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Ungeplanter Wurf während Vergesellschaftung Hallo an alle! Vor drei Wochen (Karfreitag) haben wir für unseren Witwer (kastriert) die neue Kaninchendame abgeholt. Unseren Balkon (12 m lang) haben wir komplett abgeräumt und alles so gut es ging geruchsneutral gemacht für die Vergesellschaftung. Es ist dann auch ganz gut angelaufen. Am Ostersonntag fing die Dame dann an ein Nest zu bauen und am Ostermontag lagen da dann 8 Junge drin... Also haben wir schweren Herzens den Balkon mit einem Gitter in zwei Teile geteilt, damit unser Rammler nicht ins Nest geht. Vermutlich hätte er nur mal geschaut, aber das war uns zu gefährlich. Die Vergesellschaftung konnte also nicht zu Ende geführt werden. Beide Kaninchen haben dann am Gitter ihre Piesel- und Köttelstellen aufgemacht und wir haben dort dann die Klowannen hingestellt. Sie sitzen nun oft dort, beschnuppern sich oder mampfen gemeinschaftlich. Natürlich wissen wir, dass es so alles andere als Ideal ist, aber wir haben leider keine andere Möglichkeit. Zwischendrin haben wir die beiden dann auch mal zusammen gelassen. Da sah es dann fast so aus, als ob die Rangordnung geklärt wäre, da die Dame ganz klare Unterwerfungsgesten gezeigt hat. Dann ist unser Männchen aber in Richtung des Nestes marschiert und das hat bei der Dame den Beschützerreflex ausgelöst und sie ist hinter dem Herrn hergerast. Wir hatten dann mal versucht den Zutritt zum Nest einfach abzusperren, aber das hat der Mama gar nicht gefallen. Somit gab es bisher keine weiteren Möglichkeiten die beiden zusammen zu lassen. Heute haben die Jungen das erste Mal das Nest verlassen und den Balkon erkundet. Als sie am Trennzaun angekommen sind, hat das bei unserem Männchen zu ziemlichen Irritationen geführt und er hat wild geklopft. Vermutlich weil da schon wieder neue fremde Kaninchen sind. Auch wirkt er durchaus oft sehr bedrückt.So sind wir uns im Moment überhaupt nicht schlüssig wie es weitergehen soll und der Kleine tut uns auch sehr leid. Das hatten wir einfach anders geplant. Für die Jungen werden wir dann mit 10-12 Wochen anfangen nach guten Plätzen zu suchen. Die Frage ist nur, ob wir noch einmal einen Versuch wagen können, die beiden Erwachsenen zusammen zu lassen, wenn wir den Weg zum Nest bzw. zu den Jungtieren versperren. Was meint ihr? Und ist es irgendwann möglich unser Männchen mit den Jungtieren zusammen zu lassen bevor wir sie weggeben? Wir freuen uns einfach über eure Gedanken dazu. Gruß T. |
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Das unterschieben des Kopfes zum putzen ist zum Beispiel eine Dominanzgeste nach dem Motto „Du hast mich jetzt zu putzen!“ und keine (wie z.b. beim Hund) Unterwerfungsgeste. |
Na was für eine Osterüberraschung. Wie du es beschreibst, hättest du wohl nicht trennen müssen. Dass Mama das Nest beschützt, ist ihr gutes Recht, aber auch erstmal kein Grund zum Trennen. Icj würde sie zusammenlassen und schsuen, wie er sich tatsächlich verhält. Wenn Mutti ihn sagt, wie er sich zu benehmen hat, ist das erstmal okay ;) Nur wenn er die Jungen aggressiv angeht, müsste man einschreiten. Zu den Babys: denkt dran Köttelproben auf Kokzidien untersuchen zu lassen und wenn alles gut ist, kann / sollte ab der 4. Woche geimpft werden. |
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Einerseits ist es sehr faszinierend das Aufwachsen der Kleinen zu sehen (und die Mama macht das wirklich gut und es haben auch alle 8 überlebt) aber andererseits war es halt alles anders geplant. Unser Leo war so traurig nach dem Tod seiner über alles geliebten Partnerin, dass wir einfach nicht wollten, dass er weiter alleine ist. Und jetzt das... |
