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Sabine1986 15.04.2021 10:47

Offene Fragen
 
Hallo zusammen!


Nachdem ich nun schon viele Stunden auf "Kaninchenwiese" gelesen habe, habe ich vieles gelernt. Aber es kommen auch immer wieder neue Fragen auf. Vielleicht mag mir ja wieder jemand helfen.


1. Man soll bei jungen Kaninchen ja Gemüse erst langsam anfüttern. Gilt das auch für Wildkräuter und Gräser?



2. Ich möchte möglichst viel Wiese füttern und habe mich informiert. Wie groß ist die Gefahr, wenn versehentlich doch eine giftige Pflanze dabei ist? Sortieren das die Kaninchen auch ein wenig selbst? Die sicherere Variante ist dann natürlich eher einseitg. (Löwenzahn, Giersch, Klee und Co. sind ja sicher zu erkennen.)


3. Wir haben einen benachbarten Bauern, von dem wir Heu bekommen können. Dort können doch auch giftige Pflanzen verarbeitet sein, oder? Ich finde es aber auch - aus ökologischer Sicht - Quatsch, Heu im Internet zu bestellen, wenn ich es nebenan bekommen kann.


4. Was haltet ihr davon, GELEGENTLICH Strukturfutter von Grünhopper zu geben? Ist das evtl. sogar Heu vorzuziehen?


5. Aufgrund eurer Beratung haben wir uns gegen Widder und für Löwenköpfchen entschieden. Da gibt es ja auch welche mit sehr viel Fell am ganzen Körper. Hat das auch gesundheitliche Nachteile? (Pflege vorausgesetzt.)


6. Sollten Jungtiere vor Abgabe auch vorsorglich gegen Kokzidien gekurt worden sein? (Impfungen + Kastration ist ja selbstverständlich.)


7. Wir haben einen Stall gebraucht gekauft. Dieser ist recht groß.(1,3m lang, 0,5m breit, 0,5m hoch.) Macht es Sinn, da nochmal kleine Schutzhäuser reinzustellen? Habe gelesen, dass die Tiere in kleinen Ställen besser Wärme halten können. Er wurde aus massiven Eichenbrettern gebaut, es gibt aber kleine Ritzen. Zudem sind die beiden Türen nicht gerade klein.



8. Braucht der Stall zwingend eine Kotwanne? Da er selbst gebaut wurde, gibt es in den Ecken so Vorsprünge, wo die Kotwanne dann ja nicht ist. Wahrscheinilch machen die Kaninchen dann gerade in die Ecke hinter der Kotwanne.:hand:


9. Habt ihr eine Empfehlung für die Reinigung des Zubehörs aus unterschiedlichen Materialien? Es ist alles ziemlich in die Jahre gekommen und ich weiß ja nicht, ob die Kaninchen der Vorbesitzer krank waren.
Stall, Unterschlüpfe etc sind aus Holz
Voliere ist aus (verzinktem?) Alu
Transportboxen aus Plastik


10. Hat jemand eine Idee, wie man eine Seitenwand flexibel dichtmachen kann? Ich dachte daran, dass sie bei Regen, Wind, Kälte geschlossen und bei Hitze geöffnet wäre. (Es geht mir nicht um Schatten, davon ist genug vorhanden.) Vielleicht Gewächshausfolie?


11. Benutzt ihr besondere Einstreu? Diese platziere ich doch nur großzügig mit Stroh im Stall, oder? Der Rest des Gegehes sind dann Gehwegplatten, Buddelecke, Versteckmöglichkeiten etc. Ist das okay so?


12. Wie lange nach dem Düngen, darf man Kaninchen wieder den Rasen fressen lassen?



Oh je, entschuldigt bitte den langen Text! Ich hoffe, es hat sich jemand durchgekämpft. Kein Wunder, dass mich mein Mann langsam für verrückt erklärt.:D


Es würde mich freuen, wenn jemand Zeit für eine Antwort findet!


Sabine

Jean-Claude Van Hase 15.04.2021 11:12

1. Kommt wohl drauf an ob sie vorher schon vernünftig gefüttert wurden oder nicht. Ich sehe da eher keine Probleme aber hatte auch noch nie junge.

2. Wohl eher gering. Kaninchen packen fast alles weg. Dieses komische Kraut was Kühe aus den latschen haut schadet Kaninchen zum Beispiel überhaupt nicht.
Kannst mit der app flora incognita erstmal auf tour gehen wenn du unsicher bist.

