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Kastration bei dominanter Häsin sinnvoll? Hallo Ihr Lieben, ich hatte schon einmal einen Thread vor einem halben Jahr eröffnet, weil eine meiner beiden Häsinnen sehr dominant und territorial ist. Jetzt ist es schon länger her und das Problem taucht immer wieder auf, dementsprechend stelle ich mir die Frage nach einer Kastration. Zu den Fakten: Sie leben zu dritt, zwei Häsinnen und ein kastrierter Bock in Außerhaltung auf 50qm. Vorher haben sie zwei Jahre in Innenhaltung gelebt. Nun ist die jüngste der Häsinnen (knapp 2 Jahre) extrem dominant, seitdem sie draußen sind. Mit dem Kastraten ist sie lieb, aber die andere Häsin ist alle paar Wochen ihr Opfer, obwohl diese schon unterwürfig ist und ihren Rang nicht in Frage stellt. Das heißt, zwei Monate geht es gut, sie fressen zusammen, liegen auch zusammen und dann beginnt aus dem Nichts heraus eine ziemlich aggressive Jägerei über Tage, die auch dazu führt, dass die Dominante der Anderen leichte Bissverletzungen am Hintern zufügt. Sie zwickt also richtig rein, wenn sie sie zu packen bekommt. Die Verletzungen sind zwar nicht tief, aber eben doch Bissverletzungen und vermutlich sehr schmerzhaft. Das ganze passiert nun aktuell zum dritten Mal seit April. Die Häsin, die sich eigentlich immer unterwirft, flüchtet sofort, versteckt sich und kann sich dann nicht frei bewegen, ohne dass die andere hinterherjagt. Es gibt in dieser Phase zwar immer auch Pausen dazwischen, aber sobald sie sich begegnen, geht die Jagerei los, entweder weil die eine Häsin direkt in Panik wegläuft und die andere erst so auf dich aufmerksam macht oder die andere knurrt und hinter ihr her ist. Die Dominante ist ziemlich klein, aber extrem stark und muskulös, kein Wunder, wenn man auf 50 qm aufpassen muss. Sie hat immer alles im Blick. Jetzt ist guter Rat gefragt. Ich habe bereits mit unserem Tierarzt in Sommer gesprochen, er würde sie kastrieren. Er sagte, eine Indikation wäre gegeben, allerdings würde ein Risiko bestehen bei der OP, so dass er ersteinmal abwarten möchte. Danach beruhigte sich auch tatsächlich die Situation, aber nun geht es wieder von vorne los. Tatsächlich alle zwei bis drei Monate. Was würdet ihr raten? Eine Abgabe wäre für mich sehr schwierig, sie ist ein tolles Häschen und würde fehlen. Eine Kastration kostet bei meinem TA im Kölner Raum zwischen 300 und 400 Euro, so dass ich mir das wirklich gut überlegen muss, ob es tatsächlich danach besser wird. Wie sind eure Erfahrungen bezüglich einer Kastration bei einem Weibchen? Würde sie danach weniger dominant und territorial sein? Warum poppt das in regelmäßigen Abständen immer wieder auf? Habt ihr noch andere Ideen, woran es liegen könnte und wie ich Abhilfe schaffen kann? Ich habe jetzt schon zwei Ställe aufgebaut, damit sie sich aus den Weg gehen können, aber ich habe das Gefühl, dass dieser ständige Stress für die andere nicht gut ist. Ich danke euch schonmal sehr! Liebe Grüße |
In den meisten Fällen legt es sich nach der Kastration bzw wird deutlich besser würde ich behaupten . Es 'poppt' Hormon bedingt in Intervallen auf schätze ich. Eine Weibchen Kastra halte ich generell für sinnvoll aber da hat jeder seine eigene Meinung. Würde schauen dass du einen guten Tierarzt das machen lässt der sich mit heimtieren auskennt. Bei meinen beiden Mädels hab ich den Fehler gemacht erst die dominate zu kastrieren anstatt beide gleichzeitig. So war sie unterwürfige nach der OP der Chefin sofort auf Krawall und statt weg laufen hat sie sich dem Kampf gestellt. Die Chefin war ja geschwächt, das merken die sofort. Dann war die Rangordnung getauscht und bei der nächsten Kastra wieder von vorne. Nun ist es wie am Anfang von der Rangordnung her nur eben deutlich gechillter. Ab und zu mal jagen für ne Minute aber kein beißen mehr. Generell würde ich sagen es nimmt das extrem hormonelle gezicke raus aber verändert nicht komplett den Charakter des Tieres. Es ist also möglich dass nach der Kastra die unterwürfige versucht aufzusteigen. Ich würde beide kastrieren da ich das persönlich für medizinisch sinnvoll halte. Habe 170 Euro bezahlt. Bei einer etwas mehr da sie sich die naht aufgemacht hat. 300 oder gar 400 Euro halte ich für völlig überzogen. Gibt da dann einiges zu beachten solltest du dich dafür entscheiden. |
Der Preis ist für eine gute Weibchen-Kastration tatsächlich nicht überzogen. Die OP soll lt. meiner TÄ aufwändiger sein als z.B. bei Hund und Katze und dort wird mehr Geld verlangt. Bei den Kaninchen trauen sie sich nur nicht. Meine alte TÄ hat knapp 250,- € genommen für eine Kastration aber auch ganz klar gesagt, dass sich diese OPs für sie nicht rechnen. Jetzt wo wir eine Kaninchenspezialistin in der Klinik haben, verweist sie für die OPs dorthin und die nimmt ca. 350,- €. Sie kommt aus der TiHo Hannover und nutzt lt. eigener Aussage eine modernere, auf Kaninchen abgestimmte Narkose und wäre deswegen etwas teurer als die anderen. Da kann ich jetzt nichts zu sagen. Die TÄ ist allerdings super, daher habe ich kein Problem damit den Preis zu zahlen: Die Kaninchen sind auf jeden Fall super bei ihr aufgehoben. Zur Kastra: Ich bin, aufgrund einer schlechten Erfahrung mit Wucherungen in der Gebärmutter, pro Weibchen-Kastra und lasse meine Weibchen bereits mit ca. 1 Jahr kastrieren. Beide sind nach der Kastration ruhiger geworden. Allerdings habe ich auch ein so dominates Exemplar und sie ist nach wie vor dominant, aber es ist deutlich entspannter zwischen den beiden Weibchen. Wenn sie ihre 5 Minuten hat, muss Suki allerdings trotzdem flitzen. Die sieht das aber ganz cool. :D Sie geht ihr in der Zeit halt aus dem Weg. Die dominante Häsin hatte übrigens bereits mit 1 Jahr Verändungen an der Gebärmutter. Ich persönlich würde es wohl auf jeden Fall wagen und sie kastrieren. |
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