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Suchen dringend Rat Hallo zusammen, wir haben heute ein für uns sehr schlimmes Erlebnis hinter uns, womit wir so gar nicht gerechnet haben und was uns ratlos macht. Wir haben vor mehr als 6 Wochen acht wunderschöne Zwergkaninchenbabys bekommen. Der Wurf war geplant, da unsere einjährige Häsin sehr oft scheinschwanger war. Sie hat sich auch wunderbar um die Kleinen gekümmert und wir konnten ständig an die Jungen ran. Vor vier Tagen bemerkten wir, dass das eines der Jungen sich erkältet hat. Wir sind sofort zum Tierarzt und der Kleine bekam allerhand Medikamente. Wir sollten ihn von den anderen trennen und an einen kühlen Ort stellen, bei uns ist das der Keller. Wir sind dann am nächsten Tag (Freitag) wieder zur Tierärztin und bekamen die Anweisung, das Kleine noch bis Sonntag zu isolieren. Heute nun, wollten wir das Kleine, dem es wieder ganz gut geht, aber noch Antibiotika bekommt, wieder zu seiner Mama und den Geschwister setzen. Der Kleine hat sich so gefreut und ist zu jeden hingehoppelt …alles gut … bis auf einem seine Mama wie eine Furie auf den Kleinen losging. Sie hat ihn gejagt, gebissen und als er sich in Sicherheit gebracht hat, gesucht. Wir mussten ihn wieder aus dem Gehege nehmen. Wir waren total geschockt! Unsere liebe Hasenmami reagierte komplett anders, wie wir es erwarten haben. War die Trennung zu lang, dass sie ihr eigenes Junges nicht mehr erkennt? Was haben wir falsch gemacht und habt ihr Tipps für uns, was wir machen können? Das Kleine sitzt wieder einsam und unglücklich in der Box und zum vermitteln ist es noch viel zu früh. Vielen Dank für eure Ratschläge und Tipps. Lg bellamaus |
Ihr habt also auf Rat einer Tierärztin ein krankes Baby, dass noch zwingend auf Muttermilch angewiesen ist, auch noch in einem kalten Keller untergebracht?? :eek: Wo gerade bei Infektionskrankheiten Wärme benötigt wird!:confused: Hinsichtlich des „geplanten Wurfes“ setze ich mich zumindest erstmal auf meine Finger, da ich sonst „platzen“ würde…. :mad: Zitat:
Leider weiß ich aus jahrzehntelanger Tierschutzarbeit wie tierschutzwidrig heute leider immer noch fühlende Lebewesen gehalten werden, aber hier klappt mir echt der Kiefer runter… :( |
Hallo und willkommen erstmal, ich fürchte der TA hat so gar keine Erfahrung mit Kaninchen und deren Verhalten/Haltung/Krankheiten etc Ein so junges Tier sollte man nicht von der Mutter trennen und isolieren:mad: ihr solltet euch einen TA suchen mit Erfahrung - du kannst hier auch Marinahexe nach einer Empfehlung fragen. Nun ist die Frage, was tun. Erfahrung habe ich nicht, würde aber wohl den Kleinen erstmal mit seinen Geschwistern für ein paar Stunden zusammensetzen und dann die Mutter dazusetzen. Evtl. kannst du ihn noch mit dem Stroh/Nest? einreiben Ich hoffe, hier kommen noch hilfreiche Tipps von erfahrenen Usern |
Hallo ... mit dem einreiben von Streu und zusammensetzen nur mit den anderen Jungen werden wir morgen gleich probieren. Wir waren heute so perplex, das wir erstmal nichts mehr unternommen haben. Vielen Dank für diesen Tipp. Wir hatten die letzten Tag über 30 Grad, teilweise 37 Grad und das Kleine ist ein Langfell. Im Keller sind im Moment 23-25 Grad und hier konnte er einfach besser schnaufen. Die Mutter hat seit ca. einer Woche oder schon länger keine Milch mehr, alle Jungen fressen komplett Grünfutter und frisches Heu. Und die Tierärztin hat zur Trennung geraten, damit sich die anderen nicht anstecken. Das war für uns logisch. Es hat gut gefressen und sich sichtlich erholt. |
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Wurde denn gesagt, was für eine Infektion es ist? Wurde ein Antibiogramm gemacht oder einfach ins Blaue geschossen? |
Sie hat das Kleine untersucht, abgehorcht, Fieber gemessen und die Nase gespült, das der Schleim rauskommt und dann Spritze mit einer Kochsalzllsung + Spritze mit Antibiotika gegeben. Das gleiche einen Tag später nochmal. Jetzt geben wir morgens und abends auch noch Tropfen. |
Weiches Antibiotikum? Welche Tropfen? |
Hi ... das Antibiotika kann ich leider nicht benennen, da wir auch noch keine Rechnung haben. Die Tropfen heißen Orniflox. lg |
Die Tropfen enthalten Enrofloxacin, sind also ein Antibiotikum. Ich gehe davon aus, dass die Spritze ebenfalls Enrofloxacin enthielt. So etwas sollte ein Tierarzt genau erklären, damit der Halter die "Tropfen" nicht zu früh absetzt, sondern sie der Anweisung gemäß gibt. Enrofloxacin ist ein recht verträglichen Antibiotikum, verglichen mit anderen. Deshalb wird es von Tierärzten gerne auch mal "auf Verdacht" eingesetzt. Leider sind etliche Keime durch den unüberlegten Einsatz bereits resistent geworden. Deshalb sollte man bei einer Schnupfensymptomatik grundsätzlich ein Antibiogramm anfertigen lassen - und zwar bevor der erste Antibiotika-Einsatz erfolgt. Ich fürchte, das ist bei euch nicht gemacht worden? |
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Wichtig: Die Käufer müssen über den Kaninchenschnupfen-Verdacht informiert werden. Das seid ihr ihnen schuldig. Sie sollten wissen, dass sie sich möglicherweise einen trockenen Schnupfer ins Haus holen, wegen der Ansteckungsgefahr für eventuell bereits vorhandene Tiere. |
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Hier haben Häsinnen noch mit tlw. 14 Wochen gesäugt, die Kleinen wurden trotzdem mit spätestens fünf Wochen das erste Mal mit Filavac geimpft und später auch noch geboostert…. und hier ist noch kein Tier an RHD2 verstorben obwohl in direkter Nachbarschaft (weniger als 100 m) hunderte von Wildkaninchen daran „verreckt“ sind. |
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Und ich gehe mal davon aus, dass unser Häsin weiß was sie tut. Denn sie war bisher eine sehr gute Mama und alle geborenen Jungen haben überlebt und sind putzmunter. Und auch für das Immunsystem der menschlichen Kinder wäre es oft durchaus besser, wenn beim Übergang zur festen Nahrung noch parallel gestillt werden würde.... |
Die Stilldebatte würde ich hier nicht anfangen und die hat hier auch nichts zu suchen. Wenn die Häsin das bis jetzt gut gemacht hat, wird sie das auch weiterhin tun, sie wird wissen, was das beste für ihre Jungtiere ist. |
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