3. Kannst du machen. Schau aber ob es trocken gelagert ist. Kannst dir die Wiesen von ihm ja dann anschauen und vielleicht gleich eine frisch pflück Vereinbarung treffen. Wiesen gehören nämlich immer irgendwem.

4. Ich persönlich mach es nicht. Kommt drauf an was gelegentlich heißt. Würde es heu aber nicht vorziehen.

5. Nein aber die Haare sind halt länger. Wenn geputzt wird landet halt mehr bzw längeres fell im Magen. Hab aber auch eine flausch Kugel und nicht mehr Probleme als mit den kurzen.

6. Das weiß ich nicht. Würde Nein sagen.

7. Probier Es aus. Nicht jedes Tier hockt gern in Häuschen.

8. Nein aber ist schon praktisch falls sie die nutzen.

9. Da würde ich mich beim vorbesitzer erkundigen. Bis auf holz ist alles leicht zu reinigen. Ich würde desinfizieren.

10. Stück Plexiglas mit Scharniere?

11. Bin team innen Haltung aber klingt gut für mich

12. Das weiß ich nicht!

janh 15.04.2021 11:53

Zitat:

Zitat von Sabine1986 (Beitrag 1246663)
1. Man soll bei jungen Kaninchen ja Gemüse erst langsam anfüttern. Gilt das auch für Wildkräuter und Gräser?

Je jünger die Ninchen sind,desto unkomplizierter ist eine Futterumstellung.Ich habe die ersten Tage beide Futtersorten paralell angeboten.Meistens war es dann so,dass sie das Trofu nach ein paar Tagen nicht mehr angerührt haben.Kaninchen sind ja nicht doof :smilewinkgrin:


Zitat:

Zitat von Sabine1986 (Beitrag 1246663)
2. Ich möchte möglichst viel Wiese füttern und habe mich informiert. Wie groß ist die Gefahr, wenn versehentlich doch eine giftige Pflanze dabei ist? Sortieren das die Kaninchen auch ein wenig selbst? Die sicherere Variante ist dann natürlich eher einseitg. (Löwenzahn, Giersch, Klee und Co. sind ja sicher zu erkennen.)

Je mehr Auswahl sie haben,desto geringer die Gefahr,dass sie was wirklich giftiges fressen.Kaninchen können auch einiges ab an Giftpflanzen,wo andere Tiere schon Probleme bekommen.Andererseits würde ich auch nicht zu exotisch füttern.Nimm´einfach das,was auf einer ganz normalen Wiese wächst,ohne groß zu sortieren.Dann passt das meistens schon.



Zitat:

Zitat von Sabine1986 (Beitrag 1246663)
3. Wir haben einen benachbarten Bauern, von dem wir Heu bekommen können. Dort können doch auch giftige Pflanzen verarbeitet sein, oder? Ich finde es aber auch - aus ökologischer Sicht - Quatsch, Heu im Internet zu bestellen, wenn ich es nebenan bekommen kann.

Ich habe Heu auch immer vom Bauern geholt.Das ist genauso gut wie das,was man bestellen kann.Regional ist da besser,wenn man die Möglichkeit hat.An Giftpflanzen im Heu fällt mir eigentlich nur die Herbstzeitlose ein.Die findet man schnell,wenn man das Heu vor dem Füttern einmal aufschüttelt.Jeder Landwirt wird diese Pflanze aber nach Möglichkeit von seinen Wiesen beseitigen,wenn er sie sieht.Ist ja vor allem für die Nutztiere gefährlich,die Heu in großen Mengen futtern.
Wenn Du viel Wiese hast,kannst Du auch Heu bzw. Trockenkräuter im Sommer selbst trocknen und für den Winter einlagern.



Zitat:

Zitat von Sabine1986 (Beitrag 1246663)
4. Was haltet ihr davon, GELEGENTLICH Strukturfutter von Grünhopper zu geben? Ist das evtl. sogar Heu vorzuziehen?

Strukturfutter ist eigentlich unnötig,wenn genug Frifu da ist.Ich habe es nur manchmal im Winter gegeben,wenn das Gemüse eingefroren ist.


Zitat:

Zitat von Sabine1986 (Beitrag 1246663)
5. Aufgrund eurer Beratung haben wir uns gegen Widder und für Löwenköpfchen entschieden. Da gibt es ja auch welche mit sehr viel Fell am ganzen Körper. Hat das auch gesundheitliche Nachteile? (Pflege vorausgesetzt.)

