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aimee04 21.12.2020 00:32

Eines meiner Kaninchen verstorben, was jetzt?
 
Hallo,
erstmal das ist mein erster Beitrag und ich weiß nicht wirklich wie das alles funktioniert. Als ich heute heimgekommen bin hab ich eines meiner Kaninchen verstorben aufgefunden. Ich habe ihn begraben. Ich weiß nur nicht was ich jetzt mit meiner Dame machen soll. Sie ist noch nicht so alt (7 Jahre) also könnte sie noch umziehen. Ich brauche spätestens morgen Abend eine Lösung und spätestens am Mittwoch muss diese umgesetzt sein damit sie nicht zu lange alleine ist. Das ich mir ein neues Kaninchen hole fällt schonmal weg, dann hat man die selbe Situation dann ja wieder und da ich wenn ich studieren gehe (bin jetzt 16) ja ausziehen werden wollte ich die Haltung nach den zweien Auflösen. Nur kam das jetzt so überraschend und ich bin total überfordert. Ein Leihkaninchen nehmen? Aber ist das nicht egoistisch gegenüber dem anderen Kaninchen das dann wieder weg muss und außerdem wo finde ich so ein Leihkaninchen? Oder soll ich meine weggeben, aber da weiß ich auch niemanden und wie soll ich überhaupt jemanden finden der seine Kaninchen artgerecht hält und meines aufnehmen würde. Ich weiß einfach nicht was ich machen soll und kann nicht schlafen ehe ich nicht was getan habe.
Lg

Talula 21.12.2020 01:39

Herzlich Willkommen und mein Beileid :(



Erstmal wäre gut zu wissen woran das Kaninchen gestorben ist.
War es geimpft und wenn ja, wogegen (mit welchen Impfstoffen).
Wenn nicht, dann kann es sein, dass es an RHD 1/2 gestorben ist und dann heißt es erstmal, dass andere Kaninchen dringend nachimpfen und auf keinen Fall vermitteln bevor nicht sicher ist, dass sie gesund ist und auch keinen Erreger mehr mitschleppt.

Wenn RHD 1/2 ausgeschlossen werden kann, dann könntest du nach einer Pflegestelle suchen die jetzt noch aufnehmen kann/will. Da kann dir evtl. marinahexe (moderatorin) helfen.

dangerschaf 21.12.2020 08:34

Ergänzung: Wenn der Verdacht auf RHD besteht darf das Tier nicht vergraben bleiben.

Ich wünsch dir viel Kraft. Das ist eine schwere Situation.

Solkinok 21.12.2020 09:04

Guten Morgen,



Zitat:

Zitat von dangerschaf (Beitrag 1234125)
Ergänzung: Wenn der Verdacht auf RHD besteht darf das Tier nicht vergraben bleiben.


ist das eigentlich per Gesetz (TierGesG?) vorgeschrieben , oder "nur" eine Maßnahme der Vernunft? Konnte dazu auf die SChnelle nichts finden.



WEnn keine Kaninchen mehr im Haushalt leben, es keine in der direkten Nachbarschaft und auch keine Wildkaninchen gibt, wäre angemessen tief vergraben aber doch eventuell auch vertretbar? Nach spätestens 7 Monaten - so liest man - stirbt das Virus selbst unter günstigsten Bedingungen ab. Wenn der Kadaver so lange unter der Erde verbleibt - auch vor Ausgraben durch z.B.. Füchse gesichert - wäre der Spuk ja vorbei. Da wäre das Desinfizieren des Stalls etc. wohl wesentlich wichtiger, denn die dort anhaftenden Viren sind im freien Umlauf...



Nur so eine Überlegung, heißt nicht, dass ich persönlich das riskieren würde.


GRüße
S

dangerschaf 21.12.2020 09:47

Nein, es gibt keine Rechtsgrundlage dafür. Leider ist RHD ja nicht mal meldepflichtig :mad:

Ich habe mal gelesen, dass sich der Virus auch über die Insekten weiterverteilt, die an der Zersetzung beteiligt sind. Da dürfte die Tiefe dann unerheblich sein.

Selkie 21.12.2020 19:48

Zitat:

Zitat von Solkinok (Beitrag 1234129)
Guten Morgen,






ist das eigentlich per Gesetz (TierGesG?) vorgeschrieben , oder "nur" eine Maßnahme der Vernunft? Konnte dazu auf die SChnelle nichts finden.