Im Moment schlafen die Babys noch recht viel. SInd sie in einem Häuschen oder ist das Nest offen? Wenn sie alle im Nest liegen, würde ich unter Aufsicht das Trenngitter einen Spalt öffnen, so dass die beiden großen zusammen können. Aber wirklich nur unter Aufsicht, so dass ihr jederzeit eingreifen könnt. Es wird beim Männchen in erster Linie Neugierde sein und ich glaube nicht, dass da viel passiert. Aber Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. |
Einen ähnlichen Fall hatte ich auch mal mit so einer „Überraschung“ und einem sehr ruhigen und friedlichen (kastriertem) Rammler. Er hat richtig die „Pflege und Erziehung“ der Babys übernommen, Mama hat sich dann irgendwann darauf konzentriert „nur“ zu säugen... Aaaaber, es kommt wirklich auf den Rammler an und unbeobachtet würde ich sie erstmal auf keinen Fall lassen! |
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Insgesamt ist es aber alles schon etwas frustrierend, weil man Leo anmerkt, dass er deprimiert ist. Aber im Moment lässt sich das alles ja nicht ändern. |
Ich würde die Ecke mit den Jungtieren gar nicht absperren. Wenn sie rauskommen, kommen sie halt raus. Nur aufpassen. Und ist der Balkon rundum gesichert? Die Zwerge kommen durch die kleinste Lücke und können auch bald locker 1m hoch springen. Bitte nochmal genau überprüfen! Gibt es einen Schutz nach oben? Ansonsten könnten sie auch leichte Beute für Raben, Elstern & Co. werden. |
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Danke für den Hinweis mit den Lücken. Hatte heute den gleichen Gedanken, als ich die Kleinen gesehen habe, wie sie toben und alles untersuchen. Wir haben dann nochmal alle alle Ritzen und Löcher gesichert. Auch ist er komplett überdacht. Das Dach geht sogar ein Stück weiter als der Balkon breit ist. Im Moment kommen nur die Meisen und Spatzen um sich Heu und Stroh für ihre Nester zu holen :) Es ist toll, dass ihr immer gleich auf meine Anliegen antwortet. Ganz herzlichen Dank! |
So, hier jetzt das Update von heute Nachmittag. Wir haben den Versuch gewagt und einfach mal alle zusammen gelassen. Nach unserer Ansicht ist es ziemlich gut gelaufen. Da die Jungtiere eh alle ziemlich neugierig und vorwitzig sind, hat es nicht lange gedauert bis sie sich auf die Balkonseite von Leo gewagt haben. Er war im ersten Moment sehr irritiert und ist vor den Kleinen davongelaufen. Das sah irgendwie sehr witzig aus. Dann gab es immer mal wieder Momente wo er sich mit den Kleinen beschnüffelt hat und er hat auch immer mal wieder eines weggejagt. Aber er ist nie aggressiv auf eines losgegangen und hat auch nicht geschnappt. Die Kleinen haben das wohl als Sport angesehen und sind immer wieder zu ihm hin. Mit einem hat er dann auch mal zusammen am Futter gesessen. Irgendwann hat er sich dann in seine Hütte zurückgezogen. Es war ihm dann doch etwas alles zuviel. Ein paar haben dann immer mal zu ihm reingeschaut und 2 von den 8 durften dann auch mal zu ihm rein und sind einige Zeit drin geblieben. Ich kann euch sagen, dass mein Adrenalinspiegel in dem Moment ziemlich hoch war. Zum Glück ist mein Mann da die Ruhe in Person und ich habe es ihm überlassen. Wenn er mit Leo redet, dann hat das immer eine beruhigende Wirkung auf ihn. Talita hat sich währende dieser Zeit auch auf Leos Seite aufgehalten. Sie hat aber entweder gefressen oder lag entspannt da. Sie läuft zwar immer noch weg, wenn Leo in ihre Nähe kommt, aber er war ja beschäftigt.... Getrennt haben wir dann die beiden Balkonseiten als die Kleinen müde waren und alle in ihr Nest zurückgetapst sind. Dieser positive Verlauf hat uns doch sehr ermutigt. Wir werden das also weiter fortsetzen. Meint ihr wir haben die Möglichkeit das Trenngitter irgendwann ganz abzubauen, wenn es weiter so positiv läuft? Oder ist das zu gefährlich, weil wir dann nicht beaufsichtigen können? |