Mehr Fell,mehr Pflege erforderlich.Durch die Haare besteht immer die Gefahr einer Verstopfung.Das ist aber im Prinzip bei allen Ninchen so.



Zitat:

Zitat von Sabine1986 (Beitrag 1246663)
6. Sollten Jungtiere vor Abgabe auch vorsorglich gegen Kokzidien gekurt worden sein? (Impfungen + Kastration ist ja selbstverständlich.)

Da gehen die Meinungen auseinander.Die einen sagen,eine präventive Behandlung ist sinnvoll,die anderen sagen,man sollte nur nach vorheriger Diagnose behandeln.Bei Kokzidien ist es manchmal so,dass man die in der Kotprobe unterm Mikroskop einfach nicht findet,weil man den falschen Köttel erwischt hat.
Ich persönlich halte es aber für besser nicht auf Verdacht zu behandeln,sondern einfach regelmäßig 3-4 Mal im Jahr eine Kotprobe untersuchen zu lassen bzw. wenn irgendwas auffällig ist.Würmer z.B. sieht man ja meist schon mit blossem Auge.
Da muss man übrigens ein bissel aufpassen,dass man nicht von einer Wiese sammelt,wo viele Wildtiere drauf weiden.Die haben nämlich immer Parasiten,die man sich dann mitunter ständig mit dem Futter nach Hause holt.



Zitat:

Zitat von Sabine1986 (Beitrag 1246663)
7. Wir haben einen Stall gebraucht gekauft. Dieser ist recht groß.(1,3m lang, 0,5m breit, 0,5m hoch.) Macht es Sinn, da nochmal kleine Schutzhäuser reinzustellen? Habe gelesen, dass die Tiere in kleinen Ställen besser Wärme halten können. Er wurde aus massiven Eichenbrettern gebaut, es gibt aber kleine Ritzen. Zudem sind die beiden Türen nicht gerade klein.

Wichtig ist,dass eine Schutzhütte gegen Wind und Regen geschützt ist.Eine Wärmedämmung kannst Du auch erreichen,in dem Du einfach dick Stroh reinlegst.Allgemein können Ninchen Kälte viel besser aushalten als Hitze. -10°C ist kein Problem, +30°C und pralle Sonne dagegen schon



Zitat:

Zitat von Sabine1986 (Beitrag 1246663)
8. Braucht der Stall zwingend eine Kotwanne? Da er selbst gebaut wurde, gibt es in den Ecken so Vorsprünge, wo die Kotwanne dann ja nicht ist. Wahrscheinilch machen die Kaninchen dann gerade in die Ecke hinter der Kotwanne.:hand:

Nee,braucht er nicht.Meine haben so gut wie gar nicht in den Stall gepullert,sondern schön brav das aufgestellte Klo benutzt.Allerdings suchen Kaninchen sich ihre Toilette gern selbst aus.



Zitat:

Zitat von Sabine1986 (Beitrag 1246663)
9. Habt ihr eine Empfehlung für die Reinigung des Zubehörs aus unterschiedlichen Materialien? Es ist alles ziemlich in die Jahre gekommen und ich weiß ja nicht, ob die Kaninchen der Vorbesitzer krank waren.
Stall, Unterschlüpfe etc sind aus Holz
Voliere ist aus (verzinktem?) Alu
Transportboxen aus Plastik

Ganz normal reinigen,eventuell mit Essigwasser abwischen,sollte reichen.Nur RHD Viren können wirklich länger an Gegenständen überleben.Kommt drauf an,wielange die Sachen nicht benutzt wurden.Ich würde da aber auch keine Panik schieben.



Zitat:

Zitat von Sabine1986 (Beitrag 1246663)
10. Hat jemand eine Idee, wie man eine Seitenwand flexibel dichtmachen kann? Ich dachte daran, dass sie bei Regen, Wind, Kälte geschlossen und bei Hitze geöffnet wäre. (Es geht mir nicht um Schatten, davon ist genug vorhanden.) Vielleicht Gewächshausfolie?


Folie oder Plane macht im Wind immer Geräusche.Das kommt bei den Ninchen nicht so gut an.Also entweder was festes wie Fenster zum Öffnen mit dicker Kunststofffolie oder z.B. eine Schilfmatte oder Weisenmatte als Windschutz.


Zitat:

Zitat von Sabine1986 (Beitrag 1246663)
11. Benutzt ihr besondere Einstreu? Diese platziere ich doch nur großzügig mit Stroh im Stall, oder? Der Rest des Gegehes sind dann Gehwegplatten, Buddelecke, Versteckmöglichkeiten etc. Ist das okay so?

