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klausi 09.05.2010 00:46

Erbkrankheiten und züchten
 
Viele sagen das man nicht züchten soll, wegen eventuellen Erbkrankheiten. Da beißst sich der Hund in den Schwanz. Denn erst die Zucht kann eine Krankheit zeigen. Selbst bei einer anpaarung kann man nicht sagen ob die Tiere gesund sind. Viele Krankheiten weren gleich als Erbkrankheit bezeichnet. Einige Krankheiten können auch von Haltung oder Fütterung kommen. Erbkrankheiten treten in einer zucht wenn überhaupt erst spät auf. es sei denn man hat das Pech das bei zwei fremden Tieren so ein fall eintritt. Das Problem Zahnanomalien kann auch auf Vitamin D Mangel schließen, bei der enstehenden Knochenweiche(Rachitis) ist das Zahnbett(Kiefer) weich wo sich durchnb das nagen die Zähne verschieben, eine Zahnfehlstellung ensteht. Zweite Möglichkeit das Tier wird im Wachstum zu Eiweißreich gefüttert, die Knochen wachsen schneller als das sie sich festigen Können, Zahnfehlstellungen entstehen dann im Ungünstigsten Fall. Eine Erbkrankheit kann nur duch eine Genetische Untersuchung einwandfrei bestätigt sein. Also seid vorsichtig wenn ihr allzu schnell alles als Erbkrankheit bezeichnet.

Nochwas zu Zahnkaninchen, wenn ihr hier alle auf natürliche haltung besteht, müsstet ihr erkennen das solche Tiere eigentlich nicht gross gemacht werden dürfen, oder habt ihr ein Wildkaninchen gesehen mit zahnanomalie. Solche Tiere werden in der natur eingehen oder durch Raubwild selektiert.

So nun könnt ihr auf mich einschlagen

Runde 1!:D

saloiv 09.05.2010 01:22

AW: Erbkrankheiten und züchten
 
Ich weiß ja nicht wie man es bei euren Zuchtverband handhabt. Bei meinen gibt es zum einen die meldepflichtigen Krankheiten (keine Erbkrankheiten) die den Verband gemeldet werden müssen und ggf. zu einem Zuchtausschluss führen, zum anderen die nichtr meldepflichtigen Erkrankungen zu denen auch eine Reihe von Erbkrankheiten zählen. Die nicht meldepflichtigen Krankheiten werden nur durch Ausstellungstiere usw. kontrolliert, was in meinen Augen eine sehr schlechte Kontrolle darstellt. Der Verein selber kontrolliert also keinerlei Krankheiten. Auch die meldepflichtigen Krankheiten muss der Züchter selber melden (sofern er dies tut), sie werden nicht kontrolliert.

Und deshalb ist es sehr wichtig, dass man als Züchter verantwortungsvoll ist und selber entsprechend Erbkrankheiten aussortiert.
Wer dies nicht tut, ist in meinen Augen ein Vermehrer, denn darum geht es in der Zucht schließlich...

Blöd ist es natürlich, wenn ganze jahrelang erarbeitete Linien durch eine Erbkrankheit zerstört werden, meist lassen sich aber auch diese Linien wieder bereinigen. Und da sind eben die züchterischen Fähigkeiten gefragt. Eine Möglichkeit der Bereinigung ist die Inzucht. Allerdings ist diese Technik nicht für jeden Züchter umsetzbar und verlangt ein ziemlich breites Zuchtwissen.

Klar können Erbkrankheiten beim Züchter auch auftreten. Ohne Frage. Wenn ich eine Augenanomalie bei einem Kaninchen habe und es ist ein reinrassiges Kaninchen mit Stammbaum, so kann ich diesen Fehler wieder innerhalb der nächsten Generationen eliminieren. Zumindest wenn ich entsprechende Zuchtkenntnisse habe.
Wenn ich irgendwelche unbekannten Kaninchen zusammensetze stammen diese meist aus Zuchten bei denen auf garnichts geachtet wurde und die entsprechend schon mit Erbkrankheiten durchsetzt sind und ich habe keine Ahnung was dabei raus kommt. Deshalb sind statistisch gesehen bei Vermehrungen deutlich mehr Kaninchen von Erberkrankungen betroffen.

Zitat:

Nochwas zu Zahnkaninchen, wenn ihr hier alle auf natürliche haltung besteht, müsstet ihr erkennen das solche Tiere eigentlich nicht gross gemacht werden dürfen, oder habt ihr ein Wildkaninchen gesehen mit zahnanomalie. Solche Tiere werden in der natur eingehen oder durch Raubwild selektiert.
Öhm setzt du natürliche Ernährung/Haltung mit Haltung wie in der Wildnis gleich?! So ein Unsinn. In der Wildnis wird durch natürliche Auslese der Fortbestand der Kaninchen erhalten. Wer nicht überlebensfähig ist wird gefressen und kann sich nicht fortpflanzen. In der Haustierhaltung übernimmt der Züchter die Auslese und Tiere die nicht alleine überlebensfähig sind werden entsprechend behandelt. Es verstößt gegen das deutsche Tierschutzgesetz wenn man kranke Tiere undbehandelt lässt, egal ob es Tiere sind die aufgrund einer Zahnfehlstellung mangels Kürzung nicht mehr fressen können oder ein Tier mit einer anderen Erkrankung. Wenn ich ein Tier mit Zahnfehlstellung verhungern lasse kann ich mit hohen Geldstrafen rechnen. Ich wäre an deiner Stelle vorsichtig mit soclhen Aussagen. Soetwas kann als Ankündigung einer Straftat gelten und mit hohen Geldsummen bestraft werden. So eine Aussage verstößt gegen das Tierschutzgesetz.

