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Varg und Vikki 09.08.2021 08:47

Kaninchen aus Buchtenhaltung
 
Hallo zusammen,

Wir haben ein Kaninchen aus Buchtenhaltung geschenkt bekommen.

Es ist ein Weibchen und kennt quasi nichts.

Sie wurde immer alleine gehalten, hat trockenes Futter bekommen und war in ihrer Bucht.

Eigentlich sollte sie im Herbst geschlachtet werden aber da wir in der Nachbarschaft wohnen und mal freundlich gefragt haben, durften wir sie haben.

Bei uns lebt sie jetzt auch erstmal im Stall, bis sie Gras verträgt und ins Gehege darf.

Wir haben unsere Kaninchenhaltung vor 7 Monaten aufgegeben. Die Kanicnhen durften den ganzen Tag im Garten toben und kamen nur nachts ins Gehege.

Damit wäre das neue Tier total überfordert oder?

Soll sie erstmal ihr neues Zuhause kennenlernen oder schnellstmöglich mit einem Kastraten vergesellschaftet werden?

Wenn sie ihr Gehege und den Garten erstmal als ihr Revier sieht, wird sie es vielleicht verteidigen, zumal sie keine Artgenossen kennt.

Andererseits: Wenn sie zu schnell vergesellschaftet wird, reagiert sie vielleicht erst Recht aggressiv weil sie gerade absolut im Stress ist.

Vielleicht sollte sie erstmal ankommen und Sicherheit bekommen?

Wie geht man mit einem Tier um, das praktisch nichts kennt?

Vielen Dank schon mal :)

Hasen-Nasen 09.08.2021 09:15

Hallo,
leider kann ich Dir keinen Tipp geben. Da haben andere mehr Erfahrung.
Aber:
Ich habe vor vielen Jahren auch eine Kaninchendame 7 j. alt aus Buchtenhaltung übernommen.
Ich habe eine Gittervergesellschaftung gemacht, was heute wohl nicht mehr üblich ist. Und sie dann nach einer Woche zusammengesetzt in das Gehege des Männchens (nicht als Vorbild nehmen). Sie waren vom ersten Meint an ein Herz und eine Seele.

Das Weibchen kannte auch nichts, nur die kleine Bucht, den Zuchtrammler und die Kinder, die sie immer wieder groß gezogen hatte. Sie war für meinen alten Herrn das größte Glück auf Erden. Eine so liebevolle und fürsorgliche Häsin. Nach einem Jahr Zug sie in ein anderes Gehege mit neuem Partner, da der alte Herr verstarb. Zu dem neuen Mann war sie genauso lieb und im neuen Gehege könnten sie buddeln. Sie grub Tunnel und legte Höhlen an, als hätte sie nie was anderes getan.Den ersten Erdboden Kontakt mit 8 j.
Später zog die Lina in eine große Gruppe zu einer Freundin, würde die liebste Herdenchefin, die sich um alle Tiere gut kümmerte.

Ich kann Dir keinen Tipp für Dein Vorgehen geben. Aber Mut machen, dass dich einfach viel in den Tieren bereits veranlagt ist und nur ruht bis es raus kann und nicht verkümmert ist.

LG Anni

Angora-Angy 09.08.2021 09:24

Willst du sie denn behalten? Wolltest du die Kaninchenhaltung wieder aufnehmen oder nur das Tier vor dem Schlachten retten?
Ich würde sie erstmal auf ordentliches Futter umstellen, derweile Kotproben untersuchen, danach impfen. Und parallel schon nach einem passenden Partner gucken. Ich nehme an, das ist ein junges Tier? Da würde ich einen Kastraten im ähnlichen Alter nehmen oder etwas älter, am besten aus der Pubertät raus und nicht gerade ganz frisch kastriert. Und dann beide im nachher endgültigen Gehege vergesellschaften.

Varg und Vikki 09.08.2021 09:30

Wow, das klingt wirklich toll :)

Vielleicht unterschätze ich die Gute einfach.

Ich habe ihr heute mal ein bisschen Löwenzahn gegeben und hoffe, dass ihre Verdauung das verträgt.

Schön zu hören, dass auch diese schlecht sozialisierten Kaninchen ganz normale Kaninchen sind :)

Varg und Vikki 09.08.2021 09:54

Danke, Angora-Angy,

Eigentlich wollte ich sie einfach nur retten aber die Nachbarn waren nicht auf Anhieb begeistert davon sie mir überhaupt zu geben.