Im Sommer wenig Stroh/Einstreu,dafür oft wechseln und saubermachen.Im Winter bei Frost,kann man die Schutzhütte auch mal eine Woche oder länger lassen und nur die Klos säubern.Im Sommer fanden meine Teppiche zum Liegen besser als Stroh.Das war ihnen meistens zu warm.


Zitat:

Zitat von Sabine1986 (Beitrag 1246663)
12. Wie lange nach dem Düngen, darf man Kaninchen wieder den Rasen fressen lassen?

Als Faustregel 2-3 Wochen.Kommt aber drauf an,wieviel gedüngt wurde womit und vor allem wie schnell das in den Boden einzieht.Lockerer Boden und viel Regen = kurze Wartezeit , harter Boden und kein Regen = der Dünger liegt nach 2 Wochen immer noch auf dem Rasen


Eine sichere Alternative sind Kaninchenköttel als Dünger :smilewinkgrin:
Oder Hornspäne kann man auch bedenkenlos verteilen.

Sabine1986 15.04.2021 12:44

Ganz vielen Dank, Jean-Claude und Janh, ihr seid super!

Ich glaube, ich muss etwas mehr darauf vertrauen, dass die Kaninchen gewisse Dinge auch selbst regeln.

Angora-Angy 15.04.2021 14:05

Zitat:

Zitat von Sabine1986 (Beitrag 1246663)
1. Man soll bei jungen Kaninchen ja Gemüse erst langsam anfüttern. Gilt das auch für Wildkräuter und Gräser?

Wenn du nicht weißt, was das Tier vorher zu fressen bekam, dann ja. Vor allem im Frühjahr, wenn das Frischgrün noch sehr eiweißhaltig ist, kann zu viel auf einen Schlag Durchfall machen.
Im übrigen gilt das für alle Kaninchen, egal welchen Alters.
Zitat:

2. Ich möchte möglichst viel Wiese füttern und habe mich informiert. Wie groß ist die Gefahr, wenn versehentlich doch eine giftige Pflanze dabei ist? Sortieren das die Kaninchen auch ein wenig selbst? Die sicherere Variante ist dann natürlich eher einseitg. (Löwenzahn, Giersch, Klee und Co. sind ja sicher zu erkennen.)
Wenn du eine vielfältige Mischung hast, sortieren die Kaninchen aus, was ihnen nicht bekommt. Ich selbst pflücke nicht selektiv, sondern mähe das ganze Stück und nehme alles mit, was da steht. Bei den Mengen ist es mir schier unmöglich, auszusortieren. Hab aber auch ein paar mehr Kaninchen :rofl: Gestern gab es von einer Stelle, wo sehr viel von dem Zeug steht, das aussieht wie wilde Möhre, aber keine ist (ich werde mir nie merken, wie das heißt) - die Herrschaften mögen das dieses Jahr offenbar nicht und lassen das meiste davon liegen. Irgendwie suchen die sich jedes Jahr was anderes raus, das ihnen nicht ansteht. Letztes Jahr wars Ahorn, der in anderen Jahren begeistert verschlungen wurde...
Zitat:

3. Wir haben einen benachbarten Bauern, von dem wir Heu bekommen können. Dort können doch auch giftige Pflanzen verarbeitet sein, oder? Ich finde es aber auch - aus ökologischer Sicht - Quatsch, Heu im Internet zu bestellen, wenn ich es nebenan bekommen kann.
Unbedingt! Es ist nicht nur ökologisch und ökonomisch sinnvoller, Waren aus der Umgebung zu beziehen, sondern auch gesünder, wenn das Heu nicht ewig in Verpackungen rumliegt. In Plastiktüten kann etwaige Feuchtigkeit nicht entweichen und es kann Schimmel entstehen.
Zitat:

4. Was haltet ihr davon, GELEGENTLICH Strukturfutter von Grünhopper zu geben? Ist das evtl. sogar Heu vorzuziehen?
Du kannst nicht eine Futterart mit einer anderen ersetzen. Heu ist Raufutter, Strukturfutter fällt unter die Kategorie Kraftfutter. Ich selbst verfüttere übrigens gern Pferdemüsli, das ist im Prinzip das gleiche wie Kaninchenmüsli, nur halt DEUTLICH günstiger... Ich mache das vorrangig im Winter und achte auf ein Futter, das mit Vitaminen angereichert ist, gern auch mit Kräuterextrakten für die Atemwege. Im Sommer reicht die frische Wiese.
Zitat:

5. Aufgrund eurer Beratung haben wir uns gegen Widder und für Löwenköpfchen entschieden. Da gibt es ja auch welche mit sehr viel Fell am ganzen Körper. Hat das auch gesundheitliche Nachteile? (Pflege vorausgesetzt.)
Je Fell desto aufpassen ;) In langen Haaren kann sich Zeugs sammeln, das man von außen nicht sieht. Ebenso kann es verfilzen und zu Hautproblemen führen. Du darfst keine Angst haben, bei Bedarf mit der Schere ans Tier zu gehen. Gegen Haare im Darm kannst du Leinkuchen verfüttern. Die enthaltenen Schleimstoffe putzen den Darm durch, das natürliche Methionin sorgt für eine gesunde Haarstruktur.
Zitat:

6. Sollten Jungtiere vor Abgabe auch vorsorglich gegen Kokzidien gekurt worden sein? (Impfungen + Kastration ist ja selbstverständlich.)
Du kannst Oreganoöl ins Trinkwasser geben, das mögen sie gern und es hilft sehr gut gegen Kokzidien - und hält nebenbei das Wasser frisch. Mit "harten Medikamenten" würde ich nur im nachgewiesenen Befalls-Fall arbeiten. Finger weg von Futter mit Kokzidostatika, damit förderst du eher Resistenzen bei den Kokzidien als die Gesundheit der Kaninchen!
Zitat:

7. Wir haben einen Stall gebraucht gekauft. Dieser ist recht groß.(1,3m lang, 0,5m breit, 0,5m hoch.) Macht es Sinn, da nochmal kleine Schutzhäuser reinzustellen? Habe gelesen, dass die Tiere in kleinen Ställen besser Wärme halten können. Er wurde aus massiven Eichenbrettern gebaut, es gibt aber kleine Ritzen. Zudem sind die beiden Türen nicht gerade klein.
Das ist kein großer Stall, das ist ein Unterschlupf, der hoffentlich in einem rund um die Uhr zugänglichen Gehege steht... Kälte ist für Kaninchen übrigens auch kein Problem, die haben eher ein Problem mit Hitze. Und sollte es ja mal unter -20°C gehen, kannst du immer noch ganz viel Stroh rein tun, das isoliert super.

Zitat:

8. Braucht der Stall zwingend eine Kotwanne? Da er selbst gebaut wurde, gibt es in den Ecken so Vorsprünge, wo die Kotwanne dann ja nicht ist. Wahrscheinilch machen die Kaninchen dann gerade in die Ecke hinter der Kotwanne.:hand:
Kotwannen sind ursprünglich für Kaninchen-KZs (Buchtenställe) mit Rost gedacht. Das Tier sitzt auf dem Rost und der Stallreiniger braucht nur die Kotwanne drunter wegzuziehen. Reinigung ohne großen Aufwand, so dass man 100 oder 150 Einzelbuchten überhaupt an einem Wochenende bewältigen kann. Das ist in der Hobbyhaltung im Gehege überflüssig.
Zitat:

9. Habt ihr eine Empfehlung für die Reinigung des Zubehörs aus unterschiedlichen Materialien? Es ist alles ziemlich in die Jahre gekommen und ich weiß ja nicht, ob die Kaninchen der Vorbesitzer krank waren.
Stall, Unterschlüpfe etc sind aus Holz, Voliere ist aus (verzinktem?) Alu, Transportboxen aus Plastik
Heißes Wasser und Gallseife, wenn vorhanden gern mit dem Hochdruckreiniger
Zitat:

10. Hat jemand eine Idee, wie man eine Seitenwand flexibel dichtmachen kann? Ich dachte daran, dass sie bei Regen, Wind, Kälte geschlossen und bei Hitze geöffnet wäre. (Es geht mir nicht um Schatten, davon ist genug vorhanden.) Vielleicht Gewächshausfolie?
Die Hauptwetterseite kannst du fest dichtmachen, wenn ihr in einer unfreundlichen Lage wohnt. Dann würde ich Holz empfehlen. Ansonsten eher unnötig.
Zitat:

11. Benutzt ihr besondere Einstreu? Diese platziere ich doch nur großzügig mit Stroh im Stall, oder? Der Rest des Gegehes sind dann Gehwegplatten, Buddelecke, Versteckmöglichkeiten etc. Ist das okay so?
Ja, überall sonst im Gehege wirds ja eh bloß nass. Im Winter habe ich die Gehege übergestreut, wenn alles zu festgefroren war, um es sauber zu machen. Gibt dann eine warme Matratze und Muskelkater beim Frühjahrsputz :rofl:
Zitat:

12. Wie lange nach dem Düngen, darf man Kaninchen wieder den Rasen fressen lassen?
Wenn die Kaninchen da hin sollen, würde ich den Rasen gar nicht künstlich düngen. Die Tiere tun das mit ihren biodynamischen Düngekugeln selbstständig. Wobei "Rasen" in dem Sinne für Kaninchen eh völlig ungeeignet ist -> wertlose Grasmonokultur. Eine artenreiche Wiese DARF nicht gedüngt werden! Die meisten Kräuter vertragen keine fetten Böden.

Sabine1986 15.04.2021 20:39

Angora-Angy, auch dir vielen Dank für die Tipps!

Mit der Reinigung des Stalls habe ich kein Problem. Aber zieht der Urin nicht in das Holz ohne Kotwanne? Kann doch immer mal sein, dass das Einstreu an einer Stelle mal durchnässt ist.
Ich sperre die Kaninchen nicht im Stall ein, sondern stelle ihn ohne Türen in die Voliere.

Dass man keine geschützten Seiten braucht, glaube ich ja, wenn man ein umgebautes Gartenhaus oder so an das Gehege angeschlossen hat. Aber so wie ich das geplant habe? Reicht das echt?

Angora-Angy 16.04.2021 08:37

Zitat:

Zitat von Sabine1986 (Beitrag 1246698)
Angora-Angy, auch dir vielen Dank für die Tipps!

Mit der Reinigung des Stalls habe ich kein Problem. Aber zieht der Urin nicht in das Holz ohne Kotwanne? Kann doch immer mal sein, dass das Einstreu an einer Stelle mal durchnässt ist.

Die Einstreu ist dazu da, den Urin aufzusaugen. Und ja, es zieht auch was ins Holz ein, das ist halt eben so. Da passiert nichts schlimmes. Man kann auch den Boden mit Fußbodenbelag oder sowas ausschlagen und die Ränder gut befestigen/abdecken, kann aber trotzdem sein dass er dann angefressen wird.

Zitat:

Ich sperre die Kaninchen nicht im Stall ein, sondern stelle ihn ohne Türen in die Voliere.
:thumbsup: mithin ist er eine Schutzhütte. ;)
Zitat:

Dass man keine geschützten Seiten braucht, glaube ich ja, wenn man ein umgebautes Gartenhaus oder so an das Gehege angeschlossen hat. Aber so wie ich das geplant habe? Reicht das echt?
Zeig doch mal ein Bild von deiner Planung.

Normal reichen die Schutzhütten und Unterschlüpfe. Kaninchen sind nicht aus Zuckerwatte :smilewinkgrin:

marinahexe 16.04.2021 11:57

Zu den Kotwannen:
Ich hatte in meinem Gehege so einen 08/15-Stall mit verzinkter Kotwanne als Rückzugsort stehen. Nach 2 Jahren zeigte die Kotwanne erste Auflösungserscheinungen (Rost). Hab die Kotwanne entfernt und durch ein zugeschnittenes OSB-Brett ersetzt. Dieses hab ich vor Gebrauch mit Sabberlack gestrichen. Es ist heute noch (einige Jahre später) drin.;)

Sabine1986 17.04.2021 12:52

Vielen Dank, marinahexe!
Das gestrichene OSB-Brett ist eine gute Idee, da kann ich ja einfach die Ecken so aussägen, dass es genau passt.
Ich denke, ich warte erst mal ab, welchen Ort sich die Kaninchen als Toilette aussuchen und gucke dann, was die beste Lösung ist.

Sabine1986 17.04.2021 12:54

Danke auch dir nochmal, Angora-Angy!

Ich stelle bald mal ein Bild des Stalls/Unterschlupfs ein. Hätte da nämlich no eine Frage zum Thema "Winterfestigkeit".

lieschen_2250 18.04.2021 13:11

Hallo Sabine,
wir bauen auch gerade unser erstes Gehege, und fast alle deine Fragen könnten von mir sein. Auch mein Mann ist etwas genervt von den vielen Gedanken, die ich mir mache :-)

Wir haben ein gebrauchtes Gehege Zubehör gekauft. Das eine Kaninchen, das darin wohnte, ist im Alter von 11 oder 12 Jahren gestorben, das andere ist fast genauso alt und erfreut sich bester Gesundheit in einem neuen Zuhause.

