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Plüschtieger 30.05.2023 16:07

Vergesellschaftung am scheitern?
 
Ich brauche dringend eure Hilfe.

Ein paar haben vielleicht meine vorherigen Beiträge/Fragen gelesen.
Wir hatten von Anfang an Pech.. und es geht weiter.

Nach den ersten Kokzidien dann der Schnupfen, als wir das endlich im Griff hatten wieder die Kokzidien, mitlerweile waren die 2 widder 16 Wochen alt und noch immer nicht kastriert (laufende Kokzidien Behandlung)
Dann fing es an, gejage, gerammle, alles ja noch normal, aber der eine hatte absolut keine Ruhe.
Dann endlich am Samstag die Kastra! Nun ist es ruhiger zwischen den zwein, sie liegen beieinander. Aber nun wird der Dritte massiv gemobbt. Er wird von überall weggejagt, darf nicht fressen, nicht mit den anderen liegen usw.
Er ist sehr Mensch bezogen, ich habe das Gefühl er holt sich die fehlende Zuneigung bei mir.
Ich weiss nicht was ich tun soll. Nun sind sie 8 Wochen bei uns und keine Harmonie.
Mir tut das gemobbte Kaninchen leid. Er hat immer wieder Bisse auf dem Rücken und eine solche Angst vor dem einen, wenn er sich nur nähert rennt er weg.

Was ratet ihr mir zu tun?
Platz haben sie genug! Total ca 17qm draussen im Garten.

Danke!

4Chaoten 30.05.2023 17:42

Gelesen habe ich schon, muss aber ehrlich sagen, ich habe den Ablauf nicht genau im Kopf (ich glaube zu meinen, es sind 3 männliche Tiere) Lese ich später mal nach

Du hast sie nach der Kastra alle wieder zusammen im Gehege? Das dauert bis sich die Hormone abgebaut haben. Wäre vielleicht besser gewesen, alle zu trennen und am Besten so, dass der gemobbte das Hauptgehege (Revier) bewohnt

Plüschtieger 30.05.2023 20:43

Ja, es sind 3 Männchen. Sie waren 10 und 12 Wochen alt als wir sie bekommen haben. Der 12 Wochen alte war bereits kastriert.
Die beiden Widder wollte ich durchaus auch sofort kastrieren lassen, aber der TA sagte das geht noch nicht. Also haben wir gewartet und dann kamen die Kokzidien und Schnupfen und da wollte der TA nicht kastrieren. So ist es gekommen, dass sie nun erst mit fast 18 Wochen kastriert wurden.

Sie waren also immer zusammen im Gehege.

Die beiden Widder sind Brüder und verstehen sich gut. Der dritte ist ein Löwekopf und vor dem hat Joey solche Angst. Ich war gerade länger unten im Garten und habe sie beobachtet. Joey bekommt Panik wenn er nur in der Nähe ist. Ich befürchte, dass er vorallem in der Nacht dran kommt. Ich frage mich auch wo er schläft. Wohl nicht mit den anderen im Stall oben (ist doppelstöckig), wohl eher irgendwo im Gehege.
Er tut mir soooo leid!!
Aber der Löwenkopf ist ein ganz liebes Tier, ich verstehe es einfach nicht.
Habe viel auf kaninchenwiese gelesen und ich scheine es theoretisch richtig gemacht zu haben.
Wenn nur die ganze Krankheiten nicht gewesen wären, vielleicht wäre es jetzt anders.

Ich möchte den Löwenkopf nicht weggeben und probiere alles an Vorschlägen!

Ich danke euch!

4Chaoten 30.05.2023 21:20

Konntest du mal beobachten, was der Löwe macht? Hast du beobachtet, dass er Joey angreift (Joey ist einer der Widder?) Der andere Widder und der Löwe verstehen sich?
Der Löwe war schon kastriert oder einer der Widder?