Sie jetzt einfach weiterzugeben würde das nachbarschaftliche Verhältnis wahrscheinlich belasten.

Außerdem freuen die Kinder sich riesig und wir haben sowieso noch nichts von unseren ehemaligen Kaninchen weggeräumt also bietet es sich natürlich an, die Haltung doch wieder anzufangen.

Die Nachbarn haben noch zwei weitere Weibchen, am liebsten würde ich die auch aufnehmen. Aber mehrere Weibchen, das geht mit großer Wahrscheinlichkeit daneben :/

Wenigstens sind das die letzten der Schlachtkaninchen und es kommen keine mehr nach.

Ich würde die Nachbarn gerne davon überzeugen die zwei ins Tierheim zu geben oder mich einen neuen Halter finden zu lassen, aber daran besteht gar kein Interesse und eigentlich geht es mich ja nichts an und es sind deren Tiere....auch wenn wird da völlig verschiedene Ansichten haben

Varg und Vikki 09.08.2021 10:08

Achja, sie ist ca 1,5 Jahre alt

Angora-Angy 09.08.2021 10:16

Wenn die Nachbarn dann aufhören, mag es seinen Sinn haben. Dann könnt ihr, genug Platz vorausgesetzt, ruhig auch mehrere Weibchen zusammen halten. Mache ich auch. Am besten mit einem Kastraten dabei, der bringt Ausgleich und Stabilität in die Gruppe. Ihr könnt ja die Kinder vors Loch schieben, dass die so wahnsinnig begeistert sind, sich aber immer "streiten", wessen Kaninchen das jetzt ist. So würden mehr Tiere wieder Ruhe ins Familienleben bringen... ;)

Varg und Vikki 09.08.2021 10:24

Lustigerweise würde ich die drei vermutlich wirklich alle bekommen, obwohl sie sie sonst nicht unbedingt abgeben möchten.

Drei Weibchen und ein Kastrat könnte also wirklich klappen?

Wenn es dann doch schiefgeht, muss ich den Kindern sagen, dass eins oder zwei doch wieder zurückkommen und das mit dem Schlachten will ich eigentlich höchstens verschwiegen aber belügen will ich die Kinder nicht.

Gehört zwar alles irgendwie zum Leben aber das fände ich schon recht hart.

Kann höchstens sein, dass die Nachbarn sie dann eh nicht mehr wieder haben wollen und ich sie weitervermitteln darf.

Vier Kaninchen sind natürlich auch eine Hausnummer :D Allein die Impfkosten und Futterkosten im Winter für 4 Riesen.

Das Nachtgehege hat nur 7qm, da müssten wir noch deutlich aufstocken.

Etwas verrückt wäre es schon aber ich lasse mir das tatsächlich nochmal durch den Kopf gehen.

Für mich sind die Schlachtkaninchen einfach genau so faszinierende und schöne Tiere wie die klassischen Zwerge und Vegetarier sind wir auch noch ;)

Angora-Angy 09.08.2021 10:42

Jetzt werde ich aber neugierig, gibt es Fotos von der Dame? Ist es eine echte Riesin oder kommt es einem bisherigen Zwergenhalter nur so vor? Wisst ihr, was sie wiegt?
Aber ich kann dich insoweit beruhigen, dass größere Kaninchen eher friedlicher sind als Zwerge. Ich hab hier beides und zu 90% machen die Zwerge Stress, wenn welcher entsteht. Giftzwerge halt :rofl: Die Großen haben mehr Interesse an Grünzeug&Chill ;)

Varg und Vikki 09.08.2021 11:19

Heute Nachmittag kann ich ein Foto von ihr machen :)

Ja, irgendwann war da mal ein Riese mit drin aber reinrassig ist sie bestimmt nicht.

Ich schätze sie wiegt um die 6 oder 7 Kilo aber gewogen habe ich sie noch nicht.

Dass die drei Weibchen ohne Rammler miteinander auskommen ist wahrscheinlich Wunschdenken?

Angora-Angy 09.08.2021 11:24

Probieren geht über Studieren. Versuch es halt. Mit genug Platz - und das wird ihnen nach dem Leben in der Bucht so vorkommen - und Geduld kann das gehen. Du darfst halt nicht zu früh einschreiten, wenn sie anfangen zu diskutieren. Das muss man dann auch mal aushalten. Oder du machst eine Gittervergesellschaftung.

marinahexe 09.08.2021 11:35

Versuch, die anderen beiden auch rauszuholen. 3 Weibchen kann klappen, das müsstest Du ausprobieren. Aber 7qm für nachts ist definitiv zu klein. Habt ihr keine Garage/Schuppen/Kellerraum, wo sie nachts selbstständig rein können?