Ich würde es erstmal nur unter Aufsicht machen. Hört sich doch gut an. Ich denke, dass die Mutter auch auf die Jungen aufpasst. Ihr solltet noch 1-2 Kartons/Häuschen mit 2 kleinen Eingängen aufstellen, wo nur die Babys reinpassen. Wird schon.;) |
So, hier nun mal wieder ein Update von unserem Balkon: Die letzten Tage haben wir ja das Trenngitter immer für mehrere Stunden unter Aufsicht aufgemacht. Leo hat sich den Jungtieren gegenüber ziemlich gut verhalten. Am Anfang war er oft sehr irritiert und hat sie auch mal weggescheucht. Aber er ist nie aggressiv geworden. Zwischen ihm und Talita wurde es während dieser Zeit eine relativ friedliche Koexistenz. Es gab nur noch selten Jagereien. Weil mein Mann heute frei hatte und zu Hause war, hat er sich entschieden das Trenngitter schon morgens aufzumachen. Somit waren sie nun den ganzen Tag zusammen. Und was soll ich sagen: Wir haben eine Kaninchenfamilie auf dem Balkon :) Die Kleinen dürfen in der Nähe von Leo sein, er frisst mit ihnen zusammen oder sie legen sich auch mal unter ihn drunter. Der ein oder andere darf sogar mal eine Weile in seiner Villa sein. Wenn es ihm dann doch zuviel wird der scheucht er sie mal ein bißchen weg aber das nur noch selten. Im Zuge des Gewusels auf dem Balkon haben er und Talita wohl vergessen, dass sie mit ihrer Vergesellschaftung noch nicht fertig waren. Heute Nachmittag saßen sie plötzlich gemeinsam in der Klowanne und haben nebeneinander gemampft. Sie läuft jetzt auch nicht mehr weg, wenn er ihr nahe kommt. Nur putzen wollte sie ihn nicht. Das hat seine vorherige Partnerin immer ausgiebig getan, wenn er seinen Kopf unter sie geschoben hat. Mal schauen wie sich das entwickelt. Wir haben jetzt das Trenngitter auch heute Nacht offen gelassen, da wir davon ausgehen, dass nun nichts mehr passieren wird. Wenn es weiter so bleibt, dann werden wir das Trenngitter in den nächsten Tagen auch abbauen. Nun wird es dann spannend wo Talita überall neue Pieselstellen eröffnet.... Jetzt habe ich noch zwei Fragen: 1. Darf ich im Nest der Kleinen das vollgepieselte Streu austauschen? Sie sind ja nur noch selten drin, aber habe gerade gesehen, dass Talita bei ihnen zum Säugen war. Hatte schon gelesen, dass das nur im Nest gemacht wird, auch wenn die Kleinen zusätzlich schon fressen. 2. Talita scheint wohl Probleme mit Blähungen zu haben. Am Anfang dachten wir, dass es an ihrem hektischen Fressen liegt. Man sieht richtig wie sie Luft schluckt. Die Luft scheint aber immer nach oben wieder zu entweichen, da sie so eine Art Nießer/Huster von sich gibt. Ihr Bauch ist auch weich. Sei frisst und köttelt auch munter weiter, aber man sieht, dass es ihr in den Momenten nicht gut geht. Bevor wir sie geholt haben ist eine Kotprobe gemacht worden und es war alles in Ordnung. Ich werde aber sicherheitshalber übers Wochenende sammeln und bei unserem Tierarzt nochmal anschauen lassen. Wenn wir dann mit den Kleinen zur Erstuntersuchung gehen, dann werden wir bei ihr auch die Zähne anschauen lassen. Ich vermute aber, dass sie eines der Kaninchen ist, die Probleme mit der Darmflora haben, da sie viel zu früh von der Mutter weg ist. Sie war als Jungtier ein Notfallkaninchen aus schlechter Haltung. Nun ist die Frage was ich im Moment für sie unterstützend tun kann. Sie bekommt schon Anis-Fenchel-Kümmel. Dieses liebt sie und frisst es auch aus der Hand. Habe schon den Eindruck, dass es etwas hilft. Habe jetzt überlegt es einfach mal für eine Weile mit Rodi Care Akut und Sab simplex zu probieren. Nun die Frage: Wie muss ich das dosieren und wie verfüttere ich es an sie? Beim Sab simplex steht, dass es mit Himbeer- und Vanille-Aroma ist. Ist das das Richtige oder gibt es da noch ein anderes? Für mich selbst würde ich das mit den angegebenen Zusatzstoffen ja nicht nehmen, deshalb bin ich da bzgl. der Kaninchen ja auch etwas skeptisch.... Gruß T. |
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