WEnn keine Kaninchen mehr im Haushalt leben, es keine in der direkten Nachbarschaft und auch keine Wildkaninchen gibt, wäre angemessen tief vergraben aber doch eventuell auch vertretbar? Nach spätestens 7 Monaten - so liest man - stirbt das Virus selbst unter günstigsten Bedingungen ab. Wenn der Kadaver so lange unter der Erde verbleibt - auch vor Ausgraben durch z.B.. Füchse gesichert - wäre der Spuk ja vorbei. Da wäre das Desinfizieren des Stalls etc. wohl wesentlich wichtiger, denn die dort anhaftenden Viren sind im freien Umlauf...



Nur so eine Überlegung, heißt nicht, dass ich persönlich das riskieren würde.


GRüße
S


Also ich habe meine Kaninchen wieder ausgraben lassen, nachdem rhd2 sehr wahrscheinlich war und sie verbrennen lassen. Bei Kaninchenwiese steht dass das Virus noch Jahrzehnte unter der Erde überleben kann. Die Tierärztin hat das bestätigt.
Auch wenn das echt grausam war hätte ich das für mich nicht verantworten können. Schön wäre natürlich wenn es gesetzlich verboten wäre.

Terry 21.12.2020 20:21

Zitat:

Zitat von dangerschaf (Beitrag 1234132)
:mad:Ich habe mal gelesen, dass sich der Virus auch über die Insekten weiterverteilt, die an der Zersetzung beteiligt sind. Da dürfte die Tiefe dann unerheblich sein.

Richtig, Ameisen, Käfer, Würmer u.ä. bringen das Virus wieder an die Luft und von da aus kann es dann wieder weiter verbreitet werden.....

Solkinok 22.12.2020 00:30

Hi,



Zitat:

Zitat von Selkie (Beitrag 1234224)
ABei Kaninchenwiese steht dass das Virus noch Jahrzehnte unter der Erde überleben kann. Die Tierärztin hat das bestätigt.

Wobei diese Aussage bei kaninchenwiese ziemlich widersprüchlich ist (finde ich). Da steht zwar "Werden verendete Kaninchen begraben, so überdauert das Virus Jahrzehnte, da er unter der Erde günstige Bedingungen vorfindet."

Ein Absatz weiter oben steht aber "Das Virus überlebt (...) unter günstigen Bedingungen gute sieben Monate."
(https://www.kaninchenwiese.de/gesundheit/infektionskrankheiten/chinaseuche-rhd/)


Ja, was denn nun?

Diese Obergrenze von sieben Monaten findet man z.B. auch beim Friedrich Löffler-Institut (https://www.openagrar.de/servlets/MCRFileNodeServlet/openagrar_derivate_00002514/FLI-Information-FAQ-RHDV-2017-05-02.pdf). Die Aussage von den mehreren Jahrzehnten Überlebensfähigkeit habe ich hingegen bisher außer bei Kaninchenwiese nirgends gelesen. (Vielleicht hat ja jemand einen seriösen Link)

In der Praxis spielt es aber wohl auch nicht unbedingt die große Rolle.

Grüße
S


EDIT:

PS: Das FLI ist so etwas ähnliches wie das Robert-Koch-Institut, nur für Nutztiere.

Hoppel_Floeckchen 28.12.2020 20:37

AW:EINES MEINER KANINCHEN IST VERSTORBEN
Hallo, mein Beileid erstmal.

Ich habe letztens auf Ebay gesehen, dass es da Leute gibt, die Kaninchen aufnehmen und ihnen ein artgerechtes und schönes Leben ermöglichen, vielleicht wäre das ja eine Option? Kann mir aber vorstellen, dass das keine leichte Entscheidung ist....
Alles Gute von uns

marinahexe 28.12.2020 22:30

Zitat:

Zitat von Hoppel_Floeckchen (Beitrag 1235079)
AW:EINES MEINER KANINCHEN IST VERSTORBEN
Hallo, mein Beileid erstmal.

Ich habe letztens auf Ebay gesehen, dass es da Leute gibt, die Kaninchen aufnehmen und ihnen ein artgerechtes und schönes Leben ermöglichen, vielleicht wäre das ja eine Option? Kann mir aber vorstellen, dass das keine leichte Entscheidung ist....
Alles Gute von uns


Diese Leute sollte man sich persönlich vor Ort anschauen. Auch, wie die Tiere dort gehalten werden. Die Anzeigen lesen sich immer schön, vor Ort sieht es aber oft ganz anders aus.

Hoppel_Floeckchen 28.12.2020 22:39

@marinahexe
Natürlich sollte man das tun. Danke, dass du daran erinnert hast.


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 11:48 Uhr.



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