Solltet ihr euch für einen Kastraten entscheiden, kannst Du mich anschreiben. Ich arbeite deutschlandweit im Tierschutz und kann bei der Suche behilflich sein.

Varg und Vikki 09.08.2021 11:44

Das wäre natürlich klasse wenn wir sie alle aufnehmen könnten

Tagsüber können sie sich ja sowieso aus dem Weg gehen, nur nachts auf 7qm, kann es eng werden

Da sollte aber kein Problem sein noch 2-3qm aufzustocken, hoffentlich reicht das

Danke marinahexe!

Honeymouse 09.08.2021 11:47

9-10m² für 4 Riesen wäre dennoch arg eng Nachts. Das ist auch für 4 Zwerge zu klein.

Varg und Vikki 09.08.2021 14:11

Schade, ich dachte für 3 Riesen mit tagsüber Gartenfreilauf wäre es ok.

Ich kriege es gerade nicht hin ein Foto hochzuladen aber ich hab mir die Liebe nochmal angeschaut und schätze sie jetzt doch eher auf 5 Kg.

Ich will sie nicht unnötig stressen aber irgendwann kommt sie auf die Waage:-)

Wie lange dauert es ungefähr sie an Wiese zu gewöhnen, damit sie raus kann?

Mir tut sie schon sehr leid im Stall aber es ist mehr als sie in der Bucht hatte und es soll ja keine Dauerlösung sein. Fällt trotzdem schwer sie so zu sehen. Sie wirkt eigentlich sehr aufgeweckt und neugierig. Ich dachte sie würde nur so dahin vegetieren aber weit gefehlt :-)

Angora-Angy 09.08.2021 14:24

Das sind sicherlich keine Riesen, die sind nämlich unwirtschaftlich. Und wenn es eine Gebrauchszucht war, hat man da drauf geachtet. Ich würde das mit der Quadratmeterzahl erstmal nicht überbewerten. Die haben ohnehin keine ausgeprägte Muskulatur durch die Bucht. Ich entsinne mich meiner ersten Tiere aus Buchtenhaltung, die es bei aller Anstrengung nichtmal geschafft haben, auf die Hütte zu springen...

Varg und Vikki 09.08.2021 14:46

[url=https://postimg.cc/v1vQQb7R]https://i.postimg.cc/zfs3FfVf/20210809-131737.jpg[/url]

Varg und Vikki 09.08.2021 14:49

Da ist sie also :-)

Ja, das sind bestimmt Mixe aus allem möglichen.

Angora-Angy 09.08.2021 14:59

Hm, also wenn das so ein handelsübliches Ställchen ist, würde ich sie eher in der Größenordnung meiner Satinangora einordnen, die bei 3,5-4kg liegen. Mittelrasse eben, die sind von Verhältnis Input-Output am wirtschaftlichsten. Aber die Ooooooohren! :svengo: Gerade durch die Ohren kommen sie einem zwergengewohnten Halter riesig vor :D

Honeymouse 09.08.2021 15:02

Zitat:

Zitat von Angora-Angy (Beitrag 1254791)
Das sind sicherlich keine Riesen, die sind nämlich unwirtschaftlich. Und wenn es eine Gebrauchszucht war, hat man da drauf geachtet. Ich würde das mit der Quadratmeterzahl erstmal nicht überbewerten. Die haben ohnehin keine ausgeprägte Muskulatur durch die Bucht. Ich entsinne mich meiner ersten Tiere aus Buchtenhaltung, die es bei aller Anstrengung nichtmal geschafft haben, auf die Hütte zu springen...


Je mehr Platz desto besser können sie doch Muskeln aufbauen. Von zwei Hopsern nach links und zwei nach rechts, wo man noch um 3 andere Tiere rumhoppeln muss, das ist doch auch nichts. Und 4 Riesen auf 9m² Nachts ist verdammt eng. Das Tier sieht mir nicht unbedingt nach einem 3kg Tier aus.

Varg und Vikki 09.08.2021 15:05

Genau, der Stall ist 120x60vcm.