Obwohl alles seit 5 Monaten nicht genutzt wurde, habe ich alles mit Kerbl Rhodasept Stalldesinfektion (über amazon gekauft) desinfiziert.

Ich bin hier die Sicherheitsbeaufragte und will kein Risiko eingehen.



Bezüglich Wind-/Wetterschutz war ich ziemlich ratlos. Dieser sollte flexibel sein, um den Schutz je nach Jahreszeit und Wetter verschieben zu können. Daher haben wir eine Matte am Volierengitter aufgestellt und davor Längsschienen aus Holzlatten geschraubt. Nun steht die Matte zwischen den Balken des Geheges und den Holzleisten, und wir können sie hin- und herschieben.

Aktuell haben wir eine Plastikmatte verwendet, da wir diese schon hatten. Daher werden wir sie von innen nochmal mit Draht schützen, damit die Kaninchen sie nicht anknabbern.

Ist wahrscheinlich jetzt nicht so gut erklärt... :-) Ich kann auch gerne mal ein Foto einstellen, allerdings muss ich mich noch schlau machen, wie das geht.



Wir werden auch nur den Stall und die Häuschen mit Stroh einstreuen. Ansonsten besteht unser Gehege aus Steinplatten und einer Buddelecke.

Ich habe kürzlich über Rindenmulch nachgedacht, aber darin könnten giftige Bestandteile enthalten sein, das hat mich wieder abgeschreckt.



Viele Grüße!

Lupine 18.04.2021 21:06

Fotos kann man recht bequem bei einem externen Bilder-Hoster wie zum Beispiel abload.de hochladen und dann hier den entsprechenden Link für Foren einfach in den Text mit einfügen. Dann wird das Foto angezeigt.



Ich würde dort ein Userkonto anlegen (ist kostenlos), so kannst du die hochgeladenen Bilder jederzeit wieder löschen oder noch an anderer Stelle verwenden.



Achte darauf, dass du eine passende Größe beim hochladen einstellst. Sonst sprengt das Foto nämlich das Forum :hand: 800 Pixel für die lange Seite sollte das Maximum sein. Bei abload kann man das beim hochladen einstellen, dann hat das Foto gleich das passende Format.

lieschen_2250 20.04.2021 11:36

Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 4)
Danke für die Hilfe! Dann versuche ich das mal mit den Fotos :-)


Mit Abload komme ich nicht zurecht, ich weiß nicht, welchen der vielen Links ich da nehmen soll. Habe alle ausprobiert, aber im Beitrag steht dann immer nur der Link oder das Foto ist in klein zu sehen, aber man kann es nicht anklicken.



Jetzt habe ich direkt im Beitrag die Möglichkeit entdeckt, Dateien anzuhängen, und das scheint zu gehen.

Lupine 20.04.2021 20:40

Ich nehme meistens den Direktlink und setze ein [img] davor und ein [/img] dahinter (ohne Leerzeichen). Oder du klickst in der Menüleiste des Antwortfensters auf das Bild-Symbol, und fügst den Direktlink in das Fenster ein was aufgeht.

Sabine1986 20.04.2021 21:57

Zitat:

Zitat von Lupine (Beitrag 1246903)
Fotos kann man recht bequem bei einem externen Bilder-Hoster wie zum Beispiel abload.de hochladen und dann hier den entsprechenden Link für Foren einfach in den Text mit einfügen. Dann wird das Foto angezeigt.



Ich würde dort ein Userkonto anlegen (ist kostenlos), so kannst du die hochgeladenen Bilder jederzeit wieder löschen oder noch an anderer Stelle verwenden.



Achte darauf, dass du eine passende Größe beim hochladen einstellst. Sonst sprengt das Foto nämlich das Forum :hand: 800 Pixel für die lange Seite sollte das Maximum sein. Bei abload kann man das beim hochladen einstellen, dann hat das Foto gleich das passende Format.




Danke für die Erklärung! Ich habe tatsächlich noch nie ein Foto in einem Forum hochgeladen.

Sabine1986 20.04.2021 22:03

Hallo Lieschen, das sieht doch so aus, als wird es richtig gut vei euch. Da habt ihr ja auch eine flexible Lösung gefunden.
Die Stalldesinfektion werde ich mir auch bestellen - auch wenn's nur für das gute Gewissen ist.

