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marinahexe 15.02.2020 12:33

Neue Gebühren beim Tierarzt
 
https://www.wir-sind-tierarzt.de/2019/12/tierarzt-neue-notdienst-gebuehren-bundesrat/

Tamou 15.02.2020 15:56

Das finde ich bedenklich. Ich könnte mir vorstellen, dass der eine oder andere Tierhalter dann noch länger zögert, ob er zum Notdienst geht oder noch schiebt. Das kann für das jeweilige Tier echt schlecht ausgehen. Schmerzen müssten länger ertragen werden und schlimmstenfalls ist es sogar zu spät.
Wenn dann zusätzlich auch noch der 4-fache Gebührensatz genommen wird, ist das wirklich viel Geld.

crazy curry 15.02.2020 17:03

Ich denke mal das die, die einen echten Notfall haben, gehen werden und der andere Teil war nie ein Notfall. Wie Durchfall seit 3 Tagen, Husten seit ner Woche oder selber keine Zeit gehabt, etc.

angelsfire 15.02.2020 17:08

Aus Sicht der TÄe kann ich es sehr gut nachvollziehen. Aus Haltersicht ist es eher schwierig. Gerade Großpflegestellen haben da schon ein Problem. Ausserdem haben wir halt Kaninchen, da ist es sehr viel öfters wirklich ein Notfall als bei anderen Tieren.

Terry 15.02.2020 18:34

Aber wie crazy curry schon schrieb, es ist auch eine „Chance“ mit einem wirklich kranken Tier nicht mehrere Stunden warten zu müssen weil vor einem Leute zum ach so wichtigen Krallenschneiden o.ä. da sitzen..

Die 60 Euro „Eintrittsgebühr“ sind allerdings wirklich hart und ggf. von vielen wirklich nicht zu stemmen.
Und dann noch der dreifache Satz, da bist Du mit einem inappetenten Kaninchen inkl. Röntgen gerne mal bei 250-300 Euro.

dangerschaf 15.02.2020 18:50

Die "Eintrittsgebühr" ist zwar hart, könnte aber den gewünschten Effekt haben, dass darauf der dreifache Satz kommt, ist übel :o

4Chaoten 15.02.2020 18:59

Es trifft die, die wirklich einen Notfall haben (so wie ich z. B.:cuss:) aber ich werde das sicherlich zahlen.
Alle anderen die so mal eben am We denken, ich glaube, ich muss mal zum TA, nachdem ihr Tier wohl schon tagelang einen schlechten Eindruck machte, wird es evtl. bewegen zu den normalen Sprechstunden zu gehen ......... oder leider gar nicht

Lara004 15.02.2020 19:36

Ich finde es eine gute Regelung.

Wie oft haben wir das in der Praxis, dass da Leute nach Ende der Sprechstunde noch rein kommen, weil ist ja Licht an, da macht das ja nichts. Das würde diesen Leuten den Wind aus den Segeln nehmen, zu denken sich alles zu erlauben.

Wir haben kein schichtsystem, wo nach 8h der nächste Mitarbeiter kommt, wie in einer Klinik. Das bedeutet für uns, dass wir nie wissen, wann wir wirklich abends Feierabend haben und zu Hause sind, es gab Tage, da sind wir bis Mitternacht da gewesen und mussten danach noch die eigenen Tiere versorgen, mal was essen etc und trotzdem pünktlich morgens wieder auf der Matte stehen.

Für richtig echte Notfälle bin ich absolut bereit das zu leisten, aber nicht, wenn der Notfall eingetreten ist, weil die Leute entweder zu lange gewartet haben, im vorweg versucht haben Geld zu sparen oder weil sie keine Zeit hatten vorher zu kommen.

Dar89 15.02.2020 19:50

Zitat:

Zitat von Lara004 (Beitrag 1188057)
Ich finde es eine gute Regelung.

Wie oft haben wir das in der Praxis, dass da Leute nach Ende der Sprechstunde noch rein kommen, weil ist ja Licht an, da macht das ja nichts. Das würde diesen Leuten den Wind aus den Segeln nehmen, zu denken sich alles zu erlauben.

Wir haben kein schichtsystem, wo nach 8h der nächste Mitarbeiter kommt, wie in einer Klinik. Das bedeutet für uns, dass wir nie wissen, wann wir wirklich abends Feierabend haben und zu Hause sind, es gab Tage, da sind wir bis Mitternacht da gewesen und mussten danach noch die eigenen Tiere versorgen, mal was essen etc und trotzdem pünktlich morgens wieder auf der Matte stehen.

Für richtig echte Notfälle bin ich absolut bereit das zu leisten, aber nicht, wenn der Notfall eingetreten ist, weil die Leute entweder zu lange gewartet haben, im vorweg versucht haben Geld zu sparen oder weil sie keine Zeit hatten vorher zu kommen.

Das kenne ich auch. Ich habe auch einige Zeit in einer Tierarztpraxis gearbeitet. Bei uns kamen auch welche "weil das Licht noch an war"....kein Ding für die Leute, welche früh genug da waren oder auch solche, deren Tiere eingeschläfert wurden, sind wir deutlich länger geblieben. Das sind aber Ausnahmen.
Es gibt allerdings auch die Leute, die zu früh oder zu spät zu den Sprechzeiten kommen. Wir hatten auch Leute, die einfach weggelaufen sind und nicht bezahlt haben.
Bei meiner jetzigen Praxis zu der ich mit meinen Tieren gehe, kommen Leute teilweise eine halbe Stunde vor der Sprechstunde, das finde ich ziemlich frech!

Terry 15.02.2020 20:06

Zitat:

Zitat von Lara004 (Beitrag 1188057)
Ich finde es eine gute Regelung.

Wie geschrieben, ich finde nicht alles gut an der Regelung, aber vom Grund her wird dadurch die Arbeit und Notdienstbereitschaft der TÄ auch mal finanziell anerkannt.

Nur manchmal trifft es dann finanziell dann eben einfach die Falschen ( und damit meine ich Tiere und Menschen).

Tamou 15.02.2020 20:12

Ist denn ein Tierarzt eigentlich verpflichtet, bei jedem den gleichen Satz zu nehmen? Die 60,-€-Gebühr ist jetzt ja Zwang.
Aber kann der bei einem den 2fachen und bei anderen den 4fachen Satz nehmen? Dann kann der das ja von "echten" Notfällen abhängig machen.
So erzieht man die Leute ja vielleicht.

Ich war bisher in den ganzen Jahrzehnten Tierhaltung nur 2 Mal im Notdienst und ein Mal notfallmäßig ohne Termin in der Terminsprechstunde (Verdacht auf Magendrehung beim Hund). Ich kann mir immer gar nicht vorstellen, dass das Leute freiwillig machen.

Mir war das schon mit echtem Notfall unangenehm, den Arzt abends um 20 Uhr in die Praxis zu holen.

4Chaoten 15.02.2020 20:15

Zitat:

Zitat von Dar89 (Beitrag 1188058)
Bei meiner jetzigen Praxis zu der ich mit meinen Tieren gehe, kommen Leute teilweise eine halbe Stunde vor der Sprechstunde, das finde ich ziemlich frech!

Ich muss gestehen, das mache ich auch bei einer Praxis, diese arbeitet nicht mit Terminen. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst;) und ich möchte meine Tiere nicht stundenlang in der Box lassen, wenn es sich vermeiden läßt


Ich achte die Arbeit von TÄ und ihren Helfern, leider machen dies immer weniger Menschen. Habe auch mit Kunden zu tun und finde leider das Verhalten und die Ansprüche immer größer.

Wuschelinchen 15.02.2020 20:23

Zitat:

Zitat von Terry (Beitrag 1188060)
Wie geschrieben, ich finde nicht alles gut an der Regelung, aber vom Grund her wird dadurch die Arbeit und Notdienstbereitschaft der TÄ auch mal finanziell anerkannt...


Aber ich glaube nicht, dass der angestellte TA oder die TA-Helferin dann mehr in der Lohntüte findet.

Terry 15.02.2020 20:37

Ne, aber sie werden nicht arbeitslos weil die Praxis pleite geht.

Lara004 15.02.2020 21:29

Bei uns gibt es nachmittags auch keine festen Termine, da geht es der Reihe nach. Daher sind manche wirklich ne Stunde vor der Sprechstunde da.
Das ist mir persönlich egal, da muss man dann damit klar kommen, dass wir denen kurz zwischen den Füßen durchfegen, um noch mal ein bisschen klar Schiff zu machen vor dem zweiten Teil der Sprechstunde.

Für die Mitarbeiter, die einen tarfivertrsg haben, muss Notdienst bzw.arbeit außerhalb der Sprechzeit vergütet werden.

Ich habe keinen Tarifvertrag. Und ehrlichgesagt ist diese neue Regelung auch ein Argument für meine Gehaltsverhandlung. Warum auch nicht.

Saoirse 15.02.2020 21:31

@ angelsfire
was auch immer du mit "Ausserdem haben wir halt Kaninchen, da ist es sehr viel öfters wirklich ein Notfall als bei anderen Tieren." meinst - Notfall ist Notfall. Verdauungsprobleme, Gebrochene Knochen, Wunden und alles andere.. davon ist leider keine Tierart verschont und das kommt bei Kaninchen weder öfter, noch seltener vor, und ist auch nicht mehr oder weniger wichtig als bei anderen Tieren. Und wenn man ganz fies sein will: es ist nur ein Kaninchen. Wirtschaftlich betrachtet steht das ziemlich hinten an als Notfall.
Natürlich hängt das Herz an der kleinen Fellnase, das soll ja auch so sein! Aber in diesem Forum hat man ab und zu das Gefühl, die Haltung von Kaninchen würde über alles andere - auch andere Tierarten - gestellt. Sie ist weder schwieriger, teurer, aufwendiger noch sonst irgendwie besonders.
Nur meine bescheidene Meinung, die ich einmal kundtun wollte, denn es ist mir schon öfter von verschiedenen Usern aufgefallen. Das soll aber in keine Diskussion ausarten.


Ich finde die 60 Euro irgendwo gerechtfertigt, für ein Kaninchen aber schon sehr hoch in der Relation zu den normalen Kosten.
Wenn ich nachts einen Tierarzt für mein Pferd brauche, merke ich es auf der Rechnung ja quasi kaum, ob da jetzt noch 60 Euro mehr sind oder nicht. Dafür musste der TA aber auch zum Stall kommen, die Behandlung dauert meist länger, ist vor allem gefährlicher für den TA, die Arbeitsbedingungen sind viel schlechter weil alles nur im Auto mitgebracht, in vielen Reitställen gibt es keine vernünftige Vorrichtung für einen TA, nichtmal einen Untersuchungsstand.. Und der Druck für den TA ist höher: auch wenn es fies klingt, ein Behandlungsfehler beim Kaninchen ist für den Halter blöd, aber naja. Beim Sportpferd für 50.000 Euro wirst du als TA umgehend verklagt.

Das Risiko in jeder Hinsicht ist für den TA nachts um 4 beim Pferd ist ein ganz anderes, als bei einem Kaninchen in seiner eigenen Praxis. Klar muss ich beim Pferd zusätzlich Anfahrtskosten etc zahlen, aber dennoch: für ein Kaninchen sind 60 Euro echt doll.

dangerschaf 15.02.2020 22:24

Also ich kenne kein Tier, dass an Verdauungsprobleme so schnell stirbt wie ein Kaninchen bzw. wenn mal 24 h das Fressen eingestellt wird.
Von daher empfinde ich Kaninchen durchaus "gefährdeter" als z.B. Hunde.

4Chaoten 15.02.2020 22:30

Ich will jetzt auch keine Diskussion anfangen, von meiner Seite aus gesehen, finde ich die Haltung von Kaninchen schon schwieriger und arbeitsreicher als bei anderen Tieren. Dies kommt natürlich auch auf die Form der Haltung an Innen/Außen aber letztlich sind sie in meinen Augen krankheitsanfälliger
Das hier im Forum vielleicht der Eindruck entsteht, dass Kaninchen über andere Tiere gestellt werden liegt wohl daran, dass es eben ein Forum für Kaninchen ist;) meine Probleme mit meinen Katzen poste ich hier nicht

Saoirse 15.02.2020 22:32

Naja, wenn ein Pferd akut Kolik hat, dann ist das auch nach einer halben Stunde nicht mehr zu retten - wenn du nicht umgehend Pferdeanhänger und Hilfe parat hast um das Gute Tier zur Klinik zu bringen, hast du mit etwas Pech sofort verloren. So schnell kann der Tierarzt manchmal gar nicht kommen, da hilft manches Mal nur noch einschläfern, weil nicht mehr transportfähig zur Klinik. Und auch in der Klinik sind die Chancen oft nur gering.
Mein Kaninchen kann ich jederzeit "ganz bequem" in seine kleine Kiste packen und zum Tierarzt bringen, wo gleich alles ist, was man zum Helfen braucht.
Und wenn es nichts mehr zum Helfen geben sollte, ist der wirtschaftliche (!!!) Schaden beim Kaninchen eben begrenzt. Wenn mein Pferd nicht frisst, hab ich ganz andere Probleme.
Ich bin da bei den Kaninchen also relativ entspannt. Dass das nicht jedem so gehen muss, ist mir völlig bewusst. Und das alles hat auch ausdrücklich nichts mit den subjektiven Gefühlen der kleinen Fellnase gegenüber zu tun. Würde meinen beiden was zustoßen, wäre ich tieftraurig.

Aber 24h nicht Fressen sollte eben auch gar nicht vorkommen. Wenn meine beiden zu ihren gewohnten Fütterungszeiten nicht motiviert sind, gar nicht fressen wollen und/oder noch alles von der vorherigen Mahlzeit übrig sein sollte, dann warte ich nicht noch einen Tag, sondern dann habe ich JETZT ein Problem. Dass dieses Problem dann nun mit Pech 60€ Eintrittspreis kosten, ist für Kaninchen wie gesagt sehr doll. Aber für mich kein Grund, irgendetwas abzuwarten.

@ 4Chaoten
Zugegeben, ich bin sehr froh, dass wir uns hier für die Außenhaltung entschieden haben oder ja eher entscheiden mussten. Wenn ich sehe, was die Kleinen alles kaputt machen können.. Man kann natürlich jede Haltung kompliziert machen, oder eben auch nicht, der Aufwand ist da sicher ganz individuell. Aber letzten Endes ist es bei jedem Tier das Gleiche: Aufmerksamkeit hier, Füttern da, Suabermachen und Veränderungen im Blick haben. Mein Pferd muss ich trainieren und der Mist ist mehr, mein Hund muss mehrmals täglich raus, meine Katze hatte Zahnprobleme mit ihren Besonderheiten, Kaninchen machen viel Chaos.. Alles Vor- und Nachteile, aber krank ist krank und Arbeit ist Arbeit, Liebe zum Tier ist Liebe zum Tier.
Ich würde meine Kleinen nicht unbedingt drin haben wollen, wenn es nicht sein muss. Draußen sind sie wirklich relativ einfach glücklich zu machen, ohne dass sie mich (oder Möbel, Tapeten...) ärgern. Aber jede Tierhaltung bedeutet Kompromisse und Arbeit. Man macht es ja gern, aber meine Kaninchen sind wirklich eher anspruchslos im Gegensatz zu sonstigen Haustieren. Aber das wäre sicher anders, wenn sie im Haus wären. Aber ich finde, dass man bei Kaninchen Veränderungen und Krankheiten schnell "erlernen" und erkennen kann. Man kann sie als Laie schnell einlesen und Kaninchen artgerecht halten. Das ist bei vielen anderen Tierarten meinem Empfinden nach nicht so einfach.

Dar89 15.02.2020 22:41

Da ginge es ja nun aber um diejenigen, welche abwarten obs "besser" wird und sich von alleine wieder "einrenkt".
Zumal es dann auch wahrscheinlich diese Leute sind, die sich dann denken, dass 60€ Eintritt zu viel ist und das Tier letztendlich jämmerlich und möglicherweise unwissentlich seinem Schicksal überlassen.

Ich hatte in den letzten 10 Jahren 4x Pech, dass meine Tiere meinten am Wochenende sei eine tolle Zeit um nicht mehr zu fressen.

4Chaoten 15.02.2020 22:54

@saoirise mit Pferden bin ich groß geworden, auch mit Schweinen, Hühner etc

Jede Tierart ist speziell und egal, ob Hund, Katze; Maus, es gibt bei jedem Tier die Situation, dass ihnen innerhalb einer halben Stunde nicht geholfen werden kann

Lara004 16.02.2020 00:51

Ich glaube, dass die Leute, die jetzt wegen der Pauschale nicht in den Notdienst fahren, auch die sind, die sowieso nicht gefahren wären.

Allerdings kann ich mir schon vorstellen, dass das etwas die Fälle aussortiert, die im Notdienst eigentlich nichts zu suchen haben. Und wenn diese doch kommen, dann hat der Tierarzt am Ende wenigstens was davon, dass er da, teils in seiner Freizeit, behandelt.

Auch wenn’s eigentlich nicht zum Thema gehört: ich finde die Haltung und Versorgung meiner Hunde einfacher, als die Kaninchen. Es läuft einfach vieles leichter nebenher, die Hunde können mitkommen, die Beschaffung von artgerechtem Futter ist das ganze Jahr einfacher etc.

gerti 16.02.2020 08:33

Ist schon lange überfällig! Es gibt so viele Leute die schon längere Zeit herumeiern bevor sie dann endlich zu einem TA fahren. Wenn bei mir nachts was akutes ist, sowie das Blut erbrechen bei Hund Hayley bin ich über eine Stunde in die Tierklinik gefahren, ich würde nicht mal auf die Idee kommen da meine TÄ aus dem Bett zu klingeln. Dass ich im Notfall zu so einer Zeit mehr zahle erklärt sich ja eigentlich von selbst.
Fliegenmaden sind auch immer Notfall egal welche Tierart. Und ich bin genauso der Meinung, dass die Leute die noch ewig vorher Zeit haben in Foren oder FB fragen über ihrnen gemeinten Notfall zu stellen. hätten schon lange fahren können. Bei einem akuten Notfall hab ich weder Kopf noch Zeit herumzuschreiben, sondern ruf erst bei meiner TÄ an oder sitz in der Klinik.

Die Erwartungshaltung der Menschen ist teils einfach sehr unverschämt geworden.


In der Praxis in der ich viele Jahre gearbeitet habe, war es leider auch üblich, dass noch schnell von einem Hausarzt angerufen wurde ob jemand kommen kann, bzw. stand einfach da. Wenn das dann ein gebrochener Arm war der eingerichtet werden musste standen wir dann auch mal bis 22.00 in der Praxis....ähm ja, dafür hätte es dann eigentlich auch die Notaufnahme in einem KH wie bei vielen anderen Dingen die uns nach Sprechzeit noch erreicht haben gegeben, aber da wollten die Leutchen halt dann nicht hin.

Terry 16.02.2020 17:15

Zitat:

Zitat von Saoirse
Mein Kaninchen kann ich jederzeit "ganz bequem" in seine kleine Kiste packen und zum Tierarzt bringen, wo gleich alles ist, was man zum Helfen braucht.

Tja, wenn Du dann auch an einen TA gerätst der sich zumindest leidlich mit Kaninchen auskennt, dann gebe ich Dir recht.

Die Erfahrung zeigt aber leider das Gegenteil, nicht zum „Spaß“ habe ich über die Jahre hinweg eine Notfallapotheke plus mir zeigen lassen wie man z.B. spritzt um nicht auf manche „Stümper“ angewiesen zu sein.
So schaffe ich es meist die Nacht oder das WE zu überbrücken bis ich an einen erfahrenen Tierarzt gerate.

dangerschaf 16.02.2020 17:41

Was bin ich froh, dass meine TA 24/7 Bereitschaft macht.

Rakete 16.02.2020 19:42

Ich bin echt erstaunt, dass es das bei Euch nicht immer schon gab.
Bei uns in der Schweiz ist das seit je Normalzustand!

Notfallzuschlag SFr. 150.- , in der Klinik sogar inzwischen SFr. 250.-

So habe ich Sonntags durch eine missglückte VG für beide Kastrate alleine für den Notfallzuschlag SFr. 500.- bezahlt. Für die Behandlung selber ist ja eine 2- Fach Verrechnung schon okay, aber nicht für die Notfalltaxe. Das fand ich eine Frechheit.

Ein Grund, wieso ich VG's nicht mehr gerne am Wochenende starte, da ich in Vergangenheit schon öfters zum Nähen gehen musste. Letzthin passierte die Verletzung um 1 Uhr nachts, da fand ich, ich könne jetzt auch noch bis 8 Uhr morgens warten ohne den TA aus dem Bett zu holen.. Meine TA- Kosten die letzten Monate sind auch so für ein einziges Kaninchen an die 3000-4000 SFr. Wenigstens weiß ich, wohin mein komplettes Geld verschwindet :cuss:

maximus 16.02.2020 20:01

Zitat:

Zitat von dangerschaf (Beitrag 1188186)
Was bin ich froh, dass meine TA 24/7 Bereitschaft macht.

Wobei das dann, laut dem Text, ja auch unter Notdienst zählt und teuer wird.
Leider.

gerti 16.02.2020 20:11

Zitat:

Zitat von dangerschaf (Beitrag 1188186)
Was bin ich froh, dass meine TA 24/7 Bereitschaft macht.

Zitat:

Zitat von maximus (Beitrag 1188200)
Wobei das dann, laut dem Text, ja auch unter Notdienst zählt und teuer wird.
Leider.


So sollte es ja auch sein, sobald es außerhalb der Sprechzeiten in einer Notfallzuschlagzeit ist.


Am Besten ist es eh ohnehin, wenn jeder Tierhalter für die einzelne Tierart sich bei gewissen Dingen eine Zeitlang selbst helfen kann, bis ein TA erreicht werden kann....ist ja beim eigenen Nachwuchs auch nicht anders, dass man sich da vorrübergehend auch selbst helfen können muss bis man zu einem Arzt kann.

Lara004 16.02.2020 20:23

Ich glaube es ging hier insbesondere darum 24/7 einen kompetenten Tierarzt für Kaninchen parat zu haben und man das Geld dann wenigstens sinnvoll investiert hat.
Geht man in ne Klinik, dann kann da im Notdienst ja jeder Tierarzt sitzen und wenn’s blöd läuft, kennt der Halter sich besser aus, als der Tierarzt.

maximus 16.02.2020 20:52

Das stimmt natürlich.

Oda 16.02.2020 20:55

Bei uns hier in der Klinik ist es so, dass der Kaninchen-Spezialist dann angerufen wurde, der gerade in einer Konferenz in England war. Das fand ich schon klasse und dann ist man auch gerne bereit, etwas mehr auszugeben... aber ob das die Regel ist, weiß ich natürlich nicht..

Lara004 16.02.2020 20:59

Ich bin froh, dass ich einen Schlüssel habe und jederzeit in die Praxis darf, falls was mit mit meinen Viechern ist.

Dar89 16.02.2020 21:12

Zitat:

Zitat von Lara004 (Beitrag 1188205)
Ich glaube es ging hier insbesondere darum 24/7 einen kompetenten Tierarzt für Kaninchen parat zu haben und man das Geld dann wenigstens sinnvoll investiert hat.
Geht man in ne Klinik, dann kann da im Notdienst ja jeder Tierarzt sitzen und wenn’s blöd läuft, kennt der Halter sich besser aus, als der Tierarzt.

Genau das ist es leider!
Ich war auch schon in der Klinik mit einer Verstopfung und habe auf ein RöBi bestanden. Die junge Ärztin dort wollte mir lediglich ein Entwurmungsmittel mitgeben! Ich zahle gerne den Zuschlag für jemanden, der mir helfen kann bzw meinem Tier :D, aber wenn ich da stehe und darum kämpfen muss, dass man mit den richtigen diagnostischen Methoden arbeitet, eher nicht.

dangerschaf 16.02.2020 21:30

Zitat:

Zitat von maximus (Beitrag 1188200)
Wobei das dann, laut dem Text, ja auch unter Notdienst zählt und teuer wird.
Leider.

Zitat:

Zitat von Lara004 (Beitrag 1188205)
Ich glaube es ging hier insbesondere darum 24/7 einen kompetenten Tierarzt für Kaninchen parat zu haben und man das Geld dann wenigstens sinnvoll investiert hat.
Geht man in ne Klinik, dann kann da im Notdienst ja jeder Tierarzt sitzen und wenn’s blöd läuft, kennt der Halter sich besser aus, als der Tierarzt.

Genau das meinte ich!


Meiner TA gebe ich das Geld im Notfall dann auch "gerne".

angelsfire 17.02.2020 15:56

Zitat:

Zitat von Saoirse (Beitrag 1188072)
@ angelsfire
was auch immer du mit "Ausserdem haben wir halt Kaninchen, da ist es sehr viel öfters wirklich ein Notfall als bei anderen Tieren." meinst - Notfall ist Notfall. Verdauungsprobleme, Gebrochene Knochen, Wunden und alles andere.. davon ist leider keine Tierart verschont und das kommt bei Kaninchen weder öfter, noch seltener vor, und ist auch nicht mehr oder weniger wichtig als bei anderen Tieren. Und wenn man ganz fies sein will: es ist nur ein Kaninchen. Wirtschaftlich betrachtet steht das ziemlich hinten an als Notfall. .


Keine Ahnung was du da rein interpretiert hast aber ich habe es so gemeint wie ich es geschrieben habe. Bei Kaninchen tritt der "Notfall" sehr viel öfters ein als bei anderen Tierarten. Heißt ja nun nicht dass bei Hund und Katze kein Notfall eintreten kann. Natürlich ist (zum Beispiel) der Verdacht auf eine Magendrehung beim Hund auch ein absoluter Notfall der sofort behandelt werden muss. Oder eine Kolik beim Pferd. Habe aber auch nix anderes behauptet.



Mag sein das sich das in einem Klinikalltag nicht so deutlich zeigt. Liegt aber einfach daran das viele gar nicht sofort zum TA gehen wenn die Kaninchen zum Beispiel nicht fressen. Und sich dann wundern warum sie "auf einmal" tot da liegen. Wenn mein Hund mal nicht frisst renne ich am WE nicht zum Notdienst. Der stirbt daran (in der Regel) aber halt auch nicht einfach so. Ein Kaninchen schon. Ich habe seit klein auf alle möglichen Tiere. Hunde, Katzen, Pferde, Kaninchen. Nun rate mal mit wem ich am häufigsten beim TA war. Richtig, die Kaninchen. Und ich hatte ein sehr krankes Pferd usw. Das hat auch oft den TA gesehen.


Zitat:

Zitat von Lara004 (Beitrag 1188139)
Ich glaube, dass die Leute, die jetzt wegen der Pauschale nicht in den Notdienst fahren, auch die sind, die sowieso nicht gefahren wären.

Allerdings kann ich mir schon vorstellen, dass das etwas die Fälle aussortiert, die im Notdienst eigentlich nichts zu suchen haben. Und wenn diese doch kommen, dann hat der Tierarzt am Ende wenigstens was davon, dass er da, teils in seiner Freizeit, behandelt.


Ich glaube so pauschal kann man das nicht sagen. Ich würde natürlich auch trotz pauschale zum Notdienst gehen wenns nötig ist. Aber trotzdem überlegt man sich vielleicht doch 2 mal ob es wirklich nötig ist oder nicht. Und das kann beim Kaninchen halt bedenklich sein. Und ich bin niemand der zum Notdienst fährt wenn mich das Kaninchen schräg anschaut oder eine Kralle zu lange ist oder sonst was. Ich denke da halt auch an die Großpflegestellen. Für die kann das finanziell schon problematisch werden. Ein TA Besuch wegen einer Aufgasung kann da gut und gerne jetzt mal 200-300 Euro kosten. Und das muss man halt auch erst mal finanzieren können.



Ich stimme euch zu das es für die TÄe sinnvoll und auch richtig ist das einzuführen. Und wenn sie dann an so "wir kommen zum Notdienst zum impfen oder krallen schneiden" Leuten mehr verdienen dann nur zu Recht. Aber es sollte meiner Meinung nach einfach unterschieden werden ob es ein wirklicher Notfall ist (muss sich ja schlussendlich nicht bestätigen, es reicht ja schon wenn der verdacht auf einen Notfall begründet ist. Weiß nicht wie ich das beschreiben soll) oder ob es halt so Krallenleute sind oder Leute die halt die ganze Woche schon nicht beim TA waren usw. Dann würde die Zusatzgebühr auch die richtigen Leute treffen. Ich finde 60 Euro einfach unverhältnismäßig.


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