Wir hatten mal eine Riesin mit über 10 Kg Gewicht und mindestens halb so groß kommt sie mir eigentlich schon vor.

Aber das kann auch täuschen, die Riesin hat gar nicht so "groß" gewirkt aber sie war unglaublich lang ;-)

Angora-Angy 09.08.2021 15:14

Zitat:

Zitat von Honeymouse (Beitrag 1254796)
Je mehr Platz desto besser können sie doch Muskeln aufbauen. Von zwei Hopsern nach links und zwei nach rechts, wo man noch um 3 andere Tiere rumhoppeln muss, das ist doch auch nichts. Und 4 Riesen auf 9m² Nachts ist verdammt eng. Das Tier sieht mir nicht unbedingt nach einem 3kg Tier aus.

Natürlich ist mehr immer besser. Aber 9qm ist schon eine ganze Menge, dabei von "zwei Hopsern nach links und zwei nach rechts" zu sprechen ist schon reichtlich übertrieben. Und Riesen sind das nicht! Selbst wenn sie nicht 3, sondern 4kg wiegen. Zumal auch nur 3, wenn ich das richtig zusammengezählt habe - die 1 Häsin die schon da ist plus die 2, die noch kommen könnten.

4Chaoten 09.08.2021 19:28

Hallo:seeya:
grundsätzlich bin ich immer für mehr Platz und sehe es auch wie @Honeymouse.
Allerdings ist da auch mein Gedanke, dass ich Tieren immer eine Chance auf ein besseres Leben geben möchte und glücklich bin, wenn sie nicht im Topf landen.
Von daher - versuch macht klug;)

Was die Umstellung der Fütterung anbelangt, bin ich im Laufe der Jahre schmerzfrei geworden, hatte auch keine großen Probleme mit der Umstellung.

Was genau hat sie denn überhaupt vorher zu fressen bekommen?
Ich habe die letzten Jahre das Futter (Discounter/Pellets) immer gleich entsorgt und gleich auf Frisch umgestellt allerdings keine Wiese und gutes Heu angeboten

Wurzelgrün war hier immer gut verträglich, dazu gab es ein bis 2 Kohlrabiblätter,, Radischen- oder Mairübenblatt. Salat und Kohl blieben erstmal außen vor. Dazu gab es immer Dill und Petersilie. Am nächsten Tag gegen Nachmittag/Abend gab es weichen Kot und manchmal vermehrt Blinddarmkot. Später Abends kamen aber wieder normale Köttelchen. Dies hat sich aber innerhalb von 3 bis 4 Tagen reguliert. Anschließend habe ich nach und nach angefüttert, was es gerade so gab

Bei Tieren aus Boxen-/Käfighaltung habe ich den Tieren zunächst einen Platz von ca 2 bis 3 qm eingeräumt und beobachtet. Wenn sie munter und unternehmungslustig waren, dann gab es mehr. Die Muskulatur wird sich aufbauen, ist aber bei jedem Tier unterschiedlich

Varg und Vikki 12.08.2021 19:18

Also bisher läuft hier alles super und wir wollen in den nächsten Tagen das zweite Weibchen rüber holen :-)

Nun aber nochmal zur Wiesen-Anfütterung:

Wir haben das noch namenlose neue Kaninchen am Sonntag bekommen.

Am Montag hat sie bereits morgens und abends eine Handvoll Wiese bekommen.

Sie wurde bisher vor allem mit Heu ernährt, auf jeden Fall trocken.

Am Dienstag hat sie schon mehr Wiese morgens und abends gekriegt.

Nachdem sie das gut vertragen hat durfte sie gestern tagsüber ins Gehege gehen.

Und heute auch wieder.

Ich finde sie wirkt total zufrieden und ihre Köttel sind nornal (sie köttelt sehr viel und regelmäßig) und der Hintern sauber.

Ich überlege ob sie bereits 24 Stunden am Tag ins Gehege darf.

Kann man ein Kaninchen inenrhalb von Tagen so radikal umstellen oder bin ich zu voreilig?

Sie lag heute durchaus auch ein paar Mal im Gehege rum, sah aber eher entspannt aus und es war ja auch recht warm. Ich glaube nicht dass sie Bauchschmerzen hat aber fragen kann ich sie ja schlecht daher frage ich lieber euch :-D

Lara004 13.08.2021 09:16

Ich stelle alle neuen Kaninchen sofort auf komplette frischfütterung um. Da hatte ich bisher nie Probleme mit, auch bei einem Schlachtkaninchen aus buchtenhaltung nicht.