Martin 09.05.2010 11:51

AW: Erbkrankheiten und züchten
 
Ich glaube nicht, daß klausi vorhat Häschen verhungern oder sonstwie verrecken zu lassen.
Es geht hier doch wohl um die Einschätzung, die bei einem erfahrenen Züchter etwas objektiver ausfällt als bei einem emotionsgeprägten Liebhaber.

klausi 09.05.2010 12:58

AW: Erbkrankheiten und züchten
 
Danke Martin so hatte ich es auch gemeint.

Lupine 09.05.2010 17:46

AW: Erbkrankheiten und züchten
 
@ Martin: Ich kenne klausi nicht und kann deshalb nicht beurteilen ob er ein erfahrener Züchter ist. Was für mich dagegen spricht, ist die Tatsache dass er Zucht nicht eng genug definiert! Ich möchte der Klarheit halber noch einmal betonen, dass ich klausi tatsächlich nicht persönlich kenne, und daher aufgrund der mir bekannten Meinungsäußerungen hier urteile. Es handelt sich hierbei um eine Momentaufnahme, die vielleicht falsch sein mag. Die Einschätzung spiegelt nur den Eindruck wieder, den ich aus diesen Posts gewonnen habe.

Ich habe inzwischen einige Züchter kennengelernt, und die verwahren sich sehr energisch dagegen mit Vermehrern auf eine Stufe gestellt zu werden. Wer da ohne Zuchtziel und Genetikwissen einfach Tiere zusammensetzt, ist bei denen nicht gerade wohl gelitten.

Hier ist kaum einer dagegen, dass gezüchtet wird. Mit dem entsprechenden Wissen, den entsprechenden Haltungsbedingungen, den entsprechenden Elterntieren und natürlich dem entsprechenden Zuchtziel.

Zucht ist NICHT: das Zusammensetzen irgendwelcher Elterntiere, nur um einmal Junge aufwachsen zu sehen, ohne vorher definiertes Zuchtziel, ohne eingehendste Gesundheitskontrolle der Elterntiere, ohne das Wissen um Vererbung.

Zucht ist eine immense Verantwortung. Eine, die man denen überlassen sollte, die in der Lage sind die Tragweite ihrer züchterischen Entscheidungen auch vorher abzusehen.

Vermehrung dagegen ist verantwortungsloses Durchsetzen eigener Bedürfnisse auf Kosten der Tiere :mad:

Bitte, klausi, unterscheide für Laien deutlich erkennbar bei deinen Ausführungen zwischen dem, was eine wirkliche Zucht ausmacht, und dem Rest.

Du läufst Gefahr, Leute zu ermuntern in ihrem Selbstverständnis zu "züchten", und bloß zu vermehren, teils ohne Sinn und Verstand. Damit wärest du moralisch mit verantwortlich, wenn die Tiere darunter leiden müssen. Deshalb bitte mehr Klarheit und Eingrenzung dessen, was unter Zucht zu verstehen ist!

Selkie 09.05.2010 20:28

AW: Erbkrankheiten und züchten
 
so ich muss mich dazu auch mal zu wort melden, da ich hier ja schon mehrere angeschnautzt habe weil sie einfach männchen und weibchen zusammensetzen ohne nachzudenken:

Zitat:

Hier ist kaum einer dagegen, dass gezüchtet wird. Mit dem entsprechenden Wissen, den entsprechenden Haltungsbedingungen, den entsprechenden Elterntieren und natürlich dem entsprechenden Zuchtziel.
Zucht ist NICHT: das Zusammensetzen irgendwelcher Elterntiere, nur um einmal Junge aufwachsen zu sehen, ohne vorher definiertes Zuchtziel, ohne eingehendste Gesundheitskontrolle der Elterntiere, ohne das Wissen um Vererbung.

Zucht ist eine immense Verantwortung. Eine, die man denen überlassen sollte, die in der Lage sind die Tragweite ihrer züchterischen Entscheidungen auch vorher abzusehen.
das sehe ich genauso. ich persönlich habe was dagegen, wenn jemand ohne ahnung einfach mal seine kaninchen vermehrt. und oft sind diese die dass tun zwichen 11-15jahre alt (aber nicht nur) und das kann ich erst recht nicht nachvollziehen.
ich finde in dem alter kann man oft gar nicht die verantwortung übernehmen für so eine aufgabe wie züchten.
wie will man handaufzucht machen wenn man noch zur schule geht?

ich kannte während meiner schulzeit eine die ihre kaninchen vermehrt hat. das endete dann teilweise so, dass sie verstoßene kaninchen in ihrer schultasche mit in die schule geschleppt hat, um "sich drum zu kümmern" (oder anzugeben). meinstens hat der nachwuchs ihrer häsin nicht überlebt....
der mutter war das alles egal.

aber dazu hab ich ja hier schon mal einen längeren text geschrieben:
http://www.kaninchenforum.de/kaninchenhaltung-allgemeines/3689-meine-meinung-zu-kaninchennzucht.html

nun zu den genen von zoohandlungstieren:
ich habe einen vergleich den vielen nicht passen wird, aber ich selber finde ihn passend:
ich habe fische seit ca 9montaten. guppys und platys.
diese vermehren sich wahnsinnig schnell nur ist es so dass alle zoohandlungstiere (also erste generation) guppys nicht lange gelebt haben. die nachkommen sind zum größten teil behindert...
bei den platys sieht es nicht anders aus. die erste generation lebt zwar noch, aber die nachkommen sind sehr klein und werden auch nicht größer.
die fische haben beschissene gene

hätte ich fische von züchter geholt hätte ich weniger probleme damit. das habe ich hinterher aus einem fischforum erfahren...


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