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Haltung von „Halb“kastraten Hallo, ich halte zwei Böcke, die jeweils nur halb kastriert sind. Plan war eigentlich, dass die beiden nach Anschaffung kastriert werden und ein friedliches Miteinander führen. Leider war das nicht möglich. Der Tierarzt konnte beide trotz aufwendiger OP nur halb kastrieren :/ Bis dato haben sie sich sehr gut verstanden (trotz Gecshlechtsreife). Aber jetzt kam Streit auf, wobei einer von beiden eine üble Verletzung davongetragen hat. Daher habe ich sie nun getrennt, schließlich soll Schlimmeres verhindert werden. Meine Frage: Müssen die beiden jetzt ein einsames Leben führen oder gibt es irgendwelche Alternativen? Ich mache mir Sorgen, dass auch ein kastriertes Weibchen unter Berammeln leiden würde. Viele Grüße! |
Hallo und willkommen ich bin schon viel belesen, aber sowas habe ich noch nie gehört;) Kannst du erklären, was dein TA damit meinte? Hat er Erfahrung? Ich würde wohl einen kaninchenkundigen TA oder eine Klinik mit einem aufsuchen und mich dort beraten lassen |
Wenn die Rammler nicht richtig kastriert wurden, dann können sie immer noch zeugungsfähig sein. Eine Kastration ist im Normalfall keine grosse Sache und sollte von einem kaninchenkundigen Tierarzt ohne Probleme durchgeführt werden, ausser sie sind so schwer krank, dass sie gar gar nicht narkosefähig wären. Einzelhaltung ist natürlich nie eine Option. |
Wenn er die beiden nicht kastrieren "konnte", kann die OP nicht so aufwändig gewesen sein. Es kommt gelegentlich vor, dass ein Hoden im Bauchraum verbleibt und sich der TA nicht die Mühe macht, diesen "zu suchen". Geh bitte zu einem kaninchenkundigen TA |
Vielen dank für Eure Antworten! Die beiden sind gerade beim Tierarzt. Ich hoffe, dass er das Problem beseitigen kann.. LG! |
Aber nicht bei dem TA?:eek: |
Doch, der Tierarzt ist auf Kaninchen spezialisiert und er hat beim letzten mal schon festgestellt, dass der Hoden nicht in der Leistenregion ist (dort verstecken sich due Hofden im besten Fall, aber ist dann eben nur ein „kleiner“ Schnitt in der Leistenregion. Ein Hoden im Bauchraum ist sehr aufwendig zu operieren aber produziert kaum Hormone, muss also nicht unbedingt entfernt werden. Der „Übeltäter“ von beiden hat den Hoden in der Leistenregion. Dieser wird jetzt entfernt. Sollte es danach noch Streit geben, kann ich die BauchOP machen lassen. Es hat nichts damit zu tun, dass dem Tierarzt die OP zu kompliziert ist. In erster Linie ist es dem Tier zum Wohle. Wer von euch schonmal eine Laparotomie hatte, weiß, wovon ich spreche. Da muss ich den Tierarzt in Schutz nehmen :) Ich hoffe auf jeden Fall, dass der Testosteronbolzen jetzt wieder Ruhe gibt und den armen Reus als Kumpel akzeptiert. Wenn nicht, kann ich immer noch komplett Operieren lassen. Vielen Dank nochmal :) |
Bedenken sollte man aber neben dem Operationsrisiko auch, dass bei Kryptorchismus ein deutlich höheres Krebsrisiko besteht: da die Temperatur im Körperinneren deutlich höher ist, als von der Natur vorgesehen, steigt damit auch das Risiko, dass Zellen entarten. Außerdem kann es zu Hodendrehungen, u.U. auch mit Darmbeteiligung kommen. Letztlich muss man daher abwägen, welche Risiken einem als gravierender erscheinen. |
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