Wenn geplant ist noch andere Tiere aufzunehmen, würde ich das Gehege noch neutral lassen und keinen dort rein lassen. Das ist leichter für die Vergesellschaftung.

Das wichtigste wäre erst mal eine Kotprobe untersuchen zu lassen und zu impfen. Dann kann man nach 2wocjen die Vergesellschaftung im Gehege angehen.

Für ein tolles Leben bald ist es dann leider erst mal noch so, dass sie auf wenig Platz eingesperrt sein müssen.
Gerade Weibchen sind relativ revierbezogeb, sodass ein neutraler Ort für die Vergesellschaftung wirklich einfacher ist. Gerade bei Tieren die keine Artgenossen kennen.

Varg und Vikki 13.08.2021 12:46

Danke für die Antwort :)

Macht ihr die Kotuntersuchung wirklich auch dann wenn die zu vergesellschaftenden Tiere aus dem gleichen Stall kommen?

Ich dachte der Sinn davon wäre, eine Ansteckung zu verhindern falls ein Tier unterschwellig krank ist?

Wobei die Kaninchen ja nicht wirklich zueinander Kontakt hatten in ihren Buchten.

Die Vergesellschaftung wollte ich dann im Garten machen, das sind um die 350qm.

Wenn sie sich tagsüber gut vertragen, hätte ich sie über Nacht einfach mal zusammen ins Gehege gesperrt und spätabends und frühmorgens nach ihnen geschaut.

dangerschaf 13.08.2021 13:10

Klar, macht man auch dann eine KP. Man will ja wissen, ob die Tiere gesund sind ;)

Edit: Vor allem vor der Impfung ist die KP Pflicht. Auch für die eigenen Ninchen.

Angora-Angy 13.08.2021 14:18

Zitat:

Zitat von Varg und Vikki (Beitrag 1254984)
Die Vergesellschaftung wollte ich dann im Garten machen, das sind um die 350qm.

Wenn sie sich tagsüber gut vertragen, hätte ich sie über Nacht einfach mal zusammen ins Gehege gesperrt und spätabends und frühmorgens nach ihnen geschaut.

Keine gute Idee. Andersrum wird ein Schuh draus. Im Gehege vergesellschaften und erst wenn sie sich da drin vertragen, dürfen sie raus. Jeder Revierwechsel kann neue Streitigkeiten auslösen und das geht im weitläufigen Garten besser zu verpacken als im begrenzten Gehege. Da drin muss Ruhe und Frieden herrschen. Und eine Vergesellschaftung ist sehr selten an einem Tag erledigt. Das kann sich über Wochen und Monate hinziehen, bis alles geklärt ist. Man darf sie zwischendurch keinesfalls ständig trennen und wieder zusammen lassen. Trennen nur, wenn ERNSTHAFTE Verletzungen und Kämpfe auftreten. Kratzer und Jagen sind völlig normal.

Lara004 13.08.2021 14:42

Vor jeder Impfung ist eine Kotprobe unerlässlich. Bei einem parasitenbefall baut sich der Impfschutz nicht richtig auf und genau das möchte man ja, um seine Tiere vor dem tödlichen Seuchen zu schützen.

Außerdem gehört das bei jedem neuen Tier, insbesondere aus schlechter Haltung, für mich dazu. Gerade kokzidien können für Kaninchen gefährlich werden. Nicht dann, wenn die unterschwellig da sind.

Aber sobald das Tier Stress hat (Umzug, Vergesellschaftung…) oder eine andere Erkrankung bekommt, sodass das Immunsystems geschwächt ist, können die Parasiten explodieren und die Tiere ernsthaft in Gefahr bringen.
Kokzidien schädigen die Leber und auch Würmer machen Bauchprobleme, dann fressen sie nicht richtig, es gast auf, und das Unheil nimmt seinen Lauf.

Zur Vergesellschaftung: das dauert in der Regel länger als einen Tag und der Garten ist ja nicht 24h zur Verfügung. Besser das Gehege neutral lassen, Alle zusammen rein und unbedingt da drin lassen, bis sie sich wirklich gut verstehen und alle entspannt sind. Auch keinen Garten-Auslauf in der Zeit. Jede Neuerung kann wieder neuen Streit bringen und die Vergesellschaftung schwieriger und langwieriger machen.


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 04:57 Uhr.



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