Hasen-Nasen 22.04.2021 15:49

Zu 3) Es gibt eine sehr unterschiedliche Moral Weidepflege zu betreiben. Stellt er das Heu für Pferde her sollte es in dem Interesse sein keine Giftpflanzen zu enthalten. Aber Jacobs-kreuz-kraut kann immer ein Weideproblem sein. Frage nach ob seine Heuweiden frei von Jacobs-kreuz-kraut sind. Herbstzeitlose können nur im zweiten Schnitt sein, da die erst später im Jahr wachsen. Daher würde ich zum ersten Schnitt tendieren.

Zu 4) ich halte nichts mehr davon, GELEGENTLICH Strukturfutter von Grünhopper zu geben? Das habe ich auch gemacht mit dem Resultat ein Kaninchen deswegen Gast an Magenüberladung verloren zu haben. Die Qual war schlimm, aber sie hat es überlebt. Gelegentlich das leckere Zeug zu geben bedeutet eine plötzliche Futterumstellung auf ungewohntes Trockenfutter und kann sofort Magenüberladung,Auffassung,Verstopfung etc. verursachen. Es ist Heu nicht vorzuziehen, da es aus getrockneten Gemüse/Kräutern besteht und somit konzentriert Zucker und Calcium etc. mitbringt. Das Johannisbrot im Grünhopper ist schlecht für die Zähne, da viel zu hart, unnatürliche Kauaktivität...das getrocknete Gemüse wie Erbsenflocken kann wieder zur Verstopfung führen. Heu wird länger zermahlen und ist gut für den Zahnabrieb (automatisch auch der Schneidezähne) und die Fasern gut für die Verdauung.


Zu 7) Es macht Sinn kleine Schutzhäuser reinzustellen, da diese der Abwechslung und Rückzugsmöglichkeit dienen. Die Tiere möchten sich auch Mal aus dem Weg gehen können. Auf dem Haus zu sitzen dient der Abwechslung und dem Wunsch erhöht zu sitzen und das Revier zu beobachten. Durch die zwei Eingänge und um das Haus zu hoppeln ist Abwechslung, anstatt nur auf leerem Boden zu laufen. Manchmal ist es gut, gerade als rangniedriges Kaninchen, sich hinter etwas zu verstecken und aus der Sichtachse verschwinden zu können. Im Winter würde ich eine Tür vom.Stall Schlüssen, so das sie zwischen Windschutz und der offenen Seite wählen können. Die zwei Hälften sind doch sicher im Verbund? Wenn nicht würde ich einen Durchbruch machen. Insgesamt Verträgen sie Kälte (bis -20) besser als 25-35 Grad. Sommer

LG Anni

Sabine1986 22.04.2021 21:00

Danke Anni!

Zum Strukturfutter von Grünhopper: Das werde ich dann wohl nicht mehr verfüttern. Der Gedanke kam mir daher, damit man immer was als Alternative zu Hause hat, wenn mal jemand anderes die Tiere versorgt, wenn man weg ist oder krank.
Oder wie gerade im anderen Thread von der Hasenpest zu lesen ist und und man keine Wiese füttern kann. Natürlich gibt es noch Heu, Äste und Gemüse. Aber ich suchte etwas, das man dazugeben kann, wenn's mal stressig ist.

Manchmal habe ich das Gefühl, die nicht artgerecht gehaltenen Kaninchen im Bekanntenkreis, die fast nur Pellets bekommen, sind viel seltener krank. Kann das sein?
Kein Angst, ich habe nicht vor, diese zu verfüttern.

Honeymouse 22.04.2021 21:02

Getrocknetes Zeug ist halt bei Kaninchen nie eine Alternative - es ist nicht gut für Zähne, Verdauung und Blase. Wichtig ist 24/7 blättriges Frischfutter (entweder Wiese mit vielen Kräutern oder gekauftes), dazu in Leckerchenportionen Knollengemüse oder Obst.
Trockenfutter ist keine Alternative, es ist eher ungesund.

Hasen-Nasen 22.04.2021 21:05

Das denke ich auch oft. Genau das.
Die Kaninchen die falsch gehalten werden haben oftmals weniger Krankheiten. Allerdings glaube ich auch das viele der falsch gehaltenen Kaninchen krank werden und die Besitzer merken es nicht, weil sie die Anzeichen nicht erkennen. Die glauben zum Teil auch Kaninchen leben eh nur 2 Jahre. Erlebe ich hier bei 2 Schulkindern der Nachbarschaft...


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