Vielleicht wäre es anders, das kann aber keiner sagen. Der Charakter spielt eine Rolle und ich selber habe auch schon die Erfahrung gemacht, dass es mitunter mit Steh- und Schlappohren zu Verständigungsproblemen kommt, hinzu kommt noch die Geschlechtsreifen, die beginnende Pubertät

Plüschtieger 30.05.2023 23:28

Ich sehe nicht dass er ihn angreift. Aber er verjagt ihn. Er kommt nur in die Nähe und Joey flitzt ab. Ich habe aber auch schon gesehen, dass er Joey am Köpfchen geleckt hat… ich kann es mir nicht erklären!

Fakt ist, das Joey mehrere Bisse auf dem Rücken hat. Wegen einem musste ich vor rund 3 Wochen zum TA.
Mit seinem Bruder (Widder) ist es augenscheinlich ok. Ich habe heute Nachmittag den Löwen für 2 Stunden rausgenommenen um zu beobachten was mit den Brüdern passiert. Sie haben sofort im Häuschen gekuschelt.
Wenn der Löwe da ist, habe ich das noch nie gesehen.

Der Löwe und der Bruder kommen miteinander aus, aber es gab vorrangig eine ziemliche hetzerei. Vom Widder ausgehend. Für rund 5 Tage hat er den Löwen gejagt und berammelt was das zeugs hält. Der Löwe scheint sich ergeben zu haben und putzte ihn (den Widder) nun regelmässig und sie liegen beieinander. Nur Joey wird total ausgegrenzt.

Eigentlich ist Joey vom Charakter sehr neugierig und etwas frech. Aber nun ist er vorsichtig und verängstigt.

Ich habe das Gefühl nun ist es nicht mehr normales vergesellschaftungsverhalten.

Was ratet ihr mir?
Neutralen Boden zum neu vergesellschafteten habe ich einfach nicht.

4Chaoten 31.05.2023 14:12

Dein Nachtgehege ist immer noch 8 qm?
Dann wäre es das, was ich als erstes dringend vergrößern würde, wenn du alle behalten willst

So förderst du die Aggressionen, den Platz den sie haben, zu verteidigen, gerade weil sie tagsüber mehr Platz haben und der Wechsel von viel auf wenig Platz das noch anfeuert

Ich bin mir auch nicht sicher, ob die Bisswunden wirklich nur vom Löwe kommen, dass kann genauso gut sein Bruder sein. Da kann in der Nacht bei wenig Platz mal weggebissen werden

Plüschtieger 01.06.2023 07:37

Danke dir. Das mit dem Bisswunden hast du natürlich recht, das weiss man nicht genau. Gestern war es jetzt besser. Aber er ist immer alleine. Bin ratlos.
Nachtgehege kann ich nicht vergrössern und ist auch gross genug. Wir hatten vorher ja auch 3 Jungs drinnen und die waren ein herz und eine Seele. Es liegt wohl eher an dem extrem schlechten Start und den diversen Krankheiten.

Vielleicht klärt es sich in den nächsten Tagen/Wochen und sonst muss ich mir überlegen einen abzugeben.

marinahexe 01.06.2023 10:55

Zitat:

Zitat von Plüschtieger (Beitrag 1273425)
Danke dir. Das mit dem Bisswunden hast du natürlich recht, das weiss man nicht genau. Gestern war es jetzt besser. Aber er ist immer alleine. Bin ratlos.
Nachtgehege kann ich nicht vergrössern und ist auch gross genug. Wir hatten vorher ja auch 3 Jungs drinnen und die waren ein herz und eine Seele. Es liegt wohl eher an dem extrem schlechten Start und den diversen Krankheiten.

Vielleicht klärt es sich in den nächsten Tagen/Wochen und sonst muss ich mir überlegen einen abzugeben.


Nein, es ist nicht groß genug. Selbst die empfohlenen 9qm für 3 Tiere wären nicht groß genug. Warum sicherst Du nicht das Zimmer und lässt sie frei laufen? Vorausgesetzt das Zimmer ist deutlich größer.https://www.kaninchenforum.de/images/icons/icon10.gif
Jedes Tier ist anders und hat unterschiedliche Bedürfnisse. Wie alt waren Deine vorherigen Kastraten? Du hast 3 gleichgeschlechtliche Tiere, davon 2 Spätkastraten, die mitten in der Pubertät stecken.

Plüschtieger 01.06.2023 11:46

Liebe Marina
Das Gehege ist 4,5x2,5 Meter, also mehr als 11 Quadratmeter. Das ist gross genug. Auch sind im Gehege mehrere Etagen und Unterschlupf Möglichkeiten.

Die 8 qm waren eine Schätzung von mir, unterdessen hatte ich genau nachgemessen.
Sie leben draussen im Garten, also keine Zimmer.
Zusätzlich dazu haben sie nochmals ca. 6 qm auf der Wiese. Ich denke Platz ist genug da. Ich frage mich eher langsam ob zu viel Platz ist. So können Sie immer einander ausweichen anstatt sich der Vergesellschaftung zu stellen.

Die vorherigen Tiere waren nicht ganz 2 als sie starben und waren von Anfang an in dem Gehege. Da gab es eine richtige Vergesellschaftung und dann war ab da Harmonie plus!

4Chaoten 01.06.2023 13:31

Ob der Platz ausreicht entscheiden die Tiere:rofl:

Versteif dich nicht darauf, dass es bei den vorherigen Tieren klappte, da hat es einfach gepasst mit dem Charakter. Sobald du aber einen mit starkem Revierverhalten dabei hast, kann das zu wenig Platz sein und die Pubertät ist keinesfalls zu unterschätzen
Meine Freundin hatte mal eine trächtige Häsin (nicht bekannt) aufgenommen und hatte in dem Sinne gar keine VG, weil alle friedlich zusammen aufwuchsen und auch ihr Kastrat die Jungtiere akzeptiert hat. Nach 1,5 Jahren musste sie trennen

Ich würde ja dazu tendieren, die 3 zu trennen und neutral zu
Vergesellschaften. Die VG sollte aber nicht zu schnell abgebrochen werden und du müsstest natürlich die Möglichkeit haben für ein neutrales Revier. Gibt es vielleicht eine Kaninchenhilfe in deiner Nähe? Mitunter wird sowas auch von Pflegstellen angeboten

Plüschtieger 02.06.2023 11:27

Ich sehe das wie du, 4 Chaoten, eine neue VG wäre das beste.
Im Moment ist es ruhiger.
Ich habe beobachtet, das der Löwe wohl den Rasenbereich zu seinem Revier gemacht hat. Sobald Joey raus geht wird er verjagt.

So habe ich sie gestern für rund 4 Stunden (dann kam ein Gewitter und sie mussten ins trockene) draussen rausgesperrt. So konnte Joey nicht wieder ins Gehege und der Löwe musste akzeptieren dass Joey da ist.
Das hat zum näschen zusammenhalten geführt, einmal wurde Joey sogar auf dem Köpfchen von ihm geleckt. Aber dann ist er gleich wieder abgeflizt.

Ich dachte mir, ich baue den Rasenbereich ganz ab, mähe einmal drüber und stecke ganz neu ab. Was meinst du, wäre das dann neutraler Boden?
In der Nacht müssen sie dann natürlich wieder ins Gehege können, der Bereich ist natürlich nicht neutral.

marinahexe 02.06.2023 12:43

Die Tiere müssen während der gesamten VG zusammen bleiben. Dann solltest Du den Gartenbereich ganz sperren und die VG im Stall machen. Ansonsten ist es jedes Mal ein Revierwechsel und die VG fängt von vorne an.

4Chaoten 02.06.2023 18:52

Das macht für mich keinen Sinn, es bleibt, auch mit anderem Boden, sein Revier

Kannst du die Auslauffläche nicht raubtiersicher machen? Dann können sie 24/7 die Fläche nutzen.
Ich sagte schon, bedenklich ist auch der Wechsel und möglich ist auch, dass wenn du sie nur im Nachtgehege lässt, da alles funktioniert, aber dann wieder ab und zu Gartenauslauf anbietest. Deswegen wäre mein Rat, die Gartenfläche sicher zu machen

Plüschtieger 02.06.2023 22:34

Das geht leider nicht, die Rasenfläche sicher machen.

Ich habe nochmals auf kaninchenwiese geforscht und dort wird noch geraten das dominante Tier für 2 Wochen zu separieren und die anderen im Gehege zu lassen.
Dann nach 2 Wochen wieder dazu setzen.

Eine weitere angegebene Möglichkeit ist natürlich die Vergesellschaftung auf neutralem Boden. Jeweils für ein paar Stunden und dann zurück ins bestehende Revier.

Ich werde letzteres zuerst ausprobieren, wenn das nicht klappt, die erste Variante. Wenn das auch nicht klappt, müssen wir uns sehr, sehr schweren Herzens vom Löwen trennen.

Den Rasenbereich werde ich ab morgen nicht mehr zur Verfügung stellen. Ist zwar bei diesem Prachtwetter so schade..

4Chaoten 03.06.2023 17:34

Entschuldige meine Neugier, aber warum geht es nicht die Rasenfläche sicher zu machen? Dies wäre für mich, von der Beschreibung her, der einfachere und bessere Weg für die Tiere

Ich würde jetzt nicht sagen, dass der Löwe das dominate Tier ist, denn er akzeptiert deinen anderen Widder und ordnet sich da anscheinend unter
Ich tendiere dazu, dass Joey der unterwürfige ist und der Löwe in der Mitte steht und sein Revier erkämpfen möchte und da bin ich wieder bei der Sache - mehr Platz;)

Ich kann verstehen, dass man ein Tier nicht abgeben möchte, aber sehe leider auch keinen Sinn in ein paar Stunden Trennung. Nichts ist unmöglich, ich habe auch schon Experimente gestartet:D Also, versuche es

Plüschtieger 05.06.2023 17:03

Da stimme ich dir zu, ich bin nicht sicher wer der Chef ist, der Löwe oder der Widder.

Fakt ist, es ging gar nicht mehr, also habe ich heute an einem neuen Ort erst joey reingetan, etwa für eine Stunde, und dann die beiden anderen. Es ging sofort los. Leider voll auf Kosten von Joey. Er rannte total irre durch die Gegend, rammte alles und jeden. Quetsche sich in eine Ecke und sobald der Löwe auch nur in die Nähe kam ging das gerenne wieder los.
Der Löwe hat sofort angefangen alles mit Kinn und Urin zu markieren, er ist aber kastriert…ist das normal?
Für rund eine Stunde habe ich dabei gestanden dann musste ich abbrechen. Der kleine Kerl hätte sonst noch einen herzkasper gehabt.

Nun sind Joey und sein Bruder im Gehege und der Löwe am neutralen Ort im Garten.
Nun leite ich also schweren Herzens die zweite Möglichkeit ein und trenne sie fix auf Zeit.

Ich habe im Gehege sauber gemacht. Wie lange dauert es in etwa bis die duftspuren vom Löwen weg sind? Möchte die getrennte Zeit so kurz wie möglich halten (kaninchenwiese sagt 2 Wochen, finde ich extrem lang für das Kaninchen das allein ist).

Wenn das auch nicht klappt müssen wir uns entscheiden wie weiter.

4Chaoten 05.06.2023 18:24

Auch, wenn der Löwe kastriert ist, markiert er sein Revier
Ich habe auch schon Tiere gehabt, je nachdem wie dominant sie waren und ihren Platz verteidigen

Wie groß war das neutrale Revier:D
Mag sein, dass die dauerhaften Hinweise auf mehr Platz nerven, aber sie haben schon ihren Grund, wenn du einen dabei hast, der gerne der Herrscher sein möchte und sei es nur über Joey

Ja, 2 Wochen hören sich lang an, ist auch nicht schön, ein Tier so lange allein (ohne Riech- und Sehkontakt) zu halten, aber notwendig
Persönlich halte ich die Duftspuren für unwichtig, wenn es wieder im alten Revier ist, weil Kaninchen nicht doof sind. Mir ist es mit einer Häsin nicht geglückt, die wusste sofort wieder, wo sie war und meine Freundin sagt, die Tiere wissen auch nach Monaten wo sie mal ihr Zuhause war

Plüschtieger 06.06.2023 10:33

Danke dir. Mehr Platz kann ich nicht bieten, da er einfach nicht vorhanden ist. Und der Garten soll ja auch noch von uns Menschen genutzt werden dürfen.

Im Moment ziehe ich das mit den 2 Wochen separat durch und probiere es nochmals.
Sollte es nicht klappen, hat unser lieber Löwe bereits ein Plätzchen wo er zusammen mit einer Dame glücklich sein darf. Wir könnten sie dann sogar besuchen gehen.

Das nimmt mir den Mount Everest von den Schultern !!

4Chaoten 06.06.2023 17:03

Mit dem Platz verstehe ich, aber ich denke, wenn sie schon einen Gartenbereich haben, könnte man den auch sicher machen.

Das ist schön:blush5: wenn du schon ein guten Platz kennst, falls es wider erwarten nicht funktionieren sollte. Manchmal ist es leider so, dass für ein Tier eine Pärchenhaltung die besser Lösung ist. Ich kann aber verstehen, dass man Tiere lieb gewinnt und es einem schwer fällt und man alles versuchen möchte
Daumen sind gedrückt;)

Plüschtieger 09.06.2023 07:11

Noch eine Frage.
Der Löwe sitzt ja im Moment getrennt und die beiden Widder im Gehege.
Nun habe ich mir natürlich Gedanken gemacht, den Löwen geben wir natürlich nicht gerne ab wenn es mit der neuvergesellschaftung nicht klappt..
Was denkt ihr, wäre es eventuell eine Möglichkeit noch eine Dame dazu zu setzen? Würde das eventuell die Anspannung unter den Herren lösen?

Und wenn ja, gleich zusammen mit dem Löwen ins bestehende Gehege zu den Widdern setzen, oder erst der Löwe und wenn es nicht geigt dann noch die Dame?

Das mit dem mehr Platz würden wir dann lösen.

Danke euch!

Terry 09.06.2023 10:27

Zitat:

Zitat von Plüschtieger (Beitrag 1273544)
Das mit dem mehr Platz würden wir dann lösen.

Warum geht es denn "dann"?

Wenn es doch die Möglichkeit gibt das Gehege zu vergrößern dann macht es doch jetzt.
Damit würden sich die Probleme die Du hast evtl. von selber lösen...

Plüschtieger 09.06.2023 11:04

Zitat:

Zitat von Terry (Beitrag 1273545)
Warum geht es denn "dann"?

Wenn es doch die Möglichkeit gibt das Gehege zu vergrößern dann macht es doch jetzt.
Damit würden sich die Probleme die Du hast evtl. von selber lösen...

„Dann“ ist, wenn ich eine Antwort auf die eigentliche Frage bekomme…
Sie haben eigentlich bereits genügend Platz.

marinahexe 09.06.2023 11:16

Nein, sie haben nicht genug Platz!!!

Plüschtieger 09.06.2023 11:59

Zitat:

Zitat von marinahexe (Beitrag 1273548)
Nein, sie haben nicht genug Platz!!!

Auf kaninchenwiese heisst es (reinkopiert)

Unsere Empfehlung
Die vorgeschriebenen sechs Quadratmeter Grundfläche sind für die Hauskaninchen besonders geeignet, wenn zusätzlich täglicher Freilauf erfolgt. Ohne zusätzlichen regelmäßigen Freilauf empfehlen wir mindestens 10m² als Mindestmaß umzusetzen, da so auch Hakenschlagen und Sprinten möglich sind, diese Bewegungsabläufe gehören zum natürlichen Verhalten und können auf 6m² kaum ausgelebt werden.

Daraus ergeben sich folgende MINDESTmaß-Empfehlungen:

6m² mit täglichen Auslauf für 2 Kaninchen, jedes weitere 1,2m² mehr
10m² für 2 bis 5 Kaninchen ohne täglichen Auslauf.




Es sind 3 Kaninchen und sie haben fast 12qm Tag und Nacht zur Verfügung, das auf mehreren Ebenen. DAZU jeden Tag Wiesenfreilauf von zusätzlichen 6-10qm jenachdem wie ich abzäune. ES IST GENUG PLATZ sogar für 4 Tiere

Aber lasst es, scheinbar hakt man lieber ständig auf den Platzverhältnissen herum anstatt wirklich helfen zu wollen.

marinahexe 09.06.2023 12:49

Zitat:

Es sind 3 Kaninchen und

Falsch. Es sind 3 gleichgeschlechtliche Tiere, die in der Pubertät stecken.


Warum fragst Du eigentlich hier um Rat, wenn Du doch nichts annimmst? Wie oft wurde Dir schon gesagt, dass es für 3 gleichgeschlechtliche Tiere zu wenig Platz ist? Kaninchenwiese ist gut, ja. Ich schlage auch oft dort nach. Aber in einigen Fällen zeigt halt die Praxis, dass Kaninchenwiese eben nicht immer richtig liegt.

4Chaoten 09.06.2023 16:32

Mich wundert das jetzt aber auch
Warum willst du deinen 3 Tieren nicht die Möglichkeit für 24/7 mehr Platz geben, wenn die Chance dadurch erhöht wird, dass sie sich verstehen, aber wenn eine Häsin dazu kommt bist du bereit?

Klar, Kaninchenwiese nutzte ich auch, aber ich vermische Entscheidungen mit meinem Wissen und dem Wissen anderer, erfahrener Halter. Wenn du nach Kaninchenwiese gehst, kannst du ohne zu erweitern die Häsin dazusetzen
Raten würde ich es aber nicht:rolleyes:
Viele gehen allgemein nach dem Platzbedarf, berücksichtigen dabei aber weder das Geschlecht, Alter und Charakter

Zitat:

Zitat von Plüschtieger (Beitrag 1273549)
[COLOR="Red"]
Es sind 3 Kaninchen und sie haben fast 12qm Tag und Nacht zur Verfügung, das auf mehreren Ebenen. .

Zum Verständnis, sind die ca 12 qm ebenerdig gerechnet oder mit den Ebenen?

Nur zur Info, je mehr du in kurzer Zeit versuchst zu erreichen, desto gestresster sind deine Tiere. Mein Rat immer noch : den Gartenauslauf zu erweitern und neu vergesellschaften
Solltest du trotzdem eine Häsin aufnehmen, dann überlege dir einen Plan B
Kann sie bleiben? Mache ich getrennte Haltung oder gebe ich 2 Tiere weg?
Wie es in dem Fall laufen wird, kann dir keiner sagen, aber ich denke, hier würde es jeder erstmal mit mehr Platz versuchen

Lupine 10.06.2023 19:17

Zitat:

Zitat von Plüschtieger (Beitrag 1273549)
[COLOR="Red"]...
Aber lasst es, scheinbar hakt man lieber ständig auf den Platzverhältnissen herum anstatt wirklich helfen zu wollen.

Wir würden gerne helfen - aber das geht natürlich nur, wenn du dir auch helfen lässt.

Ja, auf dem Papier haben die drei genug Platz, wenn man die Angaben von Kaninchenwiese zugrunde legt. Die sind aber eigentlich für gegengeschlechtliche Paare und gleichmäßig geschlechtergemischte Gruppen.

Es kann auch bei gleichgeschlechtlichen Paaren oder Gruppen mit diesem Platz funktionieren. Aber normalerweise nicht mit Kaninchen mitten in der Pubertät, die darüber hinaus vielleicht nicht gut sozialisiert sind.

Bitte mach dir klar, dass du da eine Gruppe Halbstarke hast, die allesamt versuchen ihren Platz in der Welt zu finden - und zwar möglichst weit oben auf der Leiter.

Das geht nur dann halbwegs gut, wenn sie genug Platz haben, dass jeder von ihnen auf einem Stückchen Land mehr oder weniger "Alleinherrscher" sein kann. Und dafür reicht der Platz bei dir einfach nicht aus - und das wird noch eine ganze Weile sehr explosiv bleiben, ungefähr bis sie anderthalb Jahre alt sind.

Bitte beachte hierbei, dass bei der Kastration keineswegs sämtliches hormonproduzierende Gewebe entfernt wird, es gibt durchaus noch ein paar mehr Stellen im Körper wo Geschlechtshormone produziert werden als nur die Hoden.

Ich empfehle, wie die anderen auch, wenn du alle 3 Kastrate behalten willst, für mehr Platz zu sorgen und dann zu schauen ob sie sich verstehen. Und ich meine hier das Nachtgehege, denn vor allem während der Vergesellschaftungszeit sollte man Ortswechsel vermeiden - sie stellen jedesmal ein neues Revier dar. Das Nachtgehege sollte also so groß sein, dass sie sich dort für einige Wochen auch ohne zusätzlichen Auslauf aufhalten können. Willst oder kannst du nicht für mehr Platz sorgen, würde ich erst gar keine neue Vergesellschaftung versuchen, sondern den dritten Kastraten abgeben - und hoffen, dass die beiden anderen sich dann auch längerfristig verstehen. Gibt es dann wieder eine problematische Phase, würde ich eine gruppenerfahrene, erwachsene Häsin dazu setzen, in der Hoffnung dass sie den beiden Jungspunden die Leviten liest. Eine Garantie dafür gibt es aber nicht.

Rakete 18.06.2023 10:13

Kommen alle Menschen miteinander gleich gut aus wenn Du sie miteinander auf engerem Raum einsperrst oder sie lange Zeit 24 h zusammen leben müssen?

Definitiv nein! (und wenn Du das nicht glauben willst, dann schau Dir mal die Paradebeispiele dafür an in den TV-Trash-Formaten.…).

Wieso sollten denn alle Kaninchen in jeder Konstellation mit diversen Charakteren damit gleich gut klarer kommen auf engen Raum?

Es ist gut möglich, dass es mit mehr Platz besser funktioniert. Garantie gibt es dafür natürlich nicht, aber dann scheitert es zumindest nicht am zu wenig Platz sondern an den Charakteren. Und Du hast es zumindest versucht.

Irgendwelche Mindest-Platzangaben haben auch nichts zu tun mit erschwerenden Umständen wie:
Gleichgeschlechtliche
Pubertierende
Spätkastrate

Das sind alles happige Bürden auf einmal vereint!
Falls sowas zu lösen ist, dann auch nur mit dem entsprechendem Platzangebot.

Pubertierende Kastrate tue ich mir persönlich schon nicht mehr an, das hat mir anno damals für‘s ganze Leben einmal gereicht :wink5:

Gemäss meinen Erfahrungen in 17 Jahren Gruppenhaltung gab es immer Probleme mit Spätkastraten bis hin zu kompletter Unverträglichkeit. Das hat schon gereicht, wenn nur Einer dabei war und der andere Frühkastriert. Das Aggressionspotential bei Spätkastrate ist deutlich höher (ausser es handelt sich um wirklich sanftmütige Charakteren).

Aktuell habe ich zwar eine 4-er VG, da ist ein Spätkastrate dabei (bei anderem bin ich mir nicht sicher…). Und da verläuft es bis anhin ausnahmsweise wirklich gut!

dafür nicht so gut zwischen den kastrierten Häsinnen, aber das ist wiederum ein anderes Thema. Respektive: Dominanz und Null gelerntes Sozialverhalten aufgrund lebenslänglicher Einzelhaltung sind nicht gerade förderlich für Gruppenhaltung.


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