rate daher immer zu mehr Platz, was man auch mal einfach nachträglich vergrössern könnte, wenn entsprechendes Gitter vorhanden ist. Und zu Beginn der VG kann es ruppig werden, da muss man einfach das Fressverhalten im Überblick behalten :wink5: Aber da scheint ja hier zu klappen. Ich hatte auch schon welche, die waren zu Beginn derart traumatisiert, die haben weder gefressen noch sich sonst (kaum) bewegt. Das wäre dann schlecht…. Bewegung ins Ganze rein bringen, kann man auch indem man mal umstellt. Erweckt die Neugierde und lenkt etwas ab. So darf er sich auch mal etwas bewegen :wink5: Und wie gesagt: zu Beginn ist es oft am schlimmsten, das bessert sich oft nach ein paar Tagen. Ist sie nur aktuell hormongesteuert oder kommt das häufiger vor? Wenn es häufig ist, könntest Du schon über eine Kastration nachdenken. Wenn sie aktuell scheinträchtig oder hitzig ist, steigert das natürlich die Aggressionen schon… Das Verhalten kommt dann zur VG hinzu, daher dann nicht gerade der ideale Zeitpunkt für eine VG. |
Vielen Dank! Vergrößern wird leider schlecht gehen da sie ja schon das ganze Bad haben. Aber die Sachen umstellen und vielleicht auch mal die Ecke zu machen in der er sitzt werde ich auf jeden Fall ausprobieren wenn es in den nächsten Tagen nicht besser wird. Kastriert werden sollte das Weibchen eigentlich schon, das ist aber durch den Tod des Partners und die Suche nach einem neuen irgendwie in Vergessenheit geraten. Wenn es gar nicht klappt könnte ich die beiden auch noch mal trennen, das Weibchen kastrieren lassen und dann erneut eine Vergesellschaftung versuchen. |
Vergrössern kann man auch, indem die Badezimmertür geöffnet wird :wink5:. Das geht relativ einfach. Wenn Du nicht den ganzen angrenzenden Raum zur Verfügung stellen willst, dann mit Gitter eingrenzen. Ist letztendlich einfach stressfreier für die Tiere. Ich persönlich mache lieber eine VG mit sehr viel Platz (= ganze Wohnung) im bekannten Revier, als die Kaninchen auf 6 qm eine Crash-VG zu starten. Paare vergesellschaften geht fast immer. Da braucht es etwas Geduld von Seiten des Halters. Das kann sich schon über ein paar Monate hinziehen, wenn es etwas schwieriger ist. |
Aber würden sie sich mit zu viel Platz nicht irgendwie gar nicht begegnen? Also wenn sie zum Beispiel die ganze Wohnung zur Verfügung hätten? Normalerweise leben sie im Dachgeschoss in freier Wohnungshaltung, haben dort ca. 40qm zur Verfügung. Ich hätte da Bedenken, dass sie eben einfach nur so nebeneinander her leben und sich gar nicht groß begegnen wenn einer dem anderen ausweicht. |
Ich habe bei meinen VG`s auch immer viel Platz (Wohnzimmer ca 35 qm)geboten, hatte nur einmal eine Häsin (ehemalige Zuchthäsin) wo ich stark verkleinern musste, auf "husthust" ca 3- 4 qm und bis heute kann ich mit ihr keine VG mit viel Platz machen Ich würde es aber in deinem Fall jetzt so weiterlaufen lassen und keine großen Veränderungen des Platzangebotes anbieten. Es läuft ja und es sind keine Verletzungen mehr, eine Änderung des Platzangebotes könnte bei der Häsin stärkeres Revierverhalten auslösen und dann geht es evtl wieder von vorne los Mehr Platz würde ich dann nur anbieten, wenn er nur in einer Ecke sitzt und sich gar nicht raustraut, Bisswunden hat, nicht zum fressen kommt |
Nein, bei viel Platz hatte ich noch nie, dass sie sich ignoriert hatten. Im Gegenteil: meist bei nur wenig Platz von 8-10 qm, aber auch das kam sehr selten vor. Bei viel Platz waren alle deutlich aufgeweckter und haben sich mehr bewegt; für die Ängstlichen war es in der Regel ein Vorteil und die wurden auch viel mutiger. Bei zu wenig Platz kann es auch sein, dass sie sich komplett unnatürlich verhalten und das Klären der Rangordnung erst machen, wenn dazu Platz vorhanden ist und auch ein richtiges Revier, dass es zu verteidigen gilt. Dazu wird es aber dann aber auch höchstwahrscheinlich sowieso kommen, wenn sie auch lange Zeit im engem Revier waren und dort keinerlei Annäherungen statt gefunden haben. Meine Kollegin hat letzthin eine Paar-VG mit 2 sehr ängstlichen Kaninchen im Revier draussen von ca. 100 qm gemacht. Weil die Neue eben meist das Weite gesucht hat, hat es fast 2 Monaten gedauert, bis das Vertrauen da war. Nun sind sie unzertrennlich. Es ging zwar lange, aber war garantiert für die Neue am stressfreisten. Was ich definitiv sagen kann: hat man bei der 1. Begegnung sehr viel Platz zur Verfügung und es eskaliert dann mit bösen Bisswunden durch ineinander Verbeissen innert 1-5 Tagen, dann hätte auch keine andere Variante der VG je funktioniert. Das hatte ich zumindest nur immer bei sehr dominanten Spätkastraten, die werden auch nie zusammen verträglich sein. Bei mir hat Revierwechsel ins grössere Gehege (respektive freie Wohnungshaltung) bis anhin immer nur Vorteile gebracht. Habe ich sie auf wenig Platz gelassen, dann gabe es nach 2-3 Wochen meist gar keine Veränderungen oder Annäherungen; was dann auch meist die sehr harzigen VG's waren. Da hätte ich es schon monatelang im neutralen Revier belassen müssen, aber dazu hatte ich weder Lust noch Möglichkeiten. Und ob es was gebracht hätte, ist auch fraglich. Klar, es ist nie jede VG gleich und es kommt immer auf die Charakteren an. Ich spreche hier daher auch nur von einem durchschnittlichen Erfahrungswert. In der Regel nehme ich die Variante, die am wenigsten Stress für die Kaninchen bedeutet. Ich habe seit 2 Monaten eine VG von 2 Paaren am laufen, wo zwar alle frei sind, aber sich meistens im Kaninchenzimmer der Kleinen (Untergeordneten) aufhalten. Die grosse Häsin akzeptiert die Kleinen nicht wirklich, aber immerhin musste dieses Mal keiner zum Nähen gehen. Seit dem 1. Tag ist das kürzere, heftige Gejage gleich geblieben und wird sich aufgrund der Charakter der Häsin auch nicht ändern, was mir von Anfang an klar war. Die Kleinen könnten bei Gejage zwar raus ins Wohnzimmer (ursprüngliches Revier der Häsin) flüchten, aber da sie dementsprechend vehementer gejagt werden, machen sie das schon gar nicht. Der Grosse Kastrat dagegen hat sich inwzischen mit den Kleinen angefreundet. Da es doch meist entspannt ist, solange sie mit Abstand fressen und schlafen können, belasse ich es vorläufig so. Die grosse Häsin eignet sich definitiv nur für Paarhaltung und wäre alleine mit ihrem Partner sicher glücklicher - sie hat auch immer alleine gelebt und zeigte vorher im Tierheim kein Interesse an anderen Kaninchen. |
Ich hatte auch mal eine Vierergruppe die ich nach drei Monaten in zwei Pärchen getrennt habe weil es zwischen zwei Kaninchen immer wieder zu beißereien kam und das eine sich zum Schluss gar nicht mehr getraut hat aus seiner Ecke zu kommen. Da konnte man aber beobachten wie es kontinuierlich schlimmer wurde statt besser. Ich hätte mich jetzt nicht getraut das neue Kaninchen ins Revier der Häsin zu setzen, da Weibchen doch meistens revierbezogener sind. Umgekehrt habe ich schon ein Weibchen zu einem Männchen ins Außengehege gesetzt, im Winter hatt man ja nicht mal eben ein zweites Außengehege zu Vergesellschaftung da. Das hat jedes Mal problemlos geklappt. Kastrat zu Weibchen hatte ich bisher immer den Eindruck ist viel schlimmer. Weil die Weibchen zickiger sind und ihr.Revier mehr verteidigen. Alles gar nicht so einfach. Leider gibt es ja kein Patentrezept. |
Patentrezept gibt's nie :wink5: Bei mir hatten die Häsinnen in 17 Jahren noch nie was zu melden. Da waren fast ausnahmslos die Kastraten dominant und meist sehr revierbezogen.:wink5: , auch wenn nicht alle, aber die die Meisten. |
Hallo ihr Lieben, Ich hole meinen Beitrag hier nochmal hoch, da die beiden mir immer noch Sorgen machen. Kurze Zusammenfassung was seit meinem letzten Beitrag passiert ist. Ich musste die beiden leider trennen, da die Situation sich überhaupt nicht verbessert hat. Das Weibchen wurde untersucht, es wurde eine Gebärmutterveränderung festgestellt und ende August wurde sie kastriert. Ich habe die beiden danach 8 wochen getrennt gelassen, damit sich bei ihr die Hormone und aggressionen erst mal abbauen können. danach wurden die beiden erneut vergesellschaftet. Sie sind nun also seit anfang November wieder zusammen. Sie waren 6 Wochen in einem neutralen Gehege Und sind kurz vor Weihnachten wieder in ihr altes Gehege umgezogen. Stand der Dinge Ist, und das war es auch schon im neutralen Gehege, man lebt nebeneinander her. Das Weibchen hat die Hosen an, das Männchen darf sich überall frei bewegen, wird auch nicht mehr begrenzt, solange er mindestens einen halben Meter Abstand zu ihr einhält. Kommt er näher oder passt ihr sonstwas nicht wird er gejagt. Fressen geht er wenn sie fertig ist oder ganz am anderen Ende vom Futter. Es ist also die meiste Zeit relativ friedlich, solange er sich an die Regeln hält und ihr nicht zu nahe kommt aber harmonisch ist anders. Es gibt keinerlei kuscheln, keinen näheren Kontakt, kein zusammen sitzen, überhaupt keine Interaktionen außer sie jagt ihn wenn er zu dicht kommt. Sie sitzen nun also erneut seit ca. 7 Wochen zusammen und ich frage mich, ob man hier noch auf eine Verbesserung hoffen kann oder wie lange man das einfach so lässt. Für ein Pärchen finde ich sind die beiden schon ein harter brocken und für ihn ist das.ja bestimmt auf Dauer auch nicht schön, dass er nur so neben ihr her existieren darf. Meint ihr man kann da noch auf Besserung hoffen oder sollte man da doch eher user eine Trennung nachdenken? Vielleicht mag sie ihn einfach nicht? Er macht das trotz allem echt gut. Ist vorsichtig aber nicht überängstlich mit ihr. |
Nachtrag sie sitzen seit 9 Wochen wieder zusammen. |
Das liest sich für mich nicht so, als wenn die beiden noch zusammen finden würden Ich frage mal, wieviel Platz haben sie zur Verfügung 24/7? Aus welcher Haltung kommt er? Ich weiß, und bin da auch nicht für, aber ich hatte mal eine Häsin aus Boxenhaltung. Ich habe sie schon langsam an den Platz gewöhnt, aber mit viel Platz konnte ich beide nicht zusammenbekommen, also habe ich verkleinert. Allerdings funktionierte das bei den nächsten VG`s nicht (Kastrat leider verstorben) |
Vielen Dank für deine Antwort. Er wurde gemeinsam mit ca. 20 anderen Kaninchen bei einem Tierschutzverein abgegeben. Daher weiß man nicht wie er vorher gelebt hat. Sie haben 2 Zimmer zur Verfügung, in einem Zimmer haben sie ihren Bereich mit Häuschen, Futter und Klo. Die restlichen Zimmer können sie auch 24/7 nutzen. Im VG Gehege hatten sie ungefähr 6qm Platz. Was positiv ist und warum ich sie noch zusammen lasse: Trotz allem halten sie sich immer im gleichen Bereich auf, meistens in ihrem Kaninchenbereich. Sie könnten ja auch jeder in einem Zimmer sitzen und sich komplett aus dem Weg gehen. Das wollen sie aber gar nicht. Wenn einer ins andere Zimmer geht, läuft der andere kurz drauf auch rüber. Sie machen da zwar auch nichts gemeinsam, sondern halten Abstand, aber halten sich trotzdem in der Nähe des anderen auf. Sie hat ihn noch nie verletzt, obwohl sie das problemlos könnte, da sie mit 3,5kg doppelt so viel wiegt wie er. Sie jagt ihn nur wenn er näher als so 30cm an sie ran kommt. Das beeindruckt ihn aber wenig. Er rennt weg, läuft danach aber direkt wieder rum als wäre nichts gewesen. Er frisst super und ist sehr aktiv, so dass man nicht den Eindruck hat, dass er unter der Situation leidet. Es ist nur so schade, dass sie ihn überhaupt nicht in ihre Nähe lässt. Ich glaube er würde schon gerne zu ihr gehen, aber immer wenn er es mal versucht oder versehentlich zu nah kommt wird er verjagt. Es geht ja schon sehr lange so, leider gab es ab einem gewissen Punkt einfach keine Fortschritte mehr. Verkleinern haben wir im VG Gehege versucht, aber auch ohne Veränderung. |
Okay, dann würde ich auch nicht verkleinern sondern einfach noch abwarten Ob sie wirklich zusammenfinden, kann keiner sagen, aber ich würde es noch weiterlaufen lassen und hoffen. VG`s haben hier schon mitunter erst nach 3 Monaten geklappt. Irgendwann, wenn man die Hoffnung schon aufgegeben hat und überlegt, findet man sie kuschelt in irgendeinem Raum Gebe ihnen noch 2 bis 3 Wochen |
Ok, ich hoffe es tut sich noch was. Einfach dicht beieinander sitzen würde mir ja schon reichen, kuscheln wäre natürlich ein Traaum. |
In der Regel sind 3 Monate Zusammenlebens schon sehr aufschlussreich, ob es funktioniert oder nicht. Wahrscheinlichkeit nach so langer Zeit ist schon sehr gering, dass sich da noch was tut. Nur weil Paarhaltung meist relativ einfach ist, funktioniert es trotzdem nicht zu 100% bei Allen. Ausnahmen gibt es immer mal…. Ich hatte mal ein Paar, da hat sie ihn auch noch nach 9 Monaten täglich gejagt und auch mal gerupft. Da gab es keinerlei Annäherungen. Nach der Trennung ist er richtig gehend aufgeblüht als er alleine war. Da habe ich mir starke Vorwürfe gemacht, dass ich nicht schon längst getrennt hatte. Es geht aber auch anders: Mein letztes Seniorenpaar hat 9 Monate auch nur mit Abstand im freier Wohnungshaltung nebeneinander her gelebt. Da gab es nie Gejage. Der nicht sozialisierte, Grosse Kastrat hatte sich nicht für die betagte, kleine Häsin interessiert. Und sie hatte Angst. Das hat sich danach über Nacht geändert als ich ihn mehr oder weniger zum Kuscheln zwang (früher war er immer ausgewichen und ich liess ihn). Als er es anfing kuscheln zu geniessen, waren die Beiden plötzlich unzertrennlich. Den krassen Wandel kann ich mir nicht erklären und ob da ein Zusammenhang bestand.. |
Ja manchmal passieren schon seltsame Sachen. Die beiden fahren demnächst gemeinsam zum Impfen. Vielleicht hilft der Transport in einer Box nochmal ein bisschen bei der Annäherung. Der kleine Mann ist komischerweise aufgeblüht seit der Vergesellschaftung. Vorher saß er die meiste Zeit sehr traurig in einer Ecke, hat sehr schlecht gefressen, so dass ich sogar mehrmals mit ihm beim Tierarzt war ohne Ergebnis und hatte zum Schluss sogar wunde Läufe bekommen. Er war ja 8 Wochen alleine nach ihrer Kastration weil ich warten wollte, bis bei ihr die Hormone etwas abgebaut sind. Ich dachte da echt schon er ist irgendwie chronisch krank. Seit sie nun zusammen sitzen frisst er durchgehend sehr gut, ist aktiv und unternehmungslustig und die Füße sind von ganz alleine abgeheilt. Dafür dass sie ja gar nicht freundlich zu ihm ist finde ich das wirklich erstaunlich. Sie ist auch ganz zufrieden würde ich sagen. Alleine hat sie sich auch kaum bewegt, nur zum fressen oder mal in ihrer Buddelkiste buddeln, sonst lag sie nur in der Ecke. Sie ist jetzt auch wieder aktiv. Wenn sie ihn nur mal an sich ran lassen würde. Manchmal glaube ich sogar sie will Kontakt aufnehmen und rennt ganz freundlich auf ihn zu, aber da rennt er natürlich auch weg, denn er wird ja sonst regelmäßig gescheucht wenn er zu nah kommt. Ich glaube wenn er mal sitzen bleiben würde wenn sie kommen will, dann würde es vielleicht auch klappen. |
Die grössere Teil der Hormone gehen rasch zurück, da hätten 3 Wochen gut gereicht, der Rest (am Verhalten) wäre dann eher charakterlich und nicht hormonell bestimmt. Vertrauen fassen braucht einfach länger, v.a. wenn man am Anfang derart herum gescheucht wird. Das geht auch nur allmählich…. Meine Seniorin musste nach der 1. VG genäht werden, danach hatte ich sie ca. 7 Monate getrennt und auf 4 aufgestockt. Meine Häsin hat die Zwergkaninchen seit der 2. VG täglich gejagt/herum gescheucht und ich war ständig am Überlegen, wie lange ich das der Alten noch zumuten kann, die inzwischen auch körperlich stark beeinträchtig ist. Letzthin habe ich aber gesehen, dass sie nicht mehr vor der Häsin flieht, sehr entspannt da sass und gemeinsam frassen. Und ich habe die Beiden 2 x kurz beim Kuscheln erwischt nach einem halben Jahr! Die Häsin jagt jetzt eher nur noch den kleinen Kastraten, der jetzt aber Mühe bekommt mit den Grossen. Die beiden Kastraten haben zu Beginn nur Dauer-gekuschelt, das ändert sich leider langsam in die andere Richtung…. Es kann also immer unerwarteten Richtungswechsel geben… |
Ja, ich hoffe es tut sich noch was bei den beiden. Unter der Situation leiden scheinen sie beide nicht. Ich hatte bei uns im Tierheim gefragt weil ich keine Erfahrung mit Weibchenkastration habe und sie dort ja Erfahrungswerte haben, weil sie die Kaninchen dort kastrieren und auch vergesellschaften wenn sie länger da sind. Sie meinte sie hatten schon alles von Weibchen die direkt nach dem Eingriff wie ausgewechselt waren bis zu mehreren Wochen oder Monaten bis eine Veränderung eintrat. Das mit den 8 Wochen habe ich dann mehrmals von unterschiedlichen Leuten gehört und das dann einfach so gemacht um auf Nummer sicher zu gehen bei der erneuten VG. |
Ich wollte hier nochmal ein Update geben. Nachdem ich bereits aufgegeben hatte und vorhatte den kleinen Mann jetzt im Frühling zu meinen anderen Kaninchen ins Außengehege zu integrieren und mich nach einem anderen Partner für die Häsin umzusehen komme ich vor ungefähr 2 Wochen bei ihnen ins Zimmer und sie liegen zusammen und er putzt sie! Seitdem ist putzen und kuscheln angesagt, irgendwann hat sie auch zurück geputzt und sie benehmen sich jetzt wir ein richtiges Pärchen. Nach einem halben Jahr! Ich bin wirklich froh, dass die beiden nun doch noch zueinander gefunden haben und es nach der langen Zeit wirklich ein Happy End gibt. |
Ja, manchmal gibt’s Wunder. Nur leider weiss man das im Voraus nicht, dann stellt sich immer die Frage wie lange noch abwarten… Ich habe auch schon bei anderen gesehen, da war nach 10 Monaten noch starkes Gejage da. Sowas ist dann definitiv zu viel Stress für alle; da hätte ich nie solange abgewartet bis zur Trennung. Andere wiederum trennen viel zu früh, weil sie es nervlich nicht hin kriegen…. Aber hinterher ist man immer schlauer! Aber toll, dass es bei Dir zum positiven gewendet hat! Nach so langer Zeit eher eine Seltenheit. Ich wünsche Euch weiterhin ein harmonisches Leben! |
Ich habe damit auch nicht mehr gerechnet. Da sie sich inzwischen meistens einfach ignoriert haben und auch der kleine Mann überall hin durfte habe ich gedacht ich warte jetzt bis zum Frühling und setze dann einen von beiden zu meinen Außenkaninchen und suche für den anderen einen neuen Partner. Das wäre ja dann jetzt gewesen. Und kurz vorher kam nun der Kuscheldurchbruch. Inzwischen machen sie einfach alles zusammen und der Kleine ist jetzt richtig mutig. Als sie ihm letztens Futter abnehmen wollte hat er sie einmal durchs Zimmer gescheucht. Er lässt sich h jetzt auch nicht mehr alles gefallen. Geputzt wird gegenseitig. Alles wie man es von einem Pärchen kennt. Der kleine war aber auch immer mutig und geduldig, obwohl er es mit ihr so lange nicht einfach